Wieso hassen so viele RB Leipzig?

2 Antworten

Weil der verein keine tradition oder leidenschaft zum sport hat, sondern als marketingstrategie gegründet wurde. Man wollte mit viel geld einen verein als werbung für red bull gründen, der so schnell wie möglich großen erfolg haben soll. 

Normaler Verein bestimmt nicht. Der Verein hat 17 stimmberechtigte Mitglieder und ist nicht durch sportlichen Erfolg groß geworden sondern viel Geld.

Dort steht nicht der Verein im Mittelpunkt sondern die Vermarktung einer Dose.

In dem Moment wo der Volkssport Fußball nicht mehr Zweck ist und Sponsoring Mittel sondern der Fußball als Mittel zum Zweck der Werbung dient ist er kein Volkssport mehr sondern verkommt zu einer werbeplattform.

Damit ich hier keinen Roman schreiben muss schick ich dir mal links zur Stellungnahme einiger Fangruppen (und nicht nur solcher die sich hier oder auch sonst so ausgeben)

http://blog1900.de

http://suedtribuene-dortmund.de/heimspiel-gegen-leipzig/

http://www.nein-zu-rb.de/stellungnahmen/

Ich habe ja kein Problem mit Leuten die nur Fußball sehen wollen. Aber bitte. Das sind eventbesucher und keine Fußballfans. Schön wäre es wenn diese sich auch als eventbesucher sehen.

Hier habe ich mal weiter unten einen Antwort kommentiert, warum der Vergleich "alles sei Kommerz" hinkt: 

https://www.gutefrage.net/frage/was-ist-wenn-meine-mutter-rb-mag?foundIn=list-an...

Falls du dennoch weitere Informationen willst warum dieses Konstrukt Fußball als Mittel zum Zweck und nicht mehr den Fußball als Zweck abzulehnen ist kann ich es dir auch gerne nochmal genau erläutern.

Trotzdem bitte ich doch alle die den Volkssport Fußball nicht kennen sich aus dem Thema rauszuhalten und keine populistischen Meinungen nachzulaufen. Vielen Dank.

Ich halte passenderweise eher die Leute für Eventfans, die wegen der guten Stimmung im Block zu einem Fußballspiel gehen und womöglich die Gegenseite aufgrund großer zahlenmäßigen Unterlegenheit verachten und belächeln... Du hast tatsächlich diejenigen als Eventis bezeichnet die wegen dem Sport ins Stadion gehen oder vom heimischen Sofa usw. aus? Das macht doch hinten und vorne keinen Sinn. Du hast außerdem vergessen dass auch die Traditionsklubs zu Zeiten vor und vor allem während der Gründung der Bundesliga Gönner hatten, die für damalige Verhältnisse den Wettbewerb genauso 'verzerrt' haben wie es nun Leipzig und Anderen vorgeworfen wird. Man kann sich auf die Tatsache versteifen weil dass das Baby in Leipzig RB heißt und nicht FC Leipzig oder von mir aus Mateschitz-Kickers Leipzig... aber diese Protestwelle nimmt mittlerweile eh schon Ausmaße an wo man sich fragen muss ob manche 'Fans' komplett den Verstand verloren haben...

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@KrizKey

Nein wir gehen nicht ins Stadion um einzig alleine ein Event Fußball zu sehen. Wir treiben die Mannschaft zum Sieg. Und wir (die Mitglieder sind der Verein!) kein Spieler oder Sponsor! Wir entscheiden wie der Verein läuft!

Wer macht sich bitte über in der Masse unterlegene Fans lustig. Wenn wir mit 5000 auswärtsfans in ein Stadion gehen helfen wir unserer Mannschaft mehr zum Sieg als wenn 50000 Event Fans sich ein Spiel anschauen?

Leibzig hat nur  2 Vereine. 

Und zu deiner Verbindung zu früher. Niemals hatte in einem Traditionsverein ein Unternehmen das sagen. Niemals war das Unternehmen der Grund für den Verein. 

In welchem Sinne meinst du Ausmaße? Gewalt ist zu verurteilen. Die Ablehnung eines solchen Konstrukt über Gesänge und Banner deutlich zu machen aber bestimmt nicht. 

Welche Vereine bewegen denn massen?

Warum will man den Fans den Mund verbieten? 

In Katar nimmt man arbeitssklaven und Tode in Kauf und hier sind die Ultras die bösen, die friedlich ihre Abneigung gegen die Kommerzialisierung des Sports zeigen? (Übrigens dies nicht nur rb gegenüber sondern auch oft vereinsintern)

Irgendwas läuft falsch.


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Nachdem RB mit seiner Mannschaft derzeit nur von Bayern überflügelt wird, stelle ich mir die Frage, ob das generell überhaupt so gut ist, wenn Fans mitentscheiden die von der Materie wie man einen Profiverein führt, keine Ahnung haben... Ja keine Ahnung haben können! Das meine ich nicht böse, aber jeder Verein beschäftigt für teuer Geld Leute die den entsprechenden Background mitbringen. Mich würde außerdem interessieren was die letzten großen Errungenschaften der Mitglieder von Profivereinen waren, was ausschließlich deren Idee war, außer die Rücknahme des alten Logos beim VfB Stuttgart? Ich meine die Leute die z. B. auf der FB-Seite der Regionalliga Südwest zu lästern beginnen wenn Fotos der spärlichen Auswärtsblocks von Elversberg, Steinbach oder sonstigen kleinen Vereinen gezeigt werden. Leipzig hat ab Oberliga 4 Vereine: RB, Lok, Chemie und Inter, nehmen wir Markranstädt oder den eventuellen Aufsteiger Eilenburg hinzu, sogar 5-6. Leugnen empfinde ich als kindisch. Ein Unternehmen nicht, jedoch Unternehmer. Ich möchte jetzt nicht den Satz eines Geschäftsmanns namens Kremer wörtlich zitieren zur Gründung des 1. FC Köln... aber wer zwischen den Zeilen lesen kann und zudem weiß dass zu Beginn der Bundesliga die Kölner den mit Abstand professionellsten Background hatten als die Liga von Amateur zu Profi geändert wurde und sie folgerichtig wenig überraschend erster Meister der Bundesliga wurden... klare Profiabsicht bei Gründung als es keine Profis geben durfte. Die Bayern wurden von örtlichen Bauunternehmern maßgeblich finanziell unterstützt als sie noch Regionalliga gespielt haben, sie hatten als einziger Regionalligist damals das Geld, Profitrainer zu engagieren was ein klarer Wettbewerbsvorteil war. Zudem hat niemand ein Fass aufgemacht als vor 18 Jahren LR Ahlen in Liga 2 spielte... Ich finde eure Reaktion übertrieben, peinlich und unvernünftig. Lasst doch die Leipziger Bundesliga spielen, ohne RB wäre dieser historische Fußball-Standort im Niemandsland verschwunden, da die historischen Vereine nichts mehr auf die Reihe bekommen... Nun ist in der Stadt ein Jugendleistungszentrum, wovon auch die Klubs in der Stadt profitieren die ich oben bereits genannt habe. Ja ich meine die Gewalt-Ausreißer. Das Problem ist, dass ihr so undifferenziert an das prekäre Thema RB Leipzig rangeht, dass vereinzelte Kleingeister aus euren Reihen sich zu Übergriffen hinreißen lassen. Ich sehe den Fußball eher kapitalistisch, freue mich dennoch über jeden Verein mit weniger Geld, der mehr als das Maximale aus seinen natürlichen Ressourcen rausholt. Bin kein RB-Fan muss ich dazu sagen. Ich gehe offen an die Sache mit RBL ran, bin mir sicher dass diese Konstellation eines Vereins ein Unikat im deutschen Fußball bleiben wird und genieße einfach neutral schönen Fußball auf dem Platz. Und den spielen die in Leipzig, egal ob da auf Trikot und Werbewänden ein Brausehersteller aus Österreich oder ein großes Unternehmen am Ort selbst stehen würde.

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@KrizKey

Dein Text war verständlich:)

Mitglieder haben doch schon einige Errungenschaften. Glücklicherweise/ oder leider in zu wenig Stadien gibt es noch Vereine die die stadiennamensrechte nicht verkauft haben.

Wenn 100000 Mitglieder ihren Vorstand wählen ist dieser repärentant für den Verein. Dann ist er sowohl "Profi" als auch von den fans legitimierter Vertreter in der Öffentlichkeit. Bei 17 ausgewählten Mitgliedern geht das schwer oder? :)

Ich sehe den Fußball nicht kapitalistisch. Der Fußball ist eine der wenigen Momente in der man der kapialistischen Welt (die ja ihre Berechtigung hat und in der wir alle gut leben und arbeiten) entfliehen kann. 90 Minuten zählt der Fußball. Und die damit verbundenen werte von treue, Gleichheit, zusammenhalt, Leidenschaft, Willenskraft, Hoffnung, siegen und verlieren, Wettkampf, Tradition...

Die Fans der Traditionsvereine wollen, dass das so bleibt. Und sind wir mal ehrlich. Das ist der überwiegende Teil der "Nachfrager". Vielleicht hält die Bundesliga ein paar kommerzvereine aus, aber wenn diese Kapitalisierung des Volkssport ad absurdum geführt wird, wird das Rezept nicht lange Erfolg haben. (Wenn 3. Liga spiele so viele Zuschauer locken, wie 70 km entfernt Wolfsburg am selben Abend in der Cl...)

Das die Filiale Salzburg nun wertlos wird nachdem dort über Nacht 70jährige Vereinswappen und Farben geändert wurden finde ich auch zumindest bedenklich..

Ich bleibe dabei. Die Kommerzialisierung wurde bei keinem Verein bis dato eine solche abstraktivität geführt wie es gerade in Leibzig geschieht. Rb hat Leibzig nicht ausgewählt, weil ihnen die Stadt gefällt oder weil sie den Leuten dort schönen Fußball zeigen wollen. Welches Interesse hätte ein Unternehmen daran. Rb verfolgt den Zweck der eigenen Marketing Maßnahme. Hierfür wird der Fußball in einer nie dagewesenen Art und weiße instrumentalisiert. Sponsoring ist unabdingbar aber das hat mit Sponsoring nichts mehr zu tun..

Du sagst du hältst rb für ein Unikat. Ich denke hoffenheim und Ingolstadt waren die ersten "Plastik" Vereine. Bei rb wird dies dann in einem Maß vollzogen der jegliche Vorstellungen gesprengt hat. Wenn wir den Fußball in einigen Jahrzenten noch so erleben wollen wir heute (mit gefüllten und stimmungsvollen Stadien wie fast nirgendwo mehr in Europa) darf man dem Fan der dieser Entwicklung kritisch entgegen steht nicht den Mund verbieten.

Jede Form der Gewalt verurteilen wir zutiefst, allerdings werden die Fangruppierungen weiterhin ihre Abneigung gegen die Kommerzialisierung des Fußball ad absurdum deutlich machen. 

Und nochmal. Der Protest ist nicht erst seit rb Bundesliga spielt. Der Protest dagegen zog sich durch alle Ligen.

Und der Protest gegen die Kommerzialisierung des Fußballs ist nicht nur gegen rb gerichtet. Wie oben schon erwähnt ist die auch oft zwischen den einzelnen Vereinen und ihren Fans ein diskutabler Punkt. 

Es ist das Recht eines Fans aufgrundlage der Meinungsfreiheit seinen Unmit über die momentane Entwicklung des Fußballs kundzutun. 

Wenn wir wollen, dass das ein Unikat bleibt dann sollte man das auch so vermitteln und auch so vermitteln dürfen.

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Jetzt hat es die Absätze gelöscht die ich gemacht habe... hoffe das Posting und die einzelnen Themen sind trotzdem verständlich

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Sagen wir es mal so: Wo in Deutschland außer in Leipzig findest du ein WM-Stadion ohne Nutzung weil die Traditionsklubs es nicht auf die Reihe bekommen? Und dies in einer Region die nach Profifußball gierte wie dort nach Jahren der Unterklassigkeit? Ich sage: Nirgendwo. Also wird sich das nicht wiederholen, nicht einmal in einer Stadt die schon einen großen Verein am Ort hat, höchstens dort wo es wirklich niemanden interessiert. Und wenn sogar Zuschauerzahlen wie in Wolfsburg utopisch sind, hat ein Investment keinen Sinn. Ingolstadt ist für mich kein Plastikverein, das ist schlichtweg ein fusionierter Klub. Hoffenheim... Ja da stimme ich dir zu. Aber nach denselben Punkten kategorisiert ist auch der FC Augsburg ein Kommerzclub, ohne Walther Seinsch würden die heute noch gegen Memmingen in der ReLi die inoffizielle Schwaben-Meisterschaft austragen... 😉 Das in Salzburg fand ich auch nicht gut, obwohl zeitlebens nicht Austria Salzburg verschwand, sondern Wüstenrot Salzburg... Ich sehe zudem bei einer Weltmarke wie Red Bull nicht die Notwendigkeit für die Dose zu werben durch Sport, das Sport-Franchise in vielen Sportarten ist mittlerweile auch schon eine eigene Marke... Ich verstehe dass Mateschitzs Investitionen 'seinen Namen' tragen sollten, aber das ist natürlich eine Vorlage für euch... Man kann darüber streiten, du zeigst dass man auch anständig über das Thema diskutieren kann, danke dafür. ☺ Aber den Gegenüber zu überzeugen hier ist eigentlich nicht möglich aufgrund gegenteiliger Sichtweisen auf Fußball allgemein. Letztendlich gibt es hier keine richtige Antwort was der beste Weg für den Fußball ist. Das fühlt jeder anders. Wichtig ist nur, dass diverse Proteste wenn ihr sie machen wollt, frei von Gewalt bleiben, gibt nämlich viele die sich da so sehr mitreißen lassen dass sie auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken... Und das gilt es zu vermeiden...

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@KrizKey

Naja sie planen ja schon ein neues Stadion... aber nun gut,  Ich stimme dir zu, ich denke wir werden beide unsere Meinung behalten^^

Auf eine friedliche Saison:)

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