wettlauf zwischen medizin und bakterien

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baktereien passen sich aufgrund der evolution immerwieder an antibiotika an, wodurch diese nutzlos werden. mediziner müssen nun neue entwickeln um wieder die krankheit bekämpfen zu können und das ganze geht von vorne los.

hat man ein neues antibiotikum entwickelt muss man es, besonders bei gefährlichen tödlichen krankheiten, zeitlich präzise einsetzen. setzt man es zu langsam und bei zu wenig personen ein, passt sich die krankheit an und das antibiotikum ist nutzlos. verwendet man es zu häufig und wendet es auf jede kleine krankheit an, wird diese ebenfalls resistent und das antibiotikum ist nutzlos. deshalb muss man bei großen seuchen das antibiotikum möglichst schnell und großflächig einsetzen, damit die krankheit auf einen schlag bekämpft wird.

Weil zu oft Antibiotika verschrieben werden und auch leider noch viele Hohlköpfe die Antibiotika nicht bis zum Ende nehmen, werden immer mehr Bakterien resistent dagegen, das heißt, die Medikamente sind dann nicht mehr wirksam. Aus diesem Grunde müssen ständig neue Antibiotika auf den Markt geworfen werden, die immer mehr Nebenwirkungen haben und natürlich ebenso schnell wie die alten an Wirkung verlieren, weil die Bakterien ganz fix auch gegen die neuen Medikamente resistent sind.

Dürfte nicht mehr allzu viele Jahre dauern, dann gibt es keine neuen mehr.

Kurz gesagt: Durch den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika bleiben nur die Bakterien bestehen, die eine Resistenz gegenüber dem Antibiotikum aufweisen Resistenz kann sich im Laufe der Zeit von alleine bilden. Folglich sind die Tochterzellen ebenso resistent gegenüber dem angewandten Antibiotikum. Noch dazu kommt, dass durch Konjugation (Google den Begriff!) Resistenzen auf andere Bakterien übertragbar sind. So entstehen zum Beispiel in Krankenhäusern Bakterien mit multipler Resistenz.

"Visite", "Hauptsache gesund", "Apotheken-Umschau" u. v. a. m. warnen immer wieder vor zu häufigem Antibiotika-Einsatz. Aber die Ärzte stören sich nicht daran?

Hallo, in allen der o. g. Medien wird regelmäßig davor gewarnt, zu schnell und zu häufig Antibiotika einzusetzen. Ein Beispiel von vielen aus der Gesundheitssendung "Visite" der tüchtigen Vera Cordes im NDR: "Multiresistente Keime (MRSA) ... Antibiotika immer häufiger wirkungslos ... Als Grund für die zunehmende Resistenzentwicklung gilt die mittlerweile zu häufige und arglose Verabreichung von Antibiotika: Sobald einige wenige Keime ein Antibiotikum überleben, vermehren sie sich und geben ihre Gene an andere Keime weiter ..." -> Artikel unter http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Antibiotikaresistenzen-nehmen-zu,keime174.html Dass Antibiotika u.a. der Darmflora schaden, gehört inzwischen fast auch schon zum Allgmeinwissen. Anscheinend sehen viele Mediziner aber diese Sendungen nicht, oder Sie bilden sich überhaupt nicht fort. Oder Sie verschreiben aus anderen Gründen viel zu viel Antibiotika?! Beispiele aus den letzten 8 Tagen: 1) Unser Opa hat Schmerzen am Fuß und geht zur Orthopädin. Diese meint, es wäre ein Pilzbefall und dafür wäre Sie nicht zuständig. Da der Hautarzt endlose Wartezeiten hat, geht Opa zur Hausärztin. Diese verschreibt Ihm Antibiotika. Tja, Antibiotika gegen Pilz?? Meine Schwester (MTLA) ist fassungslos wegen dieser sinnlosen Therapie. Beispiel 2) Vor ca 3 Wochen musste ich ins Krankenhaus zur Blasenspiegelung. Anschließend bekam ich von der Helferin ein Antibiotikum. Einige Tage später verspürte ich ein leichtes Brennen beim morgendlichen Wasser lassen. Der Urologe nebenan verordnete mir ein anderes Antibiotikum. Auf Anraten meiner Frau habe ich es nicht genommen, weil ich nicht meine Darmflora unnötig zerstören wollte. Wenige Tage später verschwanden diese Beschwerden von alleine. Beispiel 3): Gestern stellte ich einen dicken Knubbel unter der Haut am Rücken fest. Der Hautarzt sah sich das Ganze ein und stufte es als ziemlich harmlos ein. Sicherheitshalber verschrieb er mir aber ein (wer hätte es gedacht?) Antibiotikum. Nun habe ich im Internet recherchiert: bei dem Knubbel handelt es sich anscheinend um ein Lipom, einen gutartiger Tumor des Fettgewebes, Der Netdoktor empfiehlt, erst einmal abzuwarten und dann ggf. das Teil operativ zu entfernen oder das Fett abzusaugen. Einige Experten raten auch zur Entnahme einer Gewebprobe, um die geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Lipom bösartig ist, auszuschließen. Nur von Antibiotika ist nirgendwo die Rede ... Was soll man dazu sagen ...? Schauen alle diese Mediziner keine Gesundheitssendungen im Fernsehen oder bilden sich nicht fort? Und wie soll der Patient sich verhalten, speziell jetzt im letzten Fall? Soll ich tatsächlich wieder mal auf Verdacht Antibiotika schlucken? Oder den ärztlichen Ratschlägen im Internet vertrauen? Fragen über Fragen ....

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Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Gefluegelmast-Hoher-Einsatz-von-Reserveantibiotikum,colistin100.html

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