Was tun wenn die Depression nicht ernst genommen wird?

8 Antworten

Ängste füllen einem den ganzen Kopf, das ist ihre Stärke und Ihre Schwäche. Wenn Du Dich beginnst mit anderen Dingen zu beschäftigen, die genauso mächtig sind, wie Ängste, verlieren sie an Kraft und gehen schließlich verloren.

Stecke dir deshalb Ziele, die Dich antreiben und Deinen Kopf fluten. Schreibe Dir innerhalb von 3 Stunden 7 kurzfristige, 7 mittelfristige und 7 langfristige Ziele auf - die kurzfristigen solltest Du innerhalb von 24 Stunden beginnen abzuarbeiten und sie durch neue zu ersetzen.

Weiter überlege Dir wo Du Dich in der Vergangenheit am wohlsten gefühlt hast (Stadt, Strandnähe, Gebirge, Land) und stecke Dir als mittelfristiges Ziel dort eine Zeitlang zu leben und zu arbeiten.

Dann kannst Du Dir überlegen, welcher Beruf Dich voll ausfüllen würde. Dazu kannst Du die Eigenschaften aufschreiben, die Du für diesen Beruf aufbringen möchtest (also z.B. Kreativität und Selbstständigkeit) und welche Tätigkeit Du gerne erweitern würdest (z.B. Schreiben und Recherchieren) - aus vielen vielen Punkten, die Du Dir innerhalb von 45 Minuten notierst, kreist Du die ein, die Dein Herz am meisten will und schreibst damit alle Berufe auf, die diese Eigenschaften mitbringen (hier z.B. Schriftsteller, Lektor, Redakteur, Journalist, Marketingleiter, Ghostwriter, Drehbuchautor usw.). Oft lacht einen dann schon ein Beruf an.

Auch solltest Du in Deinen Alltag besondere Erlebnisse einplanen, wie z.B. einen Erlebnispark besuchen, Wildtierparks anschauen, Burgen besichtigen, Mittelaltermärkte anschauen, Wochenendausflüge z.B. nach Edinburgh, Salzburg, Prag usw. usw. usw.

Außerdemkann es helfen, wenn Du einen Einsteigerkurs für ein Musikinstrument machst und Dir ein preiswertes Modell kaufst. Immer wenn Du merkst, dass Du gerade Dir zu viel Sorgen um ein Thema machst oder Du merkst, dass Du wieder beginnst Panik zu schieben, dann beginnst Du stattdessen 30 Minuten Griffe zu üben und vor dich hin zu spielen.

Auch sollte medialer Konsum eher eingeschränkt werden - also nicht verboten werden - aber als Hauptbeschäfigung ausfallen.

Schließlich kann es helfen sich 10 Minuten am Tag Zeit zu nehmen und bei Traurigkeit sich mit der Hilfe von trauriger Musik mittels Weinen von der Trauer zu befreien und bei Wut entweder 10 Minuten auf einen Boxsack zu hauen oder 10 Minuten schnelle rhythmische Musik zu hören, die einem zum Tanzen bringt oder zum wütend hin und her tigern. Den Rest des Tages macht man dann wieder nützliche und spassige Dinge. Das Gehirn lernt so innerhalb von 3 - 5 Wochen, dass selbst starke Gefühle nicht den ganzen Tag dauern müssen.


P.S. Müdigkeit hat oft etwas mit Eisenmangel zu tun. Die meisten Menschen in Europa haben einen Eisenmangel. Eisen ist für den Sauerstofftransport zum Gehirn und Muskeln zuständig. Rote Beete ist ein ideales Lebensmittel, das diesen Mangel auflöst. Drei Tage nachdem man es gegessen hat, steigt die Energie rasant an und man fühlt sich fitter. Deshalb kaufe ich mir im Supermarkt eine Rote Beete, schneide sie zusammen mit einem Apfel klein und esse sie ohne Gewürze. Wie gesagt drei Tage nach dem Essen hilft es eigentlich mir sehr gut.

https://youtube.com/watch?v=2OOeKNFLlW0

Totaler Unsinn. Dazu fällt mir nur ein: Ratschläge sind auch Schläge.

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Hallo,

könntest Du dir eine therapeutische Wohngemeinschaft vorstellen? Das könnte dir etwas Abstand zu deinem Vater geben und ein Schritt zu neuen Perspektiven sein, ohne dass Du sofort überall funktionieren musst.

Verstehen wird dein Vater erst, was es bedeutet eine Depression zu haben, wenn er selber mal eine hat. Selbst heute ist der Glaube, dass eine Depression nur Faulheit, jedenfalls keine Krankheit ist, noch verbreitet. Leider. 

Da dein Vater den Kontakt zu deiner Psychologin mittlerweile verweigert, wird sich seine Meinung über die Krankheit nicht ändern. Dagegen anzukämpfen ist vergebene Liebesmüh und zieht dich nur runter.

Selbst wenn Du mal den Abwasch machst, Staub saugst, einkaufst, ich befürchte dass es für deinen Vater nie genug sein wird. Wahrscheinlich ist er mit der Situation überfordert. Auch von daher wäre eine räumliche Entfernung vermutlich wohltuend, für euch beide.

Ich wünsche dir alles Gute!

Niemand, der nicht selber eine Depression erlebt hat, kann hier helfen !!! NIEMAND. Ich selber lebe seit 2012 mit einer Depression, war 3 Monate in der Psychatrie, 6 Wochen in einer Aufbauklinik, 8 Wochen in einer Tagesklinik. Ich habe gelernt, mich von allem zu trennen, was mir nicht gut tut, zu gehen statt zu diskutieren, lernen, auch mit sich alleine zu sein. Akzeptieren, das die Stärke mal fehlt, anzunehmen, das man krank ist...aber auch um Hilfe zu bitten bei Menschen, die mir gutgesonnen sind oder bei Fachpersonal. Ich nehme weiterhin Antidrepressiva...es geht mir oft sehr sehr gut...dann wieder mal 2-7 Tage schlecht. Lernen, anzunehmen ist das Geheimnis, um mit einer Depession leben zu können. Geh laufen, geh dahin, gönn dir was Schönes, kämpfe gegen an....man weiß selber, was zu tun wäre, aber die Kraft fehlt halt und das verstehen die Wenigsten.

Löse dich von deinem Vater und allem, was dir Kummer und Tränen bereitet, es gibt Menschen, die dich verstehen, die dir helfen, du musst nur auf sie zugehen.

Alles Liebe und Gute dir !!

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