Was ist Kommunismus und gab es den schon mal?

13 Antworten

Du hast die richtige Frage gestellt, denn nein Kommunismus so wie er versprochen wurde gab es noch nie und wird es wahrscheinlich nie geben. Meine persönliche Meinung dazu ist das es gar nicht möglich ist, da es nichts weiter als ein unhaltbares und wiedersprüchliches Versprechen ist das die Kommunistischen Parteien in ihrer Propaganda verwenden um an die Macht zu kommen um dann einen sozialistischen Staat aufzubauen. Und sozialistische Staaten sind all die Staaten die wir Kommunistische Staaten nennen wie China, Nordkorea, Kuba, Vietnam, Laos etc..

Kommunismus ist eine Staatsform, bei der dem Volk die wahre Macht durch die Herrschaft über die Produktionsmittel und über das gemeinschaftliche ("kollektive") Eigentum zukommen soll.

Laut Marx soll sich die Menschheit insgesamt durch immer neue Revolutionen gegen das jeweils bestehende "ausbeuterische" Herrschaftssystem auflehnen, die erst mit der Schaffung einer globalen Kommunistischen Volksrepublik zum Ende kommen. Revolutionen sind nun nicht mehr nötig, da die wahre Macht beim Volk liegt und demzufolge alle glücklich und zufrieden sind.

Aus diesem Gedanken heraus entstanden kommunistische Bewegungen in ganz Europa, die vor allem im recht konservativen zaristischen Russland schnell an Einfluss gewinnen konnten.

Als die "Kommunisten" in der Sowjetunion an der Macht waren, wurden zunächst alle in Privatbesitz befindlichen Grundstücke, Vermögen, Fabriken und Gebäude verstaatlicht, sowie eine zentrale Planwirtschaft eingeführt, die den freien, privatwirtschaftlichen Markt ersetzen sollte.

Man darf den ersten Vorkämpfern des Kommunismus dabei durchaus noch einen gewissen Idealismus zugestehen.

Dann wurde das Ganze zunehmend Ideologisiert. Der Kommunismus wurde zum de facto "heiligen Ziel", um die Führer und die Kommunistische Partei wurde ein Personenkult betrieben. Gleichgeschaltete Führungseliten lebten in Luxus, während das "herrschende Volk" um jede lebensnotwendige Kleinigkeit betteln musste. Gegner und Andersdenkende wurden kurzerhand erschossen. So wurde die Idee des Kommunismus zum Feigenblättchen für die Machthaber, um ihren Machtanspruch zu rechtfertigen und zu untermauern. An einer Verwirklichung kommunistischer Ideale hatten Stalin und Co. natürlich längst kein Interesse mehr, denn mit dem Einzug der Kommunismus, oder auch nur des "real existierenden Sozialismus" hätte es für einen Kommunistischen Parteiapparat keinerlei Rechtfertigung mehr gegeben, und diese sauberen Herrschaften hätten ihr Luxusleben und ihre Macht in die Menschen abtreten müssen, für die sie angeblich so große Opfer gebracht haben: an das Volk.

Kommunismus hat es nie gegeben, und wird es auch nicht geben, solange der Mensch sich nicht ändert. Im Kommunismus sollte es kein Geld mehr geben und jeder könnte einfach so alles bekommen was er benötigt. Das kann bei der Einstellung vieler Menschen heute natürlich nicht funktionieren. Denn man müßte arbeiten gehen ohne dafür Geld zu bekommen, und wer würde das freiwillig tun, wo er doch alles bekommt was er braucht. Ist also so nicht möglich. Allerdings wird durch die Automatisierung in Zukunft kaum noch Arbeit für Menschen da sein, also werden wir bald ohne Arbeit leben müssen, und es wird auch gehen. Nur die Industrie muß dann ihren finanziellen Beitrag leisten. Nicht wie heute, wo sie sich um jede Steuer drücken kann, mit Abschreibungen.

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