Was ist ein Wärmekraftmotor und wie funktioniert er?

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1 Antwort

Wärmekraftmaschinen funktionieren so: Die Wärme aus der Verbrennung des Kraftstoffs bringt ein Gas dazu, sich auszudehnen und das Gas drückt, weil es nun mehr Platz braucht, auf Maschinenteile und setzt sie dadurch in Bewegung.

Man kann das mit einem Kolben machen, den das Gas in einem Zylinder nach außen drückt. Der Kolben bewegt dann über eine Stange eine Kurbelwelle. So ist es in den üblichen Motoren gelöst, wie sie in Autos, Schiffen, Diesellokomotiven, kleinen Flugzeugen, Kettensägen, Campingstromerzeugern usw. verwendet werden. Auch die Dampfmaschinen, die früher Lokomotiven, Schiffe und Industriemaschinen antrieben, waren Kolbenmaschinen. Bei Wankelmotoren dreht der Kolben sich selbst.

Man kann stattdessen auch eine Turbine bauen, in der das Gas, indem es sich ausdehnt, durch Schaufelräder strömt und sie zum Rotieren bringt. So ist es in Hubschraubermotoren gelöst und in den Wärmekraftwerken, die mit Wärme aus Kohle, Gas oder Atomenergie angetrieben werden.. (Die Strahlturbinen in den meisten Düsenflugzeugen verwenden die Turbinenkraft übrigens nur zum Antrieb ihrer eigenen Luftversorgung. Der Schub, mit dem sie das Flugzeug antreiben entsteht nicht durch ihre Funktion als Wärmekraftmaschine, sondern durch den Rückstoß der austretenden Abgase.)

Wichtig ist bei Wärmekraftmaschinen der Wirkungsgrad. Er gibt an, wieviel mechanische Energie man für die hineingesteckte Wärmeenergie herausbekommt. Ein Motor mit höherem Wirkungsgrad verbraucht weniger Kraftstoff.

Grob gesagt ist der Wirkungsgrad um so besser, je größer der Temperaturunterschied zwischen der Antriebswärme und der Abwärme ist. (Carnot-Prinzip).

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