Was ist der Unterschied zwischen dem Konstrukivismus und dem radikalen Konstruktivismus und steht eines von diesen im Zusammenhaang mit dem Rationalismus?

2 Antworten

Ich gehe mal davon aus wir reden hier von dem Fachbereich Philosophie. Wir befinden uns im Bereich der Erkenntnistheorie.

Konstruktivismus- Konstruktivismus geht davon aus, dass ein erkannter Gegenstand vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert wird

Radikaler Konstruktivismus-radikalen Konstruktivismus ist, dass eine Wahrnehmung kein Abbild einer bewusstseinsunabhängigen Realität liefert, sondern dass Realität für jedes Individuum immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung darstellt. (Wir konstruieren uns die Realität) Objektivität ist also unmöglich

Rationalismus- Erkenntnis und wissen kann man nur durch Denken und die Vernunft erlangen. Sinneswahrnehmungen können keine Erkenntnis bringen,da sie veränderlich sind. (Beispiel Baum der sich mit den Jahreszeiten verändert. Wir nehmen ihn dennoch immer als Baum wahr) 

Ob die beiden Theorien nun einen Zusammenhang haben bzw. die Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich so denke ich gut erkennen.

LG 

Um es in einen Satz abzustellen: Die Wirk-lichkeit erzeugt neuronale Antworten in komplexen Prozessen reentranter Neuronennetzwerke (Kolumnen, Cluster bis hin zu Self-Organizing Maps) in sich veränderten Schleifendynamiken mit Musterausbildungen und deren Supervenienz auf eine psychische Systemebene - die dann als Wirklichkeit erlebt, erfahren, encodiert und recodiert, interpretiert, postprojiziert, internalisiert, extinktioniert, sublimiert, disponiert, etc. etc. werden kann.

Auf die erkenntnistheoretische Ebene eingebracht erlaube ich mir Ernst von Glasersfeld zu zitieren  "Doch für Konstruktivisten ist alle Verständigung, alles Lernen und Verstehen stets Bau und Interpredation des erlebenden Subjekts."
"Der radikale Unterschied liegt im Verhältnis zwischen Wissen und Wirklichkeit. Während die traditionelle Auffassung in der Erkenntnislehre sowie in der kognitiven Psychologie dieses verhältnis stets als eine mehr oder
weniger bildhafte (ikonische) Übereinstimmung oder Korrespondenz betrachtet, sieht der radikale Konstruktivismus es als Anpassung im funktionalen Sinn." 
(Zitatquelle in Paul Watzlawick "Die erfundene Wirklichkeit")

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Nun differenziert Descartes zwischen dem "Sehen oder Gehen, das vermittels des Körpers erfolgt" und dem "Bewusstsein meines Sehens oder Gehens" : "Verstehe ich es aber von der Wahrnehmung selbst oder von dem Bewusstsein meines Sehens oder Gehens , so ist die Folgerung ganz sicher, weil es dann auf den Geist bezogen wird, der allein wahrnimmt oder denkt, dass er sähe oder ginge." Inwiefern unterscheidet sich die hier beschriebene geistige Aktivität vom soeben angesprochenen (Irr)Glauben, zu sehen oder zu gehen? Die bewusste Wahrnehmung des Sehens oder Gehens sei also ein Garant für das Sein. Ich verstehe nicht, wieso die Aussage "Ich sehe [...], also bin ich" nicht sicher sei bzw. wie jemand eine solche Behauptung überhaupt aufstellen kann, wenn das Sehen rein körperlich erfolgte. Der Satz "Ich sehe [...], also bin ich" erfordert doch eine vorhergehende bewusste Feststellung / Wahrnehmung des Sehvorgangs.

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