Was empfindet man heller - kaltes oder warmes Licht - und warum ist das so?

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Bei vielen Leuchtstoff- und LED-Lampen ist die Lichtausbeute (also die Lumenzahl pro Watt) bei Licht mit höherem Blauanteil höher. Das liegt vor allem bei LEDs daran, dass die Anreger-LED kurzwelliges blaues Licht abgibt, das dann von einer umgebenden Leuchtstoffschicht in weißes bzw. orangeweißes ("warmweißes") Licht mit breitem Spektrum bis ins Rote hin umgewandelt wird. Dieser Prozess ist grundsätzlich verlustbehaftet. Je weniger kurzwellige Lichtanteile in den langwelligen Bereich umgewandelt werden, umso effizienter ist die Lampe. Allerdings kommt noch dazu, dass blaues Licht wiederum schlechter wahrgenommen wird (ebenso rotes), weil das Empfindlichkeitsmaximum der Netzhaut im mittleren Bereich (grün bis gelbgrün; bei Dämmerlicht mehr zum blaugrünen Bereich verschoben) liegt. Daher ist die sichtbare Lichtausbeute bei mittleren Farbtemperaturen (neutralweiß) am höchsten.

Allerdings ist Helligkeit alleine nicht immer alles. Viele Menschen (nicht alle!) empfinden Licht mit hohem Blauanteil als kalt und ungemütlich, und seit einigen Jahren ist bekannt, dass der Tag-Nacht-Rhythmus vor allem über den kurzwelligen Anteil gesteuert wird. Daher hält solches Licht eher wach (tagsüber OK, spätabends evtl. genauso unangebracht wie Kaffee).

Bei gleicher Lichstärke und Farbsättigung wirken Farbtemperaturen von kaltem Licht mit rd. 6500 K heller, weil sie näher der Farbtemperatur von "hellem" Tageslicht (5600 K) liegen als Warmlicht mit knapp 3000 K.

G imager761

Ja das ist richtig! die Lichtfarbe bei Kaltlicht ist weiss und bei warmlicht ist sie Gelblicht das weisse wird vom Auge heller empfunden.

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