Was braucht es um beruflicher Hacker zu werden?

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Diese Frage wurde im Rahmen der Aktion „Blickwechsel“ direkt an unseren Fachexperten Mark Berger gestellt. Am Dienstag, dem 8. Juni 2021, beantwortet Mark Berger ab 15 Uhr drei Stunden lang live an ihn gerichtete Fragen rund um die Themen Hacking und Datensicherheit.

Bitte beachte, dass im Rahmen des Blickwechsels selbstverständlich keine konkreten Handlungsanweisungen zu illegalen Tätigkeiten geliefert werden.

Weitere Informationen zum Blickwechsel findest Du hier: https://www.gutefrage.net/aktionen/blickwechsel-hacker/

1 Antwort

Was braucht man um ein beruflicher Hacker zu werden?

Geduld und Ausdauer ist das wichtigste. Hacking ist vor allem eines – systematisches Arbeiten, viel recherchieren und nicht aufgeben wenn man auf Hindernisse stößt.

Muss man studieren? Was muss man studieren?

Man kann Studieren oder sein Wissen mit diversen Zertifizierungen nachweisen.

Studium: https://www.studycheck.de/studium/it-sicherheit

Zertifizierungen

Günstige Varianten wären:

… jeweils ca. 300 – 400 USD / Zert.

Bekannter und in der Branche gefragter wären zB:

… Preisbereich 3.000 – 7.000 / Zert.

Ein weiterer Weg als Quereinsteiger wären Bug-Bounty-Programme bei denen du dein Wissen in realen Tests unter Beweis stellen kannst die du dann als Referenzen nennen kannst.

Der Weg über Bug-Bounty und Zertifizierungen hat mir einige Kontake in der Branche eröffnet die mich nun als externen Dienstleister für bestimmte Dinge hinzuholen bei Bedarf.

Kann man sich damit Selbständig machen und lohnt es sich?

Ja wenn man die entsprechende Disziplin hat. Viele sehen zwar das ich 125 EUR / Stunde verlange aber sie sehen nicht, dass ich alle 3 Jahre eine 5-stellige Summe für Zertifizierungen ausgebe und sonst unter der Zeit 2 oder eher 3 Monate pro Jahr für Fortbildung aufwende. Wenn ich dann noch Urlaub machen will und mit erlaube auch mal krank zu werden dann muss ich in 8 Monaten genug verdienen um das Jahr zu leben und Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gibt es als selbstständiger ja auch nicht.

Damit relativieren sich die 125 / Stunde wieder. Außerdem wendet man viele Stunden für Dinge auf, die nicht bezahlt werden oder sogar Geld kosten:

  • Werbung
  • Besprechungen und das kalkulieren von Angeboten die dann nicht zu Aufträgen führen
  • Steuer- und Rechtsberatung
  • etc.

Dazu kommt, dass man natürlich keine Sicherheit hat – weder das man morgen einen neuen Kunden findet noch das dieser dann auch die Rechnung zahlen kann oder will. Man muss sich dann auch mal mit rechtlichen Streitigkeiten und teuren Gerichtsprozessen herumschlagen und vieles mehr.

Ich bin mein ganzes Arbeitsleben selbstständig und habe es nicht bereut aber es erfordert auch Disziplin und Arbeit. Im Vergleich zu vielen Angestellten arbeite ich auch deutlich mehr. Dafür steht mein Verdienst dann auch direkt in Proportion zu meinem Einsatz.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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