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Was bedeutet buddist zu sein?

Buddhist sein bedeutet sich selber so weit geistig zu verwirklichen, bis man das Leid (Pali. Dukkha) im Leben vollständig überwunden hat & aus dem Kreislauf der Wiedergeburten (Sanskrit: Samsara) befreit ist. Dies kann durch Moralische Lebensführung, eine richtige Weltsicht & Meditation erreicht werden. Hat man das erreicht gilt man als Buddha (Sanskrit: Erwachter / Erleuchteter) & verweilt in einem Zustand, wo die Illusion des Lebens verschwunden ist (Sanskrit: Nirvana, Pali: Nibbana). Das ist natürlich nur sehr grob zusammengefasst.

Habt ihr ein glauben Bekenntnis

Es gibt nicht ein Glaubensbekenntnis im herkömmlichen Sinne. Allerdings gibt es aber eine populäre Formel, die sog. Zufluchtnahme. Diese fasst die primären Ziele bzw. Aufgaben eines Buddhisten gut zusammen. Diese wird als Mantra verwendet oder beim buddhistischen Aufnahmeritual in Anwesenheit des spirituellen Meisters vorgesprochen. Sie ist auf Deutsch etwa wie folgt zu übersetzen:

Ich nehme Zuflucht
Zum Buddha
Zum Dharma
& zur Sangha
Bis ich den Zustand der Erleuchtung erlange.
Möge ich doch Freigebigkeit & andere heilsame Handlungen Buddhaschaft erlangen,
um allen empfinden Wesen von Nutzen zu sein.

Die drei am Anfang der Bekenntnisformel aufgezählten Punkte (Buddha, Dharma & Sangha) werden die Drei Juwelen genannt. Wie die Formel schon sagt, ist die volle Hinwendung zu ihnen grundlegend, um sich im buddhistischen Sinne verwirklichen zu können. Ihre Bedeutung ist wie folgt zu erklären:

- Zum Buddha: Damit ist nicht unbedingt die Person wurde gemeint, also der indische Prinz Siddhartha Gautama. Höchstens bezieht sich das Wort Buddha auf die Lehre von Siddhartha Gautama. Aber alles in allem ist damit das innere Potenzial eines jeden Menschen gemeint. Nach buddhistischer Vorstellung ist nämlich eigentlich jeder Mensch schon ein Buddha, also ein Erwachter (vom Sanskritwort "budh" für wach). Nur leben die allermeisten Menschen in einer Verblendung & können diesen inneren Buddha daher nicht verwirklichen. Es gilt also, sich zu seiner wahren Natur zu bekennen, so wie sie von buddhistischer Seite gesehen wird.

- Zum Dharma: Dieser Begriff wird auch im Hinduismus verwendet. Er meint zwei verschiedene Dinge. Zum einen die philosophische Betrachtungsweise der Welt. Zum anderen die Lebensweise, welche mit der Realität dieser Weltsicht am besten konform geht. Kurz gesagt die Sittenregeln. 

- Zur Sangha: Allgemein gesagt meint Sangha die buddhistische Gemeinschaft. Das genaue Verständnis lässt sich in drei Arten unterteilen:

1. Die edle Sangha: Damit sind alle gemeint, welche sich als erwacht bzw. als Buddhas verwirklicht haben.

2. Die Sangha als buddhistische Klostergemeinschaft

3. Die Sangha als Gemeinschaft aller Buddhismus Praktizierenden

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