Warum mag keiner die "Streber"?

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64 Antworten

Was Du beschreibst, scheint mir weniger ein Streber zu sein als eine Art Nerd. Unter einem Streber versteht man jemanden, bei dem sich die Intelligenz mit einigen wenig sympathischen Charakterzügen verbindet, zum Beispiel einem "Radfahrer"-Verhalten ("nach oben Buckeln und nach unten treten") und Schleimerei. Ein Nerd hingegen ist sozusagen die moderne Version des "Bücherwurms". Er ist einfach gut in dem, was ihn besonders interessiert, und bringt nicht deshalb gute Leistungen, um damit anzugeben oder bei den Lehrern ein Stein im Brett zu haben.

Bei Leuten, die Menschen deshalb ausgrenzen, weil sie intelligent und gebildet sind, paart sich ein weniger hoch ausgeprägter Bildungsgrad mit ebenfalls nicht besonders sympathischen Charaktereigenschaften. Wenn ausgegrenzt wird oder Schlimmeres, liegt das jedenfalls keineswegs allein oder immer überhaupt am Ausgegrenzten.

Ausgrenzung und Mobbing ist auch ein Selbstläufer. Es schafft eine Verbindung zwischen Menschen, wenn sie gemeinsame Interessen haben, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, und wenn es sonst nichts gibt, weil man keine gemeinsamen, wenn überhaupt geistige oder auch nur andere Interessen hat, dann kann dieses gemeinsame Interesse sich darin erschöpfen, gemeinsam jemanden fertig zu machen. Der Rausch der Macht kommt dazu und dämpft zuweilen das Gefühl der eigenen Machtlosigkeit und der Armseligkeit des eigenen Seins (das es auch geben kann, wenn es einem objektiv recht gut geht).
Wenn derjenige, den man ausgrenzt, jemand ist, der erfolgreicher ist als man selbst, ist dieser Kick noch stärker ausgeprägt.

Genau! Denn meistens mag man ja die Streber. Ich habe auch eine sehr gute Freunden, die jeder in der Klasse mag. Das darfst du (alicemedstudent) nicht verwechseln.

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Ne, das war auch in meiner Klasse und bei mir so - hatte den Status auch schon mal :P

Ja sie haben Respekt verdient, aber wenn man selbst ein schlechter(er) Schüler ist und die ganzen guten Noten sieht, die diese Schüler bekommen, was passiert dann? Man ist neidisch, man sieht nur die gute Note und die Einfachheit wie diese Schüler sie erreicht haben, man sieht den dahinter stehenden Aufwand nicht (manche Streber müssen dennoch viel lernen).. deshalb ist Respekt immer nicht leicht zu zeigen.

Warum sie fertig gemacht werden? Teilweise haben andere Teenager ein Unverständnis darüber, warum sich Jugendliche so für Schule interessieren können. Die meisten Streber sind in deren Augen nicht für Spaß zu gebrauchen - mit ihnen kann man nicht einfach feiern und saufen gehen, weil vielleicht die da nicht mitmachen, eher ihre Prinzipien haben und vielleicht mehr wissen was sie im Leben erreichen wollen (guten Abschluss -> guten Job etc.) und sind deshalb vielleicht schon reifer und deshalb anders als andere Schüler.

Manchmal fehlen Streber, wenn sie ausgegrenzt oder gar gemobbt werden, auch das Selbstwertgefühl. Vielleicht werden sie gemobbt, weil die anderen merken, dass der wieder der Lehrerliebling ist etc.

Oftmals nervt es andere auch, wenn Streber nach einer Arbeit ihre Antworten reflektieren und meinen "Ach nein, das habe ich ja gar nicht gekonnt und ohje was habe ich da hingeschrieben" und am Ende sogar eine gute Note bekommen. Bei mir selber kenne ich das auch gut. Ich habe meinen Notenbereich, in dem ich sage, dass ich mit der Leistung zufrieden bin (und der war früher bei Note 1 bzw. 2) und dieser Notenbereich ist höher als bei anderen.. wenn ich eine drei oder ne vier bekommen habe, dann war ich traurig und unzufrieden.. Für manch andere, die in dem Fach sehr schlecht sind und für die eine drei ein Wunder wäre, sind dann genervt, weil sie meine Unzufriedenheit nicht nachvollziehen können.

Dieser Moment, wenn man sich fragt wo die Auszeichnung für den Top-Comment bleibt.. einfach top die Antwort!

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Meine Erfahrungen decken sich mit den deinen nur zum Teil. Ich kenne sehr viele ehemals gute bis herausragende Schüler, die nicht gemobbt wurden.

Die sind einfach selbstbewusster. Was zuerst da war bei den Gemobbten, also ob sie durch das Mobbing das Selbstbewusstsein verloren haben oder es nie vorhanden war und deswegen gemobbt werden, das ist schon fast eine philosophische Frage.

Streber wirken schwach, wie Opfer. "Streber" ist nur ein willkommenes Schlagwort, eine "Schwachstelle", gegen die sich schwer gewehrt werden kann. Wären sie keine Streber, würden sie wegen etwas anderem gemobbt werden. Und so sieht auch die Praxis aus. Hässliche werden oft gemobbt, ganz egal ob sie Streber sind oder nicht.
Das fängt schon bei vielen damit an, wenn sie andere Interessen entwickeln als die Allgemeinheit. Individualität kämpft gegen soziale Akzeptanz.

Interessante Frage, auch wenn sie oft in verschiedenen Formen gestellt wird.

Ich empfinde den Begriff "Streber" nicht unbedingt abwertend. Allerdings muss differenziert werden. Es gibt intelligente "Streber" und nicht intelligente "Streber". Der Begriff umfasst lediglich die Bedeutung, dass jemand danach strebt, gute Noten zu schreiben, egal ob er dies schafft oder nicht. Treffend ist der englische Begriff "Tryhard".

Aus meiner persönlichen Beobachtung werden intelligente Menschen, die gute Noten schreiben (egal ob Streber oder nicht) in den unteren Klassen gehasst. Warum? Ich glaube, es ist zurückzuführen auf postinfantile Frustration ("Ich schaffe es nicht, gute Noten zu schreiben, der da schon") und letztendlich Neid! In der Oberstufe dreht sich alles um (zumindest war das in meinem Fall so). Man wird respektiert, ja teilweise fast verehrt, weil nun jeder gute Noten schreiben möchte und die Wichtigkeit der Noten für das kommende Abitur erkannt hat.

Bei mir war das in der Schule anders, da wohl unsere gesamte Klasse aus Strebern bestand ^^ Bei uns waren eher die "coolen Kids" die Außenseiter. Einfach weil sie sich nicht für dieselben Themen interessiert haben wie wir und damit nicht wirklich mitreden konnten, ausgegrenzt haben wir sie nie. 

Unabhängig davon: Es ist immer leicht gegen die zu Hetzen die anders sind. Und es erleichtert es den Hetzern mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten zurecht zu kommen. Neid, Missgunst und einfache Abneigung gegen alles was anders ist, sind leider überall weit verbreitet.

Bei uns ist das auch so. Die große Mehrheit ist mit Wissensdurst am Unterricht beteiligt und echt genervt, wenn die schlechteren Schüler von den letzten Reihen wieder laut sind.

Bei meiner Freundin aus der Parallelklasse ist das jedoch schon wieder völlig umgekehrt...

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Ich finde, es kommt darauf an, wie sich die Leute verhalten. Es gibt Leute, die sich dabei eben als etwas "Besseres" vorkommen und dies die anderen auch spüren lassen ("Ich bin der/die Schlauste"). Von anderen werden sie dann allerdings auch auf eine bestimmte Art und Weise beneidet, da sie eben gute Noten schreiben und so diszipliniert sind.

Wir hatten auch einmal eine in unserer Berufsschulklasse, die hat den Satz gleich am Anfang gebracht: "Wenn jemand Probleme in Englisch hat, kann er sich gerne an mich wenden, ich bin da sehr gut drin" - vielleicht nett gemeint, aber kam überhaupt nicht gut an. Dieses Mädel war dann auch die erste, die ihre Ausbildung abgebrochen hat, weil sie doch überfordert war, nur by the way.

Ich persönlich bin auch relativ gut in der Schule, lern dafür auch (meistens ^^) und stell in den Fächern, die mich interessieren, auch ab und zu fragen, werde aber trotzdem nicht als Streber bezeichnet, weil man eben ab und zu auch mal lustige Sprüche bringt und sich mit den anderen versteht, mal mit den Lehrern diskutiert, etc. Und es hat auch nichts mit Bücher lesen oder unattraktiv sein zu tun, ich persönlich habe in meiner Freizeit überhaupt kein Interesse an Büchern, usw. und gehe lieber mit Freunden raus, feiern, interessiere mich für Sport/Musik, usw. und bei den Kerlen kann ich auch nicht sagen, dass ich uninteressant für sie wäre.

Als Streber werden dann eher die Leute bezeichnet, die alles für gute Noten geben würden, sich einschleimen und nur nett zu anderen sind, weil sie auf ihr Image bei den Lehrern achten wollen. Also an nichts anderes denken, als an ihre Noten und ständig (auch in ihrer Freizeit) am Lernen sind.

Von daher kommt es eher auf die Persönlichkeiten der Leute an, die gut in der Schule sind, ob sie nun als Streber bezeichnet werden oder nicht. Hat vielleicht auch etwas mit den Altersgruppen zu tun, in höheren Klassen bekommt man für gute Noten eher Anerkennung, als in niedrigeren, denke ich.

Man sollte alles eben nicht verallgemeinern ^^.

Liebe Grüße :)

Ich finde, das hat auch ein wenig mit dem Streber selbst zu tun. Ich werde auch als "Streber" bezeichnet, aber ich bin so ziemlich beliebt (halt wie jeder andere). Ich glaube zumindest, dass das Selbstbewusstsein eine große Rolle dabei spielt. Wenn man nur in sich gekehrt ist und nicht offen genug für die Mitmenschen, wird man auch nicht dementsprechend akzeptiert. Man sollte auch nicht zu viel Selbstbewusstsein haben, das kann manchmal auch nach hinten losgehen.

Am besten sollte man Kompromisse eingehen: Die "Coolen" achten mehr darauf, dass jeder akzeptiert wird, die "Streber" achten mehr drauf, dass sie an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. :)

Streber definiere ich für gewöhnlich als buchschlaue Menschen, also eher der Büffeltyp. Du meinst aber wohl eher jene Menschen, die eben einfach clever sind, vielleicht etwas introvertierter, aber mühelos gute Noten schreiben. Ich würde sagen, da kommen mehrere Gründe zusammen: Allen voran Neid. Es ist wirklich unfair, wenn jemand arbeitet, arbeitet und arbeitet und dann kommt da jemand dahin, der mit einem Zehntel des Aufwandes viel besser ist. Ein anderer Grund ist, dass "Streber" in dem deinen Sinne auch andere Interessen als ihre Altersgenossen haben oder eben "anders" wirken, was dann gerne als Mobbinggrund benutzt wird. Aber auch das mag eine Verallgemeinerung sein, genauso wie jene, dass alle "Streber" optisch benachteiligt wären.

Wie es auch in einer Antwort angemerkt wurde, in den oberen Stufen wird Mobbing manchmal mit Hochachtung ausgewechselt; hier an meiner Uni ist es auch so; aber da kommen eine Menge motivierte, smarte Leute zusammen, daher ist es auch nicht mehr so besonders, wenn jemand gut ist oder für mehr als nur "bestanden!" strebt.

Trotzdem: Ich mag beide Verhaltensweisen nicht. Man sollte Leute nicht nach Noten beurteilen, daher mag ich deine Frage c:

Ich war früher auch streberin und bin auch heute noch ziemlich ehrgeizig. Mittlerweile sind mir negative reaktionen der anderen egal, denn nun weiß ich woran es liegt: mitkeid bekommt man umsonst, aber neid muss man sich verdienen;)

Ich denke es hat eher was mit dem Verhalten zu tun. Ich bin selbst gut in der Schule, aber ich helfe gerne, verpetze nicht, sage nicht "wir hatten noch Hausaufgaben auf!", mache auch gerne bei mal bei streichen mit. Richtig, das waren alles Verhaltensweisen für einen typischen "Streber".

Ich würde solche Menschen zwar nie ärgern, aber verstehe, wenn sie keine Freunde haben. Was erwartet man auch wenn man sich so verhält?

Da aber nur die wenigsten wirklich solche waren "Streber" sind, denke ich dass heutzutage eher aus anderen Gründen gemobbt wird :/

Ich mag intelligente Menschen!

Liebe/er alicemedstudent.

"Ich werde mitgerissen vom Strom der Zeit. Ich bin kaum ich und füge mich den Kräften der Gezeiten. Höre die Wölfe heulen aus Gegenwart und den Vergangenheiten, schwimm mit in deren weltlichem Leid."

In weiter Ferne seh ich meine Ziele, hab einfach keine Kraft mehr, diese zu erreichen, denn Strom, die Wölfe und Gezeiten, verlangsamen mein Streben.

Was würde ich darum geben, nachdem ich dies erkannte, mich lösen von dergleichen, doch blicke ich stattdessen mit Hass Wut und Neid auf meinen Nachbarn, der stetig und mit Fleiß sich wendet gegen Strom, Wolf und Gezeiten, auf dessen Ruhm.

Erfinde nun Geschichten, zu schmälern das Erreichte im Angesicht der Welt, mir einzubilden, dass ich besser dran und führe Unwahrheiten an.

Am Ende meines Lebens, ich blick gen Himmel, lieg auf dem Ruhebett zur letzten Reise, in mir ist Wut, Hass und Neid, verkrieche mich, aus Trotz, in eigenes Leid und flehe zu meinem Gott, mir eine letzte Chanc zu geben, die anders lläßt mich werden, so wie der Nachbar ist.

In mir ist plötzlich Kampfesgeist am Ende meiner Reise, mein Gott, ich ändere mich.

Aus weiter Ferne höre ich die Worte, dass hab ich doch bereits mehrere Leben schon gelebt und immer wieder, mit jedem neuen Leben, mich nur im gleichen Kreis bewegt, anstatt ihn zu durchbrechen, was Aufgabe des Lebens ist.

Nun sei das Ende nah, hätt nichts daraus gelernt, nur Neid, Hass, Wut und Bosheit waren die Begleiter, vom Himmel meines Nachbarn weit entfernt, den zu erreichen , nun keine Zeit mehr ist.

Liebe Grüße

du denkst doch genauso in Schubladen und ziemlich abwertend.

Bei mir in der Stufe sind einige Mädels sehr gut in der Schule, die sind alle ziemlich hübsch und beliebt, aber nicht unbedingt klug.

Auf der anderen Seite habe ich ein Mädchen bei mir in der Stufe, das ziemlich gute Noten bekommt, aber auch ziemlich falsch ist. Also auf der einen Seite schleimt sie sich bei den Lehrern enorm ein, nach dem Unterricht erzählt sie dann allen ganz großkotzig, wie doof dieser Lehrer doch ist. 

Sie erzählt morgens, dass sie bis um 24 Uhr an den Hausaufgaben gesessen hat und sie sich richtig viel Mühe gegeben hat. Mittags heißt es dann aufeinmal, dass sie die Hausaufgaben in 5 Minuten dahin geschmiert hat, weil es ja so einfach war. 

Diese Person ist nicht wirklich beliebt, das hat aber nichts mit den Noten zu tun, die sie bekommt, sondern mit ihrem Verhalten. 

Ich selber bekomme auch sehr gute Noten und bin so semi-beliebt. Also es gibt einige Menschen, die mich mögen, weil ich ziemlich ehrlich bin und auch nicht davor zurück schrecke den Lehrern meine Meinung zu sagen, auf der anderen Seite setzte ich mich für meine Interessen und die Interessen meiner Schüler stark ein.  Ich bin auch in der SV aktiv, was dazu führt, dass ich mit vielen Lehrern zu tun habe und auch eine Menge schulinernes Zeug. Ich glaube, dass einige Menschen mich deswegen nicht leiden können.

Im Grunde hat das Mobben oder ärgern, aber nichts mit dem Aussehen, den Noten oder sonst etwas zu tun.

Das sind meistens einfach Charaktereigenschaften, die dazu führen, dass Menschen nicht sonderlich beliebt sind.

Davon abgesehen gibt es einfach ein paar Idioten, die alles runter machen, was zwei Beine hat und irgendwie besser/schneller/schöner ist, als sie selbst. Die brauchen dafür auch keine wirklichen Gründe. 

Es gibt Streber und Streber. Die einen lernen, schreiben gute Noten, weil sie es zu was bringen wollen. Das ist die harmlose Variante, die eigentlich wenig Probleme hat. Dann gibt es noch die "Herr-Lehrer-ich-weiß-was....-Streber", die Lehrern oder Vorgesetzten in den Hintern kriechen bis zum Anschlag. Das sind die, die ausgegrenzt werden. Das war auch zu meiner Schulzeit so.

Du denkst stark in Schubladen.

Ein intelligenter und gebildeter Mensch muss nicht zwingend ein Buch an einem Tag lesen (wäre wohl ein Bilderbuch?), kein Smartphone besitzen oder unattraktiv sein. Es soll tatsächlich Leute geben, die auch noch gut aussehen und Charakter haben - und normal sind. 

Auch den Begriff "Streber" finde ich abwertend.

Meiner Ansicht nach schließt Beliebtheit beispielsweise gute Noten nicht aus und man wird keineswegs als Außenseiter behandelt, weil man welche hat. Zumindest entspricht das nicht meinen Erfahrungen. Man hat höchstens Leistungsdruck, weil alle im Sinne von "Der kann das doch sowieso" über einen denken, weshalb man zusätzlich unter Druck steht. 

Man kann gewisse Reaktionen aber auch provozieren, indem man deutliche Arroganz ausstrahlt. Andererseits gibt es auch Leute, die mit dem Erfolg anderer Menschen nicht umgehen können, diese deshalb permanent schlecht reden, um sich selbst besser zu fühlen. Denen begegnest du vor allem im Abitur und Studium häufig, da sie sich viel mehr mit dem Erfolg anderer beschäftigen, als an sich selbst zu arbeiten.

Mehrheitlich sind es aber wohl tatsächlich Leute, die es anderen Menschen letztendlich nicht gönnen. Dabei vergessen sie, dass "Streber" auch nur Leute sind, die härter arbeiten als sie selbst. Leistungen kommen nicht von irgendwo, sie sind mit harter Arbeit verbunden.

Das Wort "Streber" wird bekanntlich mit übermäßigem Ehrgeiz verbunden: Es gibt im Leben keinen "übermäßigen Ehrgeiz", entweder tust du etwas für deine Ziele oder du flüchtest dich in Auswege oder Rechtfertigungen und kompensierst dies mit dem Niedermachen anderer Menschen. Wenn ich Leute sehe, die irgendwo besser sind als ich, dann respektiere ich das und sehe es als Ansporn. Das ist nicht nur auf gute Noten zu beziehen, du bemerkst das auch beim Sport: "Warum sehe ich nicht aus wie der", "Der nimmt doch bestimmt Steroide": Nein, höchstwahrscheinlich ist er einfach nur besser als du, indem er mehr tut. Es ist einfacher, wenn man den anderen schlecht darstellt, als sich mit dem zu befassen, wer man eigentlich ist und warum es bei einem selbst nicht so läuft.

Andere Leute als Streber zu bezeichnen, weil sie ehrgeizig ist, spricht bloß gegen einen selbst, da es bei diesen Menschen schlichtweg an der Willensstärke mangelt. Auch denke ich nicht, dass - wie in deinem Fall - gute Schüler gleichzeitig irgendwelche Genies sein müssen, denn Ehrgeiz schlägt Genie. 

Aber: Viele "kluge Menschen" grenzen sich manchmal bewusst von anderen ab. Das kann etwas mit Arroganz zu tun haben, muss es aber nicht. Vor allem im Studium scharen sich Leute bewusst um dich, um an dir zu profitieren, ich rede nicht explizit von mir, aber ich konnte das oft bei Kommilitonen beobachten. Muss nicht zwingend schlecht sein, aber solche Menschen kennt man halt seit der Schulzeit und solche Freundschaften sind dann eher sehr oberflächlich, weshalb man sich seine Freunde dann danach aussucht, ob man auch wirklich auf dem gleichen "Level" ist. 

Kann man sehen wie man will: Meiner Meinung nach kann man sich mit jedem verstehen ,wenn dieser keine Hintergedanken im Sinne von "Den nutze ich aus" hat. Letztendlich sollte man - egal ob man sich als gebildet oder intelligent bezeichnet - zu allen im bewussten Maß freundlich sein und sich nichts auf seinen Leistungsstand einbilden, ich kenne genug Leute, die deswegen ganz tief gefallen sind, weil irgendwann die Arroganz obsiegt und sie sich denken "Ich kann das sowieso" oder "Ich mache das alleine". 


Naja, unabhängig davon, dass intelligente Menschen sich nicht unbedingt optisch abheben oder ständig büffeln, und nicht jeder Streber besonders intelligent ist, spielt bei den Hänseleien und Ausgrenzungen wohl vorallem Neid eine Rolle.

Neid, weil man selbst zu solchen Leistungen nicht fähig ist oder nicht diszipliniert genug um die selben Anstrengungen zu leisten, bei etwas, das eigentlich überhaupt keinen Spass macht, aber für das weitere Leben von großer Bedeutung sein kann/wird.

Ich bin auch ziemlich gut überall und als sie dann ein Fach gefunden haben, wo ich schlecht bin, haben sie damit ständig angefangen. Ich behaupte die meisten Menschen kommen nicht mit jemanden klar, der schlicht und einfach besser, als sie ist. Das ist doch eig. überall so...oder warum wird über Hübsche oder erfolgreiche Promis so oft gelästert? Um sie in ein falsches Licht zu rücken.

Hi,

ich bin mal so frei, mich hier zu äußern. Da ich das immer wieder an mir selbst sehe, lautet meine Devise: Diese Kommentare kommen oft nicht wegen Neid o.Ä., sondern sind viel vom Charakter des "Beleidigten" abhängig.

Soll heißen:

Wir nehmen an, ich schreibe 15 Punkte in einer Chemieklausur (ist die Regel). In meinem Leistungskurs sitzen Leute, die teilweise einen oder zwei Punkte schlechter waren, dennoch ist eine 1- oder 1 für einen Leistungskurs immer noch eine herausragende Note. Ich habe mich mal analysiert und Folgendes festgestellt:

  • wenn mir andere ihre Leistungen mitteilen, sage ich schon "klasse!", wirke dabei aber leicht empathielos
  • ich stelle mich meist unbewusst durch meine besseren Leistungen über andere Menschen
  • ich rede generell viel über Schule und Leistung 
  • etc.

Das ist bei mir quasi "ein Zusammenspiel mit dem Mobbing", da sich beides bedingt: Durch meinen seltsamen Charakterzug werde ich gemobbt, dadurch klammere ich mich nur noch mehr an Dinge, die ich eben kann (z.B. meine Schulleistungen) und das ist ein Teufelskreis.

Natürlich spielt immer irgendwo der Neid mit, klar. Oft liegt das aber auch an bestimmten Charakterzügen der "Streber". Streben ist an sich nichts Schlechtes, ich strebe auch nach meinem Wunschstudium. Nur wird das Mobbing eben darauf "reduziert", sag ich mal. ich meine damit, dass sie nicht direkt sagen "Ex, du hast voll den miesen Charakter ändern den mal", sondern sich etwas suchen, womit sie den Betroffenen stacheln können (z.B. eben die Motivation für die Schule oder was weiß ich). Bei mir wurde das sehr auf das Aussehen und mein generelles "uncooles Spießerverhalten" reduziert und das waren die Hauptpunkte mit denen man mich fertig machte.

Ich wollte dir das nur mal an einem Beispiel erläutern und mich nicht als Opfer darstellen (wie man mir auch gern sagt). Ich weiß, dass meine Charakterzüge Mobbing begünstigen, aber ich arbeite bereits daran.

Fazit: Oft sind Streber nicht ganz unschuld an der Ausgrenzung. Ich habe auch strebsame Leute mit tollen Noten an meiner Schule, die einen super Charakter haben.

Vielleicht konnte ich dir ja ein Wenig aus Betroffenensicht zeigen, wie sich das eigentlich verhält. Hoffentlich war es hilfreich! :-)

LG

Größtenteils liegt es am Neid. Die sogenannten "Streber" bekommen gute Noten, das wiederum bedeutet sie bekommen Lob von ihren Eltern und sind bei ihren Lehrern super beliebt. 

Ich denke mal, dass dadurch eine Art "Ausgleich" geschaffen werden soll. Grundsätzlich haben die Leute, die beispielsweise schlauer/intellektueller sind es besser als die Leute, die vielleicht Probleme mit dem Schulstoff haben oder sich einfach nicht für sowas begeistern können.

So könnte man sich denken, die "Streber" hätten es besser. Wenn die Leute aber dann soziale Probleme haben, haben sie es natürlich nicht besser. Auf jemanden, der deutlich schlauer ist, als ich, kann ich neidisch sein - wenn derjenige jedoch ständig beschimpft wird, möchte ich nicht in dessen Haut stecken. 

Und auf der sozialen Ebene können andere Leute einen immer angreifen, an das im Kopf kommen sie schließlich nicht heran. Also kann man diesen vergleichsweise einfachen Weg wählen, um jemanden so herunterzuziehen, sodass dieser keinen Vorteil mehr hat bzw. dieser nichts mehr wert ist, denn in der Schulzeit ist die soziale Komponente auch sehr prägend und wichtig. 

Ich glaube die schlechteren Mitschüler sind einfach nur auf die guten Noten des "Strebers" eifersüchtig. Aber es gibt auch unterschiedliche Arten von Strebern: Die einen, die gute Noten schreiben ohne viel zu lernen und auch nicht damit angeben und die anderen, die immer lernen und mit den Noten angeben. 

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