Warum löst sich Aceton( Propanon) in Heptan?

1 Antwort

Gleiches löst sich in Gleichem kann man auch anders formulieren: Wenn die Wechselwirkungen (die "Anziehungskräfte"), die zwischen den einzelnen Teilchen eines Stoffes herrschen, in der gleichen Größenordnung liegen, wie die eines zweiten Stoffes, dann lassen sich diese Stoffe ineinander lösen.

Unterscheiden sich die Wechselwirkung hingegen deutlich in ihrer Stärke voneinander, bleiben natürlich die Teilchen zusammen, unter denen der Zusammenhalt stärker ist. Die "stärkeren Teilchen" bleiben lieber mit ihresgleichen zusammen und lassen es durch ihren starken Zusammenhalt nicht zu, von "schwächeren Teilchen" aus dem Verband gerissen zu werden. 

Dazu vielleicht folgendes Sinnbild: Stelle dir eine Menschentraube von starken Männern vor, die einander festhalten. Kommt nun eine Gruppe Kinder daher, die versucht, die Männer auseinanderzureisen und sich dazwischen zu drängel, dann wird ihnen das nicht gelingen. Eine Gruppe von anderen Männern gleicher Stärke hätte dagegen gute Chancen. So ist das mit den Teilchen auch, die konkurrieren untereinander um möglichst starke Bindungspartner, wobei der Stärkere gewinnt.      

 PS: Alkyl-Gruppen, es sind zwei. 

Okay dankeschön!

und wie kann ich das jetzt ausdrücken, also ''verbinden'' ist ja jetzt nicht das richtige Wort, wenn ich sagen will, dass sich die VDW_Kräfte des Heptanmoleküls mit den VDW-Kräften des Propanonmoleküls Verbinden

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@skatergirlyolo

Ein Molekül alleine besitzt gar keine VdWK, als VdWK bezeichnet man die Anziehungskräfte, die zwischen zwei(!) unpolaren Molekülen oder Atomen aufgrund von spontanen Polarisationen wirken.

=> Die Methylgruppen des Acetons können über VdWK mit den Hepantmolekülen wechselwirken, was zu einer gegenseitigen Anziehung führt.

Mit dem Wort "verbinden" sollte man hier tatsächlich vorsichtig sein. In der allg. chemischen Diktion versteht man unter einer Verbindung eher einen Zusammenschluss, der durch echte chemische Bindungen, also kovalente, ionische, metallische oder koordinative Bindungen zusammengehalten wird, die um viele Größenordnungen stärker als VdWK oder Wasserstoffbrücken sind.



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