Warum entwickelt frischer Rasenschnitt so eine enorme Wärme?

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3 Antworten

Alle Gräser nehmen aus dem Boden bevorzugt Stickstoff auf. Das heißt, wenn viel gedüngt wird, ist auch der Gehalt an Stickstoff im Gras hoch. Gräser speichern außerdem in ihren Zellen Wasser, das in Verbindung mit dem Stickstoff beim Schnittgut zu einer starken Wärmeentwicklung führt. Durch die entstehende Wärme kann es sogar zur Selbsterhitzung kommen.

Aha, mal wieder was gelernt.Danke dir.

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Ich möchte Katzentatze widersprechen. Die Wärmeentwicklung entsteht durch einen Gärungsprozess bedingt durch die Arbeit von Bakterien. Ich glaube nicht, dass Stickstoff damit etwas zu tun hat. Hier ist ein gute Erklärung zu finden (weiter unten auf der Webpage):

http://www.wax.at/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=50

Bei der Lagerung wird das Heu durch den Druck des Eigengewichtes zusammengepresst. Ist das Heu noch etwas feucht, erhöht der Wasseranteil das Gewicht zusätzlich und das Futtergut verdichtet sich noch stärker. An diesem Punkt kommen Mikroorganismen ins Spiel: Feuchtigkeit und Druck begünstigen ihre Tätigkeit, durch die wiederum Wärme entsteht. Kann diese Wärme nicht entweichen, entsteht ein teuflischer Kreislauf, da die Mikroorganismen immer fleißiger werden, je höher die Temperaturen steigen. Wenn dieser Kreislauf die 70-Grad-Celsius-Grenze gesprengt hat, passiert es: Das Heu entzündet sich selbst.

Wenn Bauern feuchtes Heu einfahren, kann es zur "Selbstentzündung" kommen, die Erhitzung, @Katzentatze, findet ja schon statt. Es sind dadurch schon Bauernhöfe abgebrannt, und immer wieder passiert es.

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