Warum bewegen sich alte Filme immer etwas zu schnell ( z.B. Dokumentationen aus dem 2. Weltkrieg )?

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Richtige (Zelluloid-) Filme werden heute mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Als die Technik noch neu war, waren es sogar nur 18 Bilder pro Sekunde. Unser TV System arbeitet aber mit 25 Bildern in der Sekunde. Würde man ohne besondere Maßnahmen einen Kinofilm auf einem TV abspielen, dann würde ein dicker, schwarzer Balken langsam durch das Bild laufen. Um das zu vermeiden, lässt man also den Kinofilm einfach etwas schneller laufen. Man "Synchronisiert" die Geschwindigkeit. Bei einer Beschleunigung von 24 auf 25 Bilder pro Sekunde merkt der Zuschauer dabei keinen Unterschied. Bei alten Filmen, die mit 18 Bildern pro Sekunde aufgenommen wurden, jetzt aber mit 25 Bildern/Sec ablaufen, merkt man es sehr wohl, wie du selbst erlebt hast.

Die Frage ist ja schon richtig beantwortet... Hab hier nur noch einen Tipp: Als Film auf der Festplatte oder DVD kann man z.B. mit dem VLC die Geschwindigkeit herabsetzen. Bei 75% Geschwindigkeit ist der Ton auch noch nicht zu langsam dass es stören würde. Und so kommt man wenigstens auf dem PC in den Genuss die Filme mit etwa der damals gewollten Geschwindikeit zu sehen und das ohne schwarze Balken... Manchmal geht es mir doch schon etwas arg unrealistisch schnell zur Sache... Einfach mal ausprobieren, ob es dir/ euch gefällt...

Das Problem ist, dass oft weder bekannt ist, mit wie viel Bildern pro Sekunde die Filme gedreht wurden (sie wurden ja von Hand gedreht, oft auch absichtlich mit variierender Geschwindigkeit je nach Szene), noch wie schnell sie ursprünglich aufgeführt wurden. Manchmal weiß also einfach niemand, was die "richtige" Geschwindigkeit ist.

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