Unterschiede in der Wirkung (Goldene Regel)?

3 Antworten

Das ist eine gute Frage! Allgemein sagt man, dass negativ formulierte Aufforderungen weniger gehört werden. Es gab mal Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Menschen dazu neigen, in Formulierungen wie "nicht eintreten" oder nicht rauchen!" das "nicht" schlicht zu übersehen. Formulierungen mit "Nicht" wirken wie Verbote und die bewirken immer Widerstand. Verbote hörte niemand gern. Insofern dürfte die postive Formulierung der goldenen Regel wirkungsvoller sein, wenn man mit Wirkung meint, dass Leute sie auch befolgen. Da entsteht gleich eine Vision: Mir tun die Leute dann gutes, also tue ich es ihnen auch.

Der Unterschied ist sehr einfach: Die positive Formulierung der "goldenen Regel" (die übrigens aus der Bibel stammt) fordert zum aktiven Handeln auf, während nach der negativen Formulierung die Regel bereits dann erfüllt ist, wenn nichts getan wird, also weder Gutes noch Böses!

Beispiel: Ich sehe jemanden, der meine Hilfe braucht. Bei der nevativen Form könnte ich einfach vorübergehen und darf dem Betreffenden nur nichts Schlechtes tun. Keine wirklich "goldene Regel", oder?

Unser ewige "Papa" (Gal.4,6) empfiehlt das auch in anderen Worten: "Mt.22,39".

Woher ich das weiß:Recherche

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