Unterschied Bürgermeister - Oberbürgermeister?

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Die Bezeichnung Oberbürgermeister wird vor allem in Großstädten, kreisfreien Städten, Stadtkreisen, großen Kreisstädten sowie großen selbständigen Städten, Mittelstädten bzw. vielen großen kreisangehörigen Städten geführt. Einem Oberbürgermeister sind ein oder mehrere Bürgermeister (hauptamtliche Stadträte, Dezernenten) unterstellt, die für eigene Ressorts verantwortlich sind. Nach den gängigen Gemeindeordnungen wird die Anzahl der Bürgermeister in der Gemeindeordnung geregelt. In Gemeinden und in Städten in NRW (außer in kreisfreien Städten) heisst das Oberhaupt Bürgermeister. Dessen Stellvertreter sind ehrenamtlich tätig und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Sie werden Stadträte oder Beigeordnete genannt.

Hier noch ein Auszug aus unserem Blog www.oeffentlicheverwaltung.net:

"Als Oberbürgermeister bezeichnet man traditionell das Stadtoberhaupt von kreisfreien Städten. Daneben existiert das Amt gleichsam in Großstädten und Stadtkreisen. Um die Aufgaben in solchen Ballungsräumen wahrnehmen zu können, unterstehen dem Oberbürgermeister verschiedenen Dezernenten, die für spezifische Fachbereiche zuständig sind."

Nur eine STADT (Voraussetzung: Stadterhebung aufgrund der städtischen Struktur) (also keine Gemeinde) ab einer bestimmten Grösse kann einen OB haben. OB ist ein Titel ohne Mittel, da einer keinen cent mehr verdient wenn er OB wird. Sein gehalt bemisst sich nur nach der Einwohnerzahl seiner Stadt/Gemeinde. Es gibt also Flächengemeinde, die "nur" einen Bürgermeister haben, aber unter Umständen Mehr Einwohner als eine Kleine Stadt bei der das Oberhaupt Oberbürgermeister heisst.

Oberbürgermeister, Erster Bürgermeister, Regierender Bürgermeister, Dorfschulze.... --- das bestimmt die jeweilige Kommunalordnung...

Eine "Rangfolge" wie: Ober-, Haupt-, Bürgermeister-Anwärter ... gibt es nicht. Manche Bezirks-Verwaltungschefs, wie in Berlin und Hamburg, werden "Bürgermeister" genannt, sind es aber nicht...

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