Suche eine lustige Weihnachtsgeschichte für Erwachsene

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Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Kyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galil äa, aus der Stadt Nazareth in das jüdische Land zur Stadt David, die da heißt Bethlehem, darum er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und die gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herbere. Und es waren Hirten in der selbigen Gegend auf dem Felde bei den H ürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und alsbald war da beim Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen ein Wohlgefallen. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend, und sie fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, das sie geh ört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

was soll das bitte??

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Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Eine wahre. Jedes Wort stimmt, ich schwöre.

Am 1. Dezember 1975 musste ich antreten, um meinen Zivildienst in einem Krankenhaus, einer Frauenklinik, abzuleisten. Ich war die rechte Hand des Hausmeisters, was bedeutete, dass ich vom Müllverbrennen über verstopfte Toiletten reinigen bis hin zum Auswechseln von Glühbirnen und gelegentliches Verstorbene einsargen überall Hand an legen durfte.

In dem Haus war es damals üblich, dass einige Fichten aus dem Garten ausgegraben und in große Pötte eingetopft wurden. Bunt geschmückt dienten sie bis zum Jahresanfang als Weihnachtsbäume in den Fluren und einigen ausgewählten Zimmern. Im Januar wurden die dann wieder im Garten eingepflanzt, Die meisten ertrugen diese Behandlung problemlos.

Am Heiligabend wurde bis Mittag gearbeitet. Ich saß pünktlich zu Arbeitsbeginn um halb 8 morgens auf meinem Stuhl in der Hausmeisterwerkstatt, einem etwas runter gekommenen Nebengebäude. Hausmeister Helmut war noch nicht da, was aber nicht so ungewöhnlich war, denn es achtete sowieso kaum jemand im Haus darauf, was wir machten bzw. ob wir überhaupt irgendetwas taten. Es war der schönste Job, den ich je hatte. Meist hatte man echt seine Ruhe.

Ich las irgendetwas, als unversehens die Schwester Oberin vor mir stand. Die hatte ich hier noch nie gesehen. Eine recht ernste Frau. Irgendwie fühlte ich mich beim Nichtstun ertappt und erwartete einen Anpfiff. Die Schwester hatte ein Päckchen in der Hand, das in weißes Laken geschlagen war, und in etwa die Größe eines Brotes hatte.

„Hier“, sagte sie und drückte mir das Paket in die Hand. „Sie wissen ja Bescheid, nicht wahr, Werner?“ Ich nickte und sagte: „Ja, klar.“ Keiner Ahnung, warum ich das sagte, ich wusste nämlich absolut nicht Bescheid, wollte mir aber keine Blöße geben. Die Schwester sah mir wohl meine Ratlosigkeit an, deutete auf das Paket und sagte: „Vergraben, bitte. Im Garten. Sofort.“

Ich wunderte mich etwas, dass ein frisches Brot vergraben werden sollte. Wozu gibt’s denn Mülleimer?, dachte ich. Aber egal, in meiner Funktion war man nicht zum Nachdenken da.

Ich nahm also das kleine Paket, ohne lange zu fackeln, schnappte mir die Schaufel und ging raus in den großen dunklen Garten. Er wurde nur vom hellerleuchteten Krankenhauses beschienen. Außerdem war Vollmond, der ja auch Licht spenden kann.

Ich lief etwas ratlos herum und stand dann plötzlich vor einem der Löcher, in denen eine Fichte gesteckt hatte, die nun im Krankenhaus Weihnachten etwas festlicher machte. Das Loch war tief genug. Reichte es aber auch von der Länge?

Ich hielt mein Päckchen herunter, um zu sehen, ob es der Länge nach ins Loch passte. Das Päckchen war warm. Ich spürte die angenehme Wärme noch durch das weiße Laken.

Das ist doch kein Brot, dachte ich, und wusste plötzlich ganz genau, was es sein musste.

Ein kleiner Mensch.

Ein kleiner Mensch allerdings, der nicht mal sein erstes Weihnachten erleben durfte.

Im vergehenden Mondlicht legte ich es behutsam ins dunkle Loch, fühlte mich unbehaglich, aber auch irgendwie wichtig, als sei ich auf einmal ein Star in einem sehr seltsamen Film, schippte den harten Sand auf das weiße Päckchen, trat ihn fest und sagte oder dachte „Tschüß, kleine Seele“ und summte dabei „Stille Nacht Heilige Nacht“.

Vielleicht auch „Ihr Kinderlein kommet“, das weiß ich nicht mehr so genau. Ich weiß nur, dass ich dachte: DAS glaubt dir sowieso keiner.

Als ich zur Werkstatt kam, war der Hausmeister Helmut schon da. „Wo warst du denn?“ fragte er. „Ich musste noch was vergraben“ sagte ich, und Helmut hielt mir schon ein halben Liter Bier hin und sagte: „Frohe Weihnachten schon mal“ „Ja, frohe Weihnachten“, sagte ich. Helmut war einer der besten Menschen, die ich je traf.

Anfang des Jahres war einer der Weihnachtsbäume schon sichtlich vertrocknet. „Den brauchen wir jedenfalls nicht wieder eingraben“, sagte Helmut.

Das traf sich gut.

Manchmal muss man die Internetseiten, die Weihnachtsgeschichten gesammelt haben einfach ein wenig durchforsten. Die Geschichten kann man nach diversen Filtern durchlaufen lassen - so findet man weihnachtliche Geschichten für Kinder oder die Lustig sind. Schau dir doch mal die im Video vorgeschlagenen Seiten an, womöglich ist da auch etwas für dich dabei!

Je nachdem wie lang die Geschichte sein darf, empfehle ich Dir "Engelbert tanzt Disco Fox".