Mit psychischen Problemen FSJ im Ausland machen?

2 Antworten

Hallo SmokeyBud,

In der Tat, wenn du dich in eine andere Kultur begibst, hast du mit einer Vielzahl von Veränderungen zu kämpfen, die auch Personen, die nicht psychisch vorbelastet sind, an den Rand ihrer Möglichkeiten bringen können. Oder auch darüber hinaus. Das nennt man dann Kulturschock. Hier mehr dazu http://www.wegweiser-freiwilligenarbeit.com/vor-und-nachbereitung/kulturschock-nicht-mit-mir/

Wenn du Freiwilligenarbeit im Ausland machen willst (FSJ im Ausland ist ein genau definiertes Förderprogramm, dass es so fast nicht mehr gibt), kommt noch dazu, dass du mit der Notlage anderer Menschen zurechtkommen musst, und sich das Ganze in einem Entwicklungsland abspielt. Armut hautnah zu erleben ist eine zusätzliche psychische Belastung.

Deswegen musst du in jedem Fall genau mit deiner Therapeutin darüber sprechen, was sie davon hält. "Ich kann darüber mit ihr nicht sprechen" gilt nicht. Die Aufnahme-Projekte arbeiten mit Volunteers, weil sie sich Arbeitsentlastung erhoffen, nicht weil sie sich um deinen evtl. Rückfall in die Depression kümmern wollen. Du darfst die Offenheit deiner Gastgeber nicht als Therapie missbrauchen.

Darüber hinaus bist du verpflichtet, ggf. die Freiwilligen-Organisation, die dir den Aufenthalt ermöglicht, über deine Erkrankung zu informieren. Weil du eine verantwortungsvolle Person bist, hattest du das sicher ohnehin vor.

Ich hatte selbst bereits mit einem Fall in Bolivien zu tun, wo die Freiwillige allen Beteiligten ihre Depression verheimlicht hatte, und dann innerhalb weniger Stunden einen sehr schweren Rückfall erlitten hat. Ein Familienmitglied musste von einem Tag auf den anderen ausfliegen, weil keine Reiseversicherung die Rückführung einer solchen Person übernimmt. Das war für Alle eine extrem negative Erfahrung, die sicherlich auch der depressiven Freiwilligen nicht geholfen hat. Von den Kosten für die Rückführung ganz zu schweigen.

Mit offenen Karten zu spielen ist die Grundvoraussetzung, damit du vor Ort nützlich sein kannst.

Viel Glück und Kraft bei deinen Überlegungen!

Frank Seidel von wegweiser-freiwilligenarbeit.com

geniess die Zeit in Südamerika. Du wirst merken das der Lebensrhythmus da völlig anders ist und wesentlich freundlicher für deine psyche. Voraussetzung du hast tatsächlich deine depressive Krise überwunden und die arbeit besteht nicht unbedingt darin Tag ein Tag aus in armutsvierteln zu arbeiten.

Das ist eine sehr gefährliche Antwort, die sowohl SmokeyBud als auch ihr Aufnahme-Projekt in sehr große Schwierigkeiten bringen kann! Siehe auch meine Antwort, die ich gerade gepostet habe.

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@wwFreiwillig

2 Sachen. Erstens Freiwillig hat recht.

2tens. Eine überwundene Krankheit bedeutet nicht das eine Wiederkehr zwangsläufig vorkommt.Es besteht ein nicht unrelevantes Risiko. Jedoch bin ich strikt gegen die diskriminierung ehemals erkrankter. Eine Lebenserfahrung in anderen Kulturkreisen kann auch eine positive Erfahrung sein.

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Warum wenden sich alle Menschen von einem ab,wenn man seelisch an etwas erkrankt?

Also ich habe einen Bekannten,den ich durch meine Schulzeit kenne.

Damals war er noch relativ normal gewesen,eben so,wie man sich einen typischen Schüler vorstellt,nur eben sehr ruhig.

Irgendwann erkrankter dieser dann wie auch die ganze Klasse erfahren hatte,schon früh an einer Depression,die bei ihm auch heute noch,den Alltag bestimmt.

Hin und wieder trifft man ihn noch mal in unserer Stadt,immer ganz alleine und ich fragte ihn irgendwann mal,wie es ihn denn so ginge.

Ich hörte mir seine Geschichte an und musste erfahren,dass er bis auf seine Therapeutin echt keine Menschenseele mehr hat und er jeden tag aufs neue,seinen Alltag selbst gestalten muss,da er auch nicht Arbeitsfähig ist,mit seinem Befinden.

Er erzählte mir,dass sich alle Leute,die er bereits noch hatte damals,sich irgendwann von ihm zurück gezogen haben und sich irgendwann nicht mehr gemeldet haben bei ihm.

Auch hatte er über die Zeit,in der wir nicht mehr zur Schule gehen,zwar Kontakt mit mehreren Frauen,aber als diese dann irgendwann mit seiner Krankheit nicht mehr klar kamen,auch diese das weite gesucht haben,bis er eines Tages keine Menschenseele mehr hatte,da es ihm wegen der Krankheit auch sehr schwer fällt,neue Kontakte zu knüpfen,hat er sich mittlerweile damit abgefunden und sagte mal zu mir "Ich kann es den Menschen nicht einmal übel nehmen,dass sie sich alle von mir abwenden,Menschen haben eben Angst vor dem Unbekannten" ....also ich habe zwar jetzt nicht mehr nachgefragt was er damit meinte,aber ich denke mal,dass er damit meinte,dass die Menschen immer noch Angst haben,vor Menschen mit psychischen Erkrankungen,da sie in früheren Zeiten sogar gefoltert wurden. Er sagte danach aber noch,dass er die Hoffnung nicht aufgibt und trotzdem noch weiterhin darauf wartet,dass er jemanden findet,der damit klar kommt.

Naja also ich fand seine Geschichte irgendwie schon arg traurig und mir kamen fast die Tränen. Aber irgendwie habe ich nun den Eindruck,dass Menschen mit psychischen Erkrankungen als nicht liebenswert gelten. Sind die Menschen quasi dazu verdammt alleine zu bleiben?

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FSJ, IJFD und Freiwilligenarbeit: Erfahrungen mit verschiedenen Organisationen?

Hallo:)

ich möchte für 3-6 Monate eine Freiwilligenarbeit oder ein FSJ in Südamerika oder Südafrika machen. Am liebsten würde ich dabei mit Kindern in einer Schule arbeiten, oder auch im Kindergarten.

Ich habe mich bereits zu einigen Organisationen informiert. Eigentlich tendiere ich mehr zu einem FSJ, da ich bei Organisationen wie praktikawelten, south america inside, Freiwilligenarbeit. de etc. irgendwie den Eindruck habe, dass sie zum Teil eher touristisch angehaucht sind und man letztendlich den Menschen vor Ort nicht wirklich hilft, sondern es nur um einen selbst geht (ganz davon abgesehen, dass es natürlich auch sehr teuer ist).

Außerdem liest man immer wieder auch negative Kritiken. Ist jemand von euch schon mit so einer Organisation unterwegs gewesen und was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Was das FSJ angeht: Ich war bereits auf der Website von weltwärts und habe mich über einige Organisationen informiert, die FSJler ins Ausland schicken. Hier sind aber die Auswahlkriterien meistens ziemlich streng, natürlich zu Recht, gerade das überzeugt mich eigentlich auch davon. Gut finde ich es auch, dass man hier eine ausführliche Einführung in das Land und seine Aufgaben in einem Pflicht-Workshop bekommt. Die wollen halt sichergehen, dass sie die richtigen Leute finden und das macht das Ganze auch sehr seriös. Aber so habe ich natürlich Bedenken, ob ich da überhaupt irgendwo angenommen werde. Ist hier eine Mehrfachbewerbung sinnvoll? Und ab wann wird das Ganze denn verbindlich? Nicht dass ich mich plötzlich mehrfach verpflichtet habe.

Es gibt natürlich auch hier so viele unterschiedliche Organisationen, ich habe ehrlich gesagt überhaupt keinen Überblick. Auch hier: Mit welchen Organisationen wart ihr unterwegs, wie lief die Bewerbung ab und wie hat euch euer Projekt gefallen?

Vielen Dank erst mal fürs Lesen, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet, indem ihr mir von euren Erfahrungen und Erlebnissen erzählt! Wie gesagt, es gibt so viele Möglichkeiten, da fühlt man sich schon mal ein bisschen hilflos:)

LG

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