katana stahlarten

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo alexobe97, ohne die anderen Antwortgeber beleidigen zu wollen- die meisten Antworten hier enthalten grobe Fehler. Ich versuche mal, deine Frage zu beantworten und die Fehler richtig zu stellen.

Die Zahlenangaben bei "Carbonstahl" stehen für den Kohlenstoffgehalt, so enthält der 1075er beispielsweise 0,75% Kohlenstoff. Ein erhöhter Kohlenstoffgehalt macht den Stahl härter und damit Schnitthaltiger, aber auch spröder und brüchiger. Welcher Stahl nun besser für den Kampfsportbedarf ist, darüber scheiden sich die Geister.

Das Falten kann man sich vereinfacht so vorstellen, wie Belaestiger es beschrieben hat. Entgegen der landläufigen Meinung hat das Falten des Stahls aber keinerlei nachweisbaren positiven Effekt auf Schärfe, Schnitthaltigkeit oder Belastbarkeit. Ob das Falten des Stahls überhaupt einen Effekt ab, ist von der Homogenität und der Reinheit des Ausgangsmaterials abhängig. Insbesondere Tamahagane ist, sobald es aus dem Tatara (jap. Rennofen) kommt, stark verunreinigt und heterogen im Bezug auf den Kohlenstoffgehalt. Ohne die Reinigung und Homogenisierung durch das Falten würde eine Klinge schnell brechen. Zuviele Faltvorgänge sind jedoch auch nicht sinnvoll, da mit jedem Faltvorgang auch Kohlenstoff verloren geht und der Stahl somit immer weicher wird. Daher sind Aussagen wie "je öfter gefaltet umso besser" gänzlich verkehrt. Also, auf den Punkt gebracht: Das Falten diente dazu, den Stahl zu reinigen und dadurch erst für eine Schwertklinge brauchbar zu machen.

Den Geschichten über mittelalterliche "Wunderstähle" darf man ebenfalls keinen glauben schenken. Die Schmiede der letzten Jahrhunderte waren Meister ihres Fachs und erreichten eine überrangende Handwerkskunst, aber im Vergleich zu modernem Hochleistungsstahl können Tamahagane, Damast und dergleichen einfach nicht mithalten.

Wenn du dir ein Schwert zwecks Dekoration kaufen willst, dann tut es auch eine Klinge aus 440er oder 420er Stahl- damit sollte man dann aber nicht auf irgendwelche Dinge "einhacken". Ansonsten machst mit den gängigen, oben genannten Stahlsorten nichts verkehrt. Aber daran denken- diese Stähle sind nicht rostfrei.

wäre dieser tamahagane stahl also nicht rostfrei?

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@alexobe97

Richtig, Tamahagene ist nicht rostfrei. Kein mir bekannter Schwertstahl ist rostfrei.

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@alexobe97

Bitte lies dir die Artikelbeschreibung und meine Antwort nochmal aufmerksam durch. Dort steht bereits die Antwort.

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@Laufvogel

oder ein metall aus den küchenmesser hergestellt werden?

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Ein echtes Katana besteht aus Tamahagane-Stahl, der 15 mal gefaltet wurde.

hat diese stahl hohe qualität bzw. ist er hart und besser als kohlenstoffstahl?

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@alexobe97

Es ist Kohlenstoffstahl, der sich in vielen dünnen Schichten mit weicherem Stahl abwechselt um sowohl Härte als auch Zähigkeit zu vereinen.

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@Interessierter8

Das ist nicht korrekt. In der japanischen Schmiedekunst werden keine unterschiedlichen Stähle miteinander verfaltet. Das Falten von weichen und harten Stählen ist eher bei der Herstellung von Damast vorzufinden.

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@Laufvogel

Nicht verfaltet, aber ein Katana besteht schon aus mehreren Lagen unterschiedlich harten Stahls.

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@Wiggum34

Wenn du damit unterschiedliche Schneiden-, Mantel-, Kern- und Rückenstähle meinst, dann hast du recht. Mit sich abwechselnden, dünnen Lagen aus weichem und hartem Stahl hat das aber nichts zu tun. :-)

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Die Anzahl der Faltungen ist nicht festgeschrieben, sondern Abhängig vom Reinheitsgrad und dem Kohlenstoffgehalt des Stahls.

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Zum Falten - Nimm ein Papier und falte es 12x - genau das wird mit dem Stahl gemacht, also breitgeklopft, dann zusammengefaltet (alles glühend) und dann wieder zusammengefaltet und wieder breitgeklopft - eben dann 12x. - Danach wird das schwert in seiner endgültigen form geschmiedet (12x ist auch nicht besonders viel)

Bei den Stahlarten ist es wichtig, was man damit für eine Klinge herstellen will, da diese eben unterschiedlich (Rücken etwa 40 HRC und Klingenseite meist etas 60 HRC) gehärtet werden (HRC= Härtegrade Rockwell)

@alexobe97

Sorry will nicht unhöflich sein oder so, aber wieso willst du dich mit ~16 so genau über ein Katana informieren bzw eines kaufen? oO

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@obbm123

ich weiß auch nicht, i schaue immer walking dead und da kommt ein katana vor und ich kaufe mir vielleicht mal eines sobald ich eine eigene wohnung/haus habe, aber keine angst nur als deko :P
ich dachte mir auch gerade wiso mich das so interessiert, und ich weiß auch nicht genau

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@alexobe97

Hm okay, ist nachvollziehbar, sind coole schwerter :D Aber wenn du es nur als Deko benutzen möchtest, muss es ja kein 2000€ teures Qualitätsstück sein dass genau aus dem Korrekten Stahl geschmiedet wurde, also da kann man bestimmt Geld sparen und den gleichen dekorativen Effekt erzielen :D

mfg obbm

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@alexobe97

Das liest sich gut, das würde Ich gerne besitzen Das hier wurde 15x gefaltet, also schon recht ordentlich (man geht davon aus, daß man ab 25 Faltungen keinerlei Verbesserungen mehr erzielen kann im Gefüge)

"Kobuse" ist eine gute und (noch) günstige Art des schmiedens (da wird der weichere Stahl von dem härteren Stahl bei zusammenschmieden bis auf die Rückseite -"Mune"- umschlossen.

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@obbm123

ja ich glaube auch dass ich da nicht 2000 euro rausschmeißen werde :)

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@Belaestigter

Die Anzahl der Faltungen hat bei japanischen Klingen absolut nichts mit der Qualität zu tun (das gleiche gilt für europäische). Das Falten diente einzig und allein dazu, Schlacke und sonstige Einschlüsse aus dem Stahl herauszuschmieden, sowie den Kohlenstoff gleichmäßig zu verteilen.

Bei heutigen, modernen Stählen ist das Falten völlig unnötig und kann sogar schädlich sein.

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