Kann das Verleugnen von Homosexualität krank machen??

7 Antworten

Ja kann es. Alles kann in irgendeiner weise krank machen...

Jedoch verstehe ich nicht so ganz Warum man im Jahr 2017 nicht dazu steht...

Ich glaube noch kranker würde es einen machen wenn man es verdrängt! Als ich mich damals mit 13 Geoutet habe, hatte ich erst sehr große angst... doch danach als ich es allen gesagt habe, war alles viel besser als vorher! Ich wurde von vielen leuten unterstützt ! In der Zeit habe ich auch gemerkt was echte Freunde sind. Jetzt bin 18 und ich habe mich nie besser gefühlt! Denn man kann LEBEN und muss sich nicht verstecken

Stell dir mal vor du stehst alleine auf einem unglaublich hohen Turm und du weißt, dass du irgendwann springen musst. Denn da oben bist du alleine, es ist kalt, dort gibt es nichts zu essen und so.

Du musst springen. Doch der Boden ist so weit weg und du siehst nicht, was da unten auf dich wartet. Da könnte irgendwas total weiches sein, was dich auffängt. Oder einfach nur der kalte Beton.

Das ist das Gefühl, dass ich habe wenn ich an mein Coming Out denke. Wenn mich jemand fragt ob ich einen Freund habe fühlt es sich an wie lügen, wenn ich einfach nur "nein" sage. Wenn ich daran denke, dass ich Mädchen liebe fühle ich mich wie eingesperrt in meinem Kopf und unglaublich alleine, weil ich mit niemandem darüber reden kann. Doch ich schaffe es nicht zu springen und herauszufinden, was unten auf mich wartet. Ich stehe am Rand und schaue nach unten und habe Angst.

Auf Dauer belastet dieser Zustand unglaublich und kann bestimmt auch zu psychischen Krankheiten führen. Das wünsche ich aber keinem. Wirklich keinem.

Im Rahmen der Psychosomatik kann es beispielsweise Kopf- oder Bauchschmerzen auslösen. Außerdem könnte es auch Auslöser für Depressionen sein. Sollten sich irgendwelche Symptome zeigen, und sei es auch nur ein Unwohlsein, solltest du ruhig zum Arzt gehen.

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