Ist Jähzorn vererbbar?

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8 Antworten

trenne dich sofort!! das ist keine liebe, sondern besitzanspruch - wenn der hund nicht pariert, wird er angebrüllt, geschlagen, klein gemacht.

die charakterie der beiden sind mit schwachem selbstbewußtsein ausgestattet, sie fühlen sich besser, wenn sie andere erniedrigen - schlimmstenfalls mit gewalt!

bienle123 hat schon was dazu geschrieben und liegt gut damit. ein teil ist veranlagung - so wie zb. ein fröhliches oder miesepetriges gemüt. menschen sind eben unterschiedlich. natürlich können unarten, vor allem wenn man sie bei sich selbst wahr nimmt, auch ge- und verändert werden, dies muss aber auch wirklich gewollt sein - und so wie du schreibst, ist es nicht gewollt.

er ist ein blender. bei anderen sonyboy - alle sollen ihn nett und toll finden, aber so ist er nur weil er sich verstellt. bei kollegen, die ihn durch das tägliche zusammen sein durchschaut haben, ist er deshalb nicht mehr beliebt.

und bei dir läßt er jetzt auch die maske fallen. sei froh drum das du nicht in die falle tappst, in die seine mutter mit seinem vater getappt ist! durch ewiges niedermachen und angebl. schuldzuweisungen glaubst du nachher noch den quatsch, den der blödmann dir weiß machen will!

so was ist weder liebe, noch partnerschaftliches verhalten noch sonst was,.

Jähzornige Menschen können ihr Umfeld knallhart in Atem halten. Sie verhalten sich plötzlich und unkalkulierbar extrem aggressiv. Brüllen herum, zerstören Gegenstände, schlagen wild um sich.

Vorsicht ist geboten, den Jähzorn einseitig als Eigenschaft zu entschuldigen oder in die warme Watte entschuldbarer Krankheitssymptome zu wickeln. Betrachtet man Jähzorn einmal nicht als angeborene Eigenschaft oder überschäumendes Temperament, enttarnt sich schnell sein wahres Wesen. Jähzorn funktioniert wunderbar als Mittel oder Methode, um sich schnell und effektiv durchzusetzen. Er ist extrem aggressiv und man kann gegenüber seinem Partner oder Kindern auftrumpfen. Sich selbst in den Mittelpunkt stellen und seinen Bedürfnissen mit aller Gewalt Nachdruck verleihen. Angewendeter Jähzorn verleiht Autorität, Beachtung und eine unangreifbare Machtposition.

Den Jähzorn ist nicht “erblich”, sondern reine Kopfsache. Und wenn man wenigstens etwas Respekt vor seinen Mitmenschen hat, unterlässt man dieses vor Aggressivität schäumenden Getue. Alternativ verdienen es Jähzornige, das man sich von ihnen abwendet und distanziert. Oder sie einfach nicht mehr ernst nimmt. Mehr nicht.

Sehr informativer Link = http://astrid-treumann.blogspot.de/2011/10/ist-jahzorn-krankhaft-oder-nur-methode.html

Danke für die tolle Antwort! Den Artikel hab ich mir ausgedruckt

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Hier sind möglicherweise genetische Komponenten mit im Spiel, ich sage deshalb möglicherweise, weil so ein Verhalten auch erlernt sein kann. Dein Freund hat es evtl. gelernt, weil er gesehen und erlebt hat, dass das cholerische Verhalten des Vaters, fast immer dazu geführt hat, dass alle anderen Menschen sich zurückzogen und um des lieben Friedens Willen, ihre Meinung nicht mehr vertraten.

Dies hat vermutlich auch zu der überheblichen Haltung deines Freundes mit beigetragen, denn er sieht sich als "den Größten" und dies unter Umständen nur aufgrund der Tatsache, dass, sobald er cholerisch reagiert, alle klein beigeben.

Hier kann nur eine gezielte Psychotherapie Abhilfe schaffen!

Ich habe vergessen etwas wichtiges zu erwähnen: Die Mutter hat sich aufgrund dieses Verhaltens sehr Früh vom Vater meines Freundes getrennt und ihn gezwungen, ihn zur Adoption frei zu geben. Er hat ihn erst mit 23 Jahren kennen gelernt. Bis dahin hat ihm seine Mutter erzählt, dass sein Vater tot ist, da sie ihn vor dem Vater schützen wollte.

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Ähhh was willst du denn mit dem? Was ist denn so toll an ihm sein character sein aussehen? Wenn ein mädel mir so gegenüber wäre könnte die sich ins knie fi"ken. Krass dann macht der vater noch mit. Du musst echt verliebt sein dir sowas anzuhören. Ihr braucht ein dringendes gespräch zu zweit und ganz klar sagen was euch aneinander nervt. Lass ihn ausreden und versuche zu verstehen. Er wird dich wahrscheinlich nicht ausreden lassen dann schreib ihm ein brief. Wenn er nicht versteht dann soll er dich in ruhe lassen. Er muss das hart an den kopf geknallt bekommen.

Das habe ich doch alles schon versucht... Dann sagt er immer, ich soll mein "Psychogequatsche" sein lassen. Wenn es mir nicht passt soll ich gehen, ich würde ihn nur noch ankotzen. Einen Brief habe ich auch schon geschrieben und bin für ein paar Tage fort, danach war es besser, aber es fängt immer wieder an...

Ich bin leider momentan in der Lage Schluss zu machen, da ich noch studiere (dauert noch ein Jahr) und deshalb nicht sofort aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen kann. Nach Hause kann ich nicht, da ich von dort zu ihm geflohen bin.

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@Diskret86

Ja ich kenne so eine situation. Kenne ein frau die das seit 20 jahren durchmacht. Wir haben viele sehr viele gespräche geführt denn sie kann auch nicht weg. Scheiße ist das. Es geht gaaaaaaaaannnnz langsam bergauf. Nach 20 jahren zeigen sich erste erfolge. Mal sehen wie lange er sein jetztiges positives verhalten durchhält. Beide mussten sich ändern.

Führe seit 10 jahren mindestens einmal mir der peron ein langes gespräch und ich bin kein kopfdoktor ich bin erst 24. Seit 10 jahren. Das sind unfassbare vorwürfe die er dir an den kopf ballert. Wenigstens kannst du dich trennen. Hast du niemanden der dich bei sich aufnehmen kann???

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@Pfffffffff

Scheiße mädel das ist echt hart so jemanden im haus zu haben. Du wärst wahrscheinlich schon ausgezogen wenn du könntest dumme frage von mir. Viel glück und erfolg bei deinem studium und halte die ohren steif. Dieser abschnitt deines lebens mit ihm zusammen hat die längste zeit gedauert. Alles gute und liebe grüße von mir.

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@Pfffffffff

Wenn ich wieder nach Hause gehe, komm ich vom Regen in die Traufe - genauso war es anders rum auch, als ich zu ihm gezogen bin... Ich habe so niemanden zu dem ich gehen könnte. Die Meisten Menschen mit denen wir befreunet sind, leben in unserer dirketen Nachbarschaft (z.B im Haus nebenan) und ich denke nicht, dass es gut wäre so nahe bei ihm zu bleiben. Sonst weiß ich niemanden mehr und Studentenzimmer in Eichstätt sind für mich nicht bezahlbar da ich nur Halbwaisenrente beziehe. Ich zähle schon seit Monaten die Zeit ab, wo ich fertig mit Studieren bin und von hier weg kann und denk mir immer, das halt ich schon durch, aber es fällt mir immer schwerer... Auch mir vor anderen Menschen nichts anmerken zu lassen.

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Hm also ich bin der Meinung da spielt von allem etwas eine Rolle: die Gene natürlich, aber auch das Umfeld, die Erziehung und eigene Erfahrungen beeinflussen den Charakter.

Sicher vererbbar, was nicht heißt, dass man es unbedingt in maximalem Maße ausleben muss.

Dein Freund ist vom Temperament her wahrscheinlich überwiegend Choleriker. Die Anlagen dazu werden durchaus vererbt.

Wie sie allerdings in Erscheinung treten, hängt auch zu einem großen Teil vom Umfeld ab, in dem er aufgewachsen ist.

Hier ist es der cholerische Vater, den er über eine weite Strecke seines Lebens erlebt und dessen cholerische Ausfälle in sein Wesen übernommen hat.

Eine "ruhigere" Umgebung hätte zwar seine Anlagen nicht beseitigt, aber sich doch günstig auf die Intensität seiner "Lautstärke" und seiner Reizbarkeit ausgewirkt.

Wobei von einem intelligenten Menschen erwartet werden kann, dass er sich selbst erzieht und seinen Jähzorn bewusst im Zaum hält.

Ich habe vergessen etwas wichtiges zu erwähnen: Die Mutter hat sich aufgrund dieses Verhaltens sehr Früh vom Vater meines Freundes getrennt und ihn gezwungen, ihn zur Adoption frei zu geben. Er hat ihn erst mit 23 Jahren kennen gelernt. Bis dahin hat ihm seine Mutter erzählt, dass sein Vater tot ist, da sie ihn vor dem Vater schützen wollte.

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@Diskret86

Wenn du "sehr früh" schreibst, dann hat dein Freund vielleicht schon bewusst den Vater erlebt und erste Eindrücke erhalten.

Bedenklich ist auch, dass dein Freund mit 23 den Vater kennengelernt hat, obwohl seine Mutter ihm erzählt hat, dass er tot sei.

Solche "Unwahrheiten" können natürlich erheblich dazu beitragen, dass ererbte Anlagen verstärkt zutage treten, denn etwa 20 Jahre vom Tod des Vaters überzeugt sein und plötzlich die Wahrheit zu erfahren, fördert nicht gerade einen ausgeglichenen Charakter.

Es geht mich zwar nichts an, aber vielleicht solltest du dir gut überlegen, ob du bereit bist, ständige lautstarke Angriffe, und vielleicht irgendwann mehr, auf deine Person zu ertragen.

P.S. Du schreibst: "zur Adoption" freigegeben. Wurde dein Freund nicht von seiner Mutter erzogen? Falls er wirklich in einer anderen Familie aufgewachsen sein sollte, kann man sein Verhalten nachvollziehen, aber nicht entschuldigen.

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@Huckebein

Mein Freund war ca. 4 Monate alt, als sein Vater ihm ein Messer an die Kehle gehalten hat und seine Mutter angebrüllt hat, dass er ihn umbringt, wenn sie ihn verlässt. Daraufhin hat sie ihn doch verlassen und die beiden haben bis vor 5 Jahre nicht mehr gesehn. Ich wünschte, die beiden hätten sich nie kennen gelernt...Sie hat ihn erzogen, ihr neuer Partner hat meinen Freund adoptiert. Die Wahrheit darüber kam nur durch Zufall ans Licht, durch die Oma meines Freundes.

Ich weiß, dass dies keine Zukunft hat, ich werde so schnell wie es geht ausziehen, nur im Moment studiere ich noch muss erst nach einer anderen Möglichkeit suchen. Spätestens in einem Jahr bin ich weg und möchte ihn nie wieder sehen. Ich hab einfach Gewissheit gebraucht, ob es wirklich an mir liegen könnte oder an etwas anderen.

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@Huckebein

Danke! Ich könnte an euch alle Sternchen vergeben, ich kann mich gar nicht entscheiden ;-)

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Nicht vererbbar, aber erlernbar. Beim Vaterlange genug gesehen, wie man mit Frauen umgeht, und da sich seine Mutter nicht getrennt hat, muß es ja wohl ok sein.

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