Hausarbeit: Was denkt ihr über Cannabis?

12 Antworten

Cannabis ist nicht gleich Cannabis.Es gibt Sativa und Indica dominante Sorten. Das heißt eine Cannabis-Sorte kann z.B. zu 70% aus Sativa und 30% Indica bestehen und umgekehrt. Die körperliche und psychische Wirkung ist unterschiedlich. Das ist wichtig zu wissen.

Indica-Sorten wirken sehr beruhigend und ermüdend. Man hängt ab, hat keine Lust auf Aktivitäten und geht seinen Gedanken nach. Null-Bock-Stimmung! Es wirkt stark auf den Körper und kann dadurch auch bei Schmerztherapien bedeutsam sein. Man spricht hierbei von einem "Stoned" sein.

Sativa dominante Sorten wirken entgegengesetzt. Diese Sorte wirkt Stimmungsaufhellend. Man hat mehr Lust auf Aktivitäten und ist unternehmenslustiger. Es macht euphorisch und fördert in gewissermaßen die Kreativität. Es kann medizinisch gesehen auch bei Depressionen helfen. Man spricht hierbei von einem "High" sein.

Das Gras was man auf der Straße bekommt ist fast immer Indica-Cannabis. Der Grund liegt darin, dass die Cannabis-Pflanzen, je nach Sorten, unterschiedlich viel Ertrag bringen.

Sativa-Pflanzen bringen Pro Pflanze weniger Ertrag als Indica und sind "pflegeleichter". Dealer wollen mit wenig Aufwand viel Geld machen. Daher bekommt man fast nur Indica-Sorten auf der Straße. Also das Zeug was einen "platt" macht. Ich schreibe hier bewusst "Zeug", weil es oft einfach nur das ist.

Ich will jetzt nicht Oberlehrerhaft klingen, aber, kauft niemals von irgendwelchen Fremden auf der Straße. Es mag 1x gutgehen, 2x vielleicht, aber ich garantiere euch, es kommt der Tag wo ihr eure Gesundheit aufs Spiel setzten werdet und ihr gestrecktes Zeug raucht. Ihr werdet es erst merken, wenn die Brust enger wird und ihr das Kratzen im Hals nicht mehr wegbekommt. Oft erkennt man das Streckmittel nur unter dem Mikroskop. Man sieht es nicht mit dem bloßen Auge und man riecht es auch nicht beim evtl. begutachten. Beim rauchen schmeckt man es zwar heraus das etwas nicht stimmt… "aber es könnte ja auch an der Sorte liegen"… redet man sich ein. Diese Erfahrung musste ich leider selber machen.

Also, mein Tipp:

Wer über 18 ist und Cannabis mal probieren möchte sollte folgendes beachten:

1. Niemals von Fremden auf der Straße kaufen. Die werden auf alle eure Fragen "Ja und Amen" sagen und der "bester Freund" sein, nur um an euer Geld zu kommen. Streckmittel-Gefahr ist extrem hoch.

2. Kauft nur von Leuten denen ihr vertraut und die den Unterschied zwischen Indica u. Sativa kennen, denn sonst wissen die auch nicht was die da verkaufen und haben es auch nur von einem Zwischen-Dealer, der wiederum das Gras
gestreckt haben könnte. Außerdem ist die Wirkung, wie oben beschreiben, sehr unterschiedlich und man würde nur auf "Gut-Glück" kaufen was den gewünschten Effekt anbelangt. Also anstatt "Party-Laune" hat man plötzlich "Sofa-Laune" und weiß nicht was mit einem los ist. Streckmittel-Gefahr ist überschaubar.

3. Wenn es eine ernsthafte Krankheit gibt die man voraussichtlich mit Cannabis behandeln kann, dann ab zum Arzt und mit ihm offen und ehrlich über seine Probleme reden. Wenn man Glück hat mit seinem Arzt, bekommt man ein Cannabis-Rezept. Dann ab zur Apotheke! Streckmittelgefahr ist so gut wie ausgeschlossen!

Cannabis ist nicht so gefährlich wie Alkohol, das dürfte langsam jedem klar sein, aaaaber, es ist und bleibt eine Medizin (Droge). Jedes Medikament kann man missbrauchen, also auch Cannabis. Wenn man Freunde hat, die sich damit brüsten pro Tag 2-3 Gramm zu rauchen, dann sollte man vorsichtig sein. Wenn man sauberes und potentes Cannabis hat und es nur zum Spaß konsumieren möchte, braucht man nicht mehr als 0,05-0,1 Gramm/Joint um etwas zu merken. Der Vorteil ist man spürt die positiven Eigenschaften z.B. von Sativa, aber hat dennoch emotional den Bezug zur Realität. Also, hier ist weniger wirklich mehr und fühlt sich auch einfach besser an. Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Wenn man längere Zeit (über Wochen od. Monate) Cannabis konsumiert hat, dann hat sich der Körper und die Psyche bereits daran gewöhnt. Wenn man dann schlagartig aufhört wird man so etwas wie einen Entzug verspüren. Dieser kann 3-4 Tage dauern und kann sich folgendermaßen bemerkbar machen:

1. Schlafstörungen (einschlafen und durchschlafen fällt schwer)

2. Starkes Schwitzen in der Nacht

3. Mini-Depression (ein paar Tage schlechte Laune)

4. evtl. Kopfschmerzen

Da gibt es bestimmt noch ein paar Punkte mehr, aber sind so meine Erfahrungen die ich gemacht habe. Also, wenn man längere Zeit konsumiert hat, dann sollte man ruhig mal Wochen und Monate gar nichts mehr nehmen um mal wieder zu spüren wie sich die Realität anfühlt. Sonst kann es auch schnell in die falsche Richtung gehen und man muss mit noch stärkeren Entzugserscheinungen kämpfen. Das geht zwar relativ schnell vorbei und ist mit Sicherheit nicht so schlimm wie beim Alkoholentzug, aber unangenehm bleibt es dennoch.

Nebenbei: Ich trinke keinen Alkohol!

Be careful end enjo(y)int it! ;-)


Hi,

das denke ich:

Cannabis ist jeher in der Volksmedizin weit verbreitet. Cannabis gab es bis Anfang des 20. Jhd. in vielen Geschäften und Apotheken rund um den Globus zu kaufen.

Es wurde als Genussmittel als auch zu medizinischen Zwecken verwendet und war im 19. Jhd. eines der meist verschriebenen Arzneimittel.

„Cannabis ist die therapeutisch wertvollste und zugleich sicherste Substanz, die es auf der Welt gibt.“ (Dr. med. Lester Grinspoon, Wissenschaftler der Harvard University, „Marihuana – The forbidden Medicine“).

Dennoch hat sich Cannabis als Teufelsdroge in den Köpfen der Menschen verankert und ist seit 1929 in Deutschland illegal (in den USA seit 1937, 1961 erreicht die Prohibition einen globalen Status).

Des Weiteren gibt es keine andere Substanz oder Sache, in die so viel Geld und Arbeit investiert wurde, um darin (vergeblich) einen negativen Aspekt zu finden, als Cannabis.


Gefahren einer nicht durchdachten Cannabis-Legalisierung


Eine nicht durchdachte Legalisierung kann fatale Folgen für die Konsumenten als auch für die Gesellschaft haben. Ich möchte hier zwei Beispiele an der schlecht durchgeführten Legalisierung der USA nennen.

⦁ Keine Qualitätskontrolle durch den Staat bzw. anderen Einrichtungen – In den meisten Staaten ist es so geregelt, dass einigen Bürgern eine Lizenz zum Anbau von Cannabis gegeben wird, welche dann ihre Cannabisernte an die Dispansarys (Ausgabestellen) weiter verkaufen. Oft kommt es vor, dass verunreinigtes Gras, z.B. durch Schimmel, Streckmittel oder Pflanzenschutzmittel an den Endverbraucher weitergegeben werden.

⦁ Dadurch, dass Cannabis nur in ca. der Hälfte der Staaten in den USA legal ist, herrscht ein reger Schmuggel von Cannabis zwischen den Staaten, in denen es legal ist und denen, in den es illegal ist. Es gibt Raubzüge von Gangs, die in Staaten mit einem legalen Status fahren und dort gezielt lizensierte Grower oder Dispansarys ausrauben. Oftmals geschieht dies mit übertreibender Härte und die Besitzer werden einfach erschossen.

Ein weiteres Problem ist, dass billiges, minderwertiges und illegales Cannabis in die legalen Staaten eingeführt wird, um es dort legal zu einem Spitzenpreis zu verkaufen. Hierdurch wird der Markt in den Staaten mit einer Legalisierung von Cannabis, meist von den mexikanischen Kartellen stammend, überschwemmt und die lizensierten Grower haben Schwierigkeiten, ihr legales Gras zu verkaufen. Aus diesem Grund gehen sie häufig den Weg und schmuggeln es in Staaten mit einem illegalen Status, da es dort bessere Absatzmöglichkeiten gibt. Das ist alles eine sehr verwirrende und komplexe Angelegenheit aber zeigt, dass am Ende die Kartelle von einer solchen Legalisierung profitieren.

Wenn die Cannabis-Branche verstaatlicht werden würde, dann wäre Cannabis auch aus ökologischer Sicht gefährdet. Weltweit sind bisher hunderte von Cannabis-Landrassen ausgestorben, da sie gezielten Ausrottungs-Programmen zum Opfer fielen. Durch eine Verstaatlichung würden vermutlich ausschließlich homogene Hybridsorten angebaut werden.

Durch diese Einschränkung der genetischen Vielfalt würde der Cannabis Genpool Gefahr laufen, zu verarmen. Würde eine bisher unentdeckte Pflanzenkrankheit diese genetisch einheitlichen Pflanzen befallen, könnte dies im schlimmsten Fall das Aussterben dieser Sorte bedeuten, ähnlich 1970, bei einem Pilzbefall der “Texanischen Sorte“ (Mais) in den USA.

Es dauerte 3 Jahre, diesen epidemischen Befall einzudämmen und es gelang auch nur, da es noch Samenbestände alter Maissorten gab, die eingekreuzt werden konnten. (Persönliches Gespräch mit einem Züchter)

Wenn Du Hilfe oder noch Infos benötigst, dann kann ich Dir noch Auszüge aus einer Ausarbeitung von mir zukommen lassen.

Folgende Punkte habe ich anzubieten:

Soziologische Auswirkungen der Prohibition

⦁ Gezielte Verbreitung von Fehlinformationen und falscher Tatsachen   (Reefermadness)

⦁  Das willkürliche Rechtssystem und übertriebene Strafurteile

⦁ Jugendschutz durch Illegalität?! Ein gescheiterter Versuch

⦁ Das leidtragende Volk

Ökonomische Auswirkungen der Prohibition

⦁ Wer profitiert von der Prohibition?

⦁ Wieviel Verluste macht Deutschland jährlich durch die Illegalität von Cannabis?


Gruß,

Christopher, 26 Jahre

Cannabis ist in meinen Augen komplett zu unrecht verteufelt.

Es ist eine Droge mit relativ geringem Schadenspotential, auch treten während des Konsums keine fremdschädigenden Nebenwirkungen wie Aggressivität bei Alkohol auf.

Es hat enormen medizinischen Nutzen, der durch die immer noch zu geringe Verfügbarkeit für Forscher und Mediziner noch weitaus zu wenig erforscht ist.

Dazu ist Hanf eine extrem resistente, schnell nachwachsende Nutzpflanze. Man kann daraus Papier herstellen, Kleidung, Dämmstoffe und sogar Kunststoff. Jedoch ist sogar dieser Hanf, ohne das psychoaktive THC, verboten, da es ja zu Verwechslungen kommen könnte.

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