Hat Paul McCartney alle Rechte an den Beatles Songs?

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Ganz viele Rechte besaß Michael Jackson

Micheal Jackson??? An den Beatles Songs? Hä?!

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@MalAnders

Es gab Zeiten, da waren der Liverpooler Beatle Paul McCartney und der King of Pop Michael Jackson die besten Freunde. Davon künden noch gemeinsame Songs wie “The Girl Is Mine”. 1985 war Schluß damit.

Damals kaufte Michael Jackson den Beatles-Katalog auf und damit die Rechte an der Verwertung der Lieder der Band. 1985 war das. Für 251 Beatles-Songs zahlte Jacko damals rund 47,5 Millionen Dollar. Es war das Ende der Freundschaft.

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@Barbara1971

Wow das hätte ich nie gedacht! Super vielen Dank, dann weiß ich das jetzt auch ;D Aber wenn Micheal Jackson jetzt tot ist, wer hat dann jetzt die Rechte?

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@MalAnders

Ein großer Teil ging an seine Erben, um den anderen Teil gibt es wohl immer noch einen Rechtsstreit.

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Frage: Hat Paul McCartney alle Rechte an den Beatles Songs? - (Frage von Mal Anders)

> Ich habe die Frage nach den Rechten von Paul McCartney an Beatles Songs - wie oben angegeben - nicht gestellt. Aber es wird ev. mal Zeit in 2016 ein Update zu posten...! 

Micheal Jackson oder seine Familie haben keine Anteile mehr an dem Musikverlag von Lennon / McCartney!

Das Paul McCartney seine eigene Komposition "Let it be" spielen kann und darf, wann und wie er will, ist wohl klar. Er ist der Urheber. 

Generell kann jeder jede Komposition Live spielen, sie veröffentlichen,  verkaufen als Download, auf, CD oder Vinyl , wenn er denn Song ziemlich genau in der gleichen Reihenfolge, keine grossen "entstellenden" Veränderungen vornimmt oder den Text verändert..Wenn man das vor hat, muss man den Künstler bzw. den ev. Musikverlag fragen.  Ob man das mit Blockflöten macht oder mit einem Klavier oder Hardrock Gitarren, ist völlig unwichtig.

Bei den Beatles war und ist ein Musikverlag im "Deal". Ursprünglich Northern Songs, dann hat Micheal Jackson die Rechte des Verlages gekauft. Mittlerweile gehören die VERLAGS - Rechte, nicht alle Rechte an den Beatles Songs bei dem zum Sony Konzern gehörenden Musikverlag komplett.

Yoko Ono (Erbin v. John Lennon) + McCartney wollten 1985 die Rechte des Verlages kaufen, haben den Wert selber unterschätzt +"nur" 35 Millionen geboten, M.Jackson bezahlte dann 47 Millionen Dollar. Der Wert heute ist kaum schätzbar (...sicherlich um 1 Milliarde € + ), weil sich die Beatles mit nun über 2 Milliarden verkaufter Tonträger ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Dazu kommen die vielen Zusatzgeschäfte wie das Computerspiel "Beatles Rockband", das Merchandising mit T-Shirts (selbst Lenny Kravitz trägt gerne eins bei seinen Konzerten ;-) usw. Sie gelten schon heute bei Fachleuten als Klassiker wie Bach, Beethoven etc. Ihr Einfluss ist immens!

Die vielen Cover Bands auf der ganzen Welt, die zum Teil den Eigennamen Beatles (ein wirklicher Eigennahme!) im Bandnamen tragen + somit rechtlich verfolgt werden könnten, werden aus gutem Grund nicht verfolgt. An jedem Auftritt verdienen die Komponisten Lennon/McCartney oder George Harrison mit. Denn für das 'Nachspielen' der Beatles Songs müssen sie Copyright Gelder an den Verlag bezahlen über einen Verteilungsschlüssel einer Verwertungsfirma wie in Deutschland die GEMA, in USA BIEM usw. usw. Der Verlag zahlt dann die Anteile von McCartney, Lennon oder Harrison an diese oder deren Erben aus! Allein das dürfte eine riesen Geldmaschine sein.

George Harrison hatte von Anfang an einen eigenen Verlag + bekommt damit 100% seiner Tantiemen bzw. seine Erben. Lennon, bzw. Yoko Ono + McCartney bekommen 60% der Verlagseinnahmen, der Verlag 40% - ein Verteilungsschlüssel, der übrigens heute noch üblich ist.

Der Verlag hat durch seinen Rechtsanteil an den Songs einen grossen Einfluss darauf, wofür, wann und wie die Songs genutzt werden dürfen. Das bezieht sich vor allem auf Werbung, Spielfilme und Ähnliches. Aber auch hier hat der Urheber immer ein Mitspracherecht. 

So ist bis heute nur ein Fall bekannt, wo von der Sport Firma Nike der Song "Revolution" der Beatles im Original für einen 30 Sek. Werbespot genommen hat. Angeblich hatten die was missverstanden - jedenfalls musste Nike am Ende vor ca. 25 Jahren 500.000 Dollar Schadensersatz bezahlen, nach heutigem Wert ca. 2 Millionen! Von diesem wiederum  der Musikverlag + Lennon/McCartney  ihren Anteil bekommen haben.

Im übrigen scheint man sich an die Gebräuche des Verlages + Beatles vor dem Verkauf der VERLAGS-Rechte an Jakko auch heute weiter zu halten. Sehr selten sind Beatles Songs in der Werbung zu hören oder in Spielfilmen, da man Unsummen dafür bezahlen muss. Bei nachgespielten Versionen wie z.B. "Hello Goodbye" vor einigen Jahren. Momentan läuft eine Vorabend Serie im deutschen TV mit einer Cover Version von "Help" sind die Preise niedriger aber auch sehr hoch.Es ist auch durchaus möglich das bei letzterem Fall die Fa. Sony einen weiteren Vorteil davon hat, da sie z.B. Anteile der Filmprod. Firma besitzt + sich mit Ono / McCartney abspricht. Denn ich frage mich mich bei den Kursen ,die ich so gehört habe, wie sich das eine Sendung im Vorabendprogramm leisten kann. Wir reden hier - weil Werbung oder Film  - von hohen 5-stelligen bis Millionenbeträgen. Ich weiss nur, das George Lukas mal "A Day in the Life" für einen Hollywood Film verwenden wollte und dafür 25 Millionen Dollar bezahlen sollte.Was er dann ablehnte.

Man muss sich schon eine Menge davon erhoffen, einen Beatles Song gecovert oder erst recht im Original zu verwenden. Auch auf Compilation/Samplern aus den 1960ern oder der heute üblichen "Best of Hits der Sixties" Compilations/Samplern wird man alle bekannten Hits finden, aber nie die Beatles. Das haben sie immer abgelehnt und wird auch von Sony akzeptiert oder mitgetragen. Damit erhöht sich der allgemeine Langzeit Wert so einer Musikgruppe ungemein.

Aber in einem Satz gesagt: sicher gibt es Grenzfälle, aber im Allgemeinen hat Paul McCartney seinen Anteilen entsprechend ein Mitspracherecht und hält mit Erbin Yoko Ono immerhin 60%, aber er kann nicht ganz alleine entscheiden. Aber um das Vermögen von "Macca" + Yoko Ono müssen wir uns wohl keine Sorgen machen. Zunächst mal macht McCartney (74 J.!) mit seiner Band jedes Jahr weltweit viele Konzerte. Die übrigens sehr zu empfehlen sind! - Er kann gar nicht anders ;-) = das alleine dürfte viel Geld einbringen.

Erst vor einiger Zeit wurde 2-3 Tage nacheinander in den Nachrichten berichtet, das Sir Paul McCartney der bestverdienende Rock  & Popstaraller Zeiten ist mit 160 Million Englische Pfund, ca. 200 Millionen Euro - das war kurz vor dem Brexit ...in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt  PRO JAHR!!! Aber er hat ja auch viele Kinder... ha, ha

Da er auch mit den Wings viel verdient hat und heute noch verdient, dann nach einem Hänger in den 1980ern seit 1995 sehr gute Solo Alben gemacht hat, die fast alle einen oder mehrere Grammys bekommen haben und nicht immer auf dem 1. Platz aller LP-Hitparaden landeten, geschweige denn, immer einen grossen einzigen Hit hatten, verkauft er als sogenannter Longtime Seller seine Alben wie eben auch die recht zeitlosen Beatles Alben über lange Zeit. Hier auf 'gutefrage.net' habe ich schon oft gelesen, wie viele Fans die Beatles Alben bei allen Altersgruppen aber auch bei vielen unter 30 oder sogar weit unter 20 Jährigen finden!

Ähnliches gilt für George Harrison + John Lennon Solo Hits + Alben. Die beiden Witwen / Erben dürfen sicherlich mit 100 Millionen (Lennon) bzw. (75 Millionen Dollar) pro Jahr rechnen. Aber als Bandenmitglied bei den Beatles, später als T-Rex Produzent und den 5 Alben und seinen 70er Hits (als erster der Beatles nach der Trennung!!!) dürfte auch Ringo Starr als Schlagzeuger + späterer Sänger ein zufriedener Milliardär sein. 

Im Portfolio von Sony-ATV (Der Musikverlag Sony-ATV, gehörte Jackson zur Hälfte, die andere ist in Händen des japanischen Elektronikriesen Sony) liegen Schätze der Popmusikgeschichte. Titel von Bob Dylan sind darunter und von Leonard Cohen. Wertvollstes Stück ist der sogenannte Northern-Song-Katalog, benannt nach der Rechtefirma, der beiden Beatles John Lennon und Paul McCartney. Die beiden Köpfe der Beatles haben zwar viele ihrer Lieder nicht zusammen geschrieben, aber für alle gemeinsam als Komponisten firmiert. Und so kontrolliert Sony-ATV die Rechte der allermeisten Beatles-Klassiker von „Love me do“ über „Yesterday“ und „Hey Jude“ bis „Let it be“. Es ist der wertvollste Künstler-Katalog, den es im Musikgeschäft gibt.

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