Hat jemand schlechte Erfahrungen mit Scanhaus gemacht?

34 Antworten

Hallo zusammen,

ich würde nie wieder mit Scanhaus bauen !!!

Habe mich dummerweise dazu hinreißen lassen, einen Werkvertrag bei Firma Scanhaus zu unterschreiben.

Los geht es schonmal mit der Abtretungserklärung, die man für die Variante "100% - Zahlung nach Baubeendigung" beizubringen hat.

Viele Banken akzeptieren diese Abtretungserklärung, so wie sie von Scanhaus formuliert ist, nicht !

Die Bank, mit der ich zuerst finanzieren wollte, lehnte dies ab mit der Begründung, dass diese Abtretungserklärung zum Nachteil des Bauherren sei. Stimmt, die Bank hat Recht, mehr kann ich dazu nicht sagen !

Zum Glück hatte ich wenigstens bei der Bank noch nichts unterschrieben, sonst hätte ich da ggf. auch noch einen Kreditvertrag gehabt, mit dem ich nichts hätte anfangen können.

Zu diesem Thema gibt es auch einige Erfahrungsberichte im Netz, wenn man nach "Scanhaus" und "Abtretungserklärung" sucht.

Raus kommt man aus dem Vertrag nur noch, wenn man sich mit 10% der Bausumme davon freikauft - auch wenn dieser Firma Scanhaus noch nicht der geringste Aufwand entstanden ist.

Verzwickt.

Das ist allerdings erst der Auftakt für eine Serie von schlechten Erfahrungen, die ich bisher mit Scanhaus machen musste.

Ich habe noch nie in meinem Leben etwas so sehr bereut !

Selbstverständlich habe ich mir auch Angebote anderer Haushersteller angeschaut und die Verträge eingesehen, wobei der Werkvertrag von Scanhaus sich in den grundsätzlichen Dingen auch nicht soooo sehr von den Mitberwerbern unterscheidet auf den ersten Blick.

Auch räume ich ein, hier vielleicht nicht vorsichtig genug gehandelt zu haben. Aber mir geht es offenbar nicht alleine so und das Ganze scheint ein gewisses System zu haben.

Die Tücke liegt hier zunächst auch nicht im Werkvertrag selbst, obwohl auch der Werkvertrag durchaus seine kleinen "Spitzfindigkeiten" zu ungunsten der Auftragnehmers hat, die durchaus geschickt formuliert sind und nicht gleich ins Auge fallen.

Dies kam bei einer Prüfung durch einen entsprechend Sachverständigen heraus, die ich natürlich besser vorher hätte machen lassen sollen.

Grenzwertig sehe ich die Art und Weise, wie es zumindest in meinem Fall ablief und wenn man so recherchiert, bin ich ja offenbar nicht der Einzige.

Es wird dem Bauherren große Sicherheit durch die ach so tolle Fälligkeit der kompletten Bausumme erst bei Baufertigstellung / Abnahme suggeriert....

Daher wurde auch in allen Gesprächen im Vorfeld der Werkvertragsunterzeichnung einzig und alleine nur die Option Gesamtbausumme nach Fertigstellung / Abnahme favorisiert.

Hört sich erstmal toll an. Und eine Abtretungserklärung, damit gewährleistet ist, dass der Bauunternehmer später auch sein Geld bekommt, ist auch vollkommen in Ordnung, habe ich vollstes Verständnis für.

Als Laie bin ich davon ausgegangen, dass die nebenbei im Werkvertrag erwähnte Abtretungserklärung eine Standardformalität ist ( ...und immer für Bauvorhaben in Verbindung mit Baufinanzierungen erforderlich ist... ) Daher habe ich dieser Erwähnung zunächst, das gebe ich zu, nicht die erforderliche Aufmerksamkeit zuteil kommen lassen.

Auch wurde auf diese Abtretungserklärung während der gesamten Vertragsunterzeichnungsaktion mit keinem einzigen Wort eingegangen !

Nach der Vertragsunterzeichnung wurde ich aufgefordert, von der Bank zunächst eine Bestätigung beizubringen, dass diese das Haus überhaupt finanzieren wird, auch vollkommen logisch.

Als ich meine Werkvertragskopien dann später zu Hause nochmal durchging, lag dann auch diese Abtretungserklärung neben anderen Zusatzunterlagen dabei.

Schon beim Durchlesen dieser Abtretungserklärung wurde mir klar, dass dieses Teil es in sich hat. Da ich es nicht besser wusste, sandte ich diese nun an die Bank, die das Haus an sich finanzieren wollte.

Promt kam dann, dass die Bank diese aus bereits genannten Gründen nicht unterschreiben wird.

In diesem Moment war ich dann auch hell wach, nur da war es schon zu spät.

Ich informierte den Hausverkäufer, dass die Abtretungserklärung von der Bank nicht akzeptiert würde. Er fragte mich dann sichtlich entsetzt, warum ich diese denn überhaupt jetzt schon an die Bank geschickt hätte, die wäre doch erst nach dem Planungsgespräch zu unterzeichnen.... Ich sagte ihm, dass die Bank, wenn sie diese jetzt nicht unterzeichnet, diese auch nicht in einigen Wochen unterzeichnen wird. Wieder etwas gefasster sagte er mir dann, dass diese Bank die erste sei, die mit dieser Abtretungserklärung ein Problem hätte, das wäre doch nur eine Formalität.... Heute weiß ich, dass das eine glatte Lüge war. Eine, von noch vielen anderen...

Die Abtretungserklärung ist schon recht geschickt formuliert sehr zu Gunsten des Bauträgers, so zwei Juristen, die sich dieses Ding dann mal genauer angeschaut haben.

Aber, das ist alles erst der Anfang einer nicht enden wollenden Kette von Ärger mit dieser Firma Scanhaus.

Ich habe bisher nur Arroganz, Inkompetenz und Geldgeilheit bei denen erlebt.

Ich kann nur dringendst davon abraten, sich mit so einer Firma einzulassen !!!

Vor einigen Monaten sind wir endlich in unser ScanHaus eingezogen. Das Einzigste, womit wir wirklich zufrieden waren, war unser tolles Bauteam. Die Jungs haben gute Arbeit geleistet und die Baustelle immer ordentlich verlassen. Auch Extrawünsche unsererseits wurden soweit wie möglich durchgeführt.

Trotzdem würden wir nie wieder mit ScanHaus bauen und raten jedem davon ab, da die Phase vor der Hausaufstellung der reinste Horror war. Vor Vertragsunterschrift hatten wir mit dem Verkäufer besprochen, wie genau die Grundrisse aussehen sollen, da wir spezielle Wünsche hatten. Uns wurde zugesichert, dass das so definitiv möglich ist und dass wir unser Haus in ca. 8 Monaten erhalten. Zu dem Zeitpunkt wusste der Verkäufer aber schon, dass ScanHaus mit den Häusern nicht nachkommt und extreme Liefer-Verzögerungen hat. Dies wurde uns absichtlich vorenthalten.

Nachdem wir dann den Vertrag unterschrieben hatten, fing der Ärger an. Bei unserem Baugespräch in Marlow teilte man uns dann spontan mit, dass unser geplantes Haus wegen Statikproblemen ja gar nicht so gebaut werden kann. Wir mussten uns dann leider für komplett andere Grundrisse entscheiden, da man nicht mehr einfach so aus dem Vertrag kommt. Auf unsere schriftlichen Beschwerden wurde erst gar nicht reagiert. Nach einigen Monaten kam dann nur die Antwort, dass ScanHaus keine Schuld trifft und wir uns nicht so anstellen sollen.

Die notwendigen Baugenehmigungen usw. waren schnell erledigt. Trotzdem erhielten wir lange keine Antwort darauf, wann nun das Haus kommt. So warteten wir über ein Jahr und hatten dadurch hohe Bereitstellungszinsen bei der Bank. Wenn das Unternehmen uns von Anfang an über die Lieferschwierigkeiten informiert hätte, hätten wir unsere Baufinanzierung ganz anders geplant und viel Geld gespart. ScanHaus hat sich geweigert, die Bereitstellungszinsen zu zahlen.

Die o.g. Probleme waren lange nicht die Einzigen. Aber es würde einfach zu lange dauern, hier alles niederzuschreiben.

Unser Fazit: Unser Projekt "Hausbau" sollte eigentlich ein schönes Erlebnis für uns werden. Wir haben sehr viel Geld und Energie reingesteckt. Am Ende hatten wir 2 Jahre lang viel Ärger und eine schlimme Zeit. Die neue Geschäftsleitung der Firma ScanHaus behandelt ihre Kunden wie Dreck.

Die Fertigstellung, bzw. der Übergabetermin ist auch ein Kritikpunkt der Verbrauchetzentrale. Der Anwältin nach, seihen diesbezüglich schon öfter Beschwerden eingegangen und Scanhaus könnte sich dem Werkvertrag nach ewig Zeit nehmen, ein Haus fertigzustellen. Euren Ärger können wir sehr gut nachvollziehen, weil wir das seit Baubeginn November 2015 durchmachen und immer noch nicht fertig sind mit denen. Wir wünschen Euch alles Gute und viel viel Kraft!

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Nie wieder mit Scanhaus!!!

Baut nicht ohne Gutachter!!!

Bevor ihr unterschreibt und baut, reicht den Werkvertrag vorher bei der Verbraucherzentrale ein, es lohnt sich!!!

Der Umgang mit uns ist/war alles andere als Kundenorientiert und/oder Kundenfreundlich. Dies fing schon damit an, dass man uns beim Richtfest vor zugenagelten Türen alleine gelassen hat. Auch schon wärend der Bauphase hatten wir den Eindruck von dem Bauteam, das wir nicht gerne gesehen sind. 

Bei den ersten Versuchen der Abnahme, wurden auch schon die ersten Fehler und Schlampereien entdeckt. Lekagen in der Luftdichtheitshülle (bis heute nicht behoben), Fenster zu klein und nicht nach Landesbauverordnung verbaut, Dachbodenluke nicht nach DIN, Restfolienverpackungsmüll von der Glaswolle im Dachsparrenbereich (Rolle wurde einfach aufgeschlitzt, ausgerollt und die Verpackung wurde zwischen Dampfsperre und Glaswolle versteckt). Weiter ist zu erwähnen, daß außen nicht richtig abgedichtet wurde, es wurde keine Bitumenbahn gezogen und die schwarze Gitterfolie die das Schwellholz ummantelt ist nicht UV beständig.

Nach richterlichen Beschluss und den davor herausgegangenen Gutachten (eigener Gutachter, Anwalt und richterlicher Gutachter...), wurde bei uns am Haus das WDVS ringsherum aufgeschlitzt, um das Schwellholz mit Absorbern und Heizluftgeräten trocken zu bekommen; nach monatlichen andauerden Versuchen leider vergebens. Zudem weißt das Haus diverse Lekagen in der Luftdichtheitshülle auf (hat nichts mit Blower-Door-Test zu tun, der ist nahezu perfekt), die nur ausfindbar sind, wenn die Wände und eventuell die Fliesen ebenso auch von innen geöffnet werden. Das würde für uns einen Auszug mit 2 Kleinkindern bedeuten. Seit dem Einzug im September 2016 (Bauverzögerung, ursprünglicher Einzug wäre Mai 2016 gewesen) ist und war Scanhaus nicht in der Lage die Fehler zu beheben. Es wird auch sehr träge, gleichgültig und stiefmütterlich damit umgegangen und die Außenanlagen können so auch nicht fertiggestellt werden.

Momentan leben wir auf einer Baustelle. Wir werden weiterberichten.

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