Gibt es im Mittelmeer auch Gezeiten?

3 Antworten

In abgeschlossenen Binnenmeeren wie im Mittelmeer und in der Ostsee bleibt der Tidenhub dagegen ganz flach. Die Gezeiten sind das Ergebnis der kombinierten Anziehungskräfte der Sonne und des Mondes. Monatlich verändert sich der Gezeitenhub mit der Umlaufbahn des Mondes um die Erde. Im Jahresrhythmus ergeben sich Veränderungen durch die ungleiche Bewegung der Erde um die Sonne.

Gezeiten gibt es an jedem Gewässer, auch an kleinen Seen. Nur sind sie so gering, daß sie kaum meßbar sind, also mit "normalem" Aufwand nicht zu sehen oder auch wahrzunehmen.

Das Mittelmeer ist durch die Strasse von Gibraltar weitestgehend vom Gezeitengeschehen des Atlantiks abgekoppelt. In der Meerenge kommt es zu starken Strömungen zwischen Mittelmeer und Atlantik, innerhalb des Mittelmeeres ist jedoch nicht mehr viel davon zu spüren. Der Tidenhub beträgt im Mittelmeer typischerweise um die 0.5 m, Gezeitenströmungen treten nur an wenigen Stellen auf (Strasse von Gibraltar, Strasse von Messina, Zugänge zur Lagune zwischen Venedig und Triest). Neben dem Tidenhub muß jedoch die Wirkung des Windes auf den Wasserstand berücksichtigt werden. So kann langanhaltender Südwind im Golf von Triest und in den Lagunen um Vendig eine Wasserstandserhöhung von 0,5 m bewirken. Auch von den Balearen sind Wasserstandsschwankungen von bis zu 1,0 m in Abhängigkeit von der Windrichtung dokumentiert.

weiteres Interessantes: http://www.skipperguide.de/wiki/Mittelmeer

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