F3 Befähigungsschein Feuerwerk?

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2 Antworten

Es gibt keinen Lehrgang der nur eine Fachkunde für die Kategorie 3 beinhaltet, weil es dafür keine Gesetzesgrundlage gibt. Der Grundlehrgang zum Abbrennen von Feuerwerken schließt die Kategorie 4 automatisch mit ein, ist aber auch nicht mal ebenso ohne Zulassungsvoraussetzungen zu machen. Z. B.: http://sprengschule-dresden.de/index.php?entry_id=41

Einen "Befähigungsschein" benötigen übrigens die Angestellten eines Betriebes. Als Privatperson kannst Du damit gar nichts machen, auch nicht einkaufen.

Wenn Du selbst tätig sein willst, dann benötigst Du eine Erlaubnis nach §7 (als Unternehmer) oder §27 SprengG (als Privatpersonen). Mit der Erlaubnis muss aber auch alle 5 Jahre ein Wiederholungslehrgang besucht und vor allem die Frage nach der vorschriftsmäßigen Lagerung und der Haftpflichtversicherung geklärt werden. Die Erlaubnis nach §27 SprengG ist daher vorwiegend für Sport- und Böllerschützen vorgesehen die diese Erlaubnis zum Bezug von Schwarz- und Treibladungspulver benötigen. "Private Feuerwerker" sehen die Behörden nicht gerne.

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Der Grund warum ich diese Frage nach fast einem Monat wieder reinstelle ist jener das ich auf folgenden Beitrag gestoßen bin (dort wird beschrieben wie jemand einen Seh- und Hörtest machte, sowie eine ärtzliche Untersuchung und dann einen Antrag stellte):

http://www.feuerwerk-forum.de/showthread.php?t=34301


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Kommentar von ReinhardK
13.01.2016, 07:59

Wie gesagt, eine Erlaubnis für Kat. 2 ohne Fachkunde sehen die Behörden überhaupt nicht gerne. Diese Erlaubnis, die seinerzeit in Nürnberg ausgestellt wurde, war ein Präzedenzfall, der später noch für viel Diskussionen bei den Gewerbeaufsichtsämtern gesorgt hat und bei denen sich diese in einer Arbeitskreissitzung auch darauf verständigt haben solche Erlaubnisse künftig nach Möglichkeit erst gar nicht mehr auszustellen.

Die Erlaubnis nach §27 SprengG ist für den Bezug von Schwarzpulver für Böllerschützen und Treibladungspulver für Wiederladerschützen vorgesehen und nicht für "private Feuerwerker". Für dieses Tätigkeiten gibt es auch entsprechende Lehrgänge, in denen vor allem die Vorschriften aus dem Sprengstoffrecht gelehrt werden.

Selbst wenn Du so eine Erlaubnis hast wirst Du erfahrungsgemäß bei jedem Feuerwerk nur Scherereien mit den Behörden bekommen, weil man die "private Tätigkeit" immer in Frage stellt. Sobald Du mit der Person für die Du tätig bist nicht verwandt bist unterstellt man Dir - zurecht - eine gewerbliche Tätigkeit, weil Du letztlich nur einem Feuerwerker seine Brötchen wegnimmst.

Eine gewerbliche Tätigkeit definiert sich nämlich nicht dadurch, dass man auch Gewinn erwirtschaftet. Außerdem hast Du schnell ein Problem wenn Du einen Schaden verursachst und Deine private Haftpflichtversicherung den dann nicht bezahlen möchte. Einfach so in der Gegend rumballern geht übrigens auch mit einer solchen Erlaubnis nicht. Jedes Feuerwerk muss spätestens 14 Tage vorher bei den zuständigen Behörden angezeigt werden. Du wirst dann immer mehr Zeit für die die Diskussionen mit den Behörden aufbringen müssen als für das Feuerwerk selbst.

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