Duroplaste im Spritzgießverfahren?

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2 Antworten

Es kommt auf den Duroplasten an. Rieselfähige PF, UF, MF oder EP Formmassen erhalten im temperierten Spritzaggregat bei 60-110 Grad eine ausreichende Viskosität. BMC ist bei 20-40Grad bereits kaltviskos. Und immer bedenken, dass die meisten Duroplaste nicht quellströmend, sondern Block-Scherströmend sind. Also im heissen Werkzeug auf einem niederviskosen Film gleiten.

Ich hoffe, das ist ausreichend, ansonsten bitte noch einmal melden.

PrinzessinLu110 08.06.2016, 15:55

Danke zunächst für die Antwort! :) Ich habe gelesen, dass die Duroplaste und Elastomere nicht ausgehärtet sondern in der Schmelze in die Spritzgießmaschine kommen. Bedeutet dies, dass sie nach der Herstellung nicht aushärten sondern noch in flüssiger Form "übergeben" und in die Maschine kommen, oder wie ist das zu verstehen?

Ich finde leider im Internet keine richtigen Antworten, bin daher also sehr dankbar für ihre Antwort!:)

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Muminpapa 08.06.2016, 21:32
@PrinzessinLu110

Hi, das Material wird im Spritzaggregat niederviskos und wird dann in das Formnest eingespritzt. Während des Einspritzens steigt die Viskosität durch fortgesetzte Vernetzung leicht an (polykondensiernde Formmassen) oder gleiten idealerweise ohne beginnende Vernetzung(UP-Systeme). In der beheizten Form startet dann durch Druck und Temperatur die schlussendliche Venetzung(=Härtung). Härtezeit grob ca 20Sekunden/mm Wanddicke. Danach wird heiss entformt.

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Du hast zunächst einmal Stoffe ähnlich Thermoplasten. Wenn du sie vorsichtig erwärmst schmelzen sie und du kannst sie zum Beispiel im Spritzguß verarbeiten. Allerdings sind die Formen dort beheizt und nicht gekühlt somit vernetzten sie dann in der Form. Wobei das eher für Duroplaste verwendet wird. Elastomere werden eher in Pressverfahren bearbeitet.

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