Depressionen ich bekomme meinen Alltag nicht mehr hin? Was tun?

11 Antworten

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Es gibt eine Menge Sklills, die gegen das Ritzen helfen können. DIe lösen deine Probleme nicht, nehmen aber den Druck.

Skils sind zum Beispiel

Eiswürfel(die kannst du gegen deine Haut pressen), ein Gummiband(das kannst du dir gegen das Handgelenk fletschen), CenterShocks (sehr saure Kaugummis), Kleine Steinchen im Schuh, etwas sehr scharfes Essen, ...

Allerdings solltest du dennoch unbedingt eine Therapie in Angriff nehmen!

Das eine Therapie eine langfristige Angelegenheit ist gebe ich dir absolut recht. Je nach Therapieform vergehen Monate, wenn nicht Jahre, bis sich eine Verbesserung der Symptomatik bemerkbar macht.

Medikamente sind da schon etwas schneller. Im Vergleich zur Psychotherapie heilen diese nicht sondern Unterdrücken im Idealfall "lediglich" die Symptome (was schon mal nicht schlecht ist).

Es kommt darauf an was für Medikamente du nimmst. Wenn es Antidepressiva sind musste in der Regel 2-4 Wochen warten bis du weisst ob sie wirken oder eben nicht.

Gut, nun zu deiner Frage:

In absoluten Notfällen nehme ich Benzodiazepine (z.B. Lorazepam). Diese wirken rund 20min nach der Einnahme stark beruhigend und angstlösend. Jedoch sind dies wirklich nur Notfall-Medikamente, da sie bei längerem (nach ca. 4-8 Wochen) und regelmässigem Gebrauch abhängig machen. Wie gesagt, also Notfall ein Segen, bei dem man jedoch längerfristig aufpassen muss dass der Segen nicht zum Fluch wird.

Grundsätzlich ist es in Notsituationen immer gut den Körper zu spühren. Ritzen ist jedoch keine gute Methode dazu. Es gibt Alternativen wie z.B.

  • Eiskalt Duschen
  • Eiswürfel auf die Haut oder zerbeissen
  • extrem scharf essen
  • intensiv sport

Rufe bei der Telefonseelsorge oder psychosozialen Notdienst oder Krisenhilfe an.
Statt Ritzen versuche es einmal mit einem Gummiband. Da kannst du dich auch spüren ohne Narben.

Therapie hilft nicht nur langfristig, es gibt durchaus auch Kriseninterventionen, es gibt die Möglichkeit entlastender Gespräche, die sofort Wirkung zeigen können. Die Frage ist eher, wie du an solche Gespräche rankommst. Es gibt teilweise Kirchen, die Beratungsstellen haben. Es gibt auch Nottelefonnummern. Je nachdem, WIE dringend es ist. Sprich mit deinem Hausarzt, es gibt auch die Möglichkeit einer Sofortaufnahme in die Psychiatrie, es gibt Akutpsychosomatik (muss bei den meisten Krankenkassen genehmigt werden), Tageskliniken... Und es gibt auch sofort wirkende Medikamente, die aber nicht "heilen", sondern nur über die Krise helfen sollen.

Geh nicht einfach hin und sag "Hilft alles sowieso erst in ein paar Wochen, dann brauch ich jetzt nicht damit anfangen", das ist Unsinn. Es ist ein Weg, aber fang JETZT an, ihn zu gehen. Ich weiß, das ist in einer depressiven Phase nicht leicht, aber mobilisier deine Kräfte, es lohnt sich!

sorry, ich glaub, du hast mich etwas missverstanden. ich kümmere mich bereits schon darum, nur gerade in dieser Sekunde hab ich ja noch keine Therapie hergezaubert, die jetz innerhalb der nächsten fünf Minuten beginnt. Nur ich brauche gerade irgendwas was ich innerhalb der nächsten fünf Minuten tun kann anstatt mich zu ritzen

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Die wirst nicht drumherum kommen schnellstens zum Hausarzt zu gehen,     um mal einen Anfang zu finden, um genau zu ergründen, was mit Dir los ist. Evtl. schickt er Dich zu einem Facharzt/Psychiater. Das ist in Deinem Fall auch der normale helfende Weg. Der kann auch kurzfristig wirksam sein.

Wenn es ganz akut ist, dafür gibt es auch telefonische Seelsorgedienste (schau im Internet nach) oder im schlimmsten Fall gibt es den Notruf 110.

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