Chemie: Säuren und Basen (nach Brönsted)

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2 Antworten

Hallo dumbace,

deine Frage ist berechtigt und das wird auch oft durcheinander geworfen. Du musst in Chemie Folgendes ganz klar auseinander halten:

Der klassische Säure-Base-Begriff bezieht sich auf die Teilchen, die in der Lösung sind.

Eine Säure (bei dir: saure Lösung) enthält H3O+ Teilchen, Oxoniumionen, deshalb der saure Geschmack, die Rotfäbung von Lackmus , die sauren Eigenschaften eben. Eine Lauge, Base, alkalische Lösung enthält OH- Ionen, Hydroxidionen, deshalb der seifige Geschmack, die Blaifärbung von Lackmus etc.

Säuren und Basen nach Brönsted können aber ohne Wasser auskommen, hier kommt es nicht darauf an, welche Teilchen enthalten sind, sondern ob sie Protonen abgeben (Säuren) oder aufnehmen (Basen). Mit einem Indikator oder an ihren sonstigen Eigenschaften kann man sie nicht erkennen.

Da der klassische Säure-Base-Begriff und der von Brönsted zwei ganz unterschiedliche Konzepte sind, kann man sie nicht so einfach direkt vergleichen.

Wenn aber z.B. eine Brönsted-Säure wie HCl mit Wassser reagiert, entsteht eine saure Lösung mit Oxoniumionen, wenn die Brönsted-Base NH3 mit Wasser reagiert, eine alkalische Lösung mit Hydroxidionen.

Falls aber HCl mir NH3 reagiert, ist das zwar eine Reaktion einer Brönsted-äure mit einer Brönsted-Base, aber es gibt keine Oxonium-und Hydroxidionen, das ist der Unterschied.

Okay?

Brönstedt geht von Teilchen aus: Ein Teilchen (auf Molekülebene) kann nach Brönstedt als Säure (Protonendonator) oder als Base (Protonenakzeptor) reagieren.

Aber ganz Unrecht hast du nicht: Wenn man eine Brönstedt-Säure, bzw -Base in Wasser gibt, entsteht eine saure Lösung, bzw. alkalische Lösung.

LG

MCX

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