Ist das "Kursivlesen" auf sozialen Plattformen die wichtigste Ursache von Kommunikationsproblemen?
Kursivlesen ist eine Lesetechnik aus dem Bereich des Schnelllesens, bei der man einen Text nicht Wort für Wort, sondern schräg oder diagonal überfliegt, um sich schnell einen Überblick zu verschaffen.
Der Begriff leitet sich von der Schreibschrift ab, die oft schräg (kursiv) ist, und wird metaphorisch für die schnelle, nicht-lineare Bewegung der Augen über die Seite verwendet.
Ziel dieser Technik ist es nicht, jedes Detail zu verstehen, sondern die wichtigsten Informationen und Schlüsselbegriffe zu identifizieren. Sie wird oft angewendet, um schnell zu entscheiden, ob ein Text für einen relevant ist, die Kernaussage eines Textes zu erfassen, ohne ihn vollständig zu lesen, sich auf die wichtigsten Abschnitte für ein tieferes, intensives Lesen zu konzentrieren.
Man unterscheidet es vom linearen Lesen, bei dem man den Text Zeile für Zeile und Wort für Wort liest, um den Inhalt vollständig zu erfassen.
2 Antworten
Nein, diese Technik erfordert etwas Übung. Und muss ja auch erst trainiert werden.
Bei den mangenden sozialen Kompetenzen gehört das sicher nicht dazu. Dort ist eher eine kurze Aufmerksamkeitsspanne dafür verantwortlich. Es wird also gar nicht mehr lange genug auf ein Thema eingegangen sondern möglichst schnell konsumiert.
Dazu zählen vor allem Kurzvideos und selten noch Texte, die quergelesen werden könnten..
Gut möglich, ja. Kann man an sich selber testen: Einfach Text kursiv lesen, drüber nachdenken, wie man antworten würde, dann genau lesen und nochmal nachdenken...
Weil man eventuelle wichtige Details ja noch gar nicht kennt, kann man sie beim Kursiv lesen ja womöglich gar nicht "filtern" und man kommt zu falschen Schlüssen.