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Etwas anderes steht nicht darin. Höchstens ein wenig anders übersetzt. Die Bibel der ZJ hält sich eng an die genaue Wiedergabe der Originalschriften. Luther z. B. übersetzte alles was unterirdisch war mit Hölle (weil das nunmal eine Lehre der katholischen Kirche ist). In der Neuen Welt Übersetzung findest du dagegen die genaue Übersetzung: Gehenna, Hades, Gedächtnisgruft...wobei sich der Leser selbst überzeugen sollte wie die Menschen damals die Begriffe verstanden und nicht was im Laufe der Zeit daraus geworden ist. Z. B. Hades und Gehenna, waren für die ersten Christen lediglich Gräber, also kein feuriger Ort. Gedächtnisgrüfte sind Gräber in Höhlen. Die Bibelübersetzung der ZJ lässt nicht zu, dass man die Bibel nach der Lehre auslegt, sondern die Lehre nach der Bibel definiert.

Eine Übersetzung kann niemals dem Original komplett gerecht werden. Deshalb ist Übersetzung immer auch Interpretation, hier also theologische Interpretation.
Wenn das bei den großen Konfessionen von Bibelwissenschaftlern getan wird, sind die Spielräume nicht besonders groß, aber feine Deutungsunterschiede (z. B. Einheitsübersetzung, Lutherbibel, Neue Zürcher Übersetzung, Elberfelder Bibel) sind theologisch begründbar.
Die Bibel der Zeugen Jehowas ist im Grunde keine Übersetzung mehr sondern eine Übertragung vor dem Hintergrund einer eher abgeschlossenen Weltuntergangsgemeinschaft.
Aber welche ist denn dann die wirklich richtige Bibel?
minister am 23. April 2009 19:26 Am nächsten kommt dieser Vorstellung der hebräische Urtext für das Alte Testament und der griechische Urtext für das Neue Testament. Aber wie immer im Leben gibt es auch hier keine einfachen Antworten.
Zu alttestamentlicher Zeit war es technisch gar nicht möglich, die gesamte hebräische Bibel in ein Buch zu fassen, jedes einzelne Buch wurde in einen separate Schriftrolle handgeschrieben. Die meisten Synagogen hatten gar nicht alle Bücher.
Bis in die Zeit Gutenbergs musste jede Bibel von Hand abgeschrieben werden. Im Grunde ist es erstaunlich wie wenige Fehler sich dadurch über die vielen Jahrhunderte eingeschlichen haben. Was es aber gibt sind unterschiedliche Traditionslinien.
Die Urtexte der Theologen sind also nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten zusammengestellte Texte aus unterschiedlichen Quellen, die den Urtext rekonstruieren.
Cador am 24. April 2009 07:35 Wenn Du die richtige Bibel haben willst, kann ich Dir nur sagen was ich mache:
Ich verwende 10 Printbibeln und weitere online. Der Vergleich der Texte ermöglicht ein besseres Verständnis und kommt der Wahrheit "im Schnitt" am Nächsten.
quetzalcoatl am 3. Mai 2009 23:14 Es gibt keine richtige Bibel. Und dabei will ich mich mit Übersetzungen erst gar nicht abgeben; denn eine Übersetzung ist immer auch ein Stück Interpretation oder gar Verfälschung. Aber es gibt selbst in den Ursprachen keine Original-Fassung, sondern tausende von teils verschiedenen Versionen. Also: es gibt keine verbindliche Fassung. Es gibt nur etwas, was mehrheitlich und wissenschaftlich gestützt als sinnvoll und wahrscheinlich echt und ältester Text gehandelt wird.
minister am 3. Mai 2009 23:19 @quetzalcoatl: sehr richtig und auf den Punkt gebracht.
wuerstel am 24. April 2009 21:58 Du denkst, daß der Weltuntergang von Jehovas Zeugen in ihrer Predigttätigkeit hervorgehoben wird. Doch in Wirklichkeit ist Gottes Eingreifen — wie es in der Offenbarung beschrieben und von Jehovas Zeugen gelehrt wird — eine Rettung! - Beachte, was in Offenbarung 11:18 vorhergesagt wird: „Die Völker hatten sich wütend gegen dich aufgelehnt, / doch jetzt entlädt sich dein Zorn über sie. / Jetzt ist die Zeit gekommen, / wo du Gericht über die Toten hältst / und wo du die verdirbst, die die Erde verderben. / Doch es ist auch die Zeit, wo deine Diener ihren Lohn erhalten: / die Propheten und alle, die du geheiligt hast, / alle Kleinen und Großen, / alle, die deinen Namen ehren." Das vorhergesagte Eingreifen Gottes bedeutet keineswegs einen Weltuntergang für die ganze Menschheit und die Erde, sondern daß nur diejenigen beseitigt werden, die das Wohl und den Frieden der Menschheit bedrohen. Dies führt zu dem Ergebnis, daß Krankheit, Kummer und sogar der Tod ausgemerzt sein wird: „Und kein Bewohner wird sagen: „Ich bin krank." / Dem Volk, das hier wohnt, wird die Schuld vergeben sein. „“ (Jesaja 33:24). „Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war ist für immer vorbei. Seht, ich mache alles ganz neu!", sagte der, der auf dem Thron saß, und wandte sich dann zu mir: "Schreib diese Worte auf! Sie sind wahr und zuverlässig“ (Offenbarung 21:4, 5). – NEUE EVANGELISTISCHE ÜBERSETZUNG .
Cador am 24. April 2009 22:02 @ minister
§1 Der Lehrer hat immer Recht.
§2 Sollte der Lehrer mal nicht recht haben, tritt automatisch §1 in Kraft.
Cador am 27. April 2009 21:01 Bin mir gerade nicht sicher, ob rübergekommen ist, warum ich diese beiden Paragraphen angeführt habe...
Also:
"Wenn das bei den großen Konfessionen von Bibelwissenschaftlern getan wird, sind die Spielräume nicht besonders groß, aber feine Deutungsunterschiede (z. B. Einheitsübersetzung, Lutherbibel, Neue Zürcher Übersetzung, Elberfelder Bibel) sind theologisch begründbar."
Wenn die Zeugen das tun ist das "eine Übertragung vor dem Hintergrund einer eher abgeschlossenen Weltuntergangsgemeinschaft"?!?!
Was soll das denn?
Aber Du hast recht, solche Argumentationen sind durchaus legitim.
Weiteres Beispiel:
Wenn ein Soldat einen Menschen tötet, begeht er eine Heldentat und bekommt einen Orden.
Wenn ein Zivilist einen Menschen tötet, begeht er einen Mord und geht lebenslänglich in den Bau.
Logisch, oder?
minister am 27. April 2009 22:26 Mein lieber Herr Cador, am Ende des Wissens kommt immer die Polemik.
Textwissenschaft ist nur dann eine Wissenschaft, wenn man mit logisch nachvollziehbarer Methodik zu offenen Ergebnissen kommt.
Hat man vor der Wissenschaft eine weitere Prämisse, über die die Wissenschaft nicht hinaus kann, dann ist das Ergebnis eben ein anderes.
Das ist alles, was zu diesem Thema gesagt werden kann.
Den Vergleich mit den Soldaten, den Mördern und den Orden finde ich übrigens geschmacklos und unangebracht.
primavera45 am 27. April 2009 23:28 DH . . . DH, sig. minister
Cador am 28. April 2009 10:38 Ich geb's zu, das war wirklich ein wenig hart. Aber ich denke der Punkt ist klar geworden.
.
Den einen sind "feine Deutungsunterschiede" erlaubt. Sie dürfen die Bibel ihren Vorstellungen anpassen.
Den Anderen nicht.
Wenn die Einen "feine Deutungsunterschiede" einbauen, statt sich strikt an den Urtext zu halten, ist es dann Deiner Meinung nach noch Übersetzung oder schon Übertragung?
Wenn sie zwei Worte von sehr wichtiger und sehr unterschiedlicher Bedeutung (Scheol und Gehenna) einfach mit einem Wort wiedergeben (Hölle), und auf diese Weise das Bild eines rachsüchtigen Gottes prägen, ist das dann angebracht?
Und welche Prämisse hat der Übersetzer in diesem Fall?
Eine genaue Wiedergabe des Textes, oder die Erhaltung kirchlicher Macht über das Volk?
.
Theologie = Wissenschaft?
Ich denke das kommt darauf an wie man da ran geht.
Ein evangelischer Theologiestudent aus Göttingen hat mal zu mir gesagt: "Das erste was ich in meinem Theologiestudium gelernt habe war: Es gibt keinen Gott."
Was unterscheidet eigentlich das Bibelstudium eines Zeugen Jehovas von dem eines kirchlichen Geistlichen?
Meiner Erfahrung nach doch in erster Linie eines: Es findet statt!
Paulus zum Thema Wissenschaft mal was interessantes an die Korinther geschrieben:
"Macht euch doch nichts vor! Wer sich einbildet, in dieser Welt besonders klug und weise zu sein, der muss den Mut aufbringen, als töricht zu gelten. Nur dann wird er wirklich weise. Denn alle Weisheit dieser Welt ist in den Augen Gottes blanker Unsinn. So steht es schon in der Heiligen Schrift: "Er fängt die Klugen mit ihrer eigenen List." Und außerdem heißt es: "Der Herr durchschaut die menschlichen Gedanken und weiß: Sie sind oberflächlich und hohl." Merkt ihr, wie unsinnig es ist, sich auf das Können von Menschen etwas einzubilden?..." (1 Kor 13:18-21; Hoffnung für alle)
.
Letztlich ist doch keine Bibelübersetzung vollkommen, weil sie als Übersetzung immer Menschenwerk bleibt. Darf sich die eine Übersetzung über die andere hinwegheben, bloß weil den Übersetzern nicht passt was drinnen steht?
Ist das nicht polemisch?
-
Polemie:
Mein Kommentar war sicherlich sehr hart und deutlich. Polemisch war er keines Falls.
Sowas nennt man übrigens Veranschaulichung.
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Ach ja,
nochwas,
wenn Du mal eine gute Übertragung lesen willst, empfehle ich Dir die "Hoffnung für Alle" und die "Gute Nachricht". Vergleiche diese mit den anderen Übersetzungen, Du wirst staunen!
Cador am 28. April 2009 10:45 Und nochmal was...
Warum glaubst Du hat man die Aussage aus den alten Lutherbibeln, Jesus sei 3 Tage in der Hölle gewesen, abgeändert in Jesus sei 3 Tage im Grab gewesen?
Aus Interesse am Urtext wo "Hades" steht oder um unbequemen Fragen aus dem Weg zugehen.
Warum wird hier aus dem Scheol auf einmal das was er ist : das Grab?
Warum bleibt er überall sonst Hölle?
(Apg 2:25-27)

Im Grunde steht in jeder Bibelübersetzung das selbe. Die "Neue Welt Übersetzung" der Zeugen Jehovas unterscheidet sich erstaunlich wenig von z.B. der "Einheitsübersetzung". Ein Zeuge Jehovas ist auch jerderzeit bereit und in der Lage, daß was er sagt in jeder anderen Übersetzung zu untermauern. Sie sind in diesem Sinne nicht von der NWÜ abhängig.
Bei mir wirst Du hier bei gF nur sehr wenig Zitate aus der NWÜ finden, weil ständig dieses Ammenmärchen über sie erzählt wird.
Der einzige größere Unterschied ist im Grunde, daß sie den Namen Gottes an den Stellen enthält, an denen das Tetragrammaton stand und die Juden Adonaj sagten. Die meisten anderen Übersetzungen verschweigen hier den Namen Gottes und schreiben statt dessen "Herr".
-
Noch eine Bitte an die, die ständig auf die NWÜ schimpfen:
Belegt doch mal die eine oder andere Stelle an der die NWÜ verfälscht worden sein soll.
Gackern kann jeder...
Chadja am 24. April 2009 13:53 Danke Cador! Das war die beste antwort, die ich je hier bei gF gelesen habe. Hast du wunderbar argumentiert.
Kann mich Chadja nur anschließen - schade, dass hier so viele Ungebildete ihr "UN-Wesen" treiben; wer hier Fragen stellt, will doch auch hilfreiche Antworten! und kein Gegacker....
primavera45 am 27. April 2009 23:22 ich kann mich dem leider nicht anschließen, . . (ach und Antworten hatte ich schon viel bessere gelesen, auch von cador), obwohl ich bekennen darf, das ich in Jesus Christus bin . .
.
. . wenn man ein wenig googelt, findet man relativ schnell die "entscheidenden und gegenüber gestellten Stellen" der Bibel mit der NWÜ. Diese sind in den wesendlichen Dingen vollkommen SINN VERÄNDERT worden und der ZJ (sorry, "für mich" Irrlehre)Lehre passend gemacht worden, damit niemand mehr, GOTT in Jesus Christus wiederfindet . . .
.
ZJ leugnen, das Jesus Gott war (die Mensch gewordene Liebe Gottes ist), bzw. eigentlich niemand anderes als der Jehova des alten Testaments ist.(welscher der Messias und Erlöser war) . . .
.
Cador am 28. April 2009 15:23 Und nochmal...
Ich verlange ja schon garnicht mehr, daß irgendwer den Thread liest bevor er sich äußert...
Wäre hier auch ein wenig viel...
>"Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung." (Kol 1:15, Einheitsübersetzung)
Somit ist Jesus im Gegensatz zu Jehova ein Geschöpf, ob euch das passt oder nicht, so steht es in Euren Bibeln. Wurde wohl von Euren Exegeten vergessen, als sie alles änderten was nicht in ihr Bild passte.<
primavera45 am 28. April 2009 21:42 . . . der Buchstabe TÖTET, aber der G E I S T macht L E B E N D I G . . . (2Kor3,6)
.
Theologie hin oder her, NIEMAND kann GOTT finden, bzw. erkennen, wenn er nicht die Gabe (Geschenk) Gottes erhält . .. . weder (Papier) Christen, noch ZJ,Juden, Mosleme, Buddhisten, Atheisten und alle anderen "isten und isten" . . .
Jesus(GOTT) sprach; "wer mich mit GANZEM HERZEN sucht, J A mit gaaanzem Herzen, "von dem" werde ich mich finden lassen" . . .
.
ohne den heiligen Geist GOTTES, kann N I E M A N D GOTT in Jesus Christus erkennen . . . und schon damals gelang es den meisten Menschen nicht IHN zu erkennen, als ER mitten unter ihnen war.
.
ER wurde sogar von so genannten GLÄUBIGEN (des selbigen o.g. Menschen-Geist) zum Tode verurteilt, um ihn von den Römern ans Kreuz schlagen zu lassen . . .
.
bedenke Cador . . "der Glaube kommt NICHT aus dir selbst . . . .", damit der Mensch sich nicht Rühme vor GOTT . . .
.
ach und noch etwas wer in Jesus Christus ist, der behauptet nicht wie z.B. Mosleme, DIE WAHRE RELIGION zu sein, wenn doch Jesus die WAHRHEIT I S T !!!! . . . . . .
.
Jesus sprach; " . . "I C H B I N" (Jehova?)der WEG, . . . die WAHRHEIT . . und das LEBEN, niemand kommt zum Vater, den durch M I C H !!!!!
.
und wer kann SÜNDEN vergeben, wenn nicht GOTT? . .
.
und wer kann sagen; "MEIN REICH IST NICHT VON DIESER WELT" . . . ; WENN NICHT GOTT SELBST? (in Jesus Christus, welcher die Mensch gewordene (Form) L I E B E Gottes ist))
.
und wer kann sagen; "tauft sie im NAMEN, des VATER, des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES", . . . wenn nicht GOTT!!
.
u.s.w
wuerstel am 28. April 2009 22:18
primavera45 am 29. April 2009 08:31 . . . . ich sagte ja; "NIEMAND" (auch nicht die Verfasser deines Links). . . KANN IHN ERKENNEN; Wenn er denn NICHT DEN HEILIGEN GEIST von GOTT erhalten hat . . . . . den GEIST der UNTERSCHEIDUNG
.
wuerstel am 29. April 2009 10:40 Ich glaube nur was Jesus von sich selbst und von seinem Vater sagt, bzw. wie er sich selbst einordnet. Wenn das WORT, also die Heilige Schrift TÖTET, dann stehen Deiner Meinung nach menschl. Machwerke, Überlieferungen, Traditionen darüber, sind vorrangig oder gleichwertig ? - Oder man sucht sich aus der Bibel heraus was einem zusagt. Welchen GEIST man dann hat steht außer Zweifel . Bestimmt nicht den Geist der UNTERSCHEIDUNG.
Cador am 29. April 2009 11:09 @ prima
>Jesus sprach; " . . "I C H B I N" (Jehova?)der WEG, . . . die WAHRHEIT . . und das LEBEN, niemand kommt zum Vater, den durch M I C H !!!!!<
Mußt Du echt die Aussage Jesu so verbiegen um Recht zu behalten?
Wow...
-
>und wer kann...<
Wie wär's mit dem, der den Auftrag von übergeordneter Stelle erhalten hat?
Hat Jesus nicht gesagt, er sei gekommen den Willen seines Vaters zu tun?
Hat ein Chef, egal ob im Himmel oder auf der Erde, das Recht Tätigkeiten zu delegieren?
Wer hat bei den Auferweckungen durch Elia und Petrus die Sünden vergeben?
Cador am 29. April 2009 11:30 Nochwas zu...
>Jesus sprach; " . . "I C H B I N" (Jehova?)der WEG, . . . die WAHRHEIT . . und das LEBEN, niemand kommt zum Vater, den durch M I C H !!!!!<
Der Original Text nach Luther lautet:
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14:6)
Übrigens:
"I C H B I N" der Cador.
primavera45 am 29. April 2009 12:51 Lieber Cador, ich habe nichts verbogen . . . du musst etwas vollkommen falsch verstehen, sondern lediglich mit einem Fragezeichen zum nachdenken angeregt . . . . wer etwas "verbiegt", z.B. in NWÜ, das kann man man mit aufrichtigen Herzen prüfen . . .
.
aber ich denke Du gehst mit mir in einem Punkt sicherlich Konform . . . . das die BIBEL einen "geistigen INHALT" besitzt (wie übrigens jedes andere Buch auch)
.
Aus vielerlei Gründe, gibt es hierzu jedoch ein sehr unterschiedliches Verständnis unter gläubige Menschen . . . ich will aus beruflichen Zeitmangel, dem tollen Dialogen hierzu nicht unbedingt viel mehr hinzufügen, als zu lediglich bekennen, das ich "NICHT ohne Grund" zu den Christen gehöre, die die Lehre der ZJ, als Irrlehre ablehnen und in der Dreieinigkeit, Vater, Sohn und heiliger Geist, ein und den selben GOTT erkennen . . .
.
da die Schrift sagt; dem Menschen ist es (ohne dem heiligen Geist) eh nicht möglich zu glauben, gilt also; sich nicht mit sogenannte "Beweise" herum zu schlagen, sondern einfach zu bekennen und zu glauben. . . .
u.a. eben; 2Kor 3,6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, NICHT des Buchstabens, sondern des GEISTES. "Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig".
primavera45 am 29. April 2009 12:15 Hallo @wuerstel . . . Das Thema ist 2000 Jahre alt, darüber hatten sich bereits Urchristen ausgetauscht und waren sich schon lange vor dem Konzil von Nazaä uneins . . . . (die einen glauben, das sich GOTT in FORM, als Vater, Sohn und heiliger Geist offenbart und andere nicht. Sie sehen und lesen VATER, SOHN und HEILIGER GEIST und trennen sie . . . was dabei herauskommt kennen wir . . . . tja, wer das tut . . . und das sind nicht nur ein paar(selbst ernannte) Christen, oder ZJs, sondern auch Menschen vieler anderer Religionen, . . . . dieser leugnet letztendlich die LIEBE GOTTES, welche für uns Menschen ans Kreuz ging . . . . . . . . . übrigens warum sprach Jesus in Gleichnisse? . . . . . und; . . Vater, Sohn = evtl. ein Gleichnis??????
.
Nein, man (ich) sucht sich nichts heraus, was einem zusagt (auffällig an der Bibel ist ja gerade, das sie eben kein Helden-Ephos ist und daher NICHTS beschönigt, sondern klar aufzeigt wie der Mensch und die Welt ist) . . denn es heist nicht umsonst, wenn wir zusammen kommen und über ein Thema reden, wir das "GANZE WORT" hinzu ziehen sollten (heiligen Geist) . . .
.
>>>Wenn das WORT, also die Heilige Schrift TÖTET, dann <<< . . . NEIN, das habe ich SO nicht gesagt und auch die Schrift nicht, sondern; " DER BUCHSTABE tötet . . . ."(damit ist nicht "das Wort Gottes" an sich gemeint, sondern das von Menschen aufgeschriebene und meist aus dem "Kontex gerissene Wort" (Satz, Bibelfers) gemeint, aus dem der Mensch all zu gern ein eigenes Dogma, oder gar eine neue Lehre, oder Religion macht und predigt und somit Gottes Worte missbraucht. . . . das tut er bewusst, oder auch unbewusst, wenn sich der heilige Geist sich NICHT in IHM offenbart hat . . .
Cador am 29. April 2009 12:42 >>>Wenn das WORT, also die Heilige Schrift TÖTET, dann <<< . . . NEIN, das habe ich SO nicht gesagt...<
usw.
Ach so, jetzt habe ich das endlich verstanden!
Danke!
Das heißt also, man kann jeden Vers zurechtruppen und -biegen wie man's braucht solange man hinterher sagt: "Pssst! Der Heilige Geist hat mir's geflüstert."
Das eröffnet ja völlig neue Perspektiven!
Jetzt verstehe ich auch endlich, warum mein Sohn eigentlich garnicht mein Sohn ist, sondern ich!
Und warum mein Sohn sich kratzt, wenn's mich juckt!
-
Ich zieh mich jetzt besser aus diesem Thread zurück. Mir wird schlecht wenn ich sehe wie manche Leute mit dem Wort hantieren und mir dann erzählen ich würde die Wahrheit verfälschen!
primavera45 am 29. April 2009 14:19 >>>Mir wird schlecht wenn ich sehe . . <<< tja, so ging es den Phrisäern auch, als sie die Worte Jesu hörten, welche genau diese Ansprüche geltend machten . . .
.
. . wir sollen nie urteilen, das steht uns Menschen nicht zu, aber ich frage mich immer, wenn GLÄUBIGE jesus als Gott leugnen, wessen Geistes Kind sind wohl sind? . . ein Geist der mit Hohn,Spott und Polemik ein Gespräch über Gott beendet . . . .
.
komisch, genauso reagieren ZJ an den Türen . . . und das merkwürdige ist, sie klingeln sogar dort an Türen, wo ein Kreuz hängt . . . . also Menschen, die in Christus sind, wohnen. . .
.
Du magst das Evangelium vielleicht nicht absichtlich verfälschen wollen (das tut aber die Lehre der ZJ). . . . denn , wenn blinde Lehrer, Blinde führen wollen, fallen beide in die Grube . . .

Jehovas Zeugen haben zu verschiedenen Zeiten von den meisten Bibelübersetzungen Gebrauch gemacht. Es ist jedoch eine Tatsache, daß diese Übersetzungen überwiegend von Geistlichen und Missionaren der Religionsgemeinschaften der Christenheit angefertigt wurden und mehr oder weniger von den heidnischen Philosophien und den unbiblischen Überlieferungen, die diese Religionsgemeinschaften aus der Vergangenheit übernommen haben, beeinflußt sind, aber auch von den Vorurteilen der Bibelkritik. Außerdem standen immer mehr ältere und zuverlässigere Bibelhandschriften zur Verfügung. Archäologische Entdeckungen trugen zu einem besseren Verständnis der griechischen Sprache des ersten Jahrhunderts bei. Auch haben sich die Sprachen, in die die Bibel übersetzt worden ist, im Laufe der Jahre gewandelt. Jehovas Zeugen wollten eine Übersetzung haben, bei der die neusten wissenschaftlichen Kenntnisse ausgewertet wurden, eine Übersetzung, die unbeeinflußt war von den Glaubensbekenntnissen und Traditionen der Christenheit, eine wörtliche Übersetzung, die den Text der ursprünglichen Schriften getreu wiedergab und daher die Voraussetzung für ständiges Wachstum in der Erkenntnis der göttlichen Wahrheit bildete, eine Übersetzung, die für den heutigen Leser klar und verständlich sein würde. Die Neue-Welt-Übersetzung entsprach diesem Bedürfnis. Als Jehovas Zeugen sie zu gebrauchen begannen, waren viele davon begeistert, weil sie feststellten, daß sie wegen ihrer modernen Sprache nicht nur leichter zu lesen war, sondern daß sie dadurch auch den Sinn des inspirierten Wortes Gottes besser verstanden. Ein besonderes Merkmal dieser Übersetzung ist die Wiedereinführung des göttlichen Namens, des Eigennamens Gottes, Jehova, an 237 Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften. Wo immer im hebräischen Text das Tetragrammaton (יהוה) vorkommt, wird es passenderweise mit Gottes Eigennamen wiedergegeben und nicht durch einen anderen Ausdruck ersetzt, wie das bei vielen anderen Bibelübersetzungen üblich geworden ist. Die Artikel im Anhang und die Fußnoten in diesen Bänden ermöglicht es eifrigen Erforschern der Bibel nachzuprüfen, warum eine bestimmte Wiedergabe gebraucht wird. Die Neue-Welt-Übersetzung war allerdings nicht die erste Übersetzung, in der der Name wiedereingeführt wurde. Doch wahrscheinlich war sie die erste, bei der dies im Haupttext von Matthäus bis Offenbarung durchweg geschah. In einer ausführlichen Erklärung im Vorwort wird der einleuchtende Grund dafür dargelegt.

Die Übersetzer haben in der Hauptsache Stoff aus bereits vorhandenen Übersetzungen zusammen getragen. Keiner der Übersetzer war in den Ursprachen so bewandert, dass er eigenes dazu hätte beitragen können. Man hat das verwendet was zu der Aussage der Wachtturm Lehre am besten gepasst hat. Deshalb finden sie auch zu jeder Abweichung einen Kommentar von Bibelgelehrten die ihre Meinung zu stützen scheinen.
Cador am 24. April 2009 07:36 Beispiele?
Alphabethus am 24. April 2009 10:47 Ohne eine Grundsatzdebatte führen zu wollen was richtig oder falsch ist nur ein Beispiel: Johannes 1:1 Die meisten Übersetzungen geben wieder, dass Jesus Gott war. Johannes Greber schreibt er war ein Gott. die Neue Welt Übersetzung hat diese Version übernommen. Ebenso Matthäus 27 die Verse 52 und 53. Tote wurden sichtbar und gingen umher. Die Neue Welt Übersetzung übernimmt die Greber Version, die Menschen die dies sahen gingen in der Stadt umher.
Cador am 24. April 2009 21:59 Die Grundsatzdebatte hatten wir eh schon:
http://www.gutefrage.net/frage/wo-sagt-jesus-in-der-bibel-ich-bin-gott-oder-betet-mich-an
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Was Mat 27:52,53 angeht, danke für den Hinweis, ich prüfe das mal. Kann etwas dauern. Aber ich lasse Dich das Ergebnis wissen.
Stay tuned.
Alphabethus am 25. April 2009 14:32 Vielleicht interessiert Dich der Inhalt des folgenden Links: http://www.manfred-gebhard.de/Parsimony.25730.htm Unter dem Thema "Kultur der Lüge-Geleitet von Gottes Geist.
Cador am 25. April 2009 17:27 Kenn' ich.
Ich erwarte von einem Ausgestiegenen im Grunde nichts anderes. Das ist nicht nur bei den Zeugen so.
Jemand der eine Gemeinschaft verlässt, weiß natürlich hinterher sehr genau, warum er raus ist.
Alphabethus am 26. April 2009 13:37 In diesem Punkt bezüglich der Quellen stimme ich völlig mit Dir überein. Es gibt in dem Forum von M.G. einen User der sich "+" nennt. Seine Textbeiträge sind oft sehr überzogen emotional. Sie spiegeln sicher seine menschliche Seite mit den verletzten Gefühlen wieder. Doch die Faximilies von den Originaldokumenten stellen eine Informationsquelle dar, an die man nach meiner Meinung von aussen nur sehr schwer heran kommt. Vergleichbar kompetente Aussagen kenne ich bisher nur von R. Franz, v.Süßkind und G. Borchers. Allerdings bin ich kein Experte. Mein eher rudimentäres Wissen basiert mehr auf meinem allgemeinen Interesse an Religion und der Bibel im Besonderen.
Cador am 25. April 2009 21:44 Zu Mat 27:52,53:
.
"Eine andere Fälschung habe ich dir bereits früher erklärt. Es ist die Stelle im Matthäus-Evangelium, wo berichtet wird, daß beim Tode Jesu Tote aus den Gräbern hervorgekommen seien, während es in Wirklichkeit hieß, daß durch das Erdbeben Leichen aus den Gräbern herausgeschleudert wurden." (Pfarrer Johannes Greber)
"In Matthäus 27:52, 53 heißt es, daß zur Zeit des Todes Jesu durch ein Erdbeben ‘die Gedächtnisgrüfte geöffnet wurden’. Dieser Text ist schon viel diskutiert worden. Manche meinen, hier sei von einer Auferstehung die Rede. Ein Vergleich mit Texten über die Auferstehung zeigt jedoch deutlich, daß diese Verse keine Auferstehung beschreiben, sondern lediglich besagen, daß Leichname aus ihren Gräbern geworfen wurden. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch in neuerer Zeit, zum Beispiel 1949 in Ecuador und 1962 in Sonsón (Kolumbien), wo auf einem Friedhof durch einen heftigen Erdstoß 200 Leichname aus ihren Gräbern geworfen wurden (El Tiempo, Bogotá, Kolumbien, 31. Juli 1962)." (Einsichten in die Heilige Schrift, S. 822, herausgegeben von der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania)
Soweit diese Zitate.
.
Die Wachtturmgesellschaft spricht von Unterschieden zu den Auferstehungsberichten.
Da wäre zum einen die Tatsache, das hier nicht wie sonst das Wort "ἀνάστασις" (anástasis) sondern "ἠγέρθησαν" (egerthesan) verwandt wird, das nicht unbedingt mit aufstehen, sondern auch mit aufrichten (oder aufgerichtet werden) oder hervorbringen übersetzt werden kann, was nicht unbedingt eine Auferstehung bedingt. Es kann eben auch den Einfluß des Erdbebens beschreiben.
Als ich Dr. Google nach "egerthesan befragt habe, habe ich festgestellt, das die gängige Ansicht es habe sich um eine Auferweckung gehandelt recht heiß diskutiert wird.
.
Ein weiterer Unterschied ist, daß bei den Auferweckungen der Aktive immer direkt anwesend war und den Verblichenen nach einem Gebet durch direkte Ansprache (z.B. Talita kumi) oder Berührung erweckt hat. Eine willkürliche "Massenfernweckung" wird nicht berichtet.
Die Angehörigen, in einem Fall auch der Verstorbene selbst haben in direkter Verbindung mit dem Akt ihren Glauben unter Beweis gestellt.
Der junge Mann der bei Petri Predigt eingeschlafen, aus dem Fenster gefallen und zu Tode gestürzt ist, war imerhin bei der Predigt anwesend und wurde von Petrus zurückgeholt. (Ich wurde während der Zusammenkunft von meinem Sohn auch schon angestumpt weil ich geschnarcht habe...)
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Bei den Erweckungen waren immer Angehörige dabei, die den Auferweckten in Empfang nehmen und versorgen konnten. Bei der Tochter des Jairus waren die Eltern answesend und Jesus sagte, sie sollen ihr etwas zu essen geben.
Die Auferweckung der Heiligen würde dazu in krassem Gegensatz stehen, da auch ihre Angehörigen schon längst verstorben waren. Sie völlig allein einer ihnen fremden Welt unter römischer Besatzung auszusetzen wäre extrem herzlos gewesen.
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Aus Sicht der großen Kirchen wäre diese Auferstehung auch völlig paradox. Warum sollte Jesus die Heiligen die ihren Platz in der Gegenwart Gottes erhalten haben, sie von dort in ein Leben voller Drangsal und Leid zurückholen und sie damit des Lohnes für ihr Ausharren berauben?
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Diese Geschichte steht in Verbindung mit der Hinrichtung Jesu Christi und soll zusammen mit den anderen Ereignissen klarstellen, daß "dieser wirklich Gottes Sohn" sei. Und das kommt unbestritten dabei raus.
.
Welche der Übersetzungen diese Stelle letztlich richtig wiedergibt, kann momentan wohl niemand sagen. Aber deswegen die eine oder andere Bibel als "Fälschung" hinzustellen, halte ich für anmaßend.
Sowas geht im übrigen gerne mal nach hinten los...
Alphabethus am 25. April 2009 19:38 Ich bin jetzt nicht sicher ob die diesen Thread speziell meinst. Deine Antwort klingt für mich etwas nach Vorurteil. Verzeihung, wenn ich mich irre. Ich bin selbst sehr allergisch gegen die "Aussteigerszene". Doch wenn es sich um Fakten handelt, die belegt sind, kann ich sie als Information nehmen, auch wenn sie aus dieser Ecke stammen.
Cador am 25. April 2009 22:14 Da hast Du sicherlich recht. Vorurteile habe ich eigentlich nicht. Ich kenne einige Aussteiger, die meisten reden immer noch positiv über die Zeugen. Nur, die gehen damit eben nicht an die Öffentlichkeit.
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Die zweite Frage die Du aufwirfst ist die nach den Belegen...
Woher stammen diese Belege?
Ich will das mal so verdeutlichen:
Wenn ein Politiker die CDU verlassen würde und Blut und Galle auf sie schimpfen würde, würde die SPD ihm dann widersprechen?
Wenn ein Zeuge Jehovas aussteigt und dann richtig auf die Pauke haut, würdest Du dann von irgendwelchen Kirchen oder Sektenbeauftragten (die sich mittlerweile nach Verfassungsgerichtsbeschluß Weltanschauungsbeauftragte nennen müssen) nicht erwarten, daß sie sich an ihn dranhängen und das letzte Gramm negative Infos aus ihm rauskochen?
.
Letzlich ist doch jede Quelle nur so sicher wie der der sie hinterfragt.
Alphabethus am 26. April 2009 13:50 siehe oben
Cador am 26. April 2009 19:05 Habe ich jetzt was durcheinander gebracht?
Alphabethus am 26. April 2009 19:44 Nein, eben nicht, ich bin ganz und gar Deiner Meinung.

In jeder Bibelübersetzung steht irgendwie etwas anderes, der Grundgedanke der Bibel ist aber letztendlich immer der Gleiche.
Viele Bibelübersetzer haben sich leider von Traditionen oder eigenen Vorstellungen und Wünschen oder den anderer Menschen beeinflussen lassen, statt sich an den Urtext der Bibel zu halten.
Soweit ich weiß - zu Hand habe ich keine Neue-Welt-Übersetzung - steht meist "Jehova" dort, wo in den anderen Übersetzungen z.B. "Herr" steht, anstelle des Kreuzes der Pfahl, und das griechische Wort, das mit Sklave oder Knecht übersetzt werden kann (und meist mit Knecht übersetzt wird) steht dort als "Sklave". Fand ich bezeichnend; aber eine "verfälschte Bibel" würde ich das keinesfalls nennen. Das Problem ist wohl eher die Art der BibelAUSLEGUNG oder -INTERPRETATION der Zeugen. Dafür hab ich mal das Wort "Steinbruchexegese" gehört und fands passend. Man klöppelt sich halt das raus wie mans gerade braucht, mal wörtlich, mal symbolisch...den eigenen Bedürfnissen - oder eher denen der WTG - entsprechend.
Cador am 25. April 2009 22:56 DH für
>...eine "verfälschte Bibel" würde ich das keinesfalls nennen. Das Problem ist wohl eher die Art der BibelAUSLEGUNG oder -INTERPRETATION<
Viele Pfarrer, Pastoren und Religionslehrer bescheinigen mir immer wieder, das wir die Bibel zu wörtlich nehmen, obwohl sie doch ein Buch der Visionen und Symbolik ist, das man keinesfalls wörtlich geschweige denn zu ernst nehmen dürfe...
Ich denke genau das ist es nicht was Jesus sagen wollte als er zu seinem "Papa" betete: " ...Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor Weisen und Intellektuellen sorgfältig verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast..." (Lukas 10:21).
Wir brauchen die Bibel nicht auslegen, das tut sie selber.
Die höhere Bibelkritik hat sich im Gegensatz dazu nicht zum Ziel gesetzt die Bibel auszulegen, sondern sie zu widerlegen - im Namen der Kirchen.
Das lässt im Sinne der Fälschungen einiges erwarten.
Erstmal Danke für das DH. ABER: Hast Du nur flüchtig gelesen, oder ist das Realsatire? In jedem Fall ist es lustigerweise ein gutes Beispiel für das, was auch der erwähnten "Steinbruchexegese" zugrunde liegt: Das unvollständige Zitieren! Du hast nämlich mein "der Zeugen" in dem Satz mit der problematischen Bibelauslegung und -interpretation unter den Tisch fallen lassen, lies doch bitte in der Originalantwort nochmal nach. Und was ich meinte war ja gerade dass auch die ZJ das wörtlich und jenes symbolisch verstehen, gerade, wie es eben passt. Zum Beispiel hat mir mal ein ZJ erzählt, Matthäus 25:35 ff wäre ein Aufruf zum Predigtdienst - eine Stelle, die für mich ganz unmissverständlich zur tätigen Nächstenliebe aufruft. Mir ist das Gleichnis vom barmherzigen Samariter leider erst nach dieser Diskussion eingefallen, aber da würde mich durchaus interessieren wie Ihr das seht. UND: Jeder Text - von meiner Antwort auf diese Frage bis eben hin zur Bibel - wird immer interpretiert, zwangsläufig, erst recht, wenn er hunderte Jahre alt und in einer anderen Sprache als der eigenen verfasst wurde, da ist die Übersetzung schon die erste Interpretation. Außerdem bräuchten die ZJ wohl nicht diese Berge und Ozeane von Traktaten und Bibelschriften, wenn der Satz > "Wir brauchen die Bibel nicht auslegen, das tut sie selber." so ernst genommen würde. (Meiner Meinung nach kann sich die Bibel übrigens selbst auslegen...Mal angenommen, jemand liest die Bergpredigt, bricht in Tränen aus und beschließt, nie wieder einem Menschen schaden zu wollen - das wäre sowas. Ich weiß, klingt flach und naiv.) Und noch was: ENTWEDER ist die Frage, ob Jesus am Kreuz oder am Pfahl gestorben ist, marginal und kein gewaltiger Unterschied (Deine Worte), ODER die Erwähnung des Kreuzes ist ein Hinweis darauf, dass die anderen christlichen Kirchen eigentlich den babylonischen Gott Tammuz (Deine Worte) anbeten - beides geht nicht. Führt aber auf die grundsätzliche Frage der Interpretation zurück. Dass die NWÜ keine Fälschung ist, dabei bleib ich übrigens. UND ich glaube, dass hinter diesen Fragen eigentlich die liegt, mit welchem Organ man GOtt wahrnimmt. Einen schönen Tag!
Cador am 26. April 2009 19:01 Schade, daß Du das was ich geschrieben habe in den falschen Hals bekommen hast, vielleicht hätte ich es klarer schreiben sollen.
Huch, was hab ich denn jetzt in den falschen Hals bekommen?! Allerdings hatte ich den Kommentar einfach runtergetippt und ungelesen gepostet, und leicht verärgert war ich schon - vielleicht ist da ein aggressiver Unterton angekommen; das lag nicht in meiner Absicht und tut mir Leid. Probierst doch nochmal..Wenn Du dazu keine Lust hast, ists auch nicht schlimm (obwohl mich mittlerweile die Lesart vom barmherzigen Samariter sehr interessiert..:)), in jedem Fall einen guten Abend!
Cador am 27. April 2009 17:47 Okeeh, also ich versuch's mal.
Das was ich zitiert habe war für mich der Kern der Aussage (vielleicht hab ich's wirklich ein wenig arg beschnitten). Die Beispiele die Du vorher erwähntest sind mir bekannt.
Die "Steinbruchexegese" habe ich bewußt ausgeklammert.
Aus zwei Gründen:
Würde mich mal interessieren ob Du das, was Du hier von mir lesen kannst (ich klassifiziere das jetzt mal als Zeugen-Jehovas-Grundwissen) nach "Steinbruchexegese" klingt.
Jede Auslegung der Bibel, die versucht menschliches Gedankengut in die Bibel hinein- oder aus ihr heraus zu interpretieren, endet immer in einer "Steinbruchexegese".
In diesem Sinne, nenne mir eine Glaubensgemeinschaft, die das nicht tut.
Einfaches Beispiel:
Protestantische Geistliche dürfen heiraten, katholische Geistliche nicht.
Die Einen berufen sich auf Petrus, welcher eine Schwiegermutter hatte (Mat 8:14), die Anderen auf Paulus, der empfahl unverheiratet zu bleiben (1. Kor 7:1). Vers 2 wird da gerne verschwiegen.
Begeht da nicht einer von beiden "Steinbruchexegese"?
Und...
Würdest Du es "Steinbruchexegese" nennen, wenn ich jetzt den folgenden Bibeltext aus einer Katholischen Bibel zitiere?
"Der Geist sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. Sie verbieten die Heirat und fordern den Verzicht auf bestimmte Speisen, die Gott doch dazu geschaffen hat, dass die, die zum Glauben und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt sind, sie mit Danksagung zu sich nehmen." (1 Ti 4:1-3; Einheitsübersetzung)
Ich erspare mir zu diesem Beispiel jeden weiteren Kommentar...
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Als ich sagte, die Bibel legt sich selbst aus, meinte ich damit nicht, daß jemand die Bergpredigt liest, vor Verzückung heulend zusammenbricht und als verwandelter Mensch wieder erwacht.
Ich meinte damit, wenn man aus der Bibel Antworten herausholen will, man die ganze Schrift zu Rate ziehen muß (2.Tim 3:16,17). Etwas, was an einer Stelle unklar bleibt, erklärt sich im Zusammenwirken mit einer oder mehreren anderen Schriftstellen.
Einfaches Beispiel: Die Schlange aus dem Paradies (oder der, der sich dahinter verbarg) , wird in Offb 12:9 identifiziert: "Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (EÜ).
Du erwähntest die vielen Schriften der Zeugen (dazu unten mehr). Hast Du schon mal darin gelesen? Hast Du schonmal gesehen, wieviele Bibelstellen die Zeugen brauchen um ein Thema zu bearbeiten und belegen?
Sieh mal genau hin... Prüfe es... und erzähle mir dann, die Zeugen würden sich rauspicken was sie gerade brauchen.
Glaubst Du im Ernst, eine schwangere Zeugin würde ihr Leben und das ihres Kindes gefährden, bloß weil irgendwann irgendein Gott mal zu irgendeinem alten Knacker gesagt hat, er solle kein Blut essen (1. Mo 9:4)?
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Jesus, das Kreuz und der Pfahl.
Um das etwas zu erläutern.
Vordergründig wichtig ist, da wirst Du mir sicherlich beipflichten, das Christus zur Vergebung unserer Sünden gestorben ist. Ob erschossen, gekreuzigt, gepfählt, gehängt, was auch immer, ist erstmal nicht maßgeblich.
Das wird erst dann wichtig, wenn es darum geht Jesus genau nachzufolgen (1. Pet 2:21) und eben das Symbol des Gottes Tammuz (das Kreuz) nicht anzubeten (Hes 8:14). In diesem Sinne: Wenn die Kirchen meinen sie müßten das tun, ist es mir egal, es ist ihr Problem, ich bin kein Mitglied dieser Institutionen und ich werde es nicht tun.
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Die Zeugen Jehovas beten übrigens auch den Pfahl nicht an.
Würde ich mir nie die Waffe an die Wand hängen, mit dem jemand einen mir lieben Menschen getötet hat...
Beten wir keine Bilder an.
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Warum, glaubst Du, gebrauchen Juristen Fachzeitschriften, Internetseiten wie "www.juris.de", Bücher und dergleichen mehr, wenn doch die nackte Gesetzessammlung reichen würde?
Warum, glaubst Du, haben Ärzte den Pchyrembel, die rote Liste und tausend Fachbücher in ihren Schränken stehen, wenn sie doch eigentlich nichts weiter bräuchten als eine anatomische Körperkarte um defekte Teile einfach auszutauschen?
Warum, glaubst Du, haben ich die komplette Fachliteratur der Zeugen hinter mir im Regal stehen, desweiteren 10 Bibeln, einen Koran, ein Buch Mormon, ein Ave Maria, ein Buch über die Geschichte der Kirche, etcpp?
Warum, glaubst Du, müssen Geistliche der großen Kirchen Theologie studieren und verwenden die dabei keine Bücher o.ä.?
Kein Mensch kann im Laufe eines Lebens das komplette Wissen seines Fachbereiches komplett selbst erforschen. Er greift immer auf die Ergebnisse anderer zurück, die vor ihm da waren. Er sammelt, prüft, verwirft, behält.
Ist das verwerflich?
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Der barmherzige Samariter?
Was soll's da für eine besondere Lesart geben?
Wer das "besondere Verhältnis" zwischen Juden und Samaritern kennt (Joh 4:9), versteht auch das besondere an dieser Geschichte.
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Sorry wenn ich da jetzt nicht weiter daraufeingehe, aber ich hocke jetzt schon wieder geraume Zeit hier und muß mich denn doch langsam mal um mein Leben ausserhalb von gF kümmern ;o).
Sollte was wichtiges offen geblieben sein, hake ruhig nach.
s.y. Cador
ob Dus glaubst oder nicht, ich hab gerade mindestens eine halbe Stunde lang den Kommentar kommentiert, mit Link zur Historisch-Kritischen Methode, Beifall zu Deinem Zölibatsbeitrag und Kritik an der ZJ-Auslegung, und dann ist es im virtuellen All verschwunden. WEG. Ich ärgere mich. Wenn Du wirklich Wert drauf legst, schreib ichs natürlich noch mal auf. Ansonsten werde ich wohl ohne die besondere Samariter-Auslegung auskommen müssen. Und ohne die Hoffnung auf eine weltweite Ökumene wohl sowieso.. mit besten Grüßen und einem Danke für Deine Mühe, mops
Cador am 28. April 2009 20:02 Das passiert mir auch ständig. Ich mache jetzt mittlerweile folgendes:
Im Editorfeld einmal "Strg-A" und einmal "Strg-C". Wenn's dann beim abschicken verraucht, machst Du den Texteditor wieder auf drückst "Strg-V" und hast es wieder.
Bei manchen Tastaturen heißt "Strg" auch "Ctrl", ist aber dieselbe Taste.
Wenn Du schreibst werde ich gerne lesen. Ich glaube nur im Moment hat sich das hier ausdiskutiert, es finden nur noch finale Schlagabtausche statt.
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Was soll ich zum barmherzigen Samariter sagen...
Jesus erzählt die Geschichte und erklärt sie gleich danach. Alles was darüber hinausgeht, läuft nur noch über Hintergrundwissen. Die lokalen Verhältnisse, der Priester der auf dem Heimweg vom Tempel war, das Verhältnis von Juden zu Samaritern...
Wir fügen dieser Geschichte auch nichts hinzu und lassen nichts weg.
Solltest Du einen ökumenischen Hintergrund vermuten, verweise ich dich auf das Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut in Mat 13:24-30 und die dazugehörige Erklärung in Vers 36-43.
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Blöde Frage zur Ökumene:
Warum sollten sich Christen taufen, Juden und Muslime beschneiden lassen, und keine Ahnung was die anderen so treiben? Warum eine religiöse Trennung, die so krass ist, das sie immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen?
Wenn sich doch am Ende die ganze Welt in einem riesigen Liebesseufzer in Einigkeit in die Arme sinken soll?
Danke für den Tip.. Mir ist das gerade das erste Mal passiert, wie passend.
Bei der Samaritergeschichte - deren Hintergründe ich halbwegs kenne - hab ich keinen ökumenischen Hintergrund vermutet. Für mich und wohl für das Gros der Leser ist sie eben ein Appell, in jedem/r einen Bruder/eine Schwester zu sehen. Und da mich schon die erwähnte ZJ-Auslegung von Matthäus 25:35 ff so irritiert hatte, hat mich interessiert was für Handlungsgebote Ihr aus dem Samariter macht. (Was ich ja immer noch nicht weiß, aber das wird wohl nicht die einzige Wissenslücke in meinem Leben bleiben). Und zur blöden Frage eine blöde Antwort: Weil die Menschen eben blöde sind, aus den marginalen Unterschieden die Frage von Segen und Verdammnis machen, darüber die leuchtende Mitte ihrer Religion, die der der anderen sehr ähnelt, vergessen und sich sowieso anscheinend gern hauen. Jawoll, ich bin sehr für den Liebesseufzer am Anfang, am Ende und in der Mitte, und ich verstehe nicht, warum man GOtt nicht eine Offenbarung in unterschiedlichen Formen zutrauen mag.
Ich war nicht drauf aus, Schläge zu verteilen, obwohl ich zugebe, gern Recht zu haben. Ich gestehe Dir übrigens auch zu Recht zu haben; ich würd nur gerne - siehe oben, die rosarote weltweite Umarmung - hören, dass Du nicht ausschließt Dich zu irren, und dass andere ebenso, auf andere Weise, Recht haben können.. Na jut, liebe Grüße...
Cador am 29. April 2009 10:59 Samariter:
Och so, das wolltest Du wissen. Für uns bedeutet das, daß jeder Mensch ein potentieller Bruder ist (Mal abgesehen von der Verwandtschaft über Noah). Deswegen gehen wir auch zu allen Menschen, was Nichtzeugen ja oft etwas anstrengend finden (also, sie vor der Tür zu haben). Wir sehen das in Verbindung mit Mat 12:49,50: *"Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: „Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“
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>Jawoll, ich bin sehr für den Liebesseufzer am Anfang, am Ende und in der Mitte...<
Da kann ich Dir nur beipflichten. Aber leider geht es nicht nach unserem Kopf (Ps 37).
>...und ich verstehe nicht, warum man GOtt nicht eine Offenbarung in unterschiedlichen Formen zutrauen mag.<
Weil er ein Gott ist (hierfür egal ob trinitarisch oder nicht), und eine Meinung hat.
"Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso die Straße, die dorthin führt. Viele sind auf ihr unterwegs. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal. Nur wenige finden ihn." (Mat 7:13,14; Gute Nachricht).
Was denkst Du, kann es vor dem Hintergrund dieser Aussage Jesu eine Allversöhnung geben, wenn jeder macht was er will?
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Ob ich mich irre?
Vielleicht...
Nur konnte mich bisher noch niemand davon überzeugen.
Hier werden von einigen Bibelstellen hin- und hergebogen, daß es nur so raucht. UNd mir wirft man vor, die Zeugen würden "Steinbruchexegese" betreiben.
Wenn es nicht so traurig wäre, müßte ich denn wohl doch lachen.
Um mal zu klären, wie ich das mit der Steinbruchexegese meinte: Um einen Text auszulegen (und wir sind uns glaub ich letzlich einig dass man die Bibel nicht spontan richtig versteht, sie also interpretiert wird) muss man Zusammenhänge herstellen, Gewichtungen vornehmen und ggf. Bilder entschlüsseln. Wenn dieser Vorgang nachvollziehbar sein soll, muss er sich einer Methode verpflichten und dabei bleiben - darauf beruht z.B. die Historisch-Kritische Methode (http://de.wikipedia.org/wiki/Historisch-kritische_Methode).
Ich bin weder Theologe noch Religionswissenschaftler, weiß daher also nicht, inwiefern die Zölibatsbegründung hier stand hielte...
Deine Argumentation hier klingt schlüssig, und ja, ich finde auch, dass die katholische Kirche nach eigenem Gutdünken ausgelegt hat.
Nur macht der schlechte Umgang anderer mit der Schrift den eigenen ja nicht zwangsläufig besser.
Und ein anderer Aspekt - der hier in anderen Beiträgen auch angesprochen wurde und von Dir - ähnlich wie meine "Gefühlsduseleien" - bemerkenswert viel Spott geerntet hat - ist dass die Bibel ein besonderes Buch ist und sich ihr mit einem offenen Herzen genähert werden sollte. Muss. Dass unser Verständnis davon vielleicht nicht nur von uns abhängt.
Damit ist man jetzt in einem Bereich in dem man mit Begriffen wie "Beweisen" und "Logik" nicht mehr hantieren kann.
So. Und ich finde nun, dass eine Glaubensgemeinschaft, die zum einen aus den erwähnten "nächstenliebenden" Bibelstellen die Aufforderung zum Verteilen der ZJ-Literatur macht (symbolische Interpretation) und zum anderen ein absolutes, aus der Gemeinschaft mit GOtt und der "wahren" Religion ausstoßendes Rauchverbot (wörtliche Interpretation) propagiert, gegen beide Kriterien der aufrichtigen Bibelauslegung verstößt. Das ist nun meine Meinung, die sich übrigens auch in der Lektüre von ZJ-Schriften gebildet hat.
Ich erinnere mich da besonders an einen Erwachet!-Text (für Jugendliche) zur Homosexualität, der mir in seinem Geifer körperliche Übelkeit beschert hat.
Ganz am Anfang hatte ich mal was von der unterschiedlichen Wahrnehmung erwähnt, und vermutlich ist es das, was hier "im Wege steht".
Ich glaube, dass Jesus GOtt und Mensch war und ist, und dass er beides ganz und vollständig war und ist.
Ich glaube, dass allen Menschen allumfassende Liebe und Vergebung angeboten werden wird - und dass aber auch einiges an Buße, schmerzhafter Einsicht etc. dazu gehört, diese anzunehmen (UND obendrein das Verständis dafür, dass auch "bösen" Menschen die gleiche Liebe zuteil werden soll) ; viele wollen vielleicht lieber ein tiefgefrorenes, aber schmerzfreies Herz behalten und finden deswegen den schmalen Weg nicht.
So meine Interpretation vom engen Tor, und auf eine nichtwissenschaftliche Weise bin ich mir sicher darin.
Garantiert kannst Du mich jetzt mit dutzenden Bibelstellen bombardieren, die mich "widerlegen".
Aber da ich nicht behaupte, mich nicht irren zu können, da ich mich auf etwas schlecht Fixierbares berufe (mein Herz, meine Seele, whatever) und da ich nicht daraus verbindliche Regeln für andere ableiten will...
Gerade letzteres halte ich auch in Sachen des Glaubens für gefährlich - und für eine der Ursachen von Widerlichkeiten wie den Kreuzzügen.
Weiß nicht, ob noch was zu sagen ist.. anhören werd ichs mir natürlich, schönen Tag...
1.Korinther 13: 12,13
primavera45 am 3. Mai 2009 21:22 @ottomops . . . wie soll ich es sagen? . . "ein fettes DH" . . . das hast Du wunderbar geschrieben , . . .

Weil die Bibel-"Übersetzung" der ZJ in entscheidenden Punkten verändert wurde, um z.B. ihre andere Sicht von Jesus Christus zu "untermauern".
Cador am 24. April 2009 07:35 An welchen Stellen?
daddysdearest am 24. April 2009 09:57 Z.B. steht statt "Kreuz" "Pfahl" da. Und natürlich "Jehova" statt "Gott" bzw. "Herr". Mehr kann ich Dir aus dem Handgelenk nicht dazu sagen, da ich die ZJ-Übersetzung nicht zur Verfügung habe.
Cador am 24. April 2009 10:24 Das sind natürlich gewaltige Unterschiede.
Die Sache mit dem göttlichen Namen habe ich oben schon erklärt...
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Pfahl oder Kreuz?
Lies mal das hier: http://www.bibelkritik.ch/jesus/f11.htm
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>da ich die ZJ-Übersetzung nicht zur Verfügung habe.<
Dann besorg Dir doch erstmal eine und prüfe ob das stimmt, was man so hört...
daddysdearest am 24. April 2009 10:58 Inwiefern sollte eine Seite, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, das Wort Gottes zu zerlegen, hier weiterhelfen.
Hier findet sich die betreffende Übersetzung online: http://www.watchtower.org/x/bibel/index.htm
Solltest Du einigermaßen bibelfest sein, werden Dir schon einige Unterschiede auffallen.
Cador am 24. April 2009 17:19 @ daddysdearest
Ich habe diese bibelfeindliche Seite herangezogen, um einerseits zu zeigen, daß die Diskussion Pfahl oder Kreuz keine Wachtturmdiskussion ist, sondern eine die eh geführt wird.
Zweitens um zu verhindern, daß hinterher wieder wer sagt, daß diese Aussage bestimmt von der Wachtturmgesellschaft kommt. Nimm es als Außerbiblisches Zeugnis.
Begeistert bin ich von dieser Seite auch nicht, aber manchmal, wie in diesem Falle, können selbst solche Leute interessante Informationen liefern.
Wichtig ist letztlich erstmal, daß Jesus für uns gestorben ist. Das die Kirchen mit dem Kreuz letztlich das Zeichen des Babylonischen Gottes Tammuz anbeten (Hes 8:14), ist mir persönlich völlig gleich. Ich habe mit denen nichts zu schaffen.
daddysdearest am 24. April 2009 17:23 Wichtig ist letztlich erstmal, daß Jesus für uns gestorben ist.
Da stimme ich Dir vollkommen zu. Das ist der zentrale Punkt.
Cador am 25. April 2009 22:00 @ daddy
>Hier findet sich die betreffende Übersetzung online:<
Dir sollte klar sein, daß ich als Zeuge Jehovas die NWÜ nicht online lesen brauche (;oD), und die tatsächlichen Unterschiede wahrscheinlich besser kenne als die meisten von Euch. Besonders deshalb, weil ich genau diese Dinge sehr gründlich prüfe (1. Joh 4:1). Das ist sehr wichtig für mich, weil ich das, was ich den Menschen an der Tür sage auch vertreten können muß.
primavera45 am 29. April 2009 14:35 @cador . >>>>weil ich das, was ich den Menschen an der Tür sage auch vertreten können muß.<<<<< . . . . genau lieber cador, drum prüfe bitte "die Geister", ob sie wirklich VON GOTT sind, denn es sind viele Geister (falsche Propheten) in der Welt die Euch in die Irre leiten . . . .
.
und . . . . . am Ende bleibt uns Allen, die wir glauben wollen, nur ein aufrichtiges beten und bitten, "das Gott" uns IN ALLE WAHRHEIT führt! . . . . . (denn der wahre Glaube kommt NICHT aus uns selbst) . . . .
.
übrigens ich wurde gläubig, da hatte ich noch nicht einmal eine Zeile in der Bibel gelesen . . . lediglich ein paar Worte (Jesu) des ewigen Leben gehört, die mich tief berührten . . . . dann, bei einem Flugzeugabsturz im Meer und in den Sek. der Panik und des Ertrinkens, hatte ich zum ersten mal zu GOTT (Vater)gebetet . . . . und wie im Umkehrschub die Kraft und den Frieden Gottes bis tief in meinen Knochen erfahren . . . . erst später, nach Jahren des beten, prüfen und lesen (nun in der Schrift) erfuhr und empfand ich die Offenbarung im Geiste, das der Mensch (Sohn)Jesus niemand anderes ist und war, als Gott (Vater)Jehova . . . . (ganz Mensch und Gott, (genauso, wie ein "Teil" der Urchristen, die in dieser Frage bereits zu Nazarea darüber unterschiedlicher Auffassung waren) . . . . ich "glaube" wie sie, GOTT war unter uns im FLEISCH (in der Gestalt Jesu), darum die Begriffe SOHN, (da Fleisch) und VATER (da GOTT) . . .
.
die Liebe Gotte und seine Gerechtigkeit und Gnade erkennen wir, da Gott selbst sich für unsere Rettung erniedrigte in dem er ins Fleisch ging und alles durch leiden musste, was Menschen erleiden, aber auch an Leid und Schuld verursachen. . . . und wie alles was vor dem Menschen, niedrig und ohne Wert gilt, durch IHN verherrlichen wird
Chadja am 24. April 2009 13:59 die original übersetzung aus den griechischen schriften besagt, dass sie jesus an einen " stamm " hängten. Es kann aber auch mit Pfahl übersetzt werden. Somit haben die ZJ keine Übersetzung verändert, sondern es endlich mal richtig übersetzt, was die anderen nicht getan haben.

Eine paar Beispiele für sinnentstellende Übersetzungen der Zeugen-Jehovas-Bibel:
In Johannes 1,7 werden aus "alle Menschen": "Menschen von allen Arten."
Worte werden durch Einklammerung hinzugefügt, wie bei Kolosser 1,16: "Denn durch ihn sind alle (anderen) Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, seien es Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle (anderen) Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. Durch das in der Klammer hinzugefügte Wort soll die Lehre der Zeugen Jehovas nahegelegt werden, dass auch Jesus Christus ein Geschöpf sei, wenn auch das erste und höchste.
Die Sterndeuter im Matthäusevangelium sind "dämonisch beeinflusste Astrologen". Warum Maria und Josef diese zum Jesuskind vorließen, wird nicht erklärt.
Im gesamten Neuen Testament steht nirgendwo im Urtext der Gottesname "Jahwe", bei den Zeugen findet man ihn ständig: Jehova.
=> All das empfinde ich als eine sehr weite Abweichung und Ausdeutung des Ursprungstextes. Warum? Um die eigene Lehre zu untermauern, die an diesen Stellen von denen der anderen Kirchen abweicht.
Cador am 24. April 2009 21:51 >In Johannes 1,7 werden aus "alle Menschen": "Menschen von allen Arten."<
Ja, das ist wirklich fatal.
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>...dass auch Jesus Christus ein Geschöpf sei, wenn auch das erste und höchste.<
"Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung." (Kol 1:15, Einheitsübersetzung)
Nun ja, die Einfügung widerspricht in diesem Sinne jedenfalls nicht dem Kontext.
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>Die Sterndeuter im Matthäusevangelium sind "dämonisch beeinflusste Astrologen".<
Auch in der NWÜ sind sie einfach nur Astrologen. Ich denke man könnte das natürlich auch mit Sterndeuter übersetzen.
Lies die Geschichte einmal, dann wirst Du merken, das nicht die Sterndeuter den schwarzen Peter haben, sondern der Stern, der sie erst zu Herodes und dann zu Jesus führte. Das sie den Braten gerochen haben und nicht wieder zu Herodes zurückgegangen sind, hat zwar Jesus gerettet, aber unter 2-jährigen in der Umgebung von Bethlehem eben nicht.
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>Im gesamten Neuen Testament steht nirgendwo im Urtext der Gottesname "Jahwe"...<
Das ist nur bedingt richtig.
Die NWÜ fügt hier JHWH ein, wenn aus den hebräisch-aramäischen Schriften zitiert wurde und anzunehmen ist das die Jünger de facto den Namen verwandt haben. Die irrige Ansicht, daß Gottes Name nicht erwähnt werden dürfe, dürfte sie nicht weiter berührt haben. Zur Besseren Unterscheidung, ob vom Herrn Jesus oder vom HERRN Jehova gesprochen wird halte ich das durchaus führ legitim.
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>...Um die eigene Lehre zu untermauern, die an diesen Stellen von denen der anderen Kirchen abweicht.<
Da die anderen Kirchen sich nicht an das Wort Gottes halten, begrenzt das nur den Schaden.
morus am 25. April 2009 21:58 Und doch halte ich es für falsch, die NWÜ zu nutzen. Es würde den Rahmen hier sprengen, sämtliche Stellen aufzuzählen, an denen die Zeugen-Jehovas-Bibel sinnentstellend übersetzt. Dabei handelt es sich gefährlicherweise eben nicht nur um eine etwas andere Übersetzung, sondern um eine Übersetzung, welche am Ende zu anderen theologischen Schlüssen führt.
Beispiel 1 - Lk 23,43: "Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." - Die NWÜ übersetzt hier aber: "Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir HEUTE: Du wirst mit mir im Paradies sein.“
Beispiel 2 - Joh 1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. Andere, weniger wahrscheinliche Satzeinteilung: und ohne das Wort wurde nichts. Was geworden ist, das war in ihm Leben. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht."
Die NWÜ übersetz hier aber: "Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott. Dieser war im Anfang bei GOTT. Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht e i n Ding ins Dasein. Was ins Dasein gekommen ist durch ihn, war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht überwältigt. Es trat ein Mensch auf, der als ein Vertreter Gottes ausgesandt war; sein Name war Johạnnes. Dieser kam zu einem Zeugnis, um Zeugnis von dem Licht abzulegen, damit durch ihn Menschen von allen Arten zum Glauben kämen. Nicht er war dieses Licht, sondern er sollte Zeugnis von diesem Licht ablegen. Das wahre Licht, das jeder Art von Menschen Licht gibt, war im Begriff, in die Welt zu kommen. Er war in der Welt, und die Welt kam durch ihn ins Dasein, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein eigenes Heim, aber sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; und sie wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren. So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns; und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört; und er war voll unverdienter Güte und Wahrheit. (Johạnnes legte Zeugnis von ihm ab, ja er rief tatsächlich aus — dieser war es, der [es] sagte —, indem er sprach: „Der nach mir Kommende ist mir vorausgegangen, denn er hat vor mir existiert.“) Denn wir alle haben aus seiner Fülle empfangen, ja unverdiente Güte über unverdiente Güte. Denn das GESETZ wurde durch Moses gegeben, die unverdiente Güte und die Wahrheit sind durch Jesus Christus gekommen. Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Aufschluß gegeben.
Hier wird deutlich: Die NWÜ übersetzt so, um die Gottheit Jesu leugnen zu können.
Cador am 25. April 2009 23:19 Zu Beispiel 1:
Da Du offensichtlich den Link den ich Alphabetus geschickt habe nicht gelesen hast, kopiere ich Dir das wichtigste jetzt mal hier rein:
> Bei Joh 1:1,2 mußt Du beachten, daß es zwar in den meisten Übersetzungen am Schluß von Vers 1 heißt: "... das Wort war Gott.", daß es aber auch Übersetzungen gibt, die das anders wiedergeben.
Z.B.
"... in allem war es Gott gleich." (Gute Nachricht)
"...ja göttliches Wesen hatte das Wort" (Ludwig Albrecht, 1972)
Das liegt daran, das die ollen Griechen keinen unbestimmten Artikel kannten. In der griechischen Bibel steht: "καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος" (kai theós ēn ho lógos). ὁ (ho) ist der bestimmte Artikel vor Logos, vor Theos steht er nicht. Will heißen, das Wort war Gott im Sinne von "ein Gott", nicht im Sinne von "der Gott". Tatsächlich wirst Du auch keine Übersetzung finden, die diese Stelle mit "das Wort war der Gott" wiedergibt.<
-
Zu Beispiel 2:
Jesus wurde hingerichtet, war dann drei Tage Tod (lt. alter Lutherbibel in der Hölle) stand auf und fuhr schließlich auf in den Himmel um zur rechten Gottes zu sitzen. Das sind also ca 43 Tage, bis Jesus im Himmel war. Wie hätte er also dem armen Kerl am Holz neben ihm versprechen können, das er am selben Tage mit ihm im Paradies sein werde, ohne sich im letzten Moment noch durch eine Lüge der Freiheit von der Sünde zu berauben?
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Die NWÜ zweifelt nicht die Göttlichkeit des Sohnes an. Aber Jesus ist definitiv nicht Jehova.
Ich hasse es Bibelzitate 100 mal angeben zu müssen, aber da sie offensichtlich nicht gelesen werden hier halt noch mal:
"Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung." (Kol 1:15, Einheitsübersetzung)
Somit ist Jesus im Gegensatz zu Jehova ein Geschöpf, ob euch das passt oder nicht, so steht es in Euren Bibeln. Wurde wohl von Euren Exegeten vergessen, als sie alles änderten was nicht in ihr Bild passte.
Cador am 25. April 2009 23:23 Sorry, ist mir etwas durcheinander geraten.
Alphabethus am 26. April 2009 13:48 @Cador. Deine Kommentare sprechen mir aus der Seele. Es tut gut sie zu lesen weil sie nicht oberflächlich sind, sondern die Aussagen auch begründen. Mir kommt es immer darauf an, die Logig einer Erklärung zu untersuchen und nicht das ausschließliche Festhalten an dogmatischer Übereinstimmung. Dadurch wird das Wort für mich eine erfrischende Quelle und keine verstaubte Tradition.

1)Es gibt Unterschiede zwischen Bibeln allgemein Auch von der katholischen Kirche mit Druckerlaubnis zugelassene Bibeln sind nicht völlig textgleich. Genauso wie die von der evangelischen Kirche oder von den Freien christlichen Werken akzeptierten Bibeln. Natürlich hat da jede Übersetzung ihre Stärken aber auch ihre Schwächen. Ein Buch über dieses Thema welches ich für gut halte ist "Streit um die richtige Bibelübersetzung" von Gerhard Tauberschmidt.
2) Besonderheiten der Neuen Welt Übersetzung im besonderen: Die Zeugen Jehovas stützen ihre Lehre teilweise dadurch dass sie entsprechend ihrer Lehre abweichend übersetzen. Ein Beispiel: Da Jesus Christus für Zeugen Jehovas nicht Gott ist, desshalb kann Jesus Christus auch nie legitim angebetet werden. Dann werden die 18 Stellen im Neuen Testament welche vom anbeten Christi sprechen eben als huldigen übersetzt. Noch mal genauer: In Lukas 4,8 steht:8 Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: "Du sollst Gott, deinen HERRN, anbeten und ihm allein dienen." Das Wort welches hier mit anbeten übersetzt wird heißt im Griechischen proskyneo. An folgenden Stellen im griechischen NT bezieht sich proskyneo auf Jesus Christus: Mt 2,2; Mt 2,11; Mt 8,2; 9,18; 14,33; 15,25; 18,26; 20,20; 28,9; 28,17; Markus 5,6; 15,19; Lukas 24,52; Johannes 9,38; Hebräer 1,6; Offenbarung 4,10; 5,14; 14,7; Dazu ist noch zu sagen: Jesus Christus nennt selbst den Maßstab in Lukas 4,8 im Hebräer 1,6 befiehlt Gott den Engeln den Sohn anzubeten, und in Offenbarung 19,10 fällt Johannes vor einem Engel nieder und will ihn "proskyneo" der aber warnt ihn weil nur Gott allein angebetet werden darf. Wenn nun Jesus Christus nicht Gott wäre so hätte ersich in all den Stellen in welchen er Anbetung angenommen hat schlechter als ein Engel verhalten - er hätte eine Sündehafte Tat illegalerweise für sich in Anspruch genommen. Aber nach Hebräer 12,6 ist die Anbetung Christi sogar des Vaters wille. So ich denke dieses Beispiel reicht um zu zeigen dass die NWÜ gezielt geschaffen wurde um dspezielle Lehren der Zeugen Jeovas zu untermauern.
morus am 27. April 2009 20:12 Danke für die kompetente Antwort!
Cador am 28. April 2009 10:54 @ morus
Lies doch die angebenen Stellen mal nach. Besonders die Letzte. Und schau mal ob dir da nicht was seltsam vorkommt.
Meiner Ansicht nach belegt uns PfaffGu hier sehr schön einen Widerspruch in seiner Bibelausgabe, die allerdings nicht vom Text, sondern vom Verständnis herrührt.
Kleiner Tip:
Verzichte auf Heb 12:6, lies lieber Heb 1:6.
morus am 28. April 2009 18:43 Warum sollte ich auf Bibelstellen verzichten? Was ist denn das für eine Art der Bibelauslegung?
primavera45 am 29. April 2009 08:34 DH !!!
Cador am 29. April 2009 10:05 Weil PfaffGu sich bei der Angabe der Bibelstelle offensichtlich vertippt hat.
Kann ja mal passieren...
Hätten primavera und Du die angegebenen Stellen gelesen, hättet Ihr es gemerkt.
Jedenfalls ist eine Auslegung die auf dem Lesen der Bibel beruht immer noch besser, als eine Auslegung die auf bloßem Abschreiben hängen bleibt.
primavera45 am 29. April 2009 15:01 . . und würdes Du alles schön im Kontex belassen, hättest Du bemerkt, wie dein leider falsch interprätierter Satz in Hebr.1,6 in 7. weiter geht . . . . (hebr.1,7) Von den Engeln . . . "spricht er" . . . zwar (Psalm 104,4): »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«,8 aber von dem """Sohn""" (Psalm 45,7-8): . . . . .»""""Gott"""", dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter "deines Reiches".
primavera45 am 4. Mai 2009 11:33 . . . . . und s c h w u p p, weg ist er, der ZJ, . . . wie an der Haustür . . mmmh????