Lohnt es sich finanziell, Hunde zu züchten?

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15 Antworten

Hier gibt es einen realistischen Überblick über die Kosten: http://www.cairn-terrier-hessen.de/welpen-preis.php

Dem Züchter würden bei dieser Aufstellung 476€ bleiben. Allerdings nur, wenn (wie dort geschrieben wurde) das Futter für eine kleine Rasse angesetzt wird und keine zusätzlichen Tierarztkosten entstehen. Das ist optimistisch gedacht. Bei der Mutter meines Rüden musste im Vorfeld 2x geröntgt werden und ein Kaiserschnitt war notwendig. Damit wäre das Geld dann komplett weg.

Was ebenfalls nicht enthalten ist, ist der Arbeitslohn des Züchters. Er muss die Welpen sozialisieren, füttern, alles sauber halten und nicht zu vergessen: Gespräche mit Interessenten führen und Termine machen. Ich habe mit meinem letzten Züchter viele Stunden telefoniert, war vor der Abgabe mehrfach da, habe vor der Abgabe regelmäßig Mails und Fotos bekommen. Und nicht jeder Interessent kauft schließlich auch.

Selbst als Lagerarbeiter oder Putzkraft würde der Züchter mehr verdienen. Vom Mindestlohn ausgehend sind mit den 476€ sind 7 Arbeitstage abgegolten. Damit kommt ein Züchter niemals hin, bis der Wurf aus dem Haus ist.

Man muss also Idealist sein, um zu Züchten. Finanziell lohnt sich das nicht.

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Meiner Meinung nach lohnt sich eine gute Rassezucht nur als Hobby und was man aus dem Hobby für sich selbst zieht - finanziell lohnt sich das garantiert nicht.

Ich züchte zwar Pferde und keine Hunde, aber Geld machen kann man damit ganz bestimmt nicht.

Ein guter und im Verband züchtender Rassehundzüchter gibt mehr Geld aus als er einnimmt. Schon allein die Zuchtausstellungen, die man haben muß, die Lehrgänge, der Zuchthund selbst, die Gesundheitsuntersuchungen und alle Gebüren drum herum kosten ordentlich.

Dann hat man aber erst mal einen zugelassenen Rüden oder eine zugelassene Hündin.

Der Zuchtrüde darf Decken und dafür bekommt man Geld. Aber je nach dem wie oft der Rüde zum Deckeinsatz kommt entscheidet wie viel Geld fliesst. Da es viele Hunde gibt und man versucht den genetischen Flaschenhals zu umgehen, wird ein spezieller Rüde bestimmt nicht so frequentiert wie es dem Besitzer lieb ist. Bei 3 bis 4 Deckeinsätzen im Jahr kommen gerade die Kosten wieder herein, die man für die Hundehaltung selbst braucht. Drüber könnte ein verdienst möglich sein.

Bei der Zuchthündin ist es weit schwierieger. Anfänglich hat man noch keine Ahnung was die Hündin weiter gibt, wieviele Welpen hier entstehen, welche Komplikationen auf einen zu kommen und ob man den gesammten Wurf bis zur Abgabereife unbeschadet hin bekommt.

Eine Zuchthündin kann aufnehmen oder auch nicht. Sie kann von 1 bis 16 Welpen bekommen, bei einem Welpen sind noch nicht mal annähernd die kosten gedeckt. Ich denke das erst bei ca. 6 gesunden Welpen die kosten einigermassen gedeckt werden können.

Bei mehr als 6 gesunden Welpen könnte es sein, das ein bisschen mehr Geld hängen bleibt als man ausgegeben hat.

Bei einem Wurf (und diese kommen beim Besten Züchter vor) wo schwere Geburtskomplikationen sind, oder nicht alle Welpen gesund, oder wo man gar die Mutterhündin verlohren hat .... darüber brauch ich dann ja wohl nichts zu sagen, oder?

Fazit: Nein.

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Hallo,

ich kann dir aus langjähriger Zuchtpraxis sagen, dass es sich finanziell nicht lohnt, Hunde zu züchten, zumindest dann nicht, wenn man es verantwortungsvoll macht.

Um dies zu verdeutlichen: noch nicht einmal das Finanzamt interessiert sich für Züchter, die z.B. im VDH züchten. Denn dort darf man nicht gewerbsmäßig züchten. Und selbst dem Finanzamt sind diese "Nebeneinkünfte" völlig egal - weil selbst dort bekannt ist, dass es hier keinen "Gewinn" gibt, den man versteuern müsste.

Eine gewerbsmäßige Hundezucht wäre allerdings etwas völlig anderes - hat dann aber mit verantwortungsvoller Zucht nicht mehr viel zu tun, weil ja eine Gewinnabsicht im Vordergrund steht - und wer Gewinn erzielen will, spart bei den Ausgaben, wo er nur kann.

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Ich kenne Hundezüchter und ich kann dir sagen, es lohnt sich nicht. Du hast genauso viel Ausgaben wie Einnahmen. Ich habe jetzt zB Rüden und keine Hündinnen, da hab ich ja nur die Shows. Die Kosten zwar viel Geld, aber letztendlich würde ich sagen, manchmal bleibt was über. Das ist dann ein nettes Taschengeld. Aber man kann sich deswegen ja nich den Hund kaufen . Mein erster Bub ist zB 2 cm zu groß geworden und darf deshalb nicht züchten. Trotzdem ist er das liebste was ich hab. Was währe nun gewesen, wenn ich mir extra zur Zucht angeschafft hätte???? Weggeben??? Das geht ja nicht! Beim zweiten Jungen ist alles ok und theoretisch könne er 3 mal im Monat, Anfragen sind so viel
da! Aber! Zucht bedeutet Verantwortung und nicht Geldverdienen ! Somit lehne ich viele ab ( auch wenn das leicht verdiente Geld lockt und mein Bub hätte auch nichts dagegen, sich 3 mal im Monat freudig zu vermehren). Ich überprüfe genausten das Pedigree der Hündin, ich guck mir die Ergebnisse der vorangegangen Würfe an und mit wem die Geschwister verpaart wurden. Das ist stundenlange Recherche! Und wenn ich dann die Einnahmen zusammenrechnen würde, währe es dann doch ein verdammt niedriger Stundenlohn! Es muss also Spaß an der Freude im Vordergrund stehen. Und wenn du einen tollen Rüden deiner Lieblingsrasse hast und dir spät er die Welpenkäufer bei Facebook und Co begeistert ihre Welpenfotos schicken, dann geht das Herz auf! Das ist Hundezucht. Bis der Hund soweit ist, dass er züchten darf hast du aber locker 5000 Euro investiert! Das nur an Rande!

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Mit einer normalen Zucht kann man froh sein, wenn die Kosten gedeckt sind. Da darf man aber keine Arbeit rechnen, sonst kommt man auf einen Stundenlohn von unter 1,-

Geld ist nur zu verdienen, wenn man hemmungslos ohne Rücksicht auf die Hunde im großen Maßstab vermehrt. Da kann man allerdings sogar viel Geld verdienen. Deswegen macht die Hundemafia das ja auch.

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Für eine kleine Zucht nicht wirklich. Wenn du die Aufwendungen zusammenzählst, legst du beim ersten Wurf sicher drauf. Kommt unvorhergesehenes wie ein Kaiserschnitt, Krankheit oder gar der Tod der Welpen hinzu, legt man auch drauf. Die Arbeitszeit kannst du gar nicht wirklich verrechnen. Bei einer Liebhaberzucht springt ein Taschengeld raus, aber sicher nicht der grosse Verdienst. Vor allem kann man mit einem Verdienst gar nicht rechnen, mit Verlusten muss man aber rechnen. 

Eine Hündin darf zwischen 3 und 8 Jahren höchstens 5 Würfe haben, erreicht man mit den vorgeschriebenen Wurfpausen je nach Wurfgrösse nicht unbedingt. Zuweilen bleiben Hündinnen auch leer.

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Kommentar von Berni74
15.02.2016, 06:18

Das lohnt sich auch bei größeren Zuchstätten nicht wirklich  

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Nein es lohnt sich nicht. Für einen eingetragenen Zwinger, sind die Kosten immens groß.

Wer eine zuchttaugliche Hündin zuhause hat. Muss erstmal die ganzen Gesundheitsnachweise aufbringen, hinzu kommen jährliche Routineuntersuchungen, die man dem Zuchtverein vorweisen muss.

Dann Mitgliedsbeiträge, Decktaxe für den Rüden zwischen 1000-3000 Euro. spezielles Futter für die werdende Hundemama, nicht zuvergessen ärztliche Untersuchungen der Welpen impfen, chipen, entwurmen, evtl. Notkaiserschnitt, wurfbox.
Futter für Welpen und Hündin nach dem sie geworfen hat.
Gute Züchter legen Wert auf einen gute Sozialisierung, das heißt sie brauchen Leinen, Halsbänder, Spielzeug, Geschirre Hundedecken.

Sowas ist sehr zeitaufwändig und man darf nicht vergessen, sicherlich machen die kleinen auch Unfug und es wird auch mal was kaputt gehen zuhaus.

Ich denke wenn ein Züchter mehrere Hündinnen hat die zuchttauglich sind so 2-3 und es gibt pro Jahr 2-3 Würfe, kann sich das evtl.lohnen, wenn vom Deckakt bis hin zu Abgabe keine Komplikationen auftreten.

z.B.ein unverhoffter Notkaiserschnitt, oder eines der Welpen wird krank oder man muss unverhoffte tierärztliche Kosten tragen.

So das man davon leben kann ohne Geld zuverdienen wohl kaum.

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Kommentar von Berni74
15.02.2016, 06:22

"Ich denke wenn ein Züchter mehrere Hündinnen hat die zuchttauglich sind so 2-3 und es gibt pro Jahr 2-3 Würfe, kann sich das evtl.lohnen, wenn vom Deckakt bis hin zu Abgabe keine Komplikationen auftreten."

Selbst dann lohnt es sich nicht, um Geld zu verdienen.

Mein Züchter hatte mal zeitgleich 3 Würfe (hatte sich zeitlich so ergeben), was er da täglich an Fleisch gebraucht hat, schon davon allein würde man arm

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Kommentar von Einafets2808
15.02.2016, 11:58

****da sie nur alle 1,5 Jahre belegt werden dürfen.****

Jede 2te Läufigkeit, soweit ich das mal gelesen habe. Heißt nicht alle 1,5 Jahre sondern 1x in Jahr.

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Wenn man es seriös und anständig macht, lohnt es sich defnitiv nicht.

Eine Hündin sollte - je nach Rasse - erst ab 2, meist ab 3 Jahren das erste Mal Welpen haben. Zwischen den Würfen sollte 1 Jahr sein - besser wären 1,5/2 Jahre und mehr als 3 Würfe (je nachdem wann angefangen max. mal 4 Würfe) sollten es nicht sein. Besser wären 2-3 Würfe.

Zuchtzulassung (mit vorherigen Gesundheitsprüfungen, Ausstellungen und je nach Rasse auch noch Ausbildung mit Prüfung) kostet auch noch mal recht viel pro Hündin. Decktaxe für den Rüden ist auch nicht wenig.

Dann noch Aufzucht (mit gescheitem Futter, guter Sozialisierung und Prägung) kostet Zeit und Geld. Dann Impfung, Entwurmung, Abnahme des Wurfes.

Nein davon kann man nicht wirklich leben.

Es lohnt sich nur wenn man viele Hündinen hat und sehr viele Würfe. Somit leidet aber irgendwas darunter - meinst die Sozialisierung und die Gesundheit und Wohlbefinden der Hündinen.

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Hallo, Nein es lohnt sich nicht. Außerdem werden sich irgendwann die Gesetzt ändern, könnte ich mir vorstellen. Dann werden Menschen ein Leben lang die Verantwortung tragen für die Hunde die sie in Umlauf bringen.

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Ich wundere mich gerade über so viele Experten, die meinen, Züchten lohnt sich nicht. Doch, es lohnt sich. Ich kenne einige Züchter und diese Leute können davon leben. Nein, sie betreiben keine Tierquälerei, die Hunde sind im besten Zustand und es kommt ein gesunder Nachwuchs. 

Nun sie halten mindestens zwei-drei Zuchthündinnen und auch eigene Deckrüden. Das ist ein harter Job, aber wenn ein Mensch gerne mit Hunden zu tun hat, dann hat er auch Freude daran. 

Jedenfalls keine Arbeit für Anfänger und nichts für Berufstätige.

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Kommentar von inicio
15.02.2016, 16:57

bei einer seriosen zucht sollte die huendin nur einaml im jahr werfen!

zieht man alle unkosten wie tierarst, kostenfuer stammbaum, mitgleidsbeitrag im VDH , erhoehte futterkosten etc ab -was meinst du bleibt dann fuer mensch zum leben uebrig?

eine serioser zuechter hat nur eine kurze zeit, fuer wuerfe -heundin muss aelter als mind 18 moanten alt sein, ab dem 5. lebensjhar nimmt man sie aus der zucht...

ich habe selber gezuchtet und kann nur sagen, da belibt nix zum leben!

auch befreundete zuechter hatten noch ein anderes zusatzeinkoammen (hundepension, mann ging einen anderem job nach etc..

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Kommentar von shark1940
16.02.2016, 12:21

rechne es Dir mal bitte aus - auch mit 2-3 Hündinen und Rüden funktioniert das alles nicht so.

Hündin sollte 3-4 mal maximal werfen (mir eigentlich schon zu viel). Wenn jeweils 8 Welpen rauskommen (und das ist durchschnittlich schon verdammt viel) dann bekommste ja nach Rasse 1000-2000€ pro Welpe. Aber gehen wir mal sogar von 1500 aus und ist über dem Durchschnitt. Bei 4 Würfen sind das 48000€ in 13 Jahren Hundeleben. Das sind 3700€ pro Jahr pro Hündin. Haste 3 Hündinen sind das 11100€ pro Jahr. Nun mußte noch die Kosten abziehen. Decktaxe sind oft ein Welpenpreis somit gehen hier schon 6000€ weg. Dann einmalige ZZL kostet 100,-- zzgl. Gesundheitstests (HD und Augen) sind schon mal locker 250€ zzgl. noch Gentests falls notwendig zzgl. Ausstellungen und Ausbildung mit Prüfung je nach Rasse. Aber sogar wenn Du das wegläßt, kommt nochmals die Wurfabnahme mit 150€ pro Wurf, TA Kosten, Impfungen, Wurmkuren, Futter und und und...

Willst Du mir also wirklich sagen, davon kann man leben? Wir reden jetzt von max. 3000€ pro Jahr und das für wirklich viel Arbeit.

Sorry, das geht wenn der Mann zb arbeiten geht und die Frau nebenher züchtet. Oder wenn eben die Hündinen ohne Ende werfen - gleich ab 2 Jahre und dann jedes Jahr einmal und wenn sie nicht mehr kann, abgegeben wird - ja dann lohnt es sich, dann hat es aber mit seriöser Zucht nichts mehr zu tun.

Wenn man seriös züchtet, ist es ein nettes Zubrot - aber leben kann man davon nicht.

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wenn man wirklich ZüCHTET - verdient man kein geld. der aufwand übersteigt die einnahmen.

mit glück kommt man auf null raus. rote null.

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nein, es lohnt sich nicht

es sei denn man ist voellig unserios, benutzt seine huendinnen als wurfmaschinen, sperrt sie in winzige staelle und gibt keine medizinische versorgung.

viele serioes zuechter koennen mit dem verkauf knapp ihre unkosten decken, manche machen verlust.

alle seriosen zuechter, die ich kenne haben zusaetzlich einen anderen beruf bzw ihre partner. 

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Wemn man seriös ist nein
Wenn man nur Geld will und eunem die Tiere egal sind ja

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Die Menschen, die das sehr erfolgreich machen, tun das schon seit vielen Jahrzehnten mit Wettbewerben, Urkunden, dokumentierten Stammbäumen usw bei denen kommt am Ende sicher gut was bei heraus! Wenn man hingegen gerade erst anfängt, dürfte das erstmal ein Minusgeschäft sein 

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Kommentar von LukaUndShiba
15.02.2016, 02:11

Selbst Züchter die 1.000€ und mehr nehmen verdienen so gut wie wie nichts dran einfach weil die Aufzucht extrem frisst. 

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Kommentar von dsupper
15.02.2016, 06:16

Auch Menschen, die es erfolgreich machen, haben hohe Kosten und dürfen es nicht gewerbsmäßig machen, sonst dürfen sie nämlich gar nicht mehr z.B. im VDH züchten.

Und als gewerbsmäßig zählt die Zucht, wenn man z.B. drei zuchtfähige fortpflanzungsfähige Hündinnen besitzt oder mehr als drei Würfe im Jahr züchtet.

Mit dem "Gewinn" dreier Würfe bleibst du ganz klar weit unter Hartz 4.

Wer zu vielen Ausstellungen und Wettbewerben fährt, hat auch dafür extrem hohe Ausgaben - Fahrtkosten, Gebühren etc.

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Kommentar von Berni74
15.02.2016, 06:26

Auch anerkannte und seit Jahren erfolgreiche Zuchtstätten können nicht davon leben. Sie müssen sich lediglich weniger Gedanken machen, gute Besitzer für ihre Welpen zu finden

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Nein - lohnt sich nicht ! Das Angebot ist viel zu gross und die Tierheime viel zu voll.

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Kommentar von LukaUndShiba
15.02.2016, 07:58

Wow du hast ja Ahnung .... Züchter die länger auf ihren Welpen sitzen haben meist nicht das Problem das niemand da ist der die Welpen will sondern das niemand von denen der sich gemeldet hat geeignet ist. 

Zudem haben viele Züchter auch lange Wartelisten.

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