Frage von xXlaraleinXx, 61

E Dressur mit oder ohne Hilfszügel reiten?

Hallo, ich starte demnächst mit meiner neuen RB bei einer E Dressur. Laut Ausschreibung sind Hilfszügel erlaubt. Generell bedeutet für mich eine E Dressur sein Pferd auch ohne Hilfszügel an die Hand reiten zu können, aber nun gut. Nun bin ich selbst am zweifeln ob ich nicht doch wie alle anderen mit Hilfszügeln starten soll, da meine Stute nicht gerade leicht durchs Genick zu reiten ist bzw das ständiger Aufmerksamkeit bedarf. Darunter leidet dann natürlich auch die Konzentration auf alle anderen wichtigen Dinge in so einer Prüfung. Nun wollte ich fragen: gibt es zum einen “bonuspunkte“ wenn man ohne hilfszügel sein Pferd schön vorstellt oder gar Minuspunkte wenn es gerade nicht gut läuft und sie mit hoch gerissenem Kopf durch die Gegend dackelt? (vorausgesetzt Sitz, hufschlagfiguren etc wären bei beiden Möglichkeiten gleich gut).

Was würdet ihr machen wenn man nicht zu 100% garantieren kann, sie genau in der kurzen Zeit der Prüfung gut an den Hilfen reiten zu können? Auf der einen Seite will ich mich nicht total blamieren... Und auf der anderen Seite will ich's mir nicht nur weil es halt erlaubt ist ultra leicht machen.

Vielen dank

Antwort
von lovelifee6899, 30

Ich würde ohne reiten... Hilfszügel sind meiner Meinung nach oft einfach nur zwanghaft und bei einer E Dressur finde ich es absolut blöd zu starten, wenn man ein Pferd nicht einmal ohne Hilfszügel richtig reiten kann! Und selbst wenn dein Pferd den Kopf hochreißen sollte, du kannst schließlich noch mal starten! Es kommt nicht aufs gewinnen an meiner Meinung nach, sonder darauf, dass sowohl Pferd (!!) als auch Reiter Spaß am ganzen haben und Erfahrungen sammeln können!

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für reiten, 26

Richter beurteilen das, was sie sehen. Nicht das, was Du versuchst.

Fürs darum Kämpfen, dass Du Das Pferd an den Zügel bekommst, gibt es sicher keinen Zusatzbonus. 

WennDu bange bist, dich zu blamieren, zeigst Du dich nicht mit einem Pferd, dass nicht am Zügel geht auf einem Turnier. Und, mal ehrlich - das hat nichts mit " sichs nicht zu einfach machen" zu tun. Mit Ausbindern möchte man sich nicht sehen lassen - aber ohne diese, mit einem Pferd, was nicht ordentlich läuft, gewinnst Du keinen Blumentopf sondern höchstens Kopfschütteln.

Antwort
von Michel2015, 17

Die LPO lässt das zu und die E ist für den Reiter da. Es kann nie schaden sich einer Beurteilung zu stellen, dazu sind eben diese Prüfungen da.

Wenn Du perfekt reiten kannst, dann spare Dir die E und geh gleich zur A über.

Wenn es hilft dann mach es, niemand wird das negativ bewerten.

Antwort
von LyciaKarma, 29

Wenn man noch glaubt, dass ein Pferd mit Hilf(losigkeit)szügeln ordentlich gehen kann, dann gehört man generell noch nicht auf eine E-Dressur.. 

Kommentar von lovelifee6899 ,

finde ixh auch!

Kommentar von xXlaraleinXx ,

richtig eingesetzt können hilfszügel wirklich gut helfen... man kann nicht von ein Pferd aufs andere setzen zumal auch martingals unter hilfszügel fallen. Ebenso ist einem bei einer E Dressur auch keiner böse, wenn das Pferd eben nicht perfekt losgelassen und schwungvoll läuft. Es ist nun mal die Einsteiger Klasse wo man Reiter und Pferd noch nicht perfekt vorstellen kann. Ich bin meine RB zwar noch nie mit hilfszügeln geritten da ich mir durchaus die Anlehnung erarbeiten kann... Aber wie das eben so ist, klappt es an den einen Tagen super und an den anderen super schlecht... bzw manchmal hebelt sie sich auch zwischendurch raus wo man nicht einfach stur weiter seine Lektionen reiten kann sondern es eben ein paar Wendungen etc Bedarf... Das ist ja in einer Prüfung auch nicht gerade möglich mal kurz zu unterbrechen bis man sich wieder geeinigt hat

Kommentar von Urlewas ,

Damit gibst du dir deine Antwort ja selber - ohne Hilfszügel brauchst du auf dem Turnier gar nicht erst starten. Im schlimmsten Fall würdest du andere Teilnehmer stören, und dich so ziemlich unbeliebt machen, da man ja bei E-Dressur nicht unbedingt allein im Viereck ist.

WennDu also kein grundsätzliches Problem mit dem Einsatz von Hilfszügeln hast und unbedingt starten willst, dann schnall sie rein und übe vorher mal damit.

Kommentar von LyciaKarma ,

Ein Martingal hat aber eine andere Aufgabe und korrekt verschnallt gar keine Auswirkung auf die Zügel.

Ein Pferd kann mit Hilfszügeln nicht losgelassen oder schwungvoll laufen. 

Die Anlehnung erarbeitet man nicht, sondern bekommt sie von selbst, wenn man richtig reitet. Die kriegt man auch nicht durch "Schwämmchen ausdrücken" oder so einen Schwachsinn, sondern durch korrektes Reiten. 

Wenn dein Pferd keine zwei Minuten gut laufen kann, solltest du länger daheim üben und nicht aufs Turnier fahren. 

Kommentar von Baroque ,

LyciaKarma hat Recht ... es kann schon mal passieren, dass in der Aufregung alles schief geht. Aber dann geht es so und so schief. Ohne Hilfszügel ist es möglich, dass ein Pferd reell über den Rücken geht, kann auch schiefgehen. Mit Hilfszügeln ist es gar nicht erst möglich. Stellt sich die Frage, welche Option zu bevorzugen ist:

1) Die Möglichkeit eine guten Rittes haben, weil man das Können hat, ein Pferd ordentlich vorzustellen aber grade nicht nutzen können, weil man selbst doch anders reitet in dem ungewohnten Umfeld? Kann passieren, muss aber nicht. Das Risiko muss man irgendwann eingehen. Irgendwann ist immer das erste Mal. Aber wenn man doch die Ruhe behält und das Pferd behält sie auch ist schön geritten immer noch schön geritten und man hat eine reelle Chance auf eine gute Note, weil ein gut schwingender Rücken einen auch zum sitzen kommen lässt und der Sitz in der E durchaus eine Rolle spielt, wo es um die Fertigkeiten des Reiters geht und nicht um die Reitpferdepoints des Pferdes.

2) Einen Hilfszügel einschnallen und damit gleich von vornherein die Chance auf einen frei schwingenden Rücken und damit den eigenen guten Sitz verbauen, nur weil einem das Ding vermeintliche Sicherheit gibt? Diese Sicherheit ist eh trügerisch. Ein Hilfszügel verhindert nicht, dass das Pferd vor lauter Schreck mal aus dem Viereck hüpft oder was anderes unvorhergesehenes passiert. Wenn das Pferd schlecht läuft, weil man vor lauter Situation nicht reell zum reiten kommt, läuft es auch mit Hilfszügel nicht schön. So viel zu sehen, sind die Richter durchaus in der Lage, dass sie nicht ein verschnalltes Pferd generell für gut geritten halten. Da muss man sich nun wirklich keine Illusionen machen.

Und ich gebe LyciaKarma in dem Punkt Recht, dass ein Martingal keine Wirkung auf den Zügel ausüben darf. Alles andere ist eine missbräuchliche Verwendung und hat mit einem Martingal nichts zu tun.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Ich sagte ja nicht das ein martingal bei normaler kopfhaltung Auswirkungen hat... Aber es gehört nun mal zu den hilfszügeln, genauso wie beispielsweise dreieckszügel auch. Nur weil ich den Begriff Hilfszügel verwendet habe, ging man wohl grundsätzlich davon aus das ich ein zusammengeschnürtes Pferd mit ausbindern meinte. Und doch eine Anlehnung erarbeitet man sich sehr wohl xD nicht alle Pferde sind von kindesbeinen an gut oder korrekt ausgebildet worden und finden sich schnell in die Anlehnung. Da ist teilweise schon Fingerspitzengefühl und mehr gefragt als nur “korrektes Reiten“. Und es geht ja nicht darum ob man sein Pferd 2 Minuten zum korrekten laufen bekommen kann oder nicht... gerade bei einem Turnier ist man doch als “Einsteiger“ sehr viel verkrampfer als sonst und versucht häufig es so besonders gut zu machen das gar nichts mehr geht. Ich kann doch nicht zu Hause bis auf L Niveau üben um dann mal eine E Dressur gehen zu dürfen xD bzw nur aus der Erfahrung auf einem Turnier kann man die lockerheit in diesen Situationen lernen! Und allgemein muss ich nochmal für die dreieckszügel sprechen. Die sind ja recht locker verschnallt und ziehen das Pferd in keine Position. Das heißt also für den Reiter das er trotzdem arbeiten kann und muss und sich trotz der dreiecker eine viel schönerer, korrektere Haltung erarbeiten kann. Man sieht doch häufig das bei einem schön gearbeiteten Pferd die dreiecker durchschlackern und überhaupt nicht mehr greifen. Dabei ist es durchaus möglich das das Pferd schön schwingen kann und losgelöst ist... ein vorwärts abwärts ist ebenfalls damit kein Problem. Also ich persönlich habe mich jetzt so entschlossen das ich ganz normal ohne alles weiter übe... Aber falls ich am turniertag auf dem abreiteplatz merke das überhaupt nichts klappt, dann greife ich auf die hilfszügel zurück und versuche es beim nächsten mal eben wieder

Kommentar von LyciaKarma ,
Ich sagte ja nicht das ein martingal bei normaler kopfhaltung Auswirkungen hat.

Und ich sage, dass ein korrekt verschnalltes Martingal bei *gar keiner* Kopfhaltung eine Einwirkung hat. 

Die haben keinen Knick in die Zügel zu machen, sondern einfach dafür zu sorgen, dass die Zügelschlaufe nicht über den Hals fliegt, wenn der Reiter einen Abgang macht. 

Und doch eine Anlehnung erarbeitet man sich sehr wohl

Aber nicht mit der Hand, sondern über den Sitz.

Sehr schwer zu erklären, wenn man noch nie auf so einem Pferd saß. 

gerade bei einem Turnier ist man doch als “Einsteiger“ sehr viel verkrampfer als sonst und versucht häufig es so besonders gut zu machen das gar nichts mehr geht. Ich kann doch nicht zu Hause bis auf L Niveau üben um dann mal eine E Dressur gehen zu dürfen 

Man kann sich aber gut vorbereiten - auf fremden Plätzen üben, ohne dass da ein Turnier sein muss zb.

Die sind ja recht locker verschnallt und ziehen das Pferd in keine Position. Das heißt also für den Reiter das er trotzdem arbeiten kann und muss und sich trotz der dreiecker eine viel schönerer, korrektere Haltung erarbeiten kann. 

http://www.abload.de/img/ausbinder687h.jpg

Auch "korrekt" verschnallt kann das Pferd mit Ausbindern nicht gut laufen. Und wenns nur weit genug den Kopf runterzieht, schlackern sie immer. Mit gesund laufen hat das aber nichts zu tun. 

 trotz der dreiecker eine viel schönerer, korrektere Haltung erarbeiten kann. Man sieht doch häufig das bei einem schön gearbeiteten Pferd die dreiecker durchschlackern und überhaupt nicht mehr greifen.

Ein Pferd kann mit Dreieckern nicht korrekt laufen. Zeig mir ein Bild von einem korrekt über den Rücken laufenden Pferd, das irgendeine Art von Hilfszügeln trägt. 

"Schön gearbeitet" gibts da auch nicht, da es ja Hilfszügel trägt und sich nicht aus der Haltung nehmen kann.

Ein Pferd muss erst lernen, korrekt zu laufen, hast du ja selbst gesagt. 

Stell dir vor, du müsstest ab sofort immer gerade sitzen. Ist eben gesünder. Dafür klebt man dir einen Stock an den Rücken. Dann kannst du auch nicht mehr aus dieser Haltung raus, obwohl du es nicht gewohnt bist - du wirst verkrampfen.

Ein Pferd geht übrigens nicht dann über den Rücken, wenn der Kopf unten ist, sondern wenn die Hinterhand gut untertritt. 

ein vorwärts abwärts ist ebenfalls damit kein Problem. 

Auch davon hätte ich gern ein Foto..

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Google doch einfach mal dreieckszügel, dann bekommst du all deine antworten und Fotos. Natürlich kann ein Pferd mit korrekt verschnallten dreieckern vorwärts abwärts gehen und auch untertreten... dein verlinktes Bild zeigt Ausbinder und keine dreieckszügel. Wenn überhaupt longiert man mit Ausbindern und reitet nicht damit. Ich persönlich longiere mit der doppellonge, aber nun ja. Ich wollte hier keine grundsatzdiskussion über Hilfszügel anfangen, da gehen die Meinungen wie man sieht weit auseinander. Und falls ich mir am Turniertag dann doch dreiecker drauf schnalle, heißt das ebenso nicht, dass ich entweder normal nicht auf e niveau reiten kann oder generell nur noch dreiecker drauf klatsche. Wären Hilfszügel auf dem Turnier nicht erlaubt (was ich eigentlich immer dachte), dann gäbe es für mich die Frage gar nicht... angemeldet habe ich mich mit dem Gedanken alle reiten ohne alles sozusagen.

Kommentar von LyciaKarma ,
Google doch einfach mal dreieckszügel, dann bekommst du all deine antworten und Fotos.

Da bekomme ich aber keine Fotos von korrekt laufenden Pferden, deswegen habe ich explizit dich danach gefragt. 

Mein verlinktes Foto zeigt das, was bei fast allen Hilfszügeln passiert.

Longieren mit Hilfszügeln ist genauso Quatsch wie Reiten mit den Dingern.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

puh na gut... rumdiskutieren ist doch total unsinnig. Erfreue dich einfach an deinem gut ausgebildeten Pferd was ohne Hilfen mit den zügeln allein durch den Körper an die Hand geht und super losgelassen mitschwingt. Hätt ich auch gern, aber das Leben ist kein ponyhof und So muss ich es mir eben hart erarbeiten. Manchen Reitern täte es jedoch gut sich an ihre anfangs Zeit zur erinnern oder einfach mal verschiedene Pferde zu reiten... auch vlt mal schul - oder problempferde die nie eine korrekte Ausbildung erlebt haben oder einfach jahrelang falsch geritten wurden... die können nämlich allein mit “richtigem Reiten“ nicht wirklich was anfangen, sondern brauchen individuelle Hilfen.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Ach so und schnall doch deinem Pferd einfach mal kurzzeitig dreieckszügel drauf und reite. Eine so gute Reiterin wird ihr Pferd doch schnell butterweich bekommen. Dann schießt noch jemand schnell Fotos wie toll das Pferd sich vorwärts abwärts dehnt und tadaa, da sind die Fotos

Kommentar von LyciaKarma ,

Meine Güte. Wenn dir die Argumente ausgehen, musst du gleich so rummotzen? 

Mein Pferd ist übrigens so ein "Problempferd" das nie richtig geritten wurde. Aber wenn man korrekt dran arbeitet und nicht einfach Symptome statt Ursachen bekämpft, geht das. 

Meine Anfänge? Ich habe nie ausgebundene Pferde geritten. Ich saß allerdings später mal auf Pferden, die oft ausgebunden liefen und die konnten allesamt kaum korrekt gehen.. 

Mein Pferd wehrt sich, wenn man so einen Unsinn einschnallt. Auch, wenn er keinen Einfluss hat - er ruckelt dann nämlich am Gebiss. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community