Frage von minaabg, 153

An Christen: Warum enthält die Bibel (NT) die Briefe von Paulus?

  • Es geht um Paulus Briefe in NT: -Warum enthält die Bibel die Briefe von Paulus?
  • Sind diese Briefe von Gott, also Gottes Wort (Christlicher Glaube: Bibel = Gottes Wort)Wenn die Bibel heilig ist, bedeutet das, dass diese Briefe auch heilig sind?

Warum sind diese Briefe nur für manche Leute, also bestimmte Leute, wenn doch die Bibel für alle Menschen da war? Warum gibt 's persönliche Briefe; zum Beispiel den Brief für Philemon?

Warum denn nur Paulus - Briefe? Ich meine, gab es nicht andere Briefe von anderen Aposteln?

Antwort
von Chichiri, 40

Warum enthält die Bibel die Briefe von Paulus?

Als Missionar hat Paulus auch viel an die Gemeinden geschrieben, was sein Glaube ausmacht und warum die Menschen sich zu Christus bekehren und bekennen sollen. 

Die Paulusbriefe sind zeitlich gesehen noch vor den Evangelien entstanden und erzählen auch, wie die ersten Christen gelebt haben und wie sie Gottesdienst gefeiert haben. Daher sind sie insgesamt für den christlichen Glauben wichtig.

Sind diese Briefe von Gott also ´´Gottes Wort ´´ (Christliche Glaube: Bibel = Gottes Wort) 

Auch wenn die Bibel immer wieder als "Wort Gottes" bezeichnet wird - sie ist es nicht in dem Sinne. Christen gehen nicht davon aus, dass Gott die Worte jemanden diktiert hat und dieser sie niederschrieb. Vielmehr ist es eine Sammlung von verschiedenen Glaubensbekenntnissen. 

Warum sind diese Briefe nur für manche Leute also bestimmte Leute wenn doch die Bibel für alle Menschen da war?
Warum gibt's persönliche Briefe zum Beispiel die Briefe für Philemon?

Paulus hat ja damals die Briefe nicht geschrieben und gedacht: "Meine Texte kommen jetzt in die Bibel..." Paulus hat ganz gezielt Gemeinden ausgesucht, die er zum Glauben missionieren wollte und hat diese Leute dann auch angeschrieben. Das bedeutet aber nicht, dass die Briefe für andere Völker ebenfalls gültig wären.

Warum denn nur Paulus Briefe ich meine gab es nicht andere Briefe von anderen Aposteln? 

Es kommt darauf an, was du mit Apostel meinst. Man kann im engeren Sinne die 12 Jünger Jesu als Apostel Jesu bezeichnen oder im weiteren Sinne damit einen "Gesandten" bezeichnen. Paulus war auch keiner der 12 Jünger.... 

Von den ursprünglichen 12 Aposteln gibt es gar keine Schriften. Jesus hatte damals vom nahenden Ende der Welt erzählt. Die Jünger dachten also, dass sich das aufschreiben gar nicht lohnt, da Jesus eh bald wiederkommen wird und sie in das Himmelreich holt.
Die Paulusbriefe sind tatsächlich einer der ältesten Schriften als Zeugnis über den christlichen Glauben.

Kommentar von FreakNimrod ,

Von den ursprünglichen 12 Aposteln gibt es gar keine Schriften.

Was ist mit den beiden Petrusbriefen oder den Briefen von Johannes?

Kommentar von Chichiri ,

Es wird sehr stark angezweifelt, dass die Petrusbriefe tatsächlich von Petrus selber stammen. 

Bei den Johannesbriefen wird kein Autor genannt - sie sind im Stil aber ähnlich wie das Johannesevangelium. Daher werden die Briefe dem Evangelisten Johannes zugeordnet... nicht dem Apostel Johannes.

Antwort
von Aleqasina, 60

Es war in der Spätantike üblich, dass Briefe von allgemeiner Bedeutung herumgereicht und kopiert wurden. Die an Gemeinden gerichteten Briefe waren so konzipiert.

Einige gingen verloren, andere wurden gekürzt oder mit weiteren Briefen "zusammenkopiert". Einige Schriften, die zunächst mit den übrigen zusammen verbreitet wurden, hat man später wieder aussortiert. Es war also ein längerer Prozess, der zur letzgültigen Auswahl führte. Kriterien waren der theologische Wert, die Nützlichkeit für die Gemeinde und das Ansehen der Autoren. Da stand Paulus hoch im Kurs. Aber es gibt im Neuen Testament auch Briefe anderer Personen.

Der Privatbrief an Philemon hat beispielsweise deshalb einen hohen Stellenwert, weil er die Frage nach der Sklaverei auf eine ungewöhnliche Weise klärt. Er enthält keinen Aufruf, die Skaverei als solche abzuschaffen, aber Sklaven sollen als Geschwister geachtet werden, - wodurch das ausbeuterische Sozialsystem der Antike geradezu konterkariert wird.

Den Briefschreibern ist nicht der Heilige Geist höchstselbst aus der Feder geflossen, die Texte sind also durch die Zeit, die jeweilige Situation und die betreiligten Personen geprägt. Die Briefe sind also nicht unmittelbar "Gottes Wort", wie es beispielsweise der Koran zu sein vorgibt. 

Ob man die Texte als "heilig" bezeichnet, ist Ansichts- oder Glaubenssache. Auch, was man überhaupt unter "heilig" versteht.

Antwort
von Viktor1, 20

Die Bibel (hier das NT) ist eine Zusammenstellung von Schriften, welche sich mit der Botschaft Jesu befassen. Es gab noch mehr Schriften, welche aber teils verworfen wurden weil sie teils Irrlehren enthielten oder eher bedeutungslos waren.
Die "Bibel", also alle zusammengestellten Schriften, ist nicht Gottes Wort.
Sie enthält Botschaften zum irdischen und transzendentem Heil des Menschen.
"Heilig" ist eine Zuordnung zu  "Dingen", von Menschen gedacht , nicht von sich aus gegeben.
Die Briefe hatten "Adressaten", wie heute auch. Du schreibst ja auch keinen Brief an alle. Trotzdem sind sie Glaubenszeugnisse auch für andere, da sie sich an der Botschaft Jesu orientieren, auch wenn da (scheinbare) Widersprüche auszumachen sind.
Manche Fragestellung von dir ist nicht verständlich so z.Bsp. der letzte Satz.Da bringst du einen Widerspruch ein, der nicht besteht.

Antwort
von Mimir99, 64

Bevor du so schrecklich schlecht formulierte Fragen stellte, wäre es wohl angebracht selbst zu recherchieren. Sollte dir auch das nicht gelingen habe ich hier mal ein paar Links, die sogar Kleinkinder mit Internetzugang gefunden hätten : 

https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/neues-testament/paulinische-briefe/

https://www.die-bibel.de/bibelwissen/inhalt-und-aufbau/neues-testament/briefe/

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paulusbriefe

Antwort
von Klaus02, 19

Hallo minaabg

Versuche dir einmal die Bibel nicht als ein Buch vorzustellen das von Gott geschrieben wurde, sondern als ein Buch das über Gott geschrieben wurde.

Zuerst haben die Juden aufgeschrieben was ihr Volk erlebte und wie Gott sie dabei begleitete. (Erstes Testament)

Danach Berichteten die Christen vom Leben Jesu (Evangelien) und später davon wie sich die junge Christliche Kirche entwickelte. (Neues Testament)

Die Briefe des Paulus sind dabei wichtige Zeugnisse darüber was die ersten Christen dachten, welche Probleme sie hatten und wie sie damit umgingen. In ihnen können wir nachlesen wie die Kirchliche Leitung aufgebaut war, wie Lehrsätze entstanden und wie Streitigkeiten beigelegt wurden. Wir erfahren was die ersten Christen auf sich genommen haben und wie sie einander behandelt haben.

Bei al diesen Dingen war der Geist Gottes gegenwärtig. Er begleitet uns auf all unseren Wegen, selbst dann wenn wir uns auf Abwege begeben. Auch die Autoren der Bibel waren vom Heiligen Geist begleitet, deshalb haben sie nie vergessen bei all diesen Dingen auch und vor allem das Heil zu verkünden.

Da uns die ganze Bibel das Heil Gottes verkündet können wir auch die ganze Bibel als Heilig betrachten.

Gott segne und behüte dich,
Klaus

Antwort
von KaeteK, 29

Ja, die Bibel ist Gottes Wort.

Gottes Wort sagt von sich:

2. Timotheus 3 16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 17 auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt.



Daraus kann man erkennen, dass nicht die Personen, die schrieben,
inspiriert worden waren, sondern dass die Schriften selbst göttlich
eingegeben sind.

2. Petrus 1 19 Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf welches zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, welche an einem dunklen Orte leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen; 20 indem ihr dies zuerst wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist.21 Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste.


Der Heilige Geist lehrte Paulus  und den anderen Schreiber der Heiligen Schrift, welche Worte sie  benutzen sollten.Und die Gesamtheit der Schriften bildet das Wort Gottes.


1. Korinther 2
10 uns aber hat Gott es geoffenbart durch [seinen] Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. 11 Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; 13 welche wir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel. 14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird; 15 der geistliche aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemand beurteilt; 16 denn „wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise?“ Wir aber haben Christi Sinn.

lg












Antwort
von Apfelwerfer, 26

Der Apostel Paulus äußerte in 2. Timotheus, Kapitel 3:16 folgendes: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit". (gem. NWT)

Was genau meinte der Apostel Paulus, als er erklärte, die Bibel sei „von Gott inspiriert“? Er schrieb griechisch und verwendete an dieser Stelle einen Ausdruck, der wörtlich „gottgehaucht“ bedeutet. Damit wollte Paulus sagen, dass Gott die Bibelschreiber durch seinen heiligen Geist angeleitet hat, ausschließlich das niederzuschreiben, was er geschrieben haben wollte.

Ähnlich äußerte sich auch der Apostel Petrus, gemäß 2. Petrus 1:21: "Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden". (gem. NWT)

Das bedeutet, dass beide Apostel davon überzeugt waren, dass die Schriften, die in der Sammlung der Bibel (Altes und Neues Testament) enthalten waren, göttlichen Ursprungs sind. Daher konnte Paulus die Bücher der Bibel zu Recht auch als „die heiligen Schriften“ bezeichnen.

Dies ist umso bedeutsamer, da die Briefe des Apostels Paulus, die heute in der Bibel enthalten sind, nicht die einzigsten Briefe waren, die er geschrieben hat. In Kolosser 4:16 schreibt Paulus: "Und wenn dieser Brief bei euch gelesen worden ist, so veranlaßt, daß er auch in der Versammlung der Laodicẹner gelesen wird und daß ihr auch den von Laodicẹa lest". Der Brief an die Kolosser wurde Teil der heiligen Schrift und gilt somit als "inspiriert", während der Brief von Paulus an die Gemeinde in Laodicea nicht mit in den Bibelkanon aufgenommen wurde.

Wenn Gott den Menschen sein geschriebenes Wort geben wollte, dann konnte er auch dafür sorgen, dass nur die Bücher und Briefe als inspiriert mit aufgenommen wurden, die er dafür vorgesehen hat und andere eben nicht, da sie nicht "gottgehaucht" waren.

Antwort
von Flashbong, 83

Also erstma: diel Bibel ist NICHT gottes wort. Ich bin zwar atheist (christlich katholisch erzogen) aber ich weiß das das nicht der glaube ist. Die bibel ist eine zusammentragung von gleichnissen und vom leben jesu. Die worte gottes sind nur sehr vereinzelt zu finden. Zumal alle diese Kapitel der bibel mit ausnahme der Briefe der apostel bereits von anderen Religionen abgenommen. 
Alle inhalte der Bibel sind definitiv als heilig anzusehen. Also alle briefe, jedes einzelne gleichnis etc. Sollte ein original-dokument davon auftauchen wäre das eines der heiligsten gegenstände dieses glaubens. Die bibel richtet sich an jeden menschen. Viele der briefe etc sollte man allgemeiner deuten. Es geht um moralvorstellungen und ähnliches. Auch wenn geschichten oft sehr speziell klingen so sind sie doch an die gesamte bevölkerung gerichtet. Man muss sich nur mühe geben was der autor damit sagen wollte. Ja es gab von allen aposteln etliche briefe. Jedoch ist Paulus eienr der aktivisten bibel-zusammenträger gewesen. So sind seine briefe natürlich die die vertreten sind.

Kommentar von Eselspur ,



Die bibel ist eine zusammentragung von gleichnissen und vom leben jesu. Die worte gottes sind nur sehr vereinzelt zu finden. Zumal alle diese Kapitel der bibel mit ausnahme der Briefe der apostel bereits von anderen Religionen abgenommen. 



Warum antwortest du, wenn du so wenig Ahnung vom Thema hast?

Antwort
von Eselspur, 58

warum die Briefe in der Bibel sind habe ich dir bereit hier beantwortet: https://www.gutefrage.net/frage/warum-enthaelt-die-bibel-die-briefe-von-paulus?f...

Ja, die Briefe sind Wort Gottes, sie sind heilig. 

Ursprünglich waren sie für einzelne oder Gemeinden, dann fand sie die Gesamtheit der Christen für sie bestimmend. 

Es gibt auch andere Apostelbriefe in der Bibel. Diese Briefe heißen "katholische Briefe". Ob es sonst noch welche gegeben hat, wissen wir nicht. 

https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/

Kommentar von quopiam ,

Doch, wissen wir. Es gab eine ganze Menge von Briefen. Aber im 1. Jhdt. d. Z. sind die Schriften geordnet und begutachtet worden. Einige, die Männer wie Eusebius für authentisch oder wichtig hielten, kamen in den Kanon, andere nicht. Vor allem solche Schriften und Briefe wurden ausgeschieden, die im Verdacht standen, gnostische Lehren in das Christentum zu tragen. Daß das trotzdem gelungen ist, sehen wir noch heute in der Haltung vieler Christen. Gruß, q.

Kommentar von Eselspur ,

Wir kennen eine ganze Reihe frühchristlicher außerbiblischer Briefe, aber keine von Aposteln. Alle, die Persönlichkeiten wie Eusebius (oder Konstantin oder andere) heranziehen wollen, um zu erklären, wie das Christentum so geworden ist, wie es ist, übersehen, dass zu dieser Zeit sich der christliche Glaube bereits außerhalb der Grenzen des Römischen Reiches ausgebreitet hat.

Antwort
von chrisbyrd, 32

Sehr interessant und empfehlenswert zum Kanon der Bibel ist folgender Artikel: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=4455

Kommentar von chrisbyrd ,

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