Wenn es ein reiner Kommentar ist, nicht. Dann ist es wirklich nur deine Meinung.

Was anderes wäre es, wenn es eine Argumentation in Form eines Kommentars wäre. Allerdings lässt sich das nur aus dem Zusammenhang sagen und ist eigentlich Abschluss-Niveau.

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Bluthochdruck ist eigentlich die häufigste Todesursache bei uns. Zwar bringt der Bluthochdruck einen nicht direkt um, aber die Folgen bei Nicht-Behandlung davon schon.

Seitdem ich im Rettungsdienst bin, ist mir aufgefallen, wie wenig Menschen eigentlich über Bluthochdruck (bzw. Blutdruck generell) wissen. Von falsche Einnahme der Medikamente über fehlerhaftes Messen bis hin zu Fehlinterpretation ist alles dabei. Wir haben so viele unnötige Einsätze, die mit dem Blutdruck zusammenhängen, dass man es kaum noch glauben kann.

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Am besten ist für dich ein Job, wo du möglichst nur einen Vorgesetzten und keinen Kundenkontakt hast. Geregelte Abläufe sind auch wichtig. Da kann man dir keinen Beruf empfehlen, sondern es geht um den Betrieb. Meiner Erfahrung nach sind es oft kleinere Betriebe, bei denen du so eine spezifische Stelle findest.

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Reden wir von schwarz oder bloß von dunkel? Hast du weitere Symptome wie Bauchschmerzen oder Schwindel?

Ein dunkler Stuhlgang kann mit der Ernährung zusammenhängen, da bestimmte Nahrungsmittel (zum Beispiel Rotwein) die Stuhlfarbe beeinflussen können. In dem Fall wäre es nur vorrübergehend und sollte morgen oder übermorgen wieder vorbei sein.

Wenn es wirklich schwarzer Stuhl ist und du nicht zufällig Eisentabletten nimmst, solltest du damit dringend zum Arzt. Dann könnte es eine innere Blutung sein.

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Ich finde Selbstdiagnosen nie okay, auch nicht bei Autismus.

Wenn die Vermutung da ist, dass man Autismus (oder ein anderes Problem) hat, kann man das so äußern. Dann muss dies aber auch entsprechend formuliert sein. Ohne offizielle Diagnose kann man jedoch nicht sagen, dass man Autist ist.

Mit Selbstdiagnosen, die man als offizielle Diagnosen darstellt, schadet man nur den Betroffenen. Wenn Menschen bloß behaupten eine Diagnose zu haben, schaden sie damit dem "Ruf" der Erkrankung. Wenn dann wirklich jemand diese Diagnose hat, haben Menschen bereits "Erfahrung" mit den unechten Diagnostizierten gemacht.

Als Beispiel: wenn jeder, der einen Putzfimmel hat, behauptet, er habe eine Zwangsstörung, haben Menschen ein komplett falsches Bild davon. Wenn dann wirklich jemand mit Zwangsstörung kommt, denken alle, dass das nichts anderes als ein Putzfimmel ist. Daweil ist ein Wwangsstörung zum einen so viel mehr, zum anderen haben bei weitem nicht alle Betroffene einen Ordnungszwang.

Wenn man die Vermutung hat, kann man zum Spezialisten gehen und eine offizielle Diagnose machen lassen. Solange ist es nur ein Vermutung.

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Für Laien gilt: es wird solange reanimiert, bis der Rettungsdienst übernimmt. Der Rettungsdienst macht solange weiter, bis der Notarzt sie stoppt.

Wie lange ein Arzt reanimieren lässt, hängt von vielen Faktoren ab: wie alt ist die Person, was sind mögliche Ursachen, wie stehen die Erfolgschancen, was wollen die Angehörige, wie lange kann das Team noch,...

Zumindest im Rettungsdienst wird nach 20-30 Minuten zum ersten Mal darüber nachgedacht, ob man aufhören soll. Davor hört man nur auf, wenn es keine Chance mehr gibt (darüber entscheidet der Notarzt). Bevor man die Maßnahmen einstellt, fragt man alle Teammitglieder, ob sie damit einverstanden sind. Zum einen könnte jemand noch eine Idee haben, zum anderen muss so niemand die alleinige Verantwortung tragen.

Wenn der Patient wieder normal atmet (also mindestens zweimal in zehn Sekunden), darf man natürlich auch aufhören. Dann braucht es keine Rea mehr.

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Die erste Frage wäre, von welcher Art Autisten wir reden? Autist ist nicht gleich Autist. Frühkindliche Autisten können teilweise nicht einmal sprechen, manche Asperger haben hingegen sogar einen Doktortitel (um den Unterschied krass darzustellen). Deine Frage ohne genauere Angaben zu beantworten, ist so nicht möglich.

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Ob die Symptome wirklich schwächer werden, ist schwer zu sagen. Allgemein wird für Asperger die Pubertät als schwierigste Zeit angesehen. Danach wird es besser. Ob das daran liegt, dass sich das soziale Umfeld verändert, die Pubertät vorbei ist oder die Symptome schwächer werden, kann man nicht sagen. Vielleicht ist es auch eine Mischung aus allem.

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"Kaltherzig" sin Sanitäter nicht unbedingt. Ein wichtiger Teil des Jobs ist es, Empathie zu zeigen. Die Patienten sollen sich sehr wohl verstanden fühlen, was ohne Gefühle nicht funktioniert.

Jemand, der von sich aus sagt, dass er keine Wunden sehen kann, geht nicht zur Rettung. Ich habe mit Blut und Wunden kein Problem, wäre aber niemals für einen betriebswirtschaftlichen Beruf geeignet, weil ich immer zum Wohle der Menschen/Tiere entscheiden würde.

Wie Sanitäter das machen? Zum einen sind sie entsprechend ausgebildet. Was Angst macht, ist das Unwissen, was los ist, was passiert oder was man tun muss. Als Sanitäter kann man die Situation viel besser einschätzen und ist dementsprechend einfach weniger überfordert. Zum anderen sehen sie viele Sachen einfach nicht zum ersten Mal. Viele Sachen sind einfach Alltag.

Ich erinnere mich noch, wie aufregend "meine" erste allergische Reaktion war und wie man sich erst einmal ziemlich überfordert fühlt. Mittlerweile war ich schon bei so vielen, mir muss man nicht mehr sagen, was ich zu tun habe. Diese Woche war ich gerade bei einer. Wir haben ein Blick auf die Patientin geworfen, zwei Fragen gestellt und wussten, dass die Situation nicht kritisch sondern bloß unangenehm war. Den Angehörigen war das nicht bewusst, die mussten wir erst einmal beruhigen.

Bei wirklichen Notfällen ist auch bei Sanitätern Adrenalin im Spiel. Da funktioniert man einfach. Die meisten dieser Notfälle hat man davor schon trainiert. Da steigt man wirklich aus dem Auto aus und weiß schon, was man jetzt macht. Man arbeitet sein Programm einfach ab. Wenn man nicht überlegen muss, ist man nicht so anfällig für Angst oder Panik

Man muss auch mal sagen: viele überschätzen, was man im Rettungsdienst sieht. Klar gibt es schwere Einsätze, die sind aber recht selten. In meiner Region sind ein Drittel aller Einsätze eigentlich unnötig, da würde auch ein Besuch beim Hausarzt reichen. Ein weiteres Drittel sind schon berechtigt, allerdings immer noch so, dass man auch (rein vom Gesundheitszustand) selber ins Krankenhaus hätte fahren können. Der Rest ist sind Einsätze, bei denen man sagen kann, dass ein RTW wirklich nötig ist. Wirkliche Notfälle sind bei mir vielleicht 10% aller Einsätze. Wunden und Blut sieht man eigentlich kaum. Das meiste sind internistische Fälle oder Stürze.

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Es gibt in dem Sinne kein Flugverbot für Rettungshubschrauber. Allerdings sind nicht alle Hubschrauber dafür ausgestattet, auch nachts zu fliegen. Daher fliegen viele nur tagsüber.

Es gibt Rettungshubschrauber, die auch nachts fliegen können. Die sind aber recht selten und werden daher nur in absoluten Notfällen eingesetzt, zumal sie auch weiter weg stationiert sein können. In meiner Region gibt es keinen, der nachts fliegen kann. Wir müssen entweder einen aus einem anderen Bundesland anfordern oder aus der Schweiz kommen lassen. Die brauchen halt auch 45 min, bis sie überhaupt mal da sind.

Da nachts Rettungshubschrauber nur bei wirklichen Notfällen eingesetzt werden, fliegen sie auch nur entsprechende Krankenhäuser an. Für einen Hubschrauber macht es keinen großen Unterschied, ob sie ein besser ausgestattetes Krankenhaus weiter weg anfliegen. Das sind nur ein paar Minuten für eine bessere Versorgung.

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Eine solche Diagnose ist an sich kein Problem. Was du allerdings brauchst, ist ein Psychiater, der dir schriftlich bestätigt, dass du für diesen Beruf geeignet bist. Es geht dabei um eine gewisse mentale Stabilität. Als Rettungssanitäter sieht man alles möglich, auch Richtung Suizidversuch, svV, Zwangseinweisungen,..., und hört auch viele Geschichten. Man muss so stabil sein, dass man durch so Sachen nicht getriggert wird.

"Abhärten" ist der falsche Weg aus meiner Sicht. Ich finde es wichtiger, dass man sich bewusst macht, zu was man sich da meldet. Man sieht nicht unbedingt so viele schlimme Bilder im Rettungsdienst, wie man meinen würde. Eigentlich sogar recht wenig. Aber man sollte sich bewusst sein, was man möglicherweise sehen kann.

Manche Einsätze sind stressig. Allerdings spüre zumindest ich das während des Einsatzes gar nicht so. Die Erschöpfung kommt dann, wenn der Druck abfällt. Man muss aber auch ganz klar sagen: das sind die wenigsten. Was uns die Filme zeigen mit ständigen Blaufahrten und nur Notfälle, entspricht absolut nicht der Wahrheit. Die meisten Einsätze sind "harmlos", werden nicht einmal mit Blaulicht gefahren.

Die beste Strategie zur Stressbewältigung ist einfach reden. Bei uns in der Abteilung hat es sich sogar schon eingebürgert, dass man nach einem spannenden/stressigen Einsatz in den Aufenthaltsraum kommt und die Kollegen warten schon auf den Bericht. Bei uns fragt man auch andere, ob sie was zum Erzählen haben und bietet auch wirklich an, dass man jederzeit kommen kann. Besonders sind das Menschen, die genau wissen, von was man redet. Sie haben ähnliches schon erlebt. Zumindest ich habe zusätzlich auch noch 3-4 Kollegen, zu denen ich gehe, wenn ich wirklich jemanden zum Reden brauche.

Während der Ausbildung lernt man auch, wie man mit Stress umgehen kann. Man überlegt sich davor, was einen belasten kann, was der persönliche "Supergau" wäre,..., damit man darauf gefasst ist. Uns haben sie gefragt, welche Pagermeldung wir niemals bekommen wollen. Man überlegt sich aber auch Bewältigungsstrategien. Jeder Mensch hat unbewusst ein ganzes Repertoire an Methoden zur Stressbewältigung, man muss sich darüber nur bewusst werden.

Für dich ist momentan am wichtigsten, dass du deine psychischen Probleme in den Griff kriegst. Das kann dauern. Ich war mental mit 18 nicht bereit für den Rettungsdienst. Stattdessen habe ich eine andere Ausbildung gemacht und konnte danach dann zur Rettung. Manchmal braucht man einfach seine Zeit. Eine Psychotherapie ist keine schlechte Idee, aber vor allem muss man Geduld mit sich selber haben. Wenn das dein Traumjob ist, solltest du nicht aufgeben.

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Die Werte sind völlig normal. Was soll die Rettung da tun?

Zum Vergleich: ohne weitere Symptome ist erst ein Blutdruck ab 170 bzw. 180 besorgniserregend. Davor würde dich ein RTW von sich aus auch nicht mitnehmen.

Auch ein Puls 103, wenn du eh schon aufgeregt bist, ist normal. Dieses Gefühl von plötzlichem "Herzrasen" ist oft psychisch bedingt.

Der Disponent in der Leitstelle kann wegen solchen Werten ohne weitere Symptome eigentlich kein Auto rausschicken. Die Werte sind normal. Würde man bei solchen Sachen jedes Mal einen RTW schicken, bräuchten wir viermal so viele, mindestens.

Ein gut gemeinter Rat von mir: versorg das Blutdruckmessgerät einfach. Du kannst es einmal am Tag verwenden, um deinen Blutdruck allgemein zu checken. Das wird auch von Ärzten empfohlen. Aber häufiger auch nicht. Das Gerät spuckt dir einen Wert aus, den du nicht interpretieren kannst. Das macht nur unnötig Sorgen.

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Weißt du, was Blaulicht bedeutet? Blaulicht bedeutet, dass es sich um einen Notfall handelt, weshalb der RTW rechtlich gesehen Vorrang hat. Die Autos müssen ihm Platz machen und er darf mit höherer Geschwindigkeit fahren. Er darf auch über rot fahren. Der Fahrer muss allerdings mit erhöhten Vorsicht fahren, indem er sich zum Beispiel zuerst vergewissert, dass alle Autos stehen bleiben. Einfach über alle Ampeln und Stoppschilder rasen geht dennoch nicht.

Ich bin bei der Rettung und hatte wirklich einmal eine Fahrt, wo wir uns nicht sicher waren, dass der Patient noch lebend ins Krankenhaus kommt. Wir haben uns darauf vorbereitet, dass wir jederzeit stehenbleiben und reanimieren müssen. Und genau bei dieser Fahrt sind die anderen Autos trotz Blaulicht, Sirene und Hupe nicht aus dem Weg gegangen. Es ist ein furchtbares Gefühl, wenn man im RTW sitzt, es wirklich um Minuten geht und die Autos keinen Platz machen.

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Das kommt auf deine Schule an. Bei einem Austausch werden immer Abmachungen getroffen, ob du selbst nachlernen musst, ob du Nachprüfungen machen musst, welche Kurse du besuchst,...

Grundsätzlich ist es auch bei einer HTL möglich, ein Auslandsjahr zu machen. Nur ist halt die Wahrscheinlichkeit größer, dass du Prüfungen machen musst.

Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, einen Kurz-Austausch zu machen. Dabei geht man nur für 2-3 Wochen ins andere Land, wobei der andere Austauschschüler für dieselbe Zeit dann zu dir kommt.

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Ja

Wenn das vom Kontext her passt, ist es einmal okay. Aber generell finde ich es unnötig. Man muss auch bedenken, dass nicht alle den gleichen Dialekt haben. Das ist für andere dann teils schwer/gar nicht zu verstehen. Daher gehören Dialekte für mich grundsätzlich nicht in Foren.

Was anderes ist es bei privaten Nachrichten.

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Ja.

Per Definition hat das jeder schon einmal. Erste Hilfe fängt nämlich schon bei der Betreuung an. Wer einen Verletzten (ein kleiner Kratzer reich schon) oder Hilfsbedürftigen auch nur beruhigt hat, hat Erste Hilfe geleistet. Auch Pflaster kleben gehört zur Ersten Hilfe. Jeder hat sowas schon einmal gemacht.

Privat musste ich die ein oder andere Wunde versorgen, mehrfach jemandem nach einem Sturz wieder auf die Beine helfen und einem Suizidversuch stoppen. All das ist Erste Hilfe.

Beruflich musste ich als Rettungssanitäter natürlich wesentlich mehr Erste Hilfe leisten. Oft macht man als Sanitäter nichts anderes als Erste Hilfe-Maßnahmen, nur wissen das die meisten nicht.

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