Wenn sich aus dem Testament des Vaters nicht deutlich, zumindest andeutungsweise, ergibt, dass beim Wegfall der als Alleinerbin eingesetzten Tochter (durch Tod oder Ausschlagung) deren Abkömmlinge Ersatzerben werden sollen, tritt die gesetzliche Erbfolge an die Stelle des Testaments. Das bedeutet, dass die vier Kinder des Erblassers ihn zu je 1/4 beerben. Wenn die Tochter nun auch diese 1/4-Miterbschaft ausschlägt, würden jedoch in diesem Falle ihre Kinder an ihre Stelle treten, das heisst, das 1/4 ihrer Mutter je zur Hälfte bekommen.

Wenn die Kinder der Tochter dagegen testamentarisch Allein-Ersatzerben des Erblassers würden, könnten die drei anderen dadurch enterbten Geschwister ihre Pflichtteile verlangen, jeder von ihnen in Höhe von 1/8 des Nachlasswertes (denn deren gesetzliche Erbteile würden je 1/4 betragen, daher davon die Hälfte als Pflichtteil = 1/8).

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Den bisher erteilten Antworten ist voll zuzustimmen. Das Kind des Freundes kann nur dann dessen gesetzlicher Erbe werden, wenn der Freund die Vaterschaft anerkannt hat. Ansonsten gilt das Kind als ehelich und wird somit beim Tod des Ehemanns der Frau dessen Miterbe neben dem auch biologisch ehelichen Kind und der Ehefrau/Mutter.

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Die Antwort von Ronox ist richtig: Ihre Mutter würde Ihre gesetzliche Alleinerbin sein. Das können Sie abwenden, indem Sie ein formrichtiges Testament errichten (eigenhändig geschrieben und unterschrieben oder von einem Notar beurkundet), in dem Sie eine bzw. mehrere andere Personen zu Erben einsetzen. Nicht abwenden können Sie aber den Pflichtteilsanspruch, den Ihre Mutter im Falle ihrer Enterbung in Höhe des Wertes von 1/2 Ihres Gesamtvermögens gegen Ihren Erben geltend machen könnte. Es handelt sich dabei um einen Geldanspruch, so dass sie zwar keinen Anspruch auf Ihr Haus erwerben würde; aber gleichwohl könnte es sein, dass Ihre Erben das auf sie entfallende Haus verkaufen müssten, um den Pflichtteil der Mutter aufzubringen. Wenn Sie auch das so weit wie möglich vermeiden wollen, müssten Sie vor Ihrem Tod heiraten; dann würde Ihre Mutter als gesetzliche Erbin neben Ihrer Ehefrau (die 3/4 erben würde bei gesetzlichem Güterstand) nur 1/4 erben, so dass auch ihr Pflichtteil sich auf 1/8 (Hälfte des gesetzl. Erbteils) reduzieren würde. Nur wenn auch aus der Ehe Kinder hervorgingen, entfiele ein gesetzliches Erbrecht Ihrer Mutter ganz, und damit auch ihr Pflichtteilsanspruch.

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Stellen Sie doch hier Ihre Frage. Vielleicht kann einer der fachkundigen Antwortgeber Ihnen die nötige Beratung - kostenlos - geben.

Ansonsten fragen Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht, ob und wo es eine kostenlose Erstberatung gibt.

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  1. Die Kinder des Ehemanns aus dessen erster Ehen gehören zu seinen gesetzlichen Erben. Wenn Ihr Ehemann ohne Hinterlassung eines anders lautenden Testamenets verstürbe, würde er von Ihnen zu 1/2 und den beiden Kindern zu je 1/4 beerbt werden (dabei unterstellt, dass Sie im gesetzlichen Güterstand mit Ihrem Ehemann leben).
  2. Diese Erbteile ,beziehen sich auf das gesamte Vermögen Ihres Ehemanns, also auf dessen 1/2-Anteil am Haus und sein Geld- und sonstiges Vermögen. Für das Haus wäre somit das Ergebnis, dass Ihnen Ihr Eigenanteil von 1/2 plus 1/4 (die Hälfte des 1/2-Anteils des Ehemanns) = 3/4 verbliebe. Die beiden Kinder würden zu je 1/8 Miteigentümer werden (allerdings gebunden in der dann entstehenden "Erbengemeinschaft").
  3. Wenn dieses Miteigentum der Kinder vermieden werden soll, bleibtim Grunde nur übrig, dass Ihr Ehemann in einem Testament Sie zu seiner Alleinerbin einsetzt. Das hätte dann aber zur - nicht abwendbaren - Folge, dass die beiden Kinder ihre Pflichtteile geltend machen (und im Bestreitensfalle gerichtlich einklagen) könnten. Die Pflichtteile sind aber reine Geldansprüche (also keine Ansprüche auf Beteiligung an denNachlassgütern), die sich auf die Hälfte des Geldwertes ihrer gesetzlichen Erbteile beziffern. Das bedeutet gemäß oben Ziff. 1, dass die Pflichtteile in Höhe von je 1/8 (also insgesamt 1/4) des Nachlasswertes Ihres Ehemanns betragen würden. Als Beispiel: Ist Ihre Haus 400.000 Euro wert und beliefe sich das sonstige Vermögen Ihres Ehemanns auf 100.000.- = 500.000, wären die Pflichtteile aus 1/2 Haus 200.000 plus 100.000 = 300.000 zu berechnen. Das heißt die beiden Kinder könnten je 1/8 davon = 37.500 beanspruchen.
  4. Vielleicht sollte Ihr Ehemann versuchen, wenn er diese Pflichtteile vermeiden will, mit den Kindern einen (notariellen) Pflichtteils-verzichtsvertrag zu schließen, evtl. gegen Zahlung eines lebzeitigen Abfindungsbetrags. Wenn die Kinder heute "geldbedürftig" wären, könnte die Bereitschaft zum Verzichtsvertrag vielleicht bestehen. es käme auf einen Versuch an.
  5. Sie könnten mit Ihrem Ehemann auch ein gemeinschaftliches Testamenet errichten, in dem Sie suich gegebnseitig zu Alleinerben einsetzen und die Kinder zumindets in Bezug auf den Nachlass Ihres Ehemanns als dessen Erben beim Tod des Letztversterbenden von Ihnen bestimmen,. Das kann auch per Vor- und Nacherbschaft erfolgen. Dazu sollten Sie aber anwaltliche oder notarielle Hilfe in Anspruch nnehmen.
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Der Antwort von Schachbrett75 ist voll zuzustimmen. Der Luxus der Nazigrößen, insbesondere Görings, war - vor allem weil er seinen Luxus auch noch auf Raubgut (vor allem aus der verbrecherischen Enteigung jüdischer Bürger) aufgebaut hat - noch erheblich größer als der der letzten deutschen Kaiser. Die Weimarer Politiker waren, wie hätte es in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, insbe. in der Zeit der Inflation 1922/23 uund der Wirtschaftsflaute 1929/30 auch anders sein können

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s. vorige Antwort

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Warum fragen Sie nicht direkt bei der Bank an, welche Hindernisse der Auszahlung des Restbetrags entgegen stehen. Die wird Ihnen doch die Auskunft nicht verweigern und Ihnen sagen, was Sie ggf. zu tun haben, um das Geld zu erhalten.

Das kann Ihnen doch aus der Community niemand sagen, ohne die Gesamtumstände Ihres Erbfalles zu kennen. Warum fragen Sie auch nicht ihre Notarin ?

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Erbe auschlagen? Erbschein?

Hallo an alle,

im November ist ein Freund von uns gestorben. Für seine Frau brach eine Welt zusammen, Marius war erst 56 als er starb. Sie hatten keine gemeinsamen Kinder. Marius hatte eine Versicherung abgeschlossen womit für den Fall des Falles die Beerdigung bezahlt werden sollte. Seine Frau Michaela schreibt die Versicherung an mit Sterbeurkunde und melden den Versicherungsfall. Die Versicherung will aber einen Erbschein haben. Michaela zum Gericht, Erbschein beantragt, und jetzt fängt das Theater richtig an. Da Marius keine eigen Kinder hat, treten als Erbfolge seine Geschwister an dessen Stelle. Marius hat viele Geschwister. Die Geschwister wurden vom Gericht angeschrieben, und alle schlugen das Erbe aus. Die Nächste Erfolge sind dann die Kinder der Geschwister von Marius. Eines dieser Kinder wollte Gründe wissen warum das Erbe ausgeschlagen wurde, und was es denn zum Erben gäbe. Michaela geantwortet das es um die Versicherung geht die für die Beerdigung sein soll. Der Auzahlbetrag deckt noch nichtmal die Beerdigungskosten. Michaela hat immer noch Rechnungen die sie Abstottert, und ihr wurde Geld geliehen damit sie den Bestatter bezahlen konnte. Scheinbar hatte dann die Kinder der Geschwister darauf hin das Erbe auch ausgeschlagen. Jetzt kommt wieder ein Schreiben über das Gericht, es habe sich eine großnicgte gemeldet, die Auskunft von Michaela haben will warum alle anderen das Erbe ausgeschlagen haben, sie (Michaela) aber das Erbe antreten will.

Ist es denn normal das da huns und kuns behaupten kann ich bin die Nichte, ich bin der Onkel usw. Ist es denn allgemein üblich das man garkeine Auskunft darüber bekommt oder geben muss über die Erbmasse. Bei meiner Frau würde nur gefragt nehmen sie das Erbe an, oder lehnen sie es ab. Meine Frau vermutete das ihr Bruder Schulden hatte und lehne das Erbe ab. (Es war gut, er war hoch verschuldet)

Aber ein Recht Auskunft zu bekommen ob das Erbe ob positiv oder negativ ist hat sie nicht gehabt.

Michaela ist seit November 17 Witwe, wir haben jetzt Juni 18 und immer noch spielen die Behörden Pingpong mit ihr.

Gibt es denn keine Möglichkeit das alles schneller und unbürokratischer über die Bühne zu bringen.

Michaela ist psychisch am Ende, sie ist finanziell nicht abgesichert, Witwenrete und Jobcenter, jeden Tag neue Hiobsnachrichten. Jetzt soll Michaela aus der Wohnung ausziehen, da sie vom Jobcenter nicht bezahlt werden soll. Kürzen ihr die Leistung um 200€

Wenn die Behörden weiter so machen tragen sie dazu bei das Michaela schon Soizid Gedanken bekommt, weit ist sie nicht mehr von weg.

An Umzug ist bei Michaela garnicht zu denken, sie ist psychisch am Ende. Schwere Depressionen Angststörung usw.

Wir würden gerne helfen, wissen aber nicht wie.

Hat hier eventuell jeman ähnliche Erfahrungen, Erlebnisse und kann uns mit Tips und Rat helfen.

Vielen Dank schonmal!

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Da der Verstorbene kein Testament zugunsten seiner Ehefrau hinterlassen hat, gilt die sogen. gesetzliche Erbfolge. Das bedeutet in diesem Fall, dass die Ehefrau 3/4 des Nachlasses des Ehemanns erbt und dessen Geschwister bzw. deren Kinder (wenn die Geschwister vorverstorben sind oder das Erbe ausgeschlagen haben) das restliche 1/4. Die Erben sind - so regelt es das Gesetz - in einer zunächst nur gemeinsam handlungs- und verfügungsberechtigten Erbengemeinschaft verbunden. Erst wenn diese feststeht (nachdem das Nachlassgericht aufgrund der Ausschlagungen auch die nachfolgenden Generationen informieren und sie wegen etwaiger Ausschlagung befragen muss), kann ein Erbschein erteilt werden.

Was die Versicherung betrifft, sollte über möglichst einen Fachmann evtl. in Verbindung mit der Vers.Gesellschaft festgestellt werden, ob hier nicht ein Bezugsrecht der Ehefrau vereinbart worden ist, so dass diese Anspruch auf die Versicherungsleistung hätte ohne Rücksicht darauf, ob sie auch Alleinerbin oder nur - wie hier - Miterbin zu 3/4 geworden ist. Gerade bei einer Versicherung für die Bestattungskosten wäre das Bezugsrecht der Ehefrau naheliegend.

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Es handelt sich offenbar darum, dass der Wert einer Schenkung dem Wert des Erbes zugerechnet wird, wenn der Schenker innerhalb 10 Jahren nach der Schenkung verstirbt und von dem Beschenkten beerbt wird.

Beispiel: Vater schenkt Sohn S im Jahre 2005 200.000 €. Das ist erbschafts- und schenkungssteuerfrei, weil die Schenkung unter der Freigrenze von 400.000 € bleibt. Verstirbt der Vater 2014 und erbt der Sohn von ihm weitere 500.000 €, dann werden diese mit den 200.000 € addiert und es müssen 300.000 € (700.000 minus 400.000 Freibetrag) ernschafts-versteuert werden.

Wäre der Vater erst 2017 gestorben, müsste der Sohn nur 100.000 € versteuern, weil die 10-Jahresfrist für die in 2005 geschenkten 200.000 abgelaufen ist und quasi eine "neuer" Freibetrag von 400,000 entsteht.

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Das geht so nicht, denn nur der Vater selbst kann bestimmen, wer seinen Nachlass erhalten soll, wenn der eingesetzte Erbe vor ihm verstirbt.

Ihr Mann sollte seinen Vater dazu bewegen, sein Testament dahin zu ergänzen oder neu zu fassen, dass er für den Fall des Vorversterbens des Sohnes (also Ihres Mannes), Sie und Ihre Kinder (zu bestimmten Anteilen) als "Ersatzerben" einsetzt. Ein einziger Satz dieses Inhalts mit Ort und Datum versehen, eigenhändig geschrieben und unterschrieben, würde das Problem lösen.

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Du kannst mich auch .....wenn Du nur zu faul bist, im "Götz" selber nach dem Zitat zu suchen. Sorry, aber für allzu Bequehmliche, um nicht zu sagen: Faulenzer, ist diese Community sicher nicht vorgesehen.

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Die Eltern können Ihnen das Hausgrundstück unentgeltlich übertragen gegen Vorbehalt und Eintragung im Grundbuch eines lebenslangen Wohnrechts für deren Wohnung. Sofern Ihre Eltern je zu 1/2 Eigentümer des Hauses sind, wäre diese Schenkung schenkungssteuerfrei, sofern der Verkehrswert des Hauses bis zu 800.000 Euro beträgt (abzüglich der noch auf dem Haus lastenden Darlehen). Denn als Abkömmling haben Sie Schenkungs- bzw.Erbschaftssteuerfreibeträge von je 400.000 Euro, die Sie ausnutzen können. Wenn Ihre Eltern innerhalb 10 Jahren nach der Übertragung versterben und Sie dann weiteres Vermögen von ihnen erben, würde dieses mit dem Hauswert zusammengerechnet und wäre dann zu versteuern, soweit die Summe dann über den 800.000 Euro läge. Versterben die Eltern erst später als diese 10 Jahre,+ entfiele die Anrechnung der Schenkung, weil die Freibeträge alle 10 Jahre neu gewährt werden.

Neben diesen Gesichtspunkten müssten Sie natürlich rechnerisch ermitteln. ob die Mieten aus den Wohnungen der anderen Mieter ausreichen, um die Kosten des Hauses (Gebühren, Steuern pp. und die Abzahlung des/der Darlehen) zu decken sind bzw. ob ein etwaiger Fehlbetrag von Ihnen nachhaltig aus Ihrem Einkommen gedeckt werden kann. Wenn das so ist, sollten Sie mit der finanzierende Bank besprechen, ob sie Ihnen das Darlehen belassen, wenn das Haus auf Sie übergeht und ob die Eltern aus der Haftung entlassen werden können. Die Bank wird darüber positiv entscheiden, wenn gesichert erscheint, dass aus den Mieten (evtl. mit einem Mietbeitrag, den die Eltern nach der Pensionierung noch leisten können) die Belastungen nachhaltig zu decken sind. Was den Übertragunsvertrag betrifft, müssen Sie sich der Hilfe eines Notars bedienen, zumal ja ein solcher Vertrag ohnehin nur unter notarieller Beurkundung rechtswirksam abgeschlossen werden kann.

Ich unterstelle, dass Sie als deutscher Staatsbürger auch deutschem Steuerrecht unterliegen; Schweizer Recht könnte anderes beinhalten.

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Einmommensteuer: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Wenn ich die Frage richtig verstehe, bedeutet der "beschränkte Pflichtteilsverzichtvertrag", dass Sie darauf verzichten, dass das an den Bruder zu übertragende Hausgrundstück beim späteren Erbfall (Tod der Eltern) nicht deren Nachlass für die Berechnung Ihres Pflichtteils hinzugerechnet wird. Ihr Pflichtteil soll also nur aus dem errechnet werden, was beim Erbfall an elterlichem Vermögen vorhanden ist.Aus der Sicht Ihrer Eltern, deren Anliegen offenbar die Lebenssicherung des kranken Bruders ist, ist das verstäöndlich. Auch und gerade Sie als Bruder müssten für diese Sorge der Eltern Verständnis haben. schließlich sollten Sie dabei auch bedenken, dass ohne diese elterliche Sicherung des Bruders nach dem Ableben der Eltern Sie für den Unterhalt des kranken Bruders aufkommen müssten. Vielleicht sollten Sie versuchen, im Kontext zu dem Übertragungsvertrag an den Bruder mit den Eltern einen Erbvertrag abzuschließen, in dem nicht nur Ihr Verzicht auf die Zurechnung des Hausgrundstücks zu Ihrem Pflichtteil vereinbart wird, sondern mit vertraglicher Bindung auch die Erbfolge im Übrigen: es wäre daran zu denken, dass darin bestimmt wird, dass die Eltern sich gegenseitig zu Erben des Erstversterbenden einsetzen und dass beim Tod des Letztversterbenden Sie und Ihr Bruder zu bestimmten Anteilen Erben werden sollen oder etrwa bestimmte Vermögensgegenstände erhalten sollen. Mit einem solchen Vertrag wären Sie gesichert, weil er eben "bindend", d.h. nicht ohne weiteres widerruflich, abgeschlossen würde. Allerdings scheint mir unerlässlich, dass sich Ihre Familie dabei der juristischen Hilfe eines Answalts oder Notars bedient (den letzteren brauchen Sie sowieso, weil Erbverträge nur bei notarieller Beurkundung wirksam werden)

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Der Opa sollte ein Testament errichten, in dem er entsprechend seinen Wünschen Deine Mutter, Onkel oder Bruder oder Dich zu Erben zu jeweils angegebenen Anteilen (z.B. 1/4, 1/3) einsetzen sollte. Außerdem sollte er in das Testament schreiben, dass Dir er die Alphütte als Vermächtnis zuwende, wobei es zweckmäßig ist hinzufügen, ob dieses Vermächtnis auf Deinen Erbteil anzurechnen ist oder ob es als sogen. "Vorausver mächtnis" zusätzlich zu Deinem Erbteil an Dich gelangen soll.

Freilich kann der Opa Dir die Hütte auch lebzeitig schenken. dann könnte allerdings beim Tod des Opa, wenn der innerhalb 10 Jahren nach der Schenkung eintritt, eine Zurechnung des Werts der Hütte zum Nachlass Opas verlangt werden, so dass z.B. der Bruder seinen Erbanteil aus dem so erhöhten Nachlasswert verlangen könnte. Der Zurechnungswert ver-mindert sich pro Jahr nach der Schenkung um je 10%, so dass beim Erbfall erst 10 Jahre nach Schenkung nichts mehr hinzuzurechnen ist-.

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Da das Haus bereits vor mehr als 10 Jahren der Schwester geschenkt wurde, hätte es im Erbfall der Eltern nur dann noch Bedeutung, wenn bei der Schenkung von den Eltern angeordnet worden wäre, dass der Wert des Hauses auf den späteren Erbteil anzurechnen ist. Da das offenbar nicht geschehen ist, wird beim Tod der Eltern nur das ihnen nach Weggabe des Hauses verbleibene Vermögen zur Vererbung anstehen. Sofern die erwähnten Ihnen zugewendeten 39.000 Euro mehr sind als der Ihnen bei gesetzlicher Erbfolge zustehende Pflichtteil (ich gehe von 1/6 des Nachlasswertes, der Hälfte von 1/3 als gesetzlichem Erbteil aus) gibt es keine weiteren Ansprüche für Sie und Ihren Bruder

Auf Ihre Fragen bezogen heißt das:

  1. Wenn Ihr Bruder auf seinen Erbteil verzichtet und keine Abkömmlinge hat, würden sich die gesetzlichen Erbteile Ihrer Schwester und Ihnen auf je 1/2 erhöhen (evtl. muss die Schwester sich das Haus auf ihren Erbteil anrechnen lassen; dann könnte sein, dass alles an Sie fällt)
  2. Nach dem beim Erbfall vorhandenen Wert, es sei denn, Ihre Schwester müsse sich das Haus aufgrund bei der Schenkung gegebener Anordnung anrechnen lassen; dann würde der Verkehrswert des Hauses hinzuzurechnen sein.
  3. Ihre Schwester muss nur dann an Sie etwas auszahlen, wenn es, wie schon gesagt, bei der Schenkung angeordnet oder vereinbart wurde. Sonst muss sie nichts an Sie auszahlen. Wäre das Haus innerhalb 10 Jahren vor dem Erbfall (der Eltern) an die Schwester geschenkt worden, käme ein Pflichtteilsergänzungsanspruch in Betracht; nach mehr als 10 Jahren ist das aber erledigt.
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An der Person Faust, wenn es um sie geht, lässt sich sehr viel kritisieren, man muss allerdings den "Faust" zumindest Teil I lesen, um sich ein Urteil über ihn bilden zu können. So kann z.B. die Kritik an ihm ansetzen, dass er einen Selbstmord beabsichtigt, aber dann durch die Ostgerglocken davon abgehaltren wird, dass er als junger Mann als "Quacksalber" Menschen auf dem Gewissen hat (s.Osterspaziergang mit Wagner), dass er einen Pakt mit dem Teufel (Mephisto) geschlossen hat, dass er ein junges Mädchen verführt, ihr ein Kind gemacht und sie verlassen hat (Gretchen) usw. usw. Ohne den "Faust" gründlich und mit Interesse zu lesen, wird das nichts mit einem Beitrag zu der Unterrichtsstunde. Da Du sicher mindestens 16 Jahre alt sein wirst (früher kommt "Faust" nicht ins Lehrprogramm), ist vDir das auch zuzumuten.

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nein, das gat Goethe nie beabsichtigt

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