Die Abschläge, die bereits in der EM Rente vorhanden waren, bleiben auch in der Altersrente für Schwerbehinderte erhalten, daran ändert sich nichts. Sinn macht die Altersrente für Schwerbehinderte ohnehin nur, wenn nach Beginn der Rente wegen EM noch Beitragszeiten (z.B. aufgrund einer Beschäftigung nach Beginn der EM Rente) hinzugekommen sind. Wenn nicht, bringt die Umwandlung nichts, da eine Erhöhung der Rente nicht zu erwarten ist. An der Rentenbesteuerung ändert sich nichts. Mit Vollendung des 65. Lebensjahres erfolgt automatisch eine Umwandlung der EM Rente in die Regelaltersrente. Hingegen würde die Altersrente wegen Schwerbehinderung jedoch nicht in die Regelaltersrente umgewandelt werden.

Um zu erfahren, ob die Altersrente wegen Schwerbehinderung eine Erhöhung bringen würde, bitte einfach den Rentenversicherungsträger um eine Rentenauskunft. Soviel ich weiß, wäre der RV-Träger hierzu bereits mit Vollendung des 60. Lebensjahres Deines Vaters verpflichtet gewesen. Die Altersrente wegen Schwerbehinderung erhält nämlich auch, wer berufs- oder erwerbsunfähig ist, bei Deinem Schwiegervater somit bereits ab dem 01.04.2007. Unter Umständen - wenn die Altersrente höher sein sollte - bestünde der Anspruch rückwirkend ab dem 01.04.2007. Bitte also um zwei Rentenauskünfte, einmal zum 01.04.2007 und einmal zum 01.04.2010.

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Wenn Du im Widerspruchsverfahren gegen Deinen abgelehnten Rentenantrag jetzt eine Reha bewilligt bekommen hast (ich gehe mal davon aus, dass Du den Reha-Antrag nicht von selbst gestellt hast), dann müsste es eigentlich bedeuten, dass Du zum jetzigen Zeitpunkt nicht arbeitsfähig bist. Dein RV-Träger geht aber davon aus, dass Deine Leistungsfähigkeit durch die Reha wieder hergestellt werden kann. Das kann man aber erst nach Abschluss der Reha beurteilen. Meiner Meinung nach müsstest Du also bis zum Ende der Reha einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente haben. Wichtig wäre dann nur der Rentenbeginn. Die Rente wird in diesem Fall als Zeitrente gezahlt und beginnt grundsätzlich 6 Monate nach Eintritt des Leistungsfalls. Je nach dem, wann Dein Leistungsfall ist, kann der "fikitve" Rentenbeginn leider auch erst nach der Reha liegen ;-( und es kommt zu keiner tatsächlichen Zahlung der Rente.

Kläre das auf jeden Fall mit dem RV-Träger ab, frage dort, was jetzt bis zum Beginn der Reha passiert und ob Dir bis zum Ende der Reha ggf. eine Rente zusteht. Steht Dir keine Rente für die "Übergangszeit" zu, schildere Deine Situation (Aussteuerung Krankengeld) und frage, ob ggf. ein früherer Aufnahmetermin möglich ist bzw. eine andere Klinik in Betracht käme. Ein Widerspruch nützt Dir wenig, da deren Bearbeitung auch wieder wertvolle Zeit kosten würde.

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Stelle auf jeden Fall einen Rentenantrag. Wenn Du vor 1961 geboren bist, hast Du ggf. Anspruch auf eine teilweise Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit. Wenn Dein Arbeitgeber mitspielt, kannst Du auch mit Rente weiterarbeiten. Der Verdienst wird ggf. bei der Rente angerechnet. Weise unbedingt darauf hin, dass deine erste Reha nichts gebracht hat, vielleicht müssen die bei der Rentenversicherung dann vom ersten Antragsdatum der Reha ausgehen und Du bekommst die Rente rückwirkend. Viel Glück

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Wenn alls beim AG vorliegt, sollte dem nichts mehr im Wege stehen, es sei denn, das AG hatte noch etwas zu beanstanden. Einfach mal über den RA klären lassen. Die Gerichte sind zurzeit sehr überlastet, da alte Versorgungsausgleichsachen wieder aufgerollt und zusätzlich verhandelt werden müssen. Aber mit etwas Druck ist da vielleicht ein schnellerer Termin zu bekommen.

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Das kann sein und wird in letzter Zeit immer häufiger. In der Renteninformation stehen drei Beträge, 1. der Betrag Deiner derzeitigen Erwerbsminderungsrente, 2. der Betrag Deiner derzeitigen Altersrente und 3. der "was wäre wenn" Betrag bis zum vollendeten Lebensalter der Altersrente. Der zweite Betrag ist der aussagekräftigste Betrag, der muss von Jahr zu Jahr höher werden (wenn Du regelmäßig Beiträge einzahlst wie beschrieben). Der erste Betrag enthält auch Werte, für die nichts eingezahlt wurde, eine sog. Zurechnungszeit. Diese Zeit bestimmt sich immer nach dem derzeitigen Lebensalter bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Hieraus wird ein zusätzlicher Betrag errechnet, der, wenn sich Dein Einkommen in den letzten Jahren verringert hat (z.B. Arbeitslosigkeit) auch geringer ausfallen kann. Beim dritten Betrag (der "was wäre wenn" Betrag) wird Deine Rente bis zum 65. Lebensjahr + X Monate hochgerechnet, indem man fiktiv annimmt, dass Du bis dahin die gleichen Beiträge wie in den letzten 5 Jahren einzahlst. Auch hier gilt: Hat sich Dein Einkommen zwischenzeitlich verringert, kann auch dieser Betrag geringer werden.

Wichtig und maßgebend ist immer der zweite Betrag. Nur hieran kannst Du Dich wirklich orientieren, wieviel Rente Du zu erwarten hast. Alle anderen Beträge sind reine Spekulation ;-)

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Der Hinzuverdienst bei Bezug einer Eu-Rente wird in § 96a SGB VI geregelt. Demnach sind Mieteinnahmen nicht als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, wenn diese nicht im Zusammenhang mit einer selbständigen Tätigkeit stehen. Die EU-Rente wird dadurch also nicht gemindert. Die Schenkung kann daher angenommen werden.

Steuerrechtlich sind dann natürlich neben den Renteneinkünften auch die Einnahmen aus der Vermietung zu berücksichtigen. Hier können durchaus Steuernachzahlungen entstehen. Das würde ich aber am besten mit dem Finanzamt klären.

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Übergangszeiten zwischen zwei Ausbildungen, in Deine Fall zwischen Schulausbildung und Studium, die nicht mehr als 4 Monate betragen, gelten als Anrechungszeiten wegen Schulausbildung. Ein reguläres Studium beginnt am 1. Oktober eines Jahres. Somit wäre die Zeit zwischen dem 19.06.2010 und dem 30.09.2010 nicht größer als 4 Monate und damit Anrechnungszeit wegen Schulausbildung. Insofern entstehen keine Lücken in Deinem Versicherungskonto. Eine Meldung bei der Agentur für Arbeit wäre insofern nicht erforderlich, es sei denn, Du hättest für die Übergangszeit Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

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Das ist korrekt. Solange die eingezahlten Rentenbeträge - dazu zählen die Beiträge aus einer Beschäftigung, Beiträge für Wehr- oder Zivildienst, Beiträge bei Kranken- und Arbeitslosengeldbezug - weniger als 5 Jahre (60 Monate) betragen und man aufgrund einer versicherungsfreien Beschäftigung (z.B. als Beamter) zukünftig keine weiteren Beiträge mehr einzahlen wird, hat man Anspruch auf Erstattung der bereits eingezahlten Beiträge.

Es werden aber nur die Beiträge erstattet, die man selbst eingezahlt hat. Das kann also nur die Hälfte der Beiträge sein, die Du aus einem Arbeitsverhältnis zahlen musstest bzw. die Dir von deinem Lohn abgezogen wurden.

Für die Erstattung der Beiträge gilt aber eine Wartezeit von 2 Jahren. Das heißt, erst wenn Du seit zwei Jahren in einem Beamtenverhältnis stehst, kannst Du einen Antrag auf Beitragserstattung stellen. Für den Antrag reicht zunächst ein einfaches Schreiben an den Rentenversicherungsträger, der Dein Konto führt, aus. Die erforderlichen Unterlagen werden Dir danach zugesandt.

Wenn Du die Wartezeit von zwei Jahren noch nicht erfüllt hast, und Du nicht mehr abwarten kannst, zu wissen, wie hoch die Beitragserstattung wäre, kannst Du bereits jetzt schon einen Antrag auf eine Probeberechnung stellen ;-)

Gesetzliche Grundlage für die Beitragserstattung ist § 210 Sechstes Sozialgesetzbuch (SGB VI)

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