Für mich klingt "decent" etwas positiver, im Sinne von "ok" (That was decent try. - Der Versuch war ok/ordentlich.) und "anständig" (Can I get a decent cup of coffee here? - Krieg ich hier'ne anständige Tasse Kaffee?) usw.

"Okay-ish" klingt für mich eher wie "noch okay" (The test was okay-ish - Der Test war noch okay) oder "geht so" (The date was okay-ish - Das Date ging so).

Habe okay-ish aber auch kaum mal gehört, noch weniger gelesen.

...zur Antwort

Probleme solltest du lösen und nicht vor ihnen weglaufen. Auch nicht bis Palau.

Denn das Problem ist in dir, weil du mit deinen Lebensumständen (die eigentlich völlig vernünftig sind, sorry) nicht klarkommen willst. Dieses Grund-Problem wirst du mitnehmen. Yay, auf einer Insel weit weg (auf die du als Minderjährige/r allein eh nicht kommen wirst), ohne Sprachkenntnisse, ohne Geld, ohne Ahnung, wie man Probleme löst statt vor ihnen wegzulaufen, dazu noch deine Eltern wirklich übel behandelt mit diesem Stunt...denkbar ungünstig.

Klar gibt's Momente, wo man denkt "Boach ey, am liebsten alles hinter mir lassen" - aber davor wegzulaufen bringt nix.

...zur Antwort

Die Städte sind halt anders aufgebaut (hier sind die Städte über bis zu über Tausend Jahre gewachsen, da halt schnell hochgezogen worden - da kommt dann eben nix "organisch gewachsenes" dabei raus) und wegen der ohnehin großen Entfernungen (und weil's so bequem ist) fährt man halt oft Auto. Die Malls und so sehen leider oft auch sehr ähnlich aus, oft auch Stadtzentren, die "was hermachen wollen". Kenne ich auch aus meiner Zeit da.

Und ja, Fußgänger und Radfahrer sind eher selten. Allerdings versuch mal in den Südstaaten im Sommer Fahrrad zu fahren - da ist schon die Hitze dein größter Feind (liegt ja auf der Höhe von Nordafrika und wer macht schon'ne Radtour durch Tunesien? ;)) Das ist auch der Grund, warum sich im Süden vieles drinnen abspielt: da ist'ne Klimaanlage. Ich kann's dir nachfühlen, aber es gibt auch genug Leute, die trotzdem "the great outdoors" suchen, in den kleinen Orten auch über die Main Street flanieren, bei größeren Städten gibt's auch öfter mal "alternative" Gegenden, wo auch mehr auf Fußvolk gesetzt wird (in Atlanta z.B. Little Five Points, Inman Park und Virginia Highlands). Vielleicht bist du da einfach zu sehr mit Leuten zusammen, die es halt immer klimatisiert und bequem haben wollen?

Ich gebe dir Recht, dass viele Städte da ähnlich aussehen - allerdings könnte ich diverse Städte hierzulande auch 1a austauschen, weil sie zwar "gewohnt" aussehen, aber charaktertechnisch nicht direkt einzigartig sind.

Aber es gibt so einige Ausnahmen. Ich fand die kleinen Örtchen in Neuengland total klasse (Rockport MA zum Beispiel), in Boston kann man auch gut rumlaufen. Generell sind kleine Uni-Städtchen Oasen für sowas (Athens GA, Lawrence KS, Ann Arbor MI, etc.). In Savannah GA oder Charleston SC find ich's super. San Francisco fand ich auch klasse. Und es gibt immer mal wieder kleine Städtchen abseits der Interstates, die, obwohl sie in der Knüste liegen, doch liebenswert sind. Klar gibt es auch die charakterlosen Straßendörfer, gibt's hier auch. New York ist hauptsächlich laut und hektisch und klar, in Manhattan läuft man auch viel rum. In den Vororten auch wieder nicht mehr so viel. Ist einfach so. Mach das beste daraus, suche dir die Orte abseits von Malls, Betonblöcken und Highways (es gibt sie!) und hüte dich vorm Aburteilen. Auch wenn's verlockend ist (kenn ich ja selbst). Ist nicht besser oder schlechter da, nur anders.

Übrigens gibt's "Täler, Wälder, Flüsse" in den USA in rauen Massen. Teils sehen sie sogar der Heimat ähnlich (Wisconsin, Pennsylvania...), teils sind es wirklich wunderschöne Gegenden (an den Great Lakes, die Nordwestküste, die kleineren und unbekannteren Canyons, Abenddämmerung über den Great Plains, etc.) Die USA sind größer als die EU, da gibt es so viel (und ja, die Plains sind groß und nicht allzu abwechslungsreich - aber auch da kann man überrascht werden). Ich glaube, du hast aus deinem Ort jetzt auch nicht ganz so weit rauskommen können, oder?

Was übrigens gar nicht haben kann, sind die Leute hier, die vom hohen Ross die USA verlachen im Sinne "haben keine Kultur" - und wahrscheinlich so gut wie nichts von dem Land gesehen haben und einen total engstirnigen Begriff von Kultur (und schaut euch doch mal um - gibt's hierzulande nur Leute, die Dichter und Denker sind? Schaut mal die Touris beim Ballermann, die Fehlgeleiteten bei Bundesligaspielen oder die Sachen auf den Privatsendern an...). Arrogante Vorurteile ohne viel Wissen dahinter stehen niemandem gut. Vor allem, wenn man im Glashaus sitzt.

...zur Antwort

Ich brauchte diese ausführliche Version, die du Mugua (ehrlichgesagt ziemlich schnippisch) gegeben hast, denn weder Mugua noch ich (und ich bin mir sicher auch einige andere) haben das in solchem Detail aus deiner Frage ableiten können...und ich persönlich kenne bisher keine Au Pairs, die nebenher studieren wollten (war auch selbst nicht als Au Pair, sondern Uni-Lehrkraft in den Staaten). Wir versuchen zu helfen hier und oft genug gibt's oft Leute, die ähnlich wie du in deiner Frage formulieren, aber leider wirklich sowas von keinen Plan haben. Konnten wir nicht ahnen, dass es bei dir anders ist.

Aber zu deiner Frage. Ich dachte auch, du wolltest full-time da hin (was als Au Pair wohl nicht möglich ist). Aber gut, non-degree courses.

Eine Google-Suche "costs non-degree courses yale" brachte mich auf deren catalog.yale.edu-Website zu der Seite "N. Non-degree students program", wo erklärt wird, für wen das ist (klang für mich jetzt so, als ob es das ist, was du suchst) und da stand dann bei den Kosten "The tuition for non-degree students during 2017–2018 is $5,700 per course credit". Sind also knapp über €4.600 für einen einzigen Credit.

Also ja, das überschreitet den Zuschuss nochmal um das Zehnfache. Yale ist halt teuer.

Musst schauen, ob auf den CV zeigen und "Schau mal, hab Credit aus Yale" sagen zu können für das spätere Leben dir soviel wert ist. Weiß auch nicht, ob das deine späteren Jobchancen so dermaßen erhöht, dass so eine heftige Investition lohnen würde. Kann im schlimmsten Fall auch als Blendertum rüberkommen, denn es gibt viele nicht-Ivy-League-Unis, die auch großartig sind (und ähm naja, böse Zungen sagen: selbst George W. Bush hat in Yale studiert bzw. "sich dort eingekauft", was jetzt nicht direkt sagt "Hier sind immer nur die besten" ;)).

Weiß nicht, ob's hilft. Tu, was du für richtig hältst. Wünsch dir eine gute Zeit in den Staaten!

...zur Antwort

Für dich vielleicht bequem (auch nicht superlange, da die Knie extrem gebeugt sind und gegen die harte Ablage gedrückt sind), aber der Vordermann, egal, ob im Bus oder im Flugzeug, wird dich bald bitten, das zu lassen, weil es wirklich nervt, wenn die Rückenlehne nach vorn gedrückt wird und dann noch immer mal wackelt (selbst bei kleinsten Bewegungen).

Tu dir und deinen Mitreisenden einen Gefallen: mach sowas nicht. Denn wenn du die Person vor dir wärst, würdest du das auch nicht haben wollen.

...zur Antwort

Ich bin sicher kein Amerikaapologet, aber wie hier teilweise in Extremen argumentiert wird, geht mir zu sehr Richtung Amerikabashing/Sind-wir-dagegen-toll-Stammtisch. (Witzigerweise werden aber Beiträge, die eben weder dem "USA sind toll"- noch dem "Amis böse"-Extrem zuzuordnen sind, meist nicht gelesen, weil ist ja viel zu kompliziert und dem Weltbild zuwiderlaufend. Tut euch mal den Gefallen und lest es.)

Erst einmal: wenn man nach dem Prozentsatz der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze schaut, kommen die USA auf 15,1%. Ja, das ist viel. Viel zu viel. Eine Schande für eine führende Industrienation.

Dann schauen wir mal bei Deutschland und kommen auf 16,7%. Trotz unseres Sozialsystems und unserer angeblich humaneren Menschenauffassung. Sollten wir vielleicht mal nicht überlegen mit Fingern auf andere zeigen, sondern mal was bei uns ändern. Ihr habt die Möglichkeit. Tut ihr's nicht, seid ihr so herzlos wie ihr es den Amis vorwerft. Punkt.

Auch ist es so, dass hier die Mittelschicht ebenso schrumpft. Unser Haus brennt auch, da hilft es nicht wirklich, wenn man sagt "Haha, beim Nachbar brennt das Haus auch, was für ein Tölpel!" und selbstgefällig sich an dessen Hausbrand erfreut. Macht was.

Ja, es wird in den USA tendenziell viel mehr auf Eigenverantwortung gepocht ("Du bist erst einmal ganz allein für dich verantwortlich."), so wie hier Eigenverantwortung tendenziell oft abgeschoben wird ("Der Staat hat es gefälligst zu richten und ist in Bringschuld, ich nicht." - das nenne ich mal ebenso gehirngewaschen). Manche gehen in beiden Ländern ins Extrem, viele nicht. Die Leute im Extrem sind immer die, die niemandem helfen außer (so meinen sie) sich selbst.

Bei Eigenverantwortung ist auch die Bildung - ja, gute Bildung ist teuer dort. Aber was dabei verschwiegen wird: wenn du dich anstrengst und eben Eigeninitiative entwickelst, kannst du Stipendien bekommen, die teilweise alles an deiner Ausbildung bezahlen. Der "Komm ich heut nicht, komm ich morgen"-Typ wird die nicht kriegen, aber der, der sich anstrengt schon. Auch für soziale Härtefälle gibt es oft Stipendien.

Ganz abgesehen davon - du setzt ggf. fürs Studium eine hohe fünfstellige Summe ein, um eine Ausbildung zu bekommen, die dir die Türen zu Jobs öffnet, die dir bis zur Rente ein Vielfaches davon wieder einbringen - klingt für mich fair, nennt man Investition (mit null Einsatz möglichst viel Geld machen klappt leider in den seltensten Fällen). Und ja, der Student, der ein eher exotisches Fach studiert, wo es keine oder keine gutbezahlten Jobs gibt, geht da ein hohes Risiko. Aber hey, ich habe viele Freunde, die hier auch keine Jobs gefunden haben, weil sie am Jobmarkt vorbeistudiert haben.

Und wie oft habe ich hierzulande in staatlichen Bildungseinrichtungen gesehen, dass (wohl, weil es ja für lau ist) ziellos rumgehangen wird, Sachen zerstört werden, Lehrkräfte sogar angegriffen werden. Das ist besser?

Ja, es gibt viele arme Amis, viele, die ich auch kenne, die mehrere Jobs haben - aber es heißt eben "American Dream", not "American Anrecht". Es kann immernoch klappen, jeder hat Träume. Und ich kenne auch Leute dort, die es geschafft haben, sich aus einem ziemlich tiefen Tal wieder herauszuarbeiten. Ebenso wie Leute, die immernoch herumkrebsen.

Dass arme Leute "faul" sind - klar gibt es da bei einigen die Meinung (auch hier). Hatte ich eine lange Diskussion mit einer amerikanischen Bekannten, die diese Meinung hatte. Was mir aber zeigte: Ich hab im Extrem argumentiert, dass ja hier die Arbeitslosen und Armen ja alle (das Wort "alle" bitte nicht überlesen) arme Schlucker sind, die nix dafür können und in ihrem Zustand gefangen sind. Was eine sehr deutsche Einstellung ist und, sorry, quatsch ist. Ich kenne inzwischen auch einige (auch da "einige" nicht überlesen) Deutsche, bei denen Selbstmitleid und das Vermeiden von Eigenverantwortung das Betriebssystem sind, die Schuld immer bei den anderen sehen (der Staat ganz weit vorne), und einfach nichts tun wollen, obwohl sie es könnten. Ich denke, wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte: es gibt echt faule Leute, es gibt Leute, die haben einfach unproduktive Entscheidungen getroffen, und es gibt Leute, die sind in ungünstigen Umständen ziemlich gefangen.

Da jetzt Trump noch mit reinzubringen, ginge echt etwas weit. Aber klar, jeder will doch von Politikern hören "Du kannst es schaffen, wir sind gut!" - hast du mal einen gehört, der sagte "Nee, du wirst da unten weiter rumvegetieren - und unser Land ist vielleicht schlabberiges Mittelmaß"? ;-) Trump ist halt am lautesten gewesen, Hillary Clinton eine denkbar unbeliebte Gegnerin, so war es halt. Ist ja nicht so, dass wir in Deutschland nicht mal dem größten Großmaul mehrheitlich alles geglaubt haben vor einigen Jahrzehnten.

Also - kurz gesagt: sie glauben daran, weil es auch durchaus für einige möglich ist, mit Eigeninitiative, Eigenverantwortung und ggf. harter Arbeit ihren Status zu verbessern. Das geht auch hierzulande. Und es ist ein Traum eines besseren Lebens, kein Anrecht.

...zur Antwort

Da spielst du Glücksspiel.

Kann sein, dass die genutzte Maschine doch ein paar cm mehr Platz hat und/oder das Kabinenpersonal das irgendwie noch ins Fach bugsiert bekommt. Wenn die Maße so viel kleiner sind als dein Koffer, ist das aber eher unwahrscheinlich. Die machen die Maße ja nicht umsonst so.

Bei so viel Unterschied zwischen Maximalmaßen und tatsächlichen Maßen klingt's echt eher danach (und da spreche ich aus Erfahrung, wie sowas meist ausgeht), dass du nicht nur den gesamten Betrieb beim Boarding massiv aufhalten wirst (alles staut sich), weil du und andere vergeblich versuchen werden, den Koffer da reinzuzwängen (und ja, deine Mitreisenden werden im Durchschnitt extrem wenig Verständnis haben, dass da jemand sich angeblich ahnungslos gibt, die für alle gültigen Vorgaben einfach mal ignoriert hat und darum den gesamten Laden aufhält - darauf hat echt niemand Bock, würde ich sagen, es wird von vielen eher als "Ach, na sowas, echt, da gibt's Vorgaben? Hihihi, ach ich hilfloses Dummerchen wusste das nicht."-/"Mir egal, was die Vorgaben sind."-Frechheit angesehen), sondern danach auch noch mit dem ebenfalls meist langsam angenervten Kabinenpersonal verhandeln musst, dass der Koffer in den Frachtraum muss und du unter Umständen auch noch Geld für das weitere Stück checked baggage zahlen musst. Währenddessen stauen sich die Leute hinter dir immer weiter. So meine Erfahrung aus Dutzenden von (oft Langstrecken-)Flügen.

So oder so massiv Stress. Für dich vor allem, aber auch fürs Personal und die Mitreisenden.

Mein Rat: Lass es bitte. Besorg dir einen passenden Koffer und erspar allen das Drama. So lange Flüge entspannt anzutreten ist viel wert. Sonst hast du auch bei allen vier Flügen dasselbe Drama vorher.

Und du schriebst, dass du schon 30kg Gepäck hast - was soll ich sagen? Auch da wird niemand sagen "Nee, dann verstehen wir das natürlich, dass Sie da eine Extrawurst haben wollen, Vorschriften ignorieren und den Laden aufhalten.", sondern eher "Ihr Urlaubsziel ist warm, da brauchen Sie nicht viel Kleidung. Sortieren Sie halt was aus."

Sorry, soll nicht belehrend klingen, sondern ehrlich, denn du hast gefragt und ich hab dir aus meiner Erfahrung geantwortet. :)

...zur Antwort

Auf längeren (Transatlantik-)Flügen hab ich das schon öfter gesehen, wenn auch eher bei jüngeren Amis und Briten als bei Kontinentaleuropäern oder Leuten über 30. Fand ich aber völlig okay. Auch, wenn die mit'ner Hose in der Hand zur Toilette gingen - ja und?

Und bzgl. der Hose kommt's immer drauf an - es gibt auch sehr bequeme Hosen, die in der Öffentlichkeit trotzdem nicht stereotyp wie "Sonst hab ich auch noch'ne Bierpulle dabei.", billigste Ballonseide in schreienden Farben oder Möchtegern-Gangsterrapper aussehen (um's mal zu überspitzen).

Ich selbst zieh für lange Flüge am liebsten einfach'ne Hose an, die richtig bequem ist, denn sich auf der Bordtoilette zu verrenken (vor allem gegen Ende des Flugs, wenn alle schnell noch da hinlaufen und der Boden da alles andere als appetitlich ist) ist mir zuviel Aufwand. Jogginghosen hab ich bisher nie angezogen und hab's auch nicht vor.

...zur Antwort

Meiner Erfahrung nach besagt "operated by", von wem die Maschine und die Besatzung letztendlich ist. Ich hatte schon einen Delta Airlines-Flug "operated by Skywest" - Maschine und Besatzung war von Skywest. Oder einen Northwest Airlines-Flug "operated by KLM" - hellblaue Maschine von KLM samt KLM-Crew.

Soll heißen in deinem Fall: Eurowings hat dir den Flug zwar verkauft, aber hat für die Strecke (zumindest an dem Tag) Brussels Airlines angeheuert, dass die mit ihrer eigenen Maschine und Besatzung dich nach New York bringen.

So ist es zumindest normalerweise. Schau mal hier, da siehst du, wenn du auf die Flugnummern klickst, welche Maschine es derzeit letztendlich ist. Die aus Frankfurt und München sind normalerweise Lufthansa-Maschinen in Codeshare (denn Brussels Airlines hat keine A380 und keine A340-600). Nur die aus Brüssel ist wirklich eine Brussels Airlines-Maschine. Fliegst du von Brüssel aus? https://www.airport-jfk.com/airlines/brussels-airlines

Könnte übrigens schlimmer kommen - in den letzten Tagen von Air Berlin hatte meine Frau das Pech, dass sie bei ihrem Air Berlin-Langstreckenflug auf einmal "operated by Hi Fly" stehen hatte, eine eher berüchtigte portugiesische Charterairline, die ihrem Ruf aus Internetbewertungen gerecht wurde: die Maschine hatte ihre besten Jahre lange hinter sich und war sichtlich angeranzt (wurde z.B. auch für Abschiebeflüge genutzt), Crew war immer am Rande der Überforderung.

Da ist Brussels Airlines viel solider. :)

...zur Antwort

So schlimm die durch Tötung, Krankheiten und Vertreibung bedingte Dezimierung der amerikanischen Ureinwohner ist, gibt es da schnell Missverständnisse. Nur, damit wir hier über dasselbe reden:

  • die von nikotinbooost genannten Zahlen beziehen sich auf "the Americas", soll heißen: Nord-, Mittel- und Südamerika zusammen, nicht nur die USA, denn in ganz Nordamerika lebten bei Ankunft der Europäer lt. verschiedener Quellen zwischen 2 (Ubelacker 1976) und 18 Millionen (Dobyns 1983) Ureinwohner - dass davon 100 Millionen starben, ist selbst über Jahrhunderte hinweg mathematisch schwer nachzuvollziehen.
  • damit verbunden: oft werden die U.S.-Amerikaner (die es ja erst ab 1776 offiziell gab) als Haupttäter gebrandmarkt, wobei die eigentlichen Kolonialmächte Großbritannien, Spanien, Portugal und Frankreich schon ab 1492 die Axt in den nord-, mittel- und südamerikanischen Wäldern waren und in ihren Kolonien außerhalb der USA auch nach deren Gründung alles andere als zimperlich waren.
  • im späten 20. Jahrhundert bis heute gibt es z.B. in Mittel- und Südamerika weiterhin Unterdrückung, Vertreibung bis hin zu Völkermord (siehe Guatemala bis 1996) an den Ureinwohnern, weiterhin meist aus wirtschaftlichen oder politischen Interessen

Bzgl. Erinnerungskultur bei den Tätern - in den alten europäischen Kolonialmächten, die sich durch die Amerikas fraßen (ganz voran Spanien, Großbritannien, Portugal und Frankreich), höre ich da herzlich wenig.

In den USA und Kanada ist es auch kein besonders beliebtes Thema, aber ich habe drüben immerhin mal hier und da was gehört und einige Gedenkstätten gesehen, wo an Vertreibungen und Massaker erinnert wurde. Viele Native Americans leben in Reservaten eher abseits der Gesellschaft.

Bei den anderen amerikanischen Ländern von Mexiko bis runter nach Argentinien bin ich überfragt. Da z.B. in Brasilien weiterhin vertrieben und attackiert wird und Übergriffe auf Ureinwohner weiterhin die Gerichte beschäftigen, klingt es eher danach, dass zumindest Teile der Bevölkerung noch im aktiven Vertreiben und Drangsalieren der Ureinwohner sind.

...zur Antwort

Vielleicht hilft dir meine Antwort hier: https://www.gutefrage.net/frage/probleme-im-ausland-usa-freunde#answer-259885227

Und ansonsten gibt es überall was zu entdecken - du musst nur erst einmal in Schwung kommen und dich vor der selbsterfüllenden Prophezeihung "Das wird langweilig" hüten. Das Leben ist immer so schön, wie man es sich macht. :) Das wird schon.

Ach ja, und fall dem Fehler nicht zum Opfer, dass du Rankings machst, wo D ja viel besser ist. Es ist grundsätzlich woanders weder besser noch schlechter - nur einfach anders.

...zur Antwort
B777

Schade, von denen bin ich die drei neuesten noch nicht geflogen, dafür fehlt m.E. der A340 (der ich in der 600er-Ausführung ein feines Flugzeug finde). Kann also nur die beurteilen, die ich kenne.

Und es fehlen die für mich unaufregendsten Arbeitspferde (A330, B767 und B737). Das ist aber darum nicht schlimm. ;)

Ansonsten finde ich Airbus und Boeing gleich gut.

Rede aber nur als Pax.

...zur Antwort

Klar. Das Land ist ca. 25x größer als Deutschland bei gerade mal ca. 4x so vielen Leuten. Und wenn du hier in Deutschland schon Gegenden hast, wo der Hund begraben ist, ist es da noch viel mehr.

Ein Bekannter von mir ist in Idaho aufgewachsen und er meinte, dass er in seiner Kindheit, um mit einem Nachbarsjungen spielen zu können, erst einmal über eine Stunde mit dem Auto hätte gefahren werden müssen, um überhaupt zum Haus der Nachbarn zu kommen. Zum Glück hat er ein paar Geschwister. ;)

...zur Antwort

Es ist da billiger und meist merkt es eh keiner, dass es nicht der angegebene Ort ist.

Auch innerhalb der USA werden derzeit viele Sachen in Georgia statt in Kalifornien gedreht, weil der Staat den Studios bessere (geldliche) Konditionen macht. Siehe Walking Dead, Zombieland...

...zur Antwort

Naja, teils sind die Staaten sehr groß und sehr verschieden, je nach dem, wo man gerade ist. Manche haben ganz tolle Ecken kennengelernt, manche kennen die tollen Ecken vielleicht einfach noch nicht.

Zum Beispiel kenne ich von Texas nur Houston, was ich gruselig fand und Dallas/Ft.Worth, was ich okay, aber nicht vom Hocker hauend fand. Ansonsten noch die Fahrstrecken von Houston Richtung Louisiana und um Dallas herum, auch eher reizlos, fand ich.San Antonio, wovon alle schwärmen, kenne ich z.B. nicht. Daher ist mein Urteil über Texas bisher eher mau.

Florida, wo ich schon fast überall war, finde ich persönlich bis auf die Keys und St. Augustine hauptsächlich eine eher reizlose palmenbewachsene, sumpfdurchzogene, hurricanegebeutelte, condohighrise-/protzanwesenzugepflasterte, flache und heiße Rentner-, Reichenexil- und Pauschaltouristenhölle. Wer das mag - nur zu, ist nur meine Erfahrung und meine Meinung (nach der du ja gefragt hast).

Wer vom Staat New York nur NYC kennt, kennt auch nix vom Rest des Staates.

Und wer von Nevada nur Las Vegas kennt, kennt auch fast nix von Nevada.

In Georgia finde ich Atlanta, die Berge und die Küste toll, das Binnenland ist oft eher dröge. Was soll ich da dann urteilen?

Auch ist Nordkalifornien m.E. viel schöner (sogar sehr schön) als Südkalifonien. Also Mittelmaß?

Darum finde ich die Frage nach Staaten etwas ungenau. Vielleicht lieber nach Städten oder Gegenden fragen. :)

Übrigens finde ich Wisconsin schon schön (einmal längs durchgefahren, teils du die Dörfer), bei Illinois sind wir bis auf Chicago und Umgebung wohl eher einer Meinung. ;)

Aber so kann ich (und viele andere) das nicht wirklich aussagekräftig beantworten, fürchte ich.

...zur Antwort

Ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht, allerdings war ich als quasi studentische Hilfskraft an einem College mehr eingebunden und da ist der Umgang auch anders als unter Schülern.

Ich hatte nach zwei Wochen dort noch einen Flash, dass alle ja so freundlich sind und mit einem ins Gespräch kommen, hilfsbereit sind und eigentlich alles ganz easy ist.

Dann merkte ich aber, dass es eben ganz anders als hier ist: Dort ist man einfach nett, man quatscht gern mal, man ist hilfsbereit. Daraus kannst du aber nicht automatisch schließen, dass sie auch deine Freunde sein wollen. Und genau das herauszulesen (könnte die Person ein Freund werden?) ist für Deutsche am Anfang sehr schwierig. Ich hatte eine Nacht dann, als ich im Bett lag und dachte "O Gott, vielleicht ist...*niemand* hier wirklich ein Freund???" - fühlte mich ganz schön allein dadurch.

Aber die gute Nachricht: das geht vorbei, du lernst die Regeln, wie man da miteinander umgeht (es ist zwar leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen, aber nicht alles ist so verbindlich gemeint). Und ich habe dort auch Freunde gefunden, mit denen ich auch nach vielen Jahren zurück in Deutschland dick befreundet bin.

Viele Deutsche verhalten sich in Gesprächen eben auch schnell mal "deutsch", was Amis nicht so einschätzen können und im schlimmsten Fall sie einfach verunsichert. Vor allem das hierzulande leider oft vorherrschende Konzentrieren aufs Negative (Wetter ist schlecht, mir geht's nicht so gut wie gestern, schlimmer geht immer, alle doof, etc.), was wir oft schon gar nicht mehr merken, kommt bei Amis oft nicht gut an. Heißt nicht, dass du alles toll finden musst und als Grinsekatze durch die Gegend laufen solltest. Aber tiefgehende Themen bespricht man dann doch eher mit guten Freunden, nicht mit Zufallsbekanntschaften.

Gib dir und ihnen Zeit, komm öfter ins Gespräch (das locker hinzubekommen lernst du schnell - nicht verkrampft dich auf Leute stürzen ;)), sei spontan (ich fand, dass Amis viel ungeplanter Sachen machen, während man hierzulande noch mitten im Planen ist). Bleib auch ggf. von den Leuten weg, die sich eh über Leute unterhalten, die nicht mit dabei sind (sofern die nur über sie herziehen). Die willste eh nicht. ;)

Das klappt schon. Nimm all die guten Momente auf und setz dich nicht unter Druck, dass du ja "so gut wie die anderen" sein musst. Das allein schafft oft schon die Ausstrahlung, die andere Leute anzieht.

Viel Erfolg und genieß die Zeit!

...zur Antwort

Bin überrascht, dass anscheinend noch niemand Root Beer genannt hat - das ist völlig amerikanisch und so gar nicht wie irgendwas, was wir hier haben (gibt es in gut sortierten großen Supermärkten hier aber auch). Das mögen übrigens nur die wenigsten Deutschen, weil es "uns" an Hustensaft/Gurgellösung erinnert - aber viele Amis lieben es (auch als "root beer float", mit ein paar Kugeln Vanilleeis drin). Hat übrigens keinen Alkohol, heißt nur so.

Cream Soda ist auch noch typisch amerikanisch und leichter an "Deutsche" zu bringen als Root Beer.

...zur Antwort

Ich hatte das Glück, von einer (Nicht-Elite-)Uni dort bezahlt zu werden für meinen Job da, darum kann ich übers Student-Sein nur aus Beobachterperspektive was sagen. Aber generell:

Du kannst natürlich versuchen, unbedingt auf die Klischee-Eliteunis zu kommen, aber es gibt auch viele richtig gute Unis in der zweiten Reihe, die für manche Fachgebiete vielleicht sogar einen gleichen/besseren Ruf haben und ggf. auch nicht so viel kosten. Darum ist ein Tunnelblick auf Yale und Harvard auch nicht sinnvoll. Es sei denn, Harvard & Co. sind wirklich die einzigen besten in deinem Fachgebiet - oder dein Hauptziel ist, blasierte Fatzkes ohne viel Ahnung zu beeindrucken. ;)

Finanziell würde ich sagen geht ab so ca. $10.000 jährlich aufwärts los bei den Mittelfeld-Unis. Dazu kommt normalerweise noch room and board, also Miete und Verpflegung auf dem Campus (das ist oft auch nochmal ein ganzer Batzen). Darfst nicht vergessen: Auto ist in vielen Städten wichtig wg. der Entfernungen...und da kommen sowohl Kosten fürs Auto als auch Versicherung auf dich so.

Normalerweise werden Stipendien angeboten für besonders fähige Studenten, sodass sie nicht alles zahlen müssen. Aber auf einen Berg Schulden nach dem Studium schaut eigentlich jede/r derartige Studi (hoch fünfstellig oder sogar sechsstellig) - es sei denn, du hast richtig viel Kohle (von Papa und Mama) gehabt. Es ist halt eine Investition in die Zukunft, die in den ersten Berufsjahren abbezahlt wird.

Vom Arbeitspensum her ist das Studium in den USA meines Erachtens (sofern du's ernstnimmst) um einiges höher und damit anspruchsvoller als hier.

Hoffe, die Tipps helfen als weitere Mosaiksteine.

...zur Antwort

War deine Adresse/Telefonnummer auch korrekt angegeben im Text? Dann haben die Spammer/Geldwäscher sie höchstwahrscheinlich von damals, als 2014 die ebay-Accounts gehackt wurden. Auch wenn man sein Passwort änderte, waren die sonstigen persönlichen Daten ja von denen schon kopiert und meist immer noch aktuell. Wie von den anderen gesagt: Finger weg! (Habe auch so eine Mail bekommen)

...zur Antwort