Ein Erste-Hilfe-Kurs gilt grundsätzlich genau so zeitlich unbegrenzt wie dein Schulabschluß oder dein Führerschein etc.
Lediglich für manche (vorwiegend medizinische) Berufsausbildungen oder Tätigkeiten, bei denen ein stets aktuelles Wissen um die Erste Hilfe vorausgesetzt wird (betrieblicher Ersthelfer, Pflegekräfte, Kinderpfleger, Sporttrainer, Bademeister etc.) wird eine regelmäßige Auffrischung durch die jeweilige Ausbildungs - oder Berufsordnung vorgeschrieben.

Im "Führerscheinrecht" (der Fahrerlaubnisverordnung) gibt es keine "Haltbarkeitsfristen" - Du musst auch nicht alle 2 Jahre zur Führerscheinprüfung ;)

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Aber klar doch...
Regelmäßig haben Promis, VIPs oder solche die meinen dieser Gruppe anzugehören, keine Lust sich in einen Kurs mit 20 schwitzenden Mitschülern zu setzen und sich (meist auch noch ohne Handschuhe) gegenseitig zu befingern, an einer gemeinsamen Puppe zu beatmen etc.

Selbiges gilt für Interessierte mit Soziophobien wie Berührungsängsten, zu Dicke, zu Schüchterne, oder einfach Leute die sich die "First Class" leisten können...

Für alle diese gibt es bei service-orientierten Anbietern (das sind meist die großen kommerziellen Anbieter) das VIP-Modell des Kurses als Einzelunterricht.

Alle Übungen werden mit der Ausbilder/in oder der mitgebrachen Person des Vertrauens durchgeführt, keine Zuschauer, kein "Warten bis man dran ist" und eben alles sehr exklusiv.

Exclusiv natürlich auch der Preis:
In der Regel um 100 - 150,- EUR - also das 3-4-fache der "Holzklasse"

in München macht das z.B. die ASH (www.notfallmedizin.de)

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Der Erste-Hilfe-Kurs bzw. dessen Bescheinigung hatte noch nie ein "Ablaufdatum".

Nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaften muss ein Gewerbebetrieb eine gewisse %-Zahl an "betrieblichen Ersthelfen" vorhalten. Und genau für diese gilt nach BGV A1 / VBG 109: Der betriebliche Ersthelfer muss alle 2 Jahre zur Fortbildung.

Das war schon immer so und gilt auch noch heute.

Mit dem Fahrerlaubnisrecht §19, FEV hat und hatte das allerdings nichts zu tun.
Ein Erste-Hilfe-Kurs ist also prinzipiell zeitlich unbegrenzt gültig, nur der Status "betrieblicher Ersthelfer" verfällt ohne entsprechende Fortbildung.

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So wie Dir geht es fast allen unserer rund 17.000 Schüler jedes Jahr.

DIe einfachste Lösung ist also: Nimm einen Freund mit dann hast Du einen passenden Übungspartner.

Der Kurs dauert 7,5 Stunden (9 UE) und gilt dann zeitlich unbegrenzt und für alle Führerscheinklassen.

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Als Ersthelfer ist jede natürliche Person anzusehen, welche an einer Erste-Hilfe-Ausbildung teilgenommen hat.

Bis 2015 wurde in der EH-Ausbildung zwischen der Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen (LSM oder "kleiner EH-Kurs" und dem "großen EH-Kurs" unterschieden.

Der Erste-Hilfe-Kurs wurde 2015 von 16 auf 9 Unterrichtssstunden verkürzt, der LSM-Kurs  wurde abgeschafft.

Seit dem gibt es in der Ersten-Hilfe-Ausbildung keinen Unterschied mehr.
Jeder Teilnehmer an einem EH-Kurs ist also folglich Ersthelfer.

Lediglich die Berufsgenossenschaften kochen noch ein eigenes Süppchen und fordern einen speziellen - ebenso 9 Unterrichtsstunden umfassenden- Kurs "Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder"

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Immer Gut:
Mensch, Körper, Krankheit.
Muss ja nicht die neueste Auflage für ca. 55,- EUR sein, das gibts auch  gebrauch für lau.

(Es  hat sich von Auflage 5 bis 7 nicht wirklich viel in der Evolution geändert ;))

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-mensch-k%C3%B6rper-krankheit/k0

Mehr will ich Dir als angehender NotSan-Schüler gar nicht empfehlen!

Nicht nur, weil Du mit dem Schmöker bis Feb. gut ausgelastet bist, sondern weil jede Schule ihre eigenen Schriftreihen präferiert.

Und noch viel wichtiger, weil weiterführende Literatur ohne entsprechende Grundkenntnisse bestenfalls frustrierend wirkt.

Viel Erfolg

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Als "akute" Todesursache kommt zunächst eine Blutung in Frage.

Bei einer Fraktur ist es immer möglich, dass eine in unmittelbarer Nähe zum Knochen verlaufende Arterie verletzt wird. Dies könnte bei einer (unversorgten) offenen Fraktur (Oberschenkel / Oberarm) in wenigen Minuten zum verbluten führen.

Bei einer geschlossenen Fraktur ist das eigentlich nur im Bereich des Beckens (Fassungsvermögen des Becken-Bauchraumes bis 5 Liter Blut) oder des Brustkorbes (Hämatothorax mit Atmungsausfall) möglich.

Bei einer offenen Fraktur im Bereich des Brustkorbes kommt nebst der Blutungsgefahr auch noch ein (Spannungs-) Pneumothorax in Frage.
Durch einen perforationsbedingten Eintritt von Luft in den Pleuraspalt kann es zum schnellen Ersticken kommen.

Ähnliches kann beim Bruch großer Röhrenknochen passieren:
Durch Überttritt von Knochenmark in eine verletzte Vene könnte eine Fettembolie entstehen, welche die Lungenarterie verstopft und zum schnellen Erstickungstod führt - wobei es in diesem Fall egal ist, ob die Fraktur "offen" oder "geschlossen" war...

Zur Beruhigung:
Das ist alles möglich, in der Praxis aber vergleichsweise eher selten.
(Zumindest ist mir den letzten 35 Jahren kein einziger Patient wegen einer (offenen) Fraktur an der Unfallstelle oder auf dem Weg in die Klinik  verstorben)

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Ein Krankenwagen fährt einen Patienten ins Krankenhaus, mit dem Rettungswagen kommt das Krankenhaus zum Patienten...

Ein Rettungswagen (RTW) ist praktisch eine kleine Klinik auf Rädern.
Ausgestattet mit ziemlich allem was zur Lebensrettung nötig ist und mit mindestens 2 gut ausgebildeten Rettungsassistenten oder Notfallsanitätern (3 Jahre Ausbildung) besetzt.

Ein Krankentransportwagen (KTW) dient dem Transport von betreuungspflichtigen Patienten, bei denen keine vitale Gefährdung vorliegt oder zu erwarten ist.
Ein KTW fährt also beispielsweise Kranke von zuhause zum Arzt oder vom Krankenhaus ins Altersheim - imme dann wenn der Transport medizinisch begleitet werden muss.
Besetzt ist ein KTW in der Regel mit einem Rettungssanitäter (520 Std. Ausbildung) als Betreuer und einem Fahrer der z.B. Rettungshelfer sein kann.


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Auch wenn die Frage schon x-mal beantwortet wurde:

Der Erste-Hilfe-Kurs hat kein Verfallsdatum und ist nach §19, FEV zeitlich unbegrenzt und für alle Führerscheinklassen gültig!

Die hier unendlich oft nachgebrabbelte Zwei-Jahres-Frist

h at es nie gegeben

(lediglich die Sehtest-Bescheinigung gilt nur 2 Jahre)

Nur der  bis 2015 angebotene Kurs "lebensrettende Sofortmaßnahmen" hat ein Verfallsdatum und zwar den 21.10.2017. bis dahin gilt der alte LSM-Kurs (8 UE) noch - allerdings nur für die Klassen A & B. 

www.notfallmedizin.de/download/übergangsrecht.pdf

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Da ich für einige Berufsschulen (auch für Pflegeberufe) tätig bin, kann ich das mit einem klaren Nein beantworten.

Das Lernfeld "Verhalten In Notfallsituationen" in der Pflegeausbildung beinhaltet exakt 27 Unterrichtsstunden und entspricht einem etwas vertieften Erste-Hilfe-Kurs.

Das "notfallmedizinischste" was Pflegekräfte in der Grundausbildung lernen, ist der Umgang mit einem AED und die Maske-Beutel-Beatmung bei der 2-Helfer-Reanimation. Erst bei der Weiterbildung zum Fachpfleger für Anaesthesie und Intensivmedizin wird dann einiges mehr vermittelt (in etwa auf RS-Niveau).

Übrigens ist das auch bei den Ärzten nicht anders.
Erst zum Physikum (also nach dem 4. Semester) muss der Student einen ganz normalen Erste-Hilfe-Kurs mit 7,5 Stunden nachweisen und bis zur Approbation hat er gerade mal 60 Pflichtstunden "Notfallmedizin" auf dem Studienplan.

Wer also notfallmedizinisch wirklich "was auf dem Kasten hat", ist der Notarzt mit einer mehrjährigen Fortbildung (Intensiverfahrung, Facharzt, Fachkundenachweis Rettungsdienst) und natürlich der Notfallsanitäter mit immerhin 4.600 Stunden Ausbildung (3 Jahre Ausbildung & Staatsexamen).

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Prinzipiell ist die Defibrillation ebenso wie die Kardioversion eine Heilbehandlung und setzt somit eine Approbation voraus.

Rettungsassistenten (und früher auch Rettungssanitäter!) wurden in den Algorithmen der manuellen Defibrillation trainiert (das früher standardmäßig verwendete LP 5 / LP10 kannte noch keinen AED-Modus) was sie im Rahmen der Notkompetenz auch zur Anwendung berechtigte.

Für den Notfallsanitäter ist sowohl die Kardioversion als auch die Defibrillation eine sog. 1-c-Maßnahme, die der Notfallsanitäter erlernt und trainiert hat und im Notfall anwenden muss. http://www.dbrd.de/images/aktuelles/2014/Anlage\_3\_-\_Ma%C3%9Fnahmenkatalog.pdf

Nach den aktuellen Vorgaben der RettSanAPrV ist die manuelle Defibrillation für den Rettungssanitäter nicht mehr Lehrinhalt, und wird daher weder im Unterricht vermittelt noch im Praktikum unter ärztlicher Kontrolle (!) geübt.

Notkompetenz setzt sich im Mindestmaß aus Not(fall-Pat.) und Kompetenz (des Helfers) zusammen.  "Das Können ist des Dürfens Maß"

Nachdem der Notfallsanitäter 4.600 Stunden Ausbildung durchläuft, beherrscht er die 1-C-Maßnahmen und besitzt Regelkompetenz (darf also nicht, sondern muss die erlernten Maßnahmen durchführen)

Ein Rettungsassistent mit 1.970 Stunden Ausbildung hat zwar schon einiges an invasiven Maßnahmen gelernt, dies jedoch immer unter dem Vorbehalt des Handelns auf ärztliche Anweisung.

Ist der Arzt nicht vor Ort, greift hier also seine Notkompetenz (auf Grundlage des § 34 StGb) Er darf also nachweislich Erlerntes zur Lebensrettung einsetzen, auch wenn hierfür der Arztvorbehalt besteht. 

Ein Rettungssanitäter mit gerade mal 520 Stunden Ausbildung hat da natürlich ganz andere Lerninhalte und somit Aufgaben. Und dieser (RettSan) in wird in seinem 160 Std. umfassenden Klinikpraktikum vermutlich keinen Arzt finden, der ihm mind. 20 unter seiner Aufsicht durchgeführten, manuelle Defibrillationen im Ausbildungsnachweis attestiert und damit letzlich eine Freigabe verantwortet.

Also bleib als RettSan im AED-Modus - das spart dir im Zweifelsfall eine Menge Ärger!


Auch wenn´s dir nicht so gut gefällt, denk immer daran:

Deine Ausbildung als Rettungssanitäter (in Vollzeit) 3 Monate
Meine Ausbildung als Notfallsanitäter: 3 Jahre
Aber trotz meiner fast 4 Jahrzehnten als Berufsretter und Ausbilder muss auch ich regelmäßig jemanden hinzuziehen, der noch länger gelernt hat: Den Notarzt, mit mind. 7 Jahre Ausbildung...

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Acetylsalicylsäure (ASS) ist der Wirkstoff der sich in gut 40 in D zugelassenen Medikamenten findet. ob das Ding als Aspirin geschluckt oder im Notfall als Aspisol gespritz wird macht also nur Unterschiede in der Wirkzeit.

Nebst seinen bekannten Wirkungen ist ASS ein potenter Thrombozyten-Aggregations-Hemmer. Die für die Gerinnung zustänigen Blutplättchen (Thrombozyten) werden ihrer Fähigkeit zum "aneinanderpappen" beraubt. Das bedeutet vereinfacht Gerinnungshemmung oder noch Laienhafter ausgedrückt "Blutverdünnung".

Bei einem "verpappten" Herzkranzgefäß fließt Blut schlecht bis gar nicht mehr durch diese Engstelle und noch mehr Thrombozyten machen noch mehr Verschluß.

Dieser zusätzlichen "Verstopfung" kann ASS Einhalt gebieten.

Tatsächlich wird von vielen anerkannten Fachgesellschaften daher bei Symptomen eines Herzinfarktes die Verabreichung "einer Tablette Aspirin" auch durch den Laienhelfer empfohlen.

Die gewünschte Wirkung tritt allerdings erst nach gut 20 min. ein.
Bei der "Tablette" kommt hierzu noch die Zeit, die der Wirkstoff braucht um seinen Weg durch das Verdauungssystem in den Kreislauf zu finden.

Unter normalen Umständen (in der Zivilisation) würde also eine orale Aufname erst dann wirken, wenn der Pat. schon lange im Krankenhaus behandelt wäre.

Eine "Aspirin beim Infarktverdacht" im Rahmen der Ersten Hilfe macht also nur da Sinn, wo mit dem Eintreffen des Rettungsdienstes nicht so schnell zu rechnen ist (Beim Bergsteigen, im unterversorgten Ausland oder sontstwo "in der Pampa"

Viel wichtiger:
Bei plötzlichem Schmerz / Druck / Engegefühl im Brustbereich, Atemnot, Blässe und Schweißausbruch sofort den Rettungsdienst alarmieren (Notruf 112) und den Pat. bis zum Eintreffen beruhigen und richtig lagern (Oberkörper hoch - Beine runter).

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In den meisten Fällen sicher, da der Verschluß eines Herzkranzgefäßes in der Regel mit starken Schmerzen im Oberkörper und Engegefühl / Atemnot einhergeht.

Fängt dein erstickendes Herz jedoch unmittelbar zu krampfen an (Kammerflimmern), kann es dein Hirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgen. Dieser "plötzliche Herztod" könnte dich also in die Bewusstlosigkeit schicken, noch bevor Du aufwachst.

Theoretisch könntest Du also dein Ableben tatsächlich verschlafen.

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Den amtlichen Sehtest für den Führerschein kannst Du bei jeder hierfür nach § 67 FEV anerkannten Stelle ablegen.

Die meisten Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen machen den gleich parallel zum Kurs (schau mal auf www.erstehilfe.net ).

Ansonsten gibts diesen bei den größeren Optikern oder beim Augenarzt oder denm Arzt für Arbeits- oder Betriebsmedizin.

Der Sehtest kostet immer die amtliche Gebühr von 6,43 EUR,
beim Augenarzt schlägt ein solches Attest mit 30,- bis 60,- EUR zu Buche.


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1. Ruhig bleiben / Pat. beruhigen.
nichts ist schädlicher als Streß zu vermitteln.

2. "Kutschersitz"
Hinsetzen und leicht vorgebeugt mit den Armen auf die Oberschenkel oder den Tisch etc. stützen. Das entlastet den Bauch und die Lungen haben mehr Platz.

3. Beengende Kleidung entfernen.
Enge Kragen, Krawatten, Sakko und vor allem den Gürtel lockern.

4. Durch die gepressten Lippen langsam ausatmen (Lippenbremse). Dadurch steigt der Luftdruck in den Bronchien und sie werden geweitet und durch den langsameren Luftstrom weniger gereizt.

5. Frische, feuchte Luft einsetzen. 
Fenster auf und Dusche aufdrehen oder vor den geöffneten Kühlschrank oder das (hochliegende) Eisfach setzen. Das löst den zähen Schleim in den Bronchiolen und dieser kann besser abgehustet werden.

6. Nie ohne Notfall-Spray / Handy für den Notruf aus dem Haus gehen!

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Der RettSan (Rettungs-Sanitäter) hat eine 520 Std. umfassende Ausbildung (zusammengerechnet also ca. 3 Monate) Er wird primär als Betreuer im qualifizierten Krankentransport oder (sollte eigentlich die Ausnahme sein) als Fahrer von RTW oder NEF eingesetzt. Der RettSan ist kein Beruf!

Der RettAss (Rettungs-Assistent) wurde von 1989 bis 2014 ausgebildet und war die erste "berufliche" Ausbildung im Rettungsdienst. Die Ausbildung fand in einem schulischen Jahr statt, anschliesend folgte das Examen und ein weiteres "praktisches Jahr" statt. Der RettAss ist (derzeit noch) dem NotSan weitestgehend gleichgestellt, ist also der Verantwortliche auf dem RTW wird aber ab spätestens 2020 nur noch als Fahrer von Einsatzfahrzeugen einzusetzen sein.

Der NotSan (Notfallsanitäter)  ist mit einer nun 3-jährigen dualen Ausbildung (Berufsfachschule / Lehr-Rettungswache / Klinik) und dem abschließenden Staatsexamen die höchstqualifizierte nichtärztliche Berufsgruppe und übernimmt die präklinische Versorgung von Notfallpatienten. Hierfür hat der NotSan deutlich erweiterte Kompetenzen (invasive Maßnahmen, Medikamente etc.)

Da die ersten NotSan praktisch erst seit diesem Jahr fertig ausgebildet (oder durch Ergänzungsprüfungen "aufgestiegen") sind, ist derzeit noch kaum auf jedem RTW ein NotSan anwesend und so wird dieser noch weitestgehend mit den "alten" RettAss besetzt.

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Ein einmal besuchter Erste-Hilfe-Kurs (bis 2015 mit 16 Unterrichtsstunden, ab 2016 mit 9 Unterrichtsstunden) ist für jeden Führerschein unbegrenzt gültig.

Nachdem Du nach einigen Jahren nicht mehr viel über die entsprechende Thematik mehr weist, ist das zwar nicht sehr sinnvoll - aber so stehts nunmal im Gesetz...

Quelle: www.notfallmedizin.de/download/fev.pdf

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Unsinn...

Eine Notrufnummer ist in D die 110 und die 112
Diese "mißbräulich" anzurufen wäre ggf. nach §145, StGB  strafbar.
(Strafmündig bist Du in D übrigens erst ab 14)

Selbsternannte "Suchtnotrufe" oder "Krisennotrufe" etc. nennen sich aus Werbezwecken (in Internet-Anzeigen) vieleicht so, sind aber eben keine gesetzlich definierten "Notrufe"

So eine Aussage zeigt allenfalls die fehlende Qualifikation dieses Anbieters!


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Der Erste-Hilfe-Kurs (vor 2016 mit 16 Unterrichtsstunden / seit 2016 mit 9 Unterrichtsstunden) ist für alle FS-Klassen unbegrenzt gültig.

Lediglich der (bis 2015 existente) Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen mit 8 Unterrichtsstunden ist bis Okt. 2017 und nur für die Klassen A / B gültig.

Wenn Du also nach dem 31.12.15 einen Kurs besucht hast, kann das nur  ein EH-Kurs mit 9 Std. gewesen sein und

der gilt unbegrenzt und für alle FS-Klassen.

Wenn dir also nach 2015 ein Fahrerlaubnis ausgestellt wurde, sollte der Führerscheinstelle  klar sein, dass Du die Teilnahme am EH-Kurs hierfür bereits nachgewiesen hast.

Allerdings passt Logik und Beamtentum nicht immer zusammen.
Wenn's blöd läuft, zitiert der Beamte was du nach FeV alles "vorlegen" musst.

Versuche es einfach mal, mit etwas Glück hast du einen Sachbearbeiter der mitdenkt.

Wenn nicht - auch kein Problem:
Jede Ausbildungsstelle muss die Teilnehmerlisten für mind. 10 Jahre archivieren und kann dir auf Anfrage eine Zweitschrift ausstellen.

www.notfallmedizin.de/download/fev.pdf

(Die FEV ist übrigens Bundesrecht und somit in allen Bundesländern gültig!)

Die immer wieder zu lesende "2-Jahres-Gültigkeit " ist - was den Führerschein betrifft - natürlich nicht existent.

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Die Behandlug eines Patienten setzt grundsätzlich dessen Einverständnis voraus. Ohne Einverständnis (nach vorheriger Aufklärung) gibt es keine Behandlung.

Ist der Pat. in einer Notfallsituation nicht zu einer Willensäußerung fähig - weil er z.B. bewußtlos ist, setzt die Maßnahme die mutmaßliche Einwilligung voraus (§ 228, StGB)

Das Rettungsdienstpersonal wird also gemäß dem Grundsatz "keine Diagnose durch die Hose" bei der Verdachtsdiagnose einer Becken-, Bauch  oder Oberschenkelverletzung die Hose ausziehen müssen.

Ist der Verletzte zur Einwilligung nicht fähig, gehen wir davon aus dass der Patient sein Bedürfnis zu überleben über sein eventuelles Schamgefühl stellt - unterstellen also dessen mutmaßliche Einwilligung.

Selbiges gilt natürlich auch für BHs oder Kopftücher.

Der Rettungsdienst muss nach abendländischer Rechtsauffassung nicht davon ausgehen, dass der - nicht ansprechbare - Patient lieber an einer ausgelassenen Herzmassage oder Beatmung stirbt, als in die Hölle zu kommen weil der Retter seine Brüste oder seine Nase gesehen hat - und wird ihn also unter Annahme seiner Zustimmung  - und natürlich straffrei - ausziehen.

Verweigert ein zur Willensäußerung fähiger Patient eine entsprechende Maßnahme, wir diese natürlich unterbleiben.

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Bis 2015 wurden für die Klassen A & B noch Kurse über lebensrettende Sofortmaßnahmen (bis dahin mit 8 Unterrichtsstunden) und für die Klassen C & D Erste Hilfe Kurse (mit damals 16 Unterrichtsstunden) angeboten.

Seit spätestens Oktober 2016 gibt es nur noch einen einheitlichen Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtsstunden, der einheitlich für alle Klassen erforderlich ist.

Im Rahmen der Übergangsfrist nach §76  (11b) FeV ist eine vor 2016 erworbenen LSM-Bescheiunigung noch bis zum 21.10.2017 für die Klassen A und B gültig.

Quelle: http://www.notfallmedizin.de/download/übergangsrecht.pdf

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Der Kurs Erste Hilfe (seit 2016 mit 9 Unterrichtsstunden) gilt unbegrenzt für alle Führerschenklassen.

Der früher angebotene Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen (mit 8 Unterrichtsstunden) gilt für die Klassen A&B nur noch bis Oktober 17

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Für den Führerschein ist ein EH-Kurs (bis 2015 mit 16 Unterrichtsstunden - ab spätestens 2016 mit 9 Unterrichtsstunden)
unbegrenzt gültig.
Lediglich für den betrieblichen Ersthelfer gilt dieser nach den Regeln der BG nur 2 Jahre.

www.notfallmedizin.de/download/übergangsrecht.pdf

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Nein.

Hat man auch noch nie benötigt, da für die Ausbildung zum Notfallsanitäter nur die mittlerer Reife vorausgesetzt ist und hierfür kein Latein gelehrt wird.

Natürlich sind Grundkenntnisse in Latein für alle medizinischen Ausbildungen hilfreich, da die meisten Begriffe auf dem Latein (oder Altgriechisch) basieren.

Ein gelegentliches schmökern in klinischen Wörterbüchern (Pschyrembel) ist kurzweilig und hilft enorm weiter...

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Die aktuellen Statistiken gehen davon aus, dass der Beginn einer Wiederbelebungsmaßnahme  innerhalb der ersten max. 4 min. die Überlebenswahrscheinlichkeit auf über 85% steigert.

Entscheidend ist also der sofortige Beginn einer Herzmassage.
Diese hat nach Verbrauch der Puffermechanismen im Blut allerdings nur zeitlich begrenzte (5-6 min.) Wirkung.

Ein wiedereinsetzender Spontan-Kreislauf (ROSC) ist jedoch durch manuelle Reanimation bestenfalls bei einem primär respiratorischen (durch Atmungsbehinderung eingetretenen) Stillstand zu erwarten.

Da es sich beim Erwachsenen (nicht ertrunkenen oder erstickten) Patienten zumeist um einen primär zirkulatorischen Stillstand (z. B. Herzinfarkt mit Kammerflimmern) handelt, ist die Anwendung eines  AED deutlich zielführender.

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Juristisch:
Wir leben in Deutschland. Hier richtet nicht  Allah, Shiwa, oder Jehowa über dich,  sondern der Gott Jurisprudenz (der Gott der Gesetzgebung).
Dieser hat in seinem Gebot 323c, StGB verkündet:

"Wahrlich ich sage euch: Wer einem seiner Brüder nicht Hilfe leistet, und bei einer Notlage die Knöpfe an seinem Telefon nicht drückt um Hilfe zu holen, soll bis zu einem Jahr im Kerker darben und 365 Tage lang Sabbat feiern..."

Technisch:
Kauf dir ein Iphone. Hänge dieses am Freitag ans Ladekabel.
Nun kannst Du auch samstags - ohne irgendwelche gotteslästerliche Knöpfe drücken zu müssen - einfach rufen:
"Hey Siri - lass die Götter der Rettung erscheinen..."

Ethisch:
Egal wie lange und grau der Bart deines imaginären Freundes ist:
Ganz sicher will er nicht, dass Du deine Mitmenschen schädigst. Weder durch Kreuzzüge, noch durch heilige Kriege und auch nicht durch "unterlassene Hilfeleistung"!

Egal ob sich vor 3000, 2017 oder 800 Jahren Menschen in Ermängelung naturwissenschaftlicher zusammenhänge "Götter" geschaffen haben, die Blitze schleudern, mit dem Hammer auf Wolken donnern oder sonstigen Beschäftigungen nachgehen um ihre Anhänger in ein Leben nach dem Tod zu holen: Heute gibt es  - dank der Aufklärung - ein Leben vor dem Tod.

Wer das nicht achten will oder kann, und daher weiterhin Mitmenschen mit Menstruationshintergrund ausgrenzt, Tiere zappelnd verbluten lässt, oder samstags keine Notrufe absetzt, ist im 21. Jahrhundert in einem modernen Staat fehl am Platz.

Fazit:
Wer mit unserer Gesetzgebung oder Kultur nicht leben kann:
In einigen (vorrangig Wüsten-) Staaten werden diese Ansichten auch heute noch gerne gesehen. Diese nehmen auch gerne Gleichgesinnte auf!

Epilog:
Nebst meiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Notfallmedizin bin ich auch ehrenamtlich - und sehr gerne - in der Flüchtlingshilfe tätig.

Kommen aber Eltern die ihrer schwer kranken Tochter nicht helfen lassen weil diese unverheiratet, unrein oder sonstiger Unfug ist, kann ich denen nur ein Rückflug-Ticket in das Land Ihrer Väter (oder Götter) anraten!

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Bewusstlosigkeit (Koma) bedeutet der Patient hat auf laute Ansprache & Rütteln an den Schultern nicht reagiert --> also keine Schutzreflexe.

In diesem Fall würde in Rückenlage die Zunge in die Atemwege sinken und der Mageninhalt in die Luftröhre / Lunge laufen.

Aus diesem Grund müssen Bewusstlose immer in die Seitenlage, damit der Kopf überstreckt bleibt und Mageninhalt aus dem Mund ablaufen kann.

Ein "Ohnmächtiger" Pat.  (Kollaps / Synkope) hat Schutzreflexe, wird also auf Ansprache / rütteln - mehr oder weniger- reagieren und kann daher auch selbst schlucken / husten / würgen --> wird also nicht ersticken.

In diesem Fall (blass / kaltschweißig / zittrig / verwirrt) kann eine Schocklage die Durchblutung des Gehirns verbessern und ist die Lagerung der Wahl.

Keine Schocklage also , wenn der Pat. reaktionslos ist, Atemprobleme oder Schmerzen / Druck in der Brust hat, bei Verletzungen an Kopf / Bauch / Becken / oder Beinen hat oder sich schlicht und ergreifend in dieser Lage nicht wohlfühlt oder sich wehrt.

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Natürlich kennt jeder Rettungsdienstler den ICE-Eintrag und könnte ihn im Notfall auch auslesen, da dieser entgegen der hier herrschenden Meinung nicht passwortgeschützt ist.

Jedoch haben wir bei einem Notfall in dem Du nicht mehr ansprechbar bist, weder Interesse an deiner Notfall-Kontaktliste noch die Zeit deine Angehörigen zu verständigen.

Das wird dann spätestens im Krankenhaus interessant.


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Das kannst Du jederzeit schon vor der Anmeldung machen.

Erste.Hilfe.Kurse sind unbegrenzt gültig, der Sehtest darf bei der Anmeldung nicht älter als 2 Jahre sein.

Der hier kursierenden Meinung, einen EH-Kurs mit einem Gutschein der Fahrschule zu machen, kann ich mich jedoch nicht anschließen.

Solche Gutscheine haben nur den Zweck der Fahrschule zusätzliches Kopfgeld in die Kasse zu spülen. In der Regel erhälst Du dort einen Gutschein für einen überteuerten Kurs, der in angemieteten Cafes oder Gaststätten stattfindet, von angelernten "Ausbildern" ohne jegliche Erfahrung in der Notfallrettung runtergespult wird und musst - um nur annähernd in den Genuss der "Ersparnis" zu kommen noch teure Passfotos etc. dazubuchen.

Seriöse Anbieter verlangen für den Erste-Hilfe-Kurs ca. 30 - 35 EUR, der Sehtest kostet bundesweit 6,43 EUR.

Da muss dein Fahrlehrer nichts dran verdienen...

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Der Lehrberuf heißt Notfallsanitäter, setzt die "mittlere Reife" voraus, dauert 3 Jahre und endet mit einem Staatsexamen.

Der RettAss war dessen Vorgänger (2 Jahre Ausbildung) und wird seit 2014 nicht mehr angeboten.

Nachdem Du aber im Rettungsdienst prinzipiell Schichtarbeit leistest, wird das deine Schlafstörungen nicht wirklich verbessern...

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Zunächst mal gar nichts.
Erste Hilfe Kurse dauern alle 9 Unterrichtsstunden und umfassen alle relevanten Themen.
Der "betriebliche" Ersthelfer ist nach den Vorgaben der Berufsgenossenschaften ein Mitarbeiter, welcher der "Zuständige" hierfür ist (was letztlich Quatsch ist - da jeder zur Ersten Hilfe verpflichtet ist).

Der Betriebliche Ersthelfer muss dann allerdings diesen Kurs alle 2 Jahre auffrischen - was ihn dann ggfl. zum "besseren" Helfer macht...

Einziger Vorteil für den Arbeitnehmer: Der Kurs wird von der BG bezahlt und ist Arbeitszeit - also mal was Anderes im Berufsalltag...

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Sowohl die RettSanV als auch das NotSanG führen die Ausbildung in Erster Hilfe als Zugangsvoraussetzung auf.

Du musst den EH-Kurs also vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn besuchen (und er darf dann nicht älter als ein Jahr sein)

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So wird Erste Hilfe bei Unterkühlung geleistet:Patient wach:
Nasse Klamotten ggfl. ausziehen,
aktiv bewegen lassen, warmhalten (Rettungsdecke),
warme mögl. zuckerhaltige Getränke geben (kein Alkohol), .

Pat. nicht richtig wach Somnolent (schläfrig) oder nicht ansprechbar:
Rettungsdienst alarmieren, nicht bewegen - also auch keine nassen Klamotten ausziehen! nicht erwärmen (nur mit Rettungsdecke zudecken) und Atmung kontrollieren.

Bewusstlos: Stabile Seitenlage / Rettungsdecke
Keine erkennbare Atmung: HLW starten (30:2)

Ausführliche Infos unter www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf

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Die "Behördenversionen" der Fahrzeuge von BMW, Audi und vermutl. anderer Marken werden serienmäßig u.a. mit einer verstärkten Lichtmaschine und einer zweiten Batterie ausgestattet, die ausschließlich für Funk, Sondersignal und Zusatzbeleuchtung zuständig ist.
 Damit ist eine "Beleuchtung" auch ohne laufenden Motor über eine längere Zeit möglich.
Zusätzlich haben sie eine Motorweiterlaufschaltung wie schon von Nomex beschrieben.


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Wenn jemand kollabiert - also kurz mal schwindelig , blass und kaltschweißig, also ohnmächtig wird - ist die Schocklage die richtige Wahl.

Durch das Hochlegen der Beine fließt so mehr Blut zum in die oberen Körperregionen und Herz, Lunge und Hirn werden besser durchblutet.

Bei einem Bewusstlosen (keine Reaktion auf Ansprache und Schmerzreiz - Atmung ist aber vorhanden) ist die stabile Seitenlage die richtige Wahl.

Hierbei liegt der Magen höher als der Mund und der Kopf ist überstreckt.
So kann Erbrochenes abfließen und die Zunge verlegt nicht die Atemwege.

Eine Anleitung findest Du hier:
http://www.notfallmedizin.de/download/hlw2010.pdf

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Ja.

Der EURO-NOTRUF 112 gilt für alle Gefahrenlagen (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst) in ganz Europa.

Er ist gebührenfrei und von jedem Handy / Festnetz immer ohne Vorwahl erreichbar.

https://www.wien.gv.at/verwaltung/notfall/euro-notruf-112.html

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Klar ist das möglich...

Es gibt reichlich antropologische Beweise dafür, dass Trepanationen (chirurgische Eingriffe in den Schädel) bereits in der Steinzeit (!) und bis in die Neuzeit von Schamanen und Medizinmännern - meist aus rituellen oder religiösen Gründen durchgeführt wurden.

Anhand der Kallusbildung an den Schädelknochen konnte bewiesen werden, dass auch einige der Patienten dies überlebt haben.

Natürlich wird das heutzutage unter sterilen Bedingungen und unter Narkose im OP gemacht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Trepanation

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Für alle Führerscheinklassen ist seit Oktober 2015 der Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtsstunden vorgeschrieben.

Nach deinen Ausführungen hast Du vermutlich noch den Kurs "lebensrettende Sofortmaßnahmen" mit 8 Unterrichtsstunden besucht.

Dieser ist - wenn er vor Dez. 2015 besucht wurde - für einen FS-Antrag der Klassen A & B noch bis Oktober 17 ausreichend.

Kursanbieter müssen die Kurslisten für mind. 5 Jahre aufbewahren und auf Wunsch eine Zweitschrift ausstellen. Diese kostet bei einem seriösen Anbieter 5,- bis 10,- EUR, jedoch musst Du deine Registriernummer oder zumindest das genaue Datum des Kurses angeben.

Geh auf die Seite des Anbieters bei dem Du den Kurs besucht hast, dort findest Du (hoffentlich)  ein entsprechendes Formular zum ausfüllen.

In München z.B. www.notfallmedizin.de/service

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Einen offiziell anerkannten "Babysitter-Kurs" gibt es nicht.

Sicher bieten aber entsprechende Verbände entsprechende Seminare an.

Was Du auf jeden Fall nachweisen musst, ist der Kurs
"Erste-Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder"

Diesen bieten die Hilfsorganisationen für ca. 30,- bis 35,- EUR an.

z.B. hier: http://www.notfallmedizin.de/erste-hilfe#eh-kind

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Zur Unterscheidung:
Rettungssanitäter ist keine Berufsausbildung, sondern ein 520 Stunden umfassender Lehrgang.

Die Berufsausbildung heißt Notfallsanitäter, dauert 3 Jahre und schließt mit einem Staatsexamen.

Nachdem dieser Beruf die höchste, nichtärztliche Qualifikation in der Notfallmedizin darstellt, sind natürlich die Anforderungen (mind. mittlere Reife) und die Examen entsprechend anspruchsvoll.

Mit einem guten Verständnis der naturwissenschaftlichen Fächer und entsprechender Lernbereitschaft ist das aber - wie jeder andere Beruf - zu schaffen.


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Zunächst einmal ist "Abbinden" für einen Laienhelfer prinzipiell ungeeignet, da eine ganze Reihe von Fehlern gemacht werden können...

Prinzipiell wird die zuführende Arterie (am Oberarm in der Innenseite zwischen den beiden größen Muskelsträngen) oder bei Blutungen am Bein in der Mitte der Leiste ) abgedrückt.

Dann wird ein Druckverband auf der Wunde angelegt, oder - wenn das nicht möglich ist - notfalls manuell zugedrückt.
(Natürlich ist ein echter Druckverband oder eine Abbindung am Hals nicht möglich).

Alles gut beschrieben auf www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf
Das zu lesen ist sicher hilfreich, ersetzt aber sicher keinen Erste-Hilfe-Kurs, in dem Du in ca. 7,5 Stunden das alles lernst (und in einem guten Kurs auch üben kannst).

Meide also solche Kurse bei denen der Anbieter mit "Sonderangeboten /Gutscheinen", "schnell & billig" wirbt und der Kurs in irgenwelchen Hotels, Gaststätten oder untergemieteten Räumen stattfindet!

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Die Ausbildung zum Notfallsanitäter (NotSan) ist die höchste nichtärztliche Qualifikation in der präklinischen Notfallmedizin. Sie umfasst 3 Jahre Vollzeitausbildung und schließt mit einem Staatsexamen.

Bis 2014 gab es noch den Rettungsassistenten (RettAss), der nach einer nur einjährigen Ausbildungszeit sein Examen schrieb und dann ein weiteres Jahr praktische Erfahrung sammeln musste um die Berufsbezeichnung zu führen.

"Alte" Rettungsassistenten können je nach Nachweis ihrer beruflichen Erfahrung (Tätigkeitsnachweise) eine Fortbildung zum NotSan absolvieren um dann am Staatsexamen teilzunehmen.

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Entgegen der vielen Meinungen hier gilt nach §19, FeV folgendes:

Wenn Du einen Erste-Hilfe-Kurs (bis 2015 zwei Tage / 16 Unterrichtsstunden, ab spätestens 2016 mit 9 Unterrichtsstunden) besucht hast, ist dieser für die Führerscheinanmeldung unbegrenzt gültig.

Hast Du 2013 einen eintägigen (8 Unterrichtsstunden) Kurs über "lebensrettende Sofortmaßnahmen" besucht, gilt dieser noch bis Oktober 2017.

So und nicht anders ist das...

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Seit Ende 2015 gibt es keine LSM-Kurse mehr, jeder Erste-Hilfe-Kurs umfasst nun 9 Unterrichtsstunden á 45 min.

Für den Führerscheinantrag ist ein einmal besuchter EH-Kurs unbegrenzt gültig.

Lediglich der LSM-Kurs (8 Unterrichtsstunden - vor 2016 absolviert) verliert im Oktober 2017 seine Gültigkeit.

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Kurzversion:
Schock ist eine Minderdurchblutung der lebenswichtigen Organe.
Hierfür kommen 3 Hauptursachen in Betracht:
Verlust von Blut oder Plasma
Das krank Herz hat keine Kraft den Kreislauf (Blutdruck) zu halten
Die Blutgefäße machen schlapp oder werden durchlässig.

In allen Fällen werden werden wichtige Organe nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und fallen aus.

Die typischen Folgen sind Bewußtlosigkeit, Schocklunge, Schockniere etc., wodurch der unbehandelte Schock schnell zum Tod führt.

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Es gibt zwei Arten von Schlaganfall:
Eine verstopfte Hirnarterie (weißer SA) und
eine geplatzte Hirnarterie (roter oder blutiger SA).

Letzteres kann durch einen stark erhöhten Blutdruck entstehen, der gerne durch große körperliche Anstrengung entsteht.

In der Notfallmedizin hat sich hier die Frage nach den "drei S" etabliert:
Sport, Sex, Stuhlgang...

Gerade bei älteren Patienten mit verkalkten und somit unflexiblen Blutgefäßen kann es beim starken pressen von hartem Stuhlgang zu einem massiven Blutdruckanstieg und in der Folge zum platzen eines Hirngefäßes kommen.

Wenn das "15" in deinem Namen für dein Alter steht, musst Du dir bei häufiger Verstopfung also eher Gedanken über Hämorrhiden als über einen Schlaganfall machen ;)

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Die Rettungsdienstliche Ausbildung in den USA weicht vom unserem System erheblich ab, da es dort in den seltensten Fällen das bei uns übliche Notarzt-System gibt.

Die in USA eingesetzten Rettungskräfte (Emergenc Medical Technicians) durchlaufen je nach Bundessstaat eine ca. 2 - 4-jährige Ausbildung, die oft als College-Studium mit einem Associate of Applied Sciences – Paramedic (vergleichsweise einem Bachelor-Degree) abschließt.

Die Ausbildung zum Paramedic ist prinzipiell in drei Stufen unterteilt:

  • EMT-B (Basic - entspricht etwa dem Sanitätshelfer)
  • EMT-I  (Intermediate - entspricht etwa dem Rettungssanitäter)
  • EMT-P / ("Paramedic" - entspricht dem Notfallsanitäter oder RettAss)

Die Kompetenzen der Paramedics sind in den USA je nach Region sehr unterschiedlich (präklinische Lysetherapie, Thoraxdrainagen etc.) jedoch versteht sich die US-Paramedics als "Augen, Ohren und Hände des Arztes".

Die - hierzulande gerne glorifizierten - umfassenden Kompetenzen müssen allerdings differenziert betrachtet werden, da die Behandlung vor Ort immer unter direkter Absprache mit der "Base Nurse" oder dem "Emergency-Doctor" per Funk, Telemetrie etc. durchgeführt wird. So ist bspw. in einigen US-Bundessstaaten einem Paramedic selbst das Anlegen einer Infusion nur nach Absprache erlaubt!

Für Routineaufgaben existieren natürlich SOPs, (Standard Operation Procedures), die Versorgung "kritischer" Patienten wird jedoch vom Paramedic praktisch immer "ferngesteuert" dorchgeführt.

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Dich kostet das gar nichts.
Die Ausbildungskosten von rund 52.000 EUR wird von den Krankenkassen finanziert, wovon Du eine Ausbildungsvergütung  (München, 1. Jahr ca. 950,- EUR mtl) erhältst.

In Potsdam ist im Mai 2016  bei den Tarifverhandlungen für den
öffentlichen Dienst eine Einigung erzielt worden. Sie betrifft auch die
Beschäftigten der kommunalen Rettungsdienste. Erstmals wurde dabei auch der neue Beruf Notfallsanitäter eingruppiert.

Er wurde der Entgeltgruppe P8 zugeteilt. Hier entspricht das Grundgehalt ab dem 1. Januar 2017 2.732,33 Euro und kann sich bis zur Entwicklungsstufe 6 steigern auf 3.365,23 Euro.

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in München geht das...

www.notfallmedizin.de

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Voraussetzung für den Erste-Hilfe-Ausbilder ist die entsprechende Lehrerlaubnis einer von der BG oder der Straßenverkehrsbehörde "anerkannten  Stelle".

Erfahrungsgemäß bieten die HiOrgs das nur für deren aktive Mitglieder an, die dann - möglichst für lau - in deren Kurse unterrichten.

Als Voraussetzung reicht prinzipiell eine Sanitätsausbildung mit rund 60 Stunden, und ein ebenso lange dauernder Ausbilderkurs.

Es gibt nebst uns (und wir sind nur in Bayern aktiv) in deiner Region auch anerkannte Ausbidungsstellen die solche Lehrscheine anbieten, hier empfehlen wir die www.sanitaetsschule-tembaak.de

Um selbst Kurse anzubieten musst Du quasi als Franchise-Nehmer á là McDonalds für ein etabliertes Unternehmen auftreten, oder eine eigene Organisation aufbauen. Letzteres ist aber nur mit erheblichem zeitlichen und vor allem finanziellen Aufwand möglich und scheitert oft an vom Gesetzgeber gewollten, hohen bürokratischen Hürden.

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Der Schlaganfall ist zu gut 80% eine Embolie (ein verstopftes Blutgefäß) und zu knapp 20% eine geplatzte Hirnarterie.

Hirdurch werden Teile des Gehirns schlagartig nicht mehr ausreichend durchblutet und sterben ab.

Nachdem eine der beiden Hirnhälften jeweils eine der beiden Körperhälften steuern, kommt es u.A. zu den entsprechenden halbseitigen Ausfällen der Sensorik (spüren, sehen, hören) und / oder der motorischen Fähigkeiten (halbseitige Schwäche oder Lähmung).

Plötzlich hängender Mundwinkel, Sprechstörungen oder Taubheitsgefühl auf einer Körperhälfte sind immer ein lebensgefährliches Symptom und nur eine sofortige Behandlung auf einer entsprechenden Intensivstation (Stroke-Unit) kann einer dauerhaften Behinderung entgegenwirken.

Also bei Verdacht immer den Rettungsdienst alarmieren und die Symptome schildern.

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Vermutlich hast Du letztes Anfang letzten Jahres nicht den Erste-Hilf-Kurs (zweitägig, 16 UE) sondern den Kurs "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" (eintägig, 8 UE) besucht.

Letzterer ist dann für die Klassen A & B noch bis Oktober 2017 gültig, muss also nicht nochmal besucht werden.

Zum  Nachweis der Teilnahme reicht eine "Quittung" natürlich nicht, hierfür ist die Vorlage der originalen Teilnahmebescheinigung nötig.

Falls Du diese nicht mehr hast, kannst Du (mind. 5 Jahre lang) bei der ausstellenden Organisation eine Zweitschrift anfordern (die Daten hast Du ja dann auf der Quittung stehen).

Seriöse Anbieter verlangen hierfür um die 5 EUR, bei den "Billiganbietern" werden da schnell 15 - 25 EUR verlangt.

Bei uns in München: http://www.notfallmedizin.de/service

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Das komm darauf an

1.) Welchen Kurs Du besucht hast (LSM oder EH) und
2.) Wofür Du ihn brauchst.

Als betrieblicher Ersthelfer musst Du den Kurs alle 2 Jahre auffrischen.

Für den Führerschein ist er lebenslang gültig.
Bei einem Neuantrag zum Führerschein gilt ein

LSM-Kurs (8 Unterrichtsstunden - vor dem 31.12.15 absolviert) noch bis zum Oktober 2017, ein

der EH-Kurs (16 oder 9 Unterrichtsstunden) gilt unbegrenzt.

www.notfallmedizin.de

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Das "kleines Pappkärtchen" ist keine Teilnahmebescheinigung, sondern nur ein Merkzettel den Du zusätzlich zu dem offiziellen Zertifikat ausgehändigt bekommst.
Auf diesem Kärtchen - so hat es der Ausbilder sicher erklärt - sollst Du deine Registernummer und das Kursdatum notieren, um bei Verlust der Originalbescheinigung eine Zweitschrift beantragen zu können.
Wenn Du das so gemacht hast - also zumindest das genaue Datum und den Ort noch weist - kannst Du eine Zweitschrift beantragen.
Wenn Du der Beschreibung nach vermutlich in München bei der Allgemeinen Sanitätshilfe warst, findest Du hier das entsprechende Formular:
http://www.notfallmedizin.de/service

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Die Helmabnahme beim bewußtlosen Motorradfahrer ist natürlich Pflicht.
Ohne diese Maßnahme ist es nicht möglich den Kopf zu überstrecken, die Atmung zu überprüfen und somit eine Entscheidung der weiteren erforderlichen Maßnahmen (Seitenlage oder Wiederbelebung) zu treffen.
Einen (qualifizierten) Quellennachweis für dieses hartnäckigste Märchen in der Ersten Hilfe wirst Du nicht finden, da eine solche Lehraussage noch nie von einer hierzu authorisierten Stelle veröffentlicht wurde.
Alle anerkannten Lehreinrichtungen haben seit den 1970-er Jahren die Helmabnahme beim reaktionslosen Motorradfahrer in Ihren Lehrplänen zur LSM / EH (Laienhelfer-) Ausbildung als klares "Muss".
Leider sterben aber immer noch Motorradfahrer unter Ihrem Helm, weil potentielle Helfer lieber an Gerüchte ("mein Freund hat den Helm abgenommen und dann ist das Hirn ´rausgelaufen...") glauben.

-Oder die Sinnhaftigkeit eines Erste-Hilfe-Kurses anzweifeln und - (wie "Sozialtussi" s.u.) der Meinung sind dass nicht die offiziellen Lehraussagen, sondern die personliche Meinung des Laienhelfers das Maß der Dinge sind!

Quelle: www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf (Seite 23 ff)

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Die Ausbildung zum Rettungsassistenten gibt es seit 2014 nicht mehr.

Du kannst die Ausbildung zum Rettungs-Sanitäter (RettSanV) mit mind. 520 Stunden besuchen (i.d.R. eine nebenberuflich, stufenweise Ausbildung) um dann mittelfristig im qualifizierten Krankentransport zu arbeiten.  Diese Ausbildung musst Du selbst zahlen (je nach Schule ca. 700 - 1200 EUR) oder dich im Gegenzug bei einer Organisation zum ehrenamtlichen Dienst verpflichten.
Die Ausbildung zum Notfall-Sanitäter ist seit 2014 ein staatlich geregelter Lehrberuf mit einer 3-jährigen Vollzeitausbildung (NotSanG).
Hierfür erhälst Du einen Lehrvertrag mit einem Rettungsdienst und das dazugehörige "Lehrgeld" - Deine Ausbildung wird also vom Arbeitgeber bezahlt.
In München liegt diese Ausbildungsvergütung bei ca. 950,- EUR im ersten Lehrjahr.
Weitere Infos unter www.rdsm.de

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Jede Form von "Hausmitteln" sind bei Verbrennungen grundsätzlich falsch!
Bei Verbrennungen an Armen oder Beinen gilt immer:
Unter lauwarmen, fließenden Wasser kühlen bis der Schmerz nachlässt.
Wenn die Haut eröffnet ist (Brandblasen etc.) steril abdecken (Kompresse - keine Pflaster!) und gegen mechanische Reizung abpolstern.
Kleinere Verbrennungen / Brandblasen mit einer Brandsalbe (aus der Apotheke) bedecken, das nimmt den Schwerz und fördert die Heilung.
Gut wirksam auch: Aloe vera. Diese Pflanze ist anspruchslos und passt in jede Werkstatt (scheint bei euch ja öfters zu passieren).
Blätter aufschneiden und das enthaltene Gel auf die Verbrennung tupfen. Das kühlt, wirkt leicht desinfizierend und beschleunigt die Heilung.

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Den Sehtest kann jeder Augenarzt, Arbeits- oder Betriebsmediziner, jeder zugelassener Optiker und  jede gemäß §12 Abs. 2 FeV ermächtigte Stelle durchführen.

Manche Fahrschulen haben diese Berechtigung, ebenso die meisten anerkannten Stellen für den Erste-Hilfe-Kurs.

Am einfachsten also einen entsprechenden Erste-Hilfe-Kurs mit Sehtest aussuchen (da musst Du sowieso hin) und den Sehtest gleich dort mitmachen.

Die amtliche Gebühr hierfür beträgt nach GebOSt deutschlandweit 6,43 EUR.

Augenärzte unterliegen dieser Gebührenordnung nicht und verlangen gerne mal erheblich höhere Preise für ihr ärztliches Attest.

Entgegen der hier häufig herrschenden Meinung ist ein "kostenloser Sehtest" den manche Optiker (-Ketten) anbieten immer Bauernfang.

Zwar wird der Test an sich gerne kostenlos angeboten, die Ausstellung der § 12-Bescheinigung unterliegt jedoch immer der amtl. Gebührenordnung - muss also bezahlt werden.

Ebenso darf auch der Augenarzt diese "IGL" (individuelle Gesundheitsleistung) niemals der Krankenkasse berechnen - das wäre Kassenbetrug.

eine Übersicht der Kursanbieter (mit Sehtest-Berechtigung) findest Du unter http://www.notfallmedizin.de/erste-hilfe#Deutschland

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Entgegen der andauernd falschen Antworten:
Der Erste-Hilfe-Kurs (und auch der LSM-Kurs) ist für den Führerschein unbegrenzt gültig (die 2-Jahres-Frist bezieht sich nur auf den Status "betrieblicher Ersthelfer" bei der Berufsgenossenschaft).

Jedoch hat die Führerscheinstelle nicht die Pflicht (und die Möglichkeit) deine eingereichten Unterlagen zu archivieren.
Dein Gedankengang ist zwar logisch nachvollziehbar,  -  wird aber die jeweilige FS-Stelle nicht interessieren ("...wir haben da unsere Vorschriften...".
Aus diesem Grund wirst Du deine Originalpapiere (Sehtest und Kursbescheinigung) bei jedem Neuantrag erneut vorlegen müssen.

Also entweder beim damaligen Kursanbieter eine Zweitschrift beantragen, oder den Kurs erneut absolvieren.
Ab dem 1.1.2016 gibt es übrigens keinen LSM-Kurs mehr, ab dann muss für jeden Führerschein der Kurs "Erste Hilfe" mit mind. 9 Unterrichtsstunden nachgewiesen werden.
Vor diesem Termin besuchte LSM-Kurse bleiben aber weiterhin gültig.

Anbieter in deiner Nähe: www.erstehilfe.net

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Der Kurs lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM-Kurs mit 8 Unterrichtsstunden) gilt noch bis zum 31.12.2015 für die Klassen A & B


Für die Klassen C & D, Studium, div. Berufe etc. ist der Erste-Hilfe-Kurs vorgeschrieben. Dieser hat früher 16 Unterrichtsstunden umfasst und wurde im April 2015 auf 9 Unterrichtsstunden verkürzt.


Ab Januar 2016 gibt es dann nur noch - und für alle Führerscheine etc. - den einheitlichen Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtsstunden (EH9)

Kursanbieter unter: http://www.notfallmedizin.de/erste-hilfe#Deutschland ;

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Bei einer "Ohnmacht" (richtig: Synkope) ist das Gehirn kurzfristig (mangels ausreichendem Blutdruck) unterversorgt.
Der Körper löst dieses Problem mit einem einfachen Schutzreflex: Umfallen... Hierdurch steigt die Hirndurchblutung wieder und der Pat. klart wieder auf.
Anders bei einer Bewusstlosigkeit (Koma) - hier fallen die Schutzreflexe komplett aus.
Liegt der Pat. jetzt mit dem Gesicht auch nur in einer Pfütze, erstickt er.
Bereits nach 3 min. ohne Sauerstoffzufuhr entstehen die ersten irreversiblen Schäden im Gehirn, nach max. 8 - 10 min. ist der Pat. "hirntot" - also nicht mehr zu retten.

Infos zur Ersten Hilfe: www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf

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Gar nicht...

Nachdem Kreislaufstillstände zumindest bei Erwachsenen überwiegend kariovaskulären Ursprung haben, ist ein wiedereinsetzender Kreislauf selten zu erwarten.
Also "drücken bis der Rettungsdienst kommt"
Bessere Lösung: Schnellstmöglich einen Defi (AED) anschließen; dieser prüft selbständig alle ca. 90 sec. und gibt weitere Anweisungen.
Fehlen einem Pat. eindeutige Lebenszeichen (für Laien: Atmung), schadet es im Ernstfall weniger auf ein minimal arbeitendes Herz zu drücken als das Hirn mangels Durchblutung sterben zu lassen.

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Die Rettungsleitstellen in Deutschland sind grundsätzlich auch per SMS an die 112 erreichbar.
Diese Möglichkeit soll aber nur dann genutzt werden, wenn eine Sprechverbindung nicht möglich ist, da i.d.R. keine Antworten versendet werden und somit keine Rückfragen möglich sind.

Die Notfall-SMS muss also die essentiellen Informationen enthalten:

Art des Notfalls, Ort, Grund für die SMS.

Beispiel: "Bewusstlose Person, 12345 Musterstadt, Hauptstraße 15, bei Meier, ich bin gehörlos"

Für Sprechbehinderte / Gehörlose etc. besteht auch die Möglichkeit ein entsprechendes NOTFAX zu schicken:

http://www.notfallmedizin.de/download/notfax.pdf

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Bei einem schlagenden Herzen ist die Herzdruckmassage potenziell gefährlich, weil hierdurch Rhythmusstörungen (R-auf-T-Phänomen --> Kammerflimmern) ausgelöst werden kann und natürlich eine Reihe weitere traumatische Ereignisse (Rippenfrakturen, Herzbeuteltamponaden etc.) entstehen können.
HDM ist also niemals ohne entsprechenden Grund durchzuführen.
Fehlt es an eindeutigen Lebenszeichen (erkennbare Atmung) ist jedoch immer die Indikation gegeben. Die möglichen Verletzungen stehen in keinem Verhältnis zur sonst zu erwartenden Hirnschädigung.
Durch eine sofortige HDM wird der entstehende Hirnschaden zumindest für ca. 6 min. verlangsamt. Bei gleichzeitiger Beatmung (Herz-Lungen-Wiederbelebung) wird der Hirntod sogar für noch ein paar weitere Minuten hinausgezögert.
Da die Technik der HLW in einem sehr engen Zeitrahmen durchgeführt werden muss (Druckpausen wärend der Beatmung < max. 7 sec.!) ist diese Technik nur für den wirklich Geübten empfehlenswert.

Für den Laien gilt:

Pat. ohne Lebenszeichen --> Notruf --> Drücken bis die Rettung kommt.
Wenn jetzt auch noch ein Defi (AED) zum Einsatz kommt, hat der Pat. die besten Chancen...

Weitere Infos: http://www.notfallmedizin.de/download/hlw2010.pdf

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Mit Ausnahme der in manchen Großstädten beteiligten Berufsfeuerwehren ist absolut jeder Rettungsdiensbetreiber eine "private Firma". Egal ob diese vom ADAC als Luftrettungs-GmbH, vom Roten Kreuz als BRK Rettungsdienst-GmbH, oder vom Herrn Aicher als Aicher-Ambulanz gGmbH gegründet wurde.
Die Notfallrettung ist hoheitliche Aufgabe der Länder die hierfür Rettungsleitstellen einrichten (112) und die Einsätze dann an die angeschlossenen Betreiber verteilen.
Diese Betreiber werden nach Bedarfsprüfung (Landesrettungsdienstgesetz) für den jeweiligen Region ausgewählt und staatlich beauftragt.
Ähnliches gilt auch für den "qualifizierten Krankentransport" (hier steht die med. Betreuung im Vordergrund) Jedoch können sich da die Anbieter (oft zusammengeschlossen) eigene Zentralen einrichten (19218 / 19222 / 777777 etc.)
Beim "nicht qualifizierten KTP" steht die Transportleistung im Vordergrund.
Behindertentransporte, "Liegend-Taxi" etc. werden sowohl von den bekannten Organisationen als auch von div. Taxiunternehmen und Pflegediensten angeboten. Dies unterliegt dann den Regeln des Personenbeförderungsgesetzes.

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Warndreieck ist nur für "mehrspurige" Fahrzeuge Pflicht.
Sinnvoll ist jedoch der Helmüberzieher, der aus dem Helm ein Warndreieck macht. Den gibt´s in jedem Motorradshop für ca. 6 EUR

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Beim Einatmen von Wasser in die Lunge löst sich ein Eiweißhaltiger Belag in den Lungenbläschen. Durch das hin und her dieses Luft- Wasser- Eiweißgemisches in den Atemwegen entsteht praktisch Eischnee (wie auch im Negerkuss) Das macht dann den sogenannten Schaumpilz bei Ertrinkungsopfern.

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Der Rettungssanitäter ist keine Berufsausbildung sondern ein Kurs mit insgesamt 520 Stunden Umfang, Den kannst Du auch mit 17 Jahren berufsbegleitend besuchen, zur Prüfung musst Du allerdings 18 sein.

Die Ausbildung erfolgt in verschiedenen Stufen (Schule, Rettungswache, Klinikpraktikum. Erst mal Sanitätshelferkurs, dann Rettungsdiensthelfer dann Abschluß und Prüfungslehrgang. Je nach ereichter Stufe kannst Du im Sanitätsdienst (z.B. bei Veranstaltungen) und im Krankentransport jobben.

Die Hauptschule reicht dafür.

Die Ausbildung bekommst Du von den Hilfsorganisationen, musst dich dann aber entsprechend dienstverpflichen und ehrenamtlich deine Stunden ableisten.

Alternativ gehst Du zu einer privaten Schule (dort ist die Ausbildung in der Regel anspruchsvoller, jedoch musst Du dort die Ausbildung selbst zahlen (je nach Anbieter ca. 1.000 - 1.300 EUR. Der Vorteil ist, dass Du im Anschluß "frei" bist und dir die Jobs aussuchen kannst und gegen Bezahlung arbeiten kannst.

Wenn Du das ganze als richtigen Beruf erlernen willst, mach die 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Die bekommst Du im ersten Lehrjahr mit ca. 950,- mtl. bezahlt, allerdings brauchst Du hierfür mind. die mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. 

Eine Übersicht der RS-Schulen findest Du unter

http://www.notfallmedizin.de/ldb/index.php?cmd=cat.show&id=22

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Oben rechts, rechts, unten rechts, unten, unten links, links, oben links, oben.

Alternativ kannst Du auch 2 Uhr 6 Uhr, neun Uhr etc. oder Norden Südwesten, Osten sagen...

Der Sehtester hat viel Erfahrung mit solchen Interpretationen.

Und weil Viele gut sehen - aber mit rechts und links nicht klarkommen, ist die einfachste Variante mit dem Daumen in die entsprechende Richtung zu zeigen...

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§ 145 Strafgesetzbuch:

(1) Wer absichtlich oder wissentlich

1. Notrufe oder Notzeichen mißbraucht oder

2. vortäuscht, daß wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Ein Straftatsbestand setzt eine vorsätzliche oder fahrlässige Tat voraus.

Wenn Dich "ein Unbekannter anschreibt..." könnte DIr zumindest grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden.

Warum um Gottes Willen sollte ein Hilfesuchender "irgend jemanden" anschreiben anstatt einfach den Notruf 112 zu wählen, oder eine entsprechende SMS dorthin zu schicken (ja- auch das geht)?

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§ 19 Fahrerlaubnisverordnung:
Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L oder T müssen an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen (LSM-Kurs) teilnehmen.

Dieser LSM-Kurs umfasst 8 Unterrichtsstunden (a 45 min.)

Aber aufgepasst:
Der § 19 FeV wird derzeit geändert. Ab Mitte des Jahres ist für alle Führerscheinklassen (A-D) der Erste-Hilfe-Kurs erforderlich. Dieser wurde ab 1.4.2015 von früher 16 auf jetzt 9 Unterrichtsstunden verkürzt.

Nachdem die Ausbildungstellen nunmehr einheitlich auf den neuen EH-Kurs umstellen, wird es den bisherigen LSM-Kurs nicht mehr lange geben.

Du solltest Dich also bald zum (jetzt noch ausreichenden) LSM-Kurs anmelden, sonst musst Du den neuen 9-Stunden-Kurs besuchen (dieser wird dann ab ca. 35,- kosten) .

Ausbildungsstellen in deiner Nähe findest Du unter:
www.erste-hilfe.net.

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Das Empty-Sella-Syndrom ist eine Aussackung der Arachnoidea (eine der Hirnhäute) die einen Teil der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) komprimiert.

Die Pentagonzisterne ist ein Teil der basalen Ventrikel (Hirnwasser-Räume)

Normotension ist der normale Druck (vermutlich im Ventrikel)

Blutdense ?! lässt sich am besten mit der Dicke des Blutes (also dem Verhältnis Plasma & Blutkörperchen) beschreiben, klingt aber schon sehr geschraubt...

Ich vermute hier mal einen CT/MRT - Befund deines Schädels?

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Wenn Dein Kurs vom Mai 2013 wirklich ein Erste-Hilfe-Kurs (mit 16 Stunden) war, gilt dieser unbegrenzt für alle FS-Klassen.

War es ein LSM-Kurs (mit 8 Stunden) gilt dieser noch exakt bis 31. Juni 2015. Ab diesem Zeitpunkt tritt die neue FeV in Kraft, die für alle FS-Klassen den (neuen) EH-Kurs mit 9 Stunden voraussetzt.

Wenn Du also deine Papiere vor diesem Stichtag bei der zuständigen Behörde abgibst, brauchst Du formal keinen neuen Kurs.

Vorraussetzung ist natürlich, dass dein damaliger Kurs bei einer "anerkannten Stelle nach § 68 FeV" stattgefunden hat (so muss das auf der Bescheinigung stehen).

Unabhängig von der rechtlichen Situation: Eine Auffrischung ist nach 2 Jahren sicher sinnvoll.

Schau mal auf www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf und prüfe dein Wissen...

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Nachdem hier mal wieder die Olympiade in der Verteilung gefährlichen Halbwissens stattfindet, ein paar Worte zur Richtigstellung:

Sichere, ohne diagnostische Hilfsmittel erkennbare Todeszeichen sind:

Leichenflecken, Leichenstarre und einsetzende Verwesung, sowie Verletztungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind.

Als Laie wirst Du zumindest die ersten 3 sicher nicht richtig oder verwechslungsfrei erkennnen.

Eine Unterkühlung < 33 C ist ganz sicher kein Ausschlußkriterium sondern eher eine gute Chance.

Ein Pat. dessen "Brustkorb sich hebt und senkt" wird ganz sicher nicht reanimiert (wiederbelebt) da er ja offensichtlich gar nicht tot ist.

"Wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen" ist das genau der Grund warum jetzt reanimiert wird...

An die meisten "Ratgeber" hier:

Bitte, bitte, bitte hört auf eure völlig unfundierten Meinungen zu Themen abzugeben, von denen Ihr die wissenschaftlichen Hintergründe einfach nicht kennt!

Zur Frage:

Ein Pat. ohne erkennbare Lebenszeichen (nicht reagierend, keine erkennbare Atmung trotz überstrecktem Kopf und angehobenen Unterkiefer) wird nach ca. 2-3 Min. eine Übersäuerung (Azidose) im Hirn entwickeln, in deren Folge selbiges nach ca. 8-10 Min. endgültig zerstört ist (Hirntod).

Durch die Herstellung eines minimalen Kreislaufes (Herzdruckmassage) lässt sich der Hirntod um ca. 6 Min. hinauszögern. Wird zusätzlich Sauerstoff zugeführt (beatmet) lassen sich noch ein paar weitere Min. realisieren. Weil es für einen nicht professionellen Helfer jedoch fast unmöglich ist, beides zusammen zu leisten (Herz-Lungen-Wiederbelebung) sollte sich dieser - nach dem sofortigen Notruf - auf die Herzmassage beschränken.

Als Nichtmediziner kannst Du also nur "erkennen" dass es "zu spät" ist, wenn der Kopf neben dem Patienten liegt oder dieser bereits zu verwesen beginnt.

Der Rettungsdienst kommt je nach Örtlichkeit nach ca. 6,5 - 12 Min.

Ein stillstehendes Herz lässt sich mit etwas Glück und viel Medizin vom Profi auch nach dieser Zeit wieder "anbekommen".

Ohne die Herzmassage durch den Ersthelfer ist das Hirn nach dieser Zeit jedoch am Ende und dann hilft auch "Dr. House" nichts mehr.

weitere Infos unter http://www.notfallmedizin.de/download/hlw2010.pdf

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Es gibt tausende von Krankheiten und dazugehörige Symptome...

Die häufigsten und wichtigsten kannst Du hier nachlesen:

www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf

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Wenn der Visus auf beiden Augen > 0,7 beträgt, ist eine Sehhilfe für den Führerschein (Klasse A + B) nicht erforderlich.

Den Sehtest und die Teilnahmebescheinigung am LSM-Kurs musst Du bei der Antragsstellung bei der zuständigen Behörde vorlegen.

Eine Anmeldung bei der Fahrschule (und der Teilnahme am Theorie-Unterricht kann schon vorher stattfinden.

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Hallo manomeni,
leider sind deine Chancen für eine Ausbildung / Tätigkeit in diesem Beruf sehr schlecht.

Ich kann Dir aus langjähriger Erfahrung als RD-Schulleiter leider nur sagen, dass mehrere Schüler mit erheblich geringeren Hörbehinderungen nicht in der Lage waren eine Tätigkeit in der Notfallrettung auszuüben.

Als NotSan musst Du - was die Akustik angeht - immer in "allen Richtungen" aufnahmebereit sein, da oftmals der Patient nur schwerverständliche Lautäußerungen von sich gibt,  im Hintergrund der Notarzt Medikamente anordnet und gleichzeitig eine Reihe von Geräten Hinweis- und Alarmtöne abgeben.

Zudem sind im Rettungsdienst eine Reihe von Untersuchungsmethoden wie Auskultation und Perkussion unerlässlich, die ebenfalls ein ausgesprochen differenziertes Hören erfordern.

Bei der Anfahrt mit Einsatzhorn gleichzeitig den Funk, das Navi und den Kollegen ("rechts ist frei...") im Ohr zu haben, ist ebenso wichtig wie ein einwandfreies räumliches Hören um Gefahren an der Einsatzstelle zu erkennen.

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Wie wär´s denn mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter?

Da lernst Du einiges, was dir später im Medizinstudium weiterhilft, hast mit den unterschiedlichsten Patienten zu tun und lernst im Klinikpraktikum einiges über den Ablauf dort.

Die Ausbildung ist mit 520 Std. überschaubar und bietet Dir die Möglichkeit (auch später als Student) relativ flexibel was dazu zu verdienen...

Hier findest Du Ausbildungsstellen:

http://www.notfallmedizin.de/ldb/index.php?cmd=cat.show&id=22

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Solange Du nicht den Kopf in den Herd steckst ist daran nichts gefährlich.

Der Magnetron (also die "Antenne" die diese Strahlen emittiert) arbeitet im Frequenzbereich der Radiowellen also unterhalb des Spektrums des sichtbaren Lichtes. Ionisierende und damit "krebsauslösende" Strahlung beginnt oberhalb des UV-Spektrums.

Die Wirkung hast Du ja schon selbst beschrieben, und daraus resultiert auch die mögliche Gefahr:

Ist die Abschirmung defekt (z.B. die Tür schließt nicht richtig oder das Metallgitter im Schaufenster ist entfernt) kann Strahlung austreten und das Wasser im Körper erhitzen. Gefährlich wird das dann z.B. im Auge, das sehr viel Wasser enthält.

Alle anderen Gefahren (und Gesundheitsschädigungen) liegen im Bereich der Esoterik...

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Die Frage ist ein bisschen mißverständlich gestellt.

Bei einem Kreislaufstillstand wird keine Zelle im Körper mehr mit Sauerstoff versorgt, lebt aber noch und produziert dabei schädliche Stoffwechselprodukte (Säuren) die das Gewebe zerstören.

Stell Dir dazu einen Grill vor, in den du nicht hineinbläßt sondern feuchtes Gras draufschmeißt. Der bekommt jetzt zu wenig Sauerstoff, fängt deshalb zu "qualmen" an und geht dann endgültig aus...

Durch eine HLW wird ein minimaler Kreislauf etabliert, der primär die Säure aus dem Hirn befördert und somit das große Sterben im Oberstübchen (den Hirntod) um einige Minuten verzögert.

Dass durch diese Maßnahme ein Patient wieder "zu sich kommt" ist praktisch ausgeschlossen.

Eben so unwahrscheinlich ist das "Kino-Klischee", nach dem das Herz durch eine Laien-Reanimation wieder zu schlagen beginnt und der Pat. deshalb wieder "lebt". Dies kommt in den relativ seltenen Fällen vor, in denen das Herz seine Arbeit atmungsbedingt niedergelegt hat (ertrunkenes Kind, erstickter Bewußtloser etc.).

Auf Platz 1 der Todesursachen in der Zivilisation steht eine kardiovaskuläre Ursache (z.B. Herzinfarkt). Durch ein verstopftes Koronargefäß erstickt der Herzmuskel "lokal" und fängt an zu krampfen (Kammerflimmern).

Durch ein beherztes "draufdrücken und reinblasen" lässt sich weder dieser Krampf beenden noch das Herz wieder in Gang setzen. Die einzige wirkliche Chance läge in der Beendigung des Flimmerns (Defibrillation) und möglichst einigen Medikamenten, die dem Herz wieder Starthilfe geben.

Das sind alles Tricks die der Rettungsdienst i.d.R. super beherrscht. Leider ist aber bis zum Eintreffen desselben (nach längstens 8-10 min) der Pat. bereits hirntot...

Und genau hier kommt der Ersthelfer ins Spiel:

Mit einer (einfachstenfalls ausreichenden) Herzdruckmassagen verteilt er die Säure aus dem Hirn im restlichen Körper (der diese bis zu 6 min. "verpuffern" kann) und verlängert somit die Überlebenschance von 8-10 auf 10-15 min.

Trifft innerhalb dieser Zeit der RD ein, bringt er im Idealfall den Kreislauf wieder in gang und das Gehirn (und somit der gesamte Patient) ist gerettet.

Du hattest also mit deiner Vermutung schon Recht:

Durch eine HLW wird der Pat. einfach nur im "stand-by-Modus" gehalten bis weitere Hilfe kommt; macht der Ersthelfer nichts - ist der Pat. bis zum Eintreffen des RD nicht mehr zu retten.

Mehr Infos unter http://www.notfallmedizin.de/hlw2010.pdf

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Die Mitralklappe ist die Segelklappe zwischen den Linken Vorhof und der linken Herzkammer. Beim Anspannen des Herzmuskels (Systole) wird diese zugedrückt (erster Herzton) und das Blut wird so über die (jetzt offene) Aortenklappe in die Hauttschlagader gepumpt.

Insuffizienz (Leistungsschwäche) heißt in diesem Fall dass sie nicht vollständig schließt und somit Blut teilweise zurück in den Vorhof gepumpt wird. Dieser Druck kann den dünnwandigen Vorhof auf dauer ausleiern und zu ernsten Problemen führen.

Diagnostisch entsteht dabei ein ein hörbares Strömungsgeräusch nach dem ersten Herzton.

Leichte Formen werden vom Pat. selten bemerkt, bei schweren Insuffizienzen sind leichte Erschöpfbarkeit bei Anstrengung und Atemnot erkennbar. Häufig kommt es auch zu Herzrhythmusstörungen (Herzrasen / Herzstolpern)

Eine Echo-Untersuchung bringt Aufschluss...

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Wie der Name schon sagt:

In der Stadt (bebautes Gebiet mit viel Schall-Reflektion) und auf dem Land (reflektionsfreie Bereiche)

In der Stadt mit dichter Bebauung und viel Schallstreuung ist das höhere Signal (Frequenzbereich 410–547 Hz) für die anderen Verkehrsteilnehmer besser zu lokalisieren.

Niederigere Frequenzen (Frequenzbereich 362–483 Hz) eignen sich wegen der längeren Reichweite zur Nutzung auf dem Land und bei höherer Geschwindigkeit.

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Ja...

Entweder weil das Medikament ärztlich angeordnet war (s.u.) oder im Rahmen ihrer Notkompetenz.

Letzteres ist dann der Fall, wenn

  • Eine Lebensgefahr vorliegt, sich anbahnt oder zu erwarten ist,
  • ein Arzt innerhalb eines adäquaten Zeitraumes nicht zur Verfügung steht,
  • eine weniger invasive Maßnahme keinen Erfolg hatte oder verspricht
  • Es sich bei der Maßnahme / Medikament um eine standartisierte Maßnahme handelt,
  • der NotSan in dieser Maßnahme ausgebildet ist und die entsprechende Kompetenz nachweist, und
  • eine ärztliche Behandlung aus Dringlichkeitsgründen nur vorbereitet / eingeleitet wird.

Grundsätzlich ist also die Verabreichung (Verordnung) von verschreibungspflichtigen Medikamenten dem Arzt vorbehalten, im Rahmen eines "übergesetzlichen Notstandes" (Lebensgefahr) aber auch dem nichtärztlichen Rettungsdienstpersonal erlaubt.

Darüber hinaus gibt es in den meisten Regionen entsprechende Medikamenten & Indikationslisten, mittels dieser der zuständige "ärztliche Leiter Rettungsdienst" eine Reihe von Notfallmedikamenten unter enger Indikationsstellung für entsprechend geschultes Personal freigeben kann.

Weitere Infos hierzu auf der 1. Seite von http://notfallmedizin.de/download/medikamente.pdf

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"Rausfinden" kannst Du das gar nicht, da die Dienststelle natürlich keine Mitarbeiter-Daten rausgibt....

Was Du machen kannst ist aber folgendes: Frag bei der Rettungsleitstelle nach, welches Fahrzeug / EInsatz-Nr. und von welcher Organisation / Rettungswache der Retter war (falls Du das nicht weist). Dort kannst Du dann einen Brief hinschicken, mit der Bitte dass die sich Jener bei dir melden soll.

Mit etwas Glück wird er das dann auch tun...

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Prinzipiell hat sich ein Lehrer bei einer Notfallsituation genauso zu verhalten wie ein Fleisch- und-Wurstwaren-Fachverkäufer. Jeder ist zur Hilfeleistung bei Notfällen verpflichtet und macht sich nach § 323c StGB strafbar, wenn er es unterlässt.

Eine falsche Erste-Hilfe (wie z.B. "die Wange tätscheln") bringt zwar dem Patienten nichts, ist aber sicher nicht strafbar oder auch nicht verwerflich, wenn es aus unwissenheit geschiet.

Die richtige Vorgehensweise ist immer die gleiche:

  • Laut ansprechen, an den Schultern rütteln. Kommt keine Reaktion: Hilfe rufen (112)
  • Dann den Kopf nackenwärts beugen und das Kinn anheben. Atmung 5-10 Sekunden durch gleichzeitiges "hören, fühlen, Brustkorb beobachten" prüfen.
  • Normale Atmung vorhanden?: Ab in die (am besten stabile) Seitenlage, zudecken und weiter die Atmung im Blick halten.
  • Keine Atmung erkennbar: Brust freimachen (Klamotten aufreißen - auch den BH!) und kräftig (fausttief) und schnell (mind. 100/min) in der Mitte zwischen den Brustwarzen drücken.

Das sind die einfachsten und effizientesten Maßnahmen zur Lebenserhaltung.

Handelt es sich beim Lehrer nicht nur um einen sondern um Deinen, ist dieser sogar noch deutlich mehr in der Verantwortung, da er in einer Garantenstellung zu seinem Schüler steht.

Personen mit einer besonderen Aufsichts - oder Sorgfaltspflicht (Eltern, Lehrer, der Bademeister, die Krankenschwester etc.) würden bei einer unterlassenen Hilfeleistung deutlich schärfer bestraft als jemand der in keiner Rechtsbeziehung zum Patienten steht.

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Dein LSM-Schein von 2011 ist noch bis zum 31.3.2015 gültig, danach kannst Du ihn nicht mehr einreichen.

Durch die Änderung der §§ 19, 68 FeV wird ab dem 1.4.2015 (derzeitig festgelegter Stichtag) für alle Führerschein-Klassen der neue 9-Stündige Erste-Hilfe-Kurs gefordert.

Dazu wird es dann noch eine (vermutl. 3-monatige) "Übergangsregelung" geben.

Mit anderen Worten: Wer zwischen dem 1.1.2015 ind dem 31.3.2015 den LSM-Kurs (mit 8 Unterrichtsstunden) besucht hat "kommt durch", LSM-Scheine vor 2015 verlieren dann ihre Gültigkeit!

Hast Du jedoch (2011) einen richtigen Erste-Hilfe-Kurs (mit 16 Unterrichtsstunden) besucht, bleibt dieser auch weiterhin gültig.

Den bisherigen Führerscheinkurs (lebensrettende Sofortmaßnahmen / LSM) gibt es ab April 15 dann nicht mehr.

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Die Verbrennung 4° gibt es als solche nicht mehr, das ist eine Verkohlung des Gewebes. viel mehr ist die Größe der Fläche entscheidend.

Erste Hilfe (macht der Rettungsdienst genauso wie der Ersthelfer):

Das Spülen mit lauwarmen Wasser ist die wichtigste Sofortmaßnahme bei Verbrennungen. Zuvor muß die Kleidung entfernt werden, um einen Hitzestau und ein Nachbrennen zu verhindern. Die verbrannten Köperregionen sollten innerhalb von 30 Minuten nach der Verletzung für etwa 15 Minuten mit handwarmen (15-20 °C) Wasser schonend gespült oder abgebraust werden. Dies führt zu einer Schmerzlinderung und durch geringere Mediatorenfreisetzung zu einer verminderten Ödembildung. Dadurch wird der Nachbrenneffekt entscheidend reduziert . Eine Unterkühlung durch großflächige Anwendung von Kaltwasser oder Eiswasser, vor allem bei Kindern, gilt es unbedingt zu vermeiden. Wie bei allen schweren Verletzungen haben auch bei Brandverletzten die Sicherung und Stabilisierung der Vitalfunktionen absolute Priorität.

Des weitern: Sterile Wundversorgung, Infustionstherapie und Schmerzmittel.

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Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauert mind. 520 Stunden und läuft i.d.R. in 3 Ausbildungsabschnitten (Sanitätshelfer, Rettungsdiensthelfer, RettSan) ab.

Die gesamte Ausbildungszeit darf 2 Jahre (in Ausnahmefällen 2,5) Jahre nicht überschreiten.

Zum Zeitpunkt der Prüfung musst Du 18 Jahre alt sein.

(...und die Bezeichnung fehlerfrei schreiben können :))

Infos: http://rdsm.de/rettungssanitater.html

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" ...da ich mich schon immer sehr für die Medizin interessiere, habe ich (Datum ) meine Ausbildung zur Sanitäterin begonnen und diese am .... mit Erfolg (gute Note) abgeschlossen, Seit dieser Zeit bin ich mit viel Freude ehrenamtlich im Sanitätsdienst (bei der Hilfsorganisation xy) tätig...

Das zeigt nicht nur dass Du hilfsbereit bist und dich für Andere engagierst, sondern auch Eigeninitiative und Fortbildungsbereitschaft zeigst.

(Also im neuen Job auch "was annimmst", freundlich und einfühlsam auf die Patienten zugehst und evtl. auch mal Überstunden machen wirst...)

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Gehirnerschütterung möglich?

Hallo liebe Community,

Letzten Freitag hatte ich einen kleinen, nennen wir es mal Unfall. -/- Ich stand morgens um kurz vor sechs Uhr auf, bin ganz normal aus dem Bett, runter in die Küche, habe dabei keinerlei Beschwerden gehabt. Plötzlich wurde es mir schwarz vor den Augen, mir wurde schwindelig, übel und es fing an ganz komisch im Kopf zu dröhnen. Hab mich dann auf den Küchenstuhl gesetzt und meinen Kopf auf den Tisch gelegt. Dann kann ich mich nur noch an das aufwachen auf dem Boden (Fliesen) erinnern, mir war noch immer schlecht und ich hatte im Genick und Rücken Schweiß (war ca. 5 Minuten bewusstlos).Bemerkte sofort, dass ich auf meinem Kopf gelandet bin, hatte eine Beule und mein Kopf tat höllisch weh. Hab meine Mutter angerufen und sie ist mit mir gleich zu meinem Hausarzt gefahren. Dort wurde nur ein EKG gemacht, sowie Blutdruck gemessen und Blut abgenommen, mehr nicht! Krankgeschrieben wurde ich nur für den Tag, also Freitag. Heute war ich wieder bei meinem Arzt um mir die Ergebnisse vom Blut geben zu lassen, da ist alles in Ordnung. Sonst hat mein Arzt auch nix mehr gemacht. Hab noch immer Beschwerden, wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und bin einfach nur erschöpft. Gehe logischerweise seit Montag arbeiten, übersteh den Arbeitstag gerade so, wenn ich nach Hause komme Fall ich gleich ins Bett und schlaf erst mal 1-2 Stunden. Hab das Gefühl, dass mein Arzt, den ich schon über 10 Jahre habe, mich da nicht richtig untersucht hat. Könnte ich vll eine Gehirnerschütterung haben? Klar seit ihr keine Ärzte, aber ich hoffe jemand hat so seine Erfahrungen, sollte ich vll noch mal zu einem anderen Arzt gehen oder ins Krankenhaus.?! Bin gerade echt ratlos.

Liebe Grüße

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Eine Bewußtlosigkeit nach Kopfverletzung (Sturz) mit folgender "Erinnerungslücke" (retrograde Amnesie) und folgendem Schwindel & Übelkeit ist sogar eine "Bilderbuch"-Diagnose für eine Commotio (Gehirnerschütterung).

Nachdem ich aber nicht glaube, dass dein Arzt eine weitere neurologische Untersuchung ausgelassen hat (Druckpuls, Pupillendifferenz etc.) um eine Gehirnblutung auszuschließen, heist das nicht dass da etwas "Kaputt" gegangen sein muss.

Die Behandlung eines SHT 1° (eben einer einfachen Commotio) besteht eigentlich nur in "Bettruhe". wird diese nicht eingehalten, ist mit längerandauernden Kopfschmerzen zu rechnen.

Sollten sich die Symptome in den folgenden Stunden verschlechtern (Übelkeit, Erbrechen und weitere Trübung des Bewußtseins) würde das auf eine Blutung (intracerebrales Hämatom) hinweisen und ein CT erforderlich machen.

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mit dem Euro-Notruf 112 erreichst Du in ganz Europa immer und ohne Vorwahl die örtlich zuständige Rettungsleitstelle.

Vom Handy aus klappt das mit der 112 (und auch mit der 911) sogar weltweit.

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Der Kurs "lebensrettende Sofortmaßnahmen" (LSM) hatte gem. §19, FEV keine Gültigkeitsbegrenzung, also immer gegolten.

Ab 1.4.2015 ist für alle Führerscheinklassen der neue "Erste-Hilfe-Kurs" mit 9 Unterrichtsstunden vorgeschrieben.

Ab diesem Stichttag wird es noch eine (noch nicht beschlossene) Übergangsregelung geben die vermutlich bei 3 - 6 Monaten liegen wird.

Wer bist dahin den alten Erste-Hilfe-Kurs mit 16 Stunden besucht hat, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite, die bisherigen LSM-Kurse mit 8 Unterrichtsstunden verlieren dann auf jeden Fall ihre Gültigkeit und werden nicht mehr angeboten.

Wer also seinen bisher geforderten LSM-Kurs vor Ende 2014 gemacht hat, wird ab April den neuen EH-Kurs besuchen müssen.

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Bei einer Unterkühlung ziehen sich die außenliegenden Blutgefäße zusammen und zentralisieren den Kreislauf so auf den Körperstamm. Der ist gut isoliert und das Blut im Inneren bleibt warm.

Durch eine Erwärmung von außen würden die Gefäße wieder weitgestellt. Das (jetzt noch warme) Blut würde aus dem Körperstamm in die kalten Extremitäten gepumpt, dort rapide abkühlen und über die Venen in den Körperstamm zurückfließen.

Dabei würde die Temp. im Körperstamm schlagartig fallen, was im schlimmsten Fall zu einem Herzstillstand (Kammerflimmern) führen würde.

Aus diesem Grund müssen unterkühlte Patienten ab dem Erschöpfungsstadium (<34 °C) immer klinisch "von innen" erwärmt werden.

Erkennen kannst Du diese Grenze daran, dass der Patient somnolent (auffällig "schläfrig") oder nicht mehr ansprechbar ist.

Solche Pat. dürfen also möglichst nicht bewegt (oder ausgezogen) werden.

DIe Erste Hilfe besteht also im verhindern von Temperaturschwankungen, was am besten mit einer Rettungsdecke (aus dem Verbandskasten) zu realisieren ist.

Weitere Infos: http://www.notfallmedizin.de/download/thermische.pdf

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Bei einem Kreislaufstillstand wird dem Hirn kein Sauerstoff mehr zugeführt. Ohne Sauerstoff beginnen die (jetzt noch arbeitenden) Hirnzellen nach ca. 2-3 min. Laktat (Milchsäure) zu produzieren. Da diese mangels Kreislauf nicht mehr abtransportiert wird, gehen die Hirnzellen praktisch im eigenen Säurebad unter.

Nach 3 min. entstehen also die ersten Hirnschäden, nach 8 - 10 min. ist alles gelaufen. Hirnzellen können sich nicht regenerieren und somit ist der Pat. hirntot.

Sinn der Wiederbelebungsmaßnahmen ist es, durch eine Herz-Druck-Massage (HDM) eine Durchblutung des Hirns zu erreichen, mit der diese Säure im Rest des Körpers verteilt wird. Dort gibt es reichlich Puffersysteme (Bikarbonat etc.) der diesen Säureüberschuss für etwa 5-6 min. neutralisieren kann.

Mit einer sofortigen HDM lässt sich also der drohende Hirntod um ca. 6 min "nach hinten verlegen". Nachdem der Rettungsdienst im städtischen Bereich frühestens nach 6-8 min. eintrifft, bestehen also für den Patienten gute Chancen dies noch "zu erleben".

Ein paar zusätzliche Minuten sind zu gewinnen, wenn das Gehirn nicht nur von der Säure befreit wird (durch Herzmassage), sondern zusätzlich auch mit Sauerstoff versorgt wird (Beatmung).

Bei einer suffizienten Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) ist somit eine gute Überlebenschance bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gegeben.

Ein hartnäckiges Missverständnis ist, dass durch eine "Wiederbelebung" per HLW das Herz wieder zu schlagen begänne. Das schafft der Rettungsdienst mit entsprechenden Maßnahmen i.d.R. auch noch nach 10 min, aber ohne HLW ist das Gehirn - und somit das Leben des Pat. - verloren.

Zur Frage der Zeiten: Die 50% Überlebenschance liegt ohne Maßnahmen bei ca. 6 min., unter Herzmassage bei ca. 8 - 10 min. und unter HLW bis ca. 15 min.

(Siehe Grafik)

Da im Gegensatz zur recht einfachen HDM (zwischen den Brustwarzen schnell und kräftig drücken), ist eine suffiziente Beatmung vom ungeübten Helfer kaum zu erreichen.

Wird die HDM für die Beatmung für länge als 7-8 Sekunden unterbrochen, fällt die Hirndurchblutung wieder auf null und beide Maßnahmen bleiben ohne Effekt.

Daraus gilt für den Laienhelfer: Drücken bis der Notarzt kommt (und möglichst schnell einen Defibrillator (AED) herbeischaffen lassen. Dieser gibt dann die Anweisungen zum weiteren Vorgehen.

Weitere Infos unter http://www.notfallmedizin.de/download/hlw2010.pdf

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Richtig gute Kurse gibt´s bei

  • Synlab München

  • der Landeszahnärztekammer

  • notfallmedizin.de/erste-hilfe#eh-pflege

  • bei der rdsm.de

  • oder bei http://www.hameder.de

  • Sind alle gut (machen nämlich wir :))

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Mal für die ganzen Schlaumeier, die hier ihre Ahnungslosigkeiten abladen:

Ja, Defis werden bei Notwendigkeit auch implantiert. Natürlich nicht die AEDs vom Bahnhof, sondern sog.ICDs. Das sind zunächst mal Schrittmacher, die bei einer (langsamen) Herzrhytmusstörung dem Herzschlag wieder Beine machen.

Wenn das Herz des Patienten auch die Neigung hat, sich gelegentlich mal zu vergaloppieren (also zu schnell und unkoordiniert schlägt (Kammerflattern / Kammerflimmern), kann die automatisch ausgelöste "elektrische Ohrfeige" (Kardioversion) das Herz mal wieder zu einem ordentlichen arbeiten überreden...

Zur eigentlichen Frage:

Die Module Pacer (Schrittmacher) und Kardioverter ("Defi") arbeiten prinzipiell unabhängig von einander und somit ist jedes für sich sehr genau programmier- und auch abschaltbar. Alle Parameter werden einzeln festgelegt und somit ist eine "selbständige Wiedereinschaltung" eines abgeschalteten ICD-Moduls praktisch nicht möglich.

Wer behauptet denn sowas? Das kommt wohl eher von einem der vielen Forums-"Experten" als vom Kardiologen...

Ist das Schrittmacher-Modul weiterhin notwendig (der ICD - warum auch immer - nicht mehr), wird natürlich kein seriöser Arzt eine Herz-OP durchführen um das Gerät gegen einen einfachen Schrittmacher austauschen.

Wenn Du dich dazu entschließt mit deinem Porsche zukünftig nur noch durch die 30-er-Zone zu fahren, lässt Du ja auch nicht mal eben den Motor gegen den eines Opel auszutauschen - aus Angst das dieser selbständig Gas gibt.

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Hallo Paul, "Rettungssanitäter (ehem. RettAss)" ?

Da bringst Du was durcheinander...

Der Rettungs-Sanitäter (RettSan) ist eine prinzipiell nebenberufliche Ausbildung mit 520 Stunden Umfang. Diese kannst Du jederzeit auch im Block-Unterricht oder als Abend-/ Wochenendausbildung neben der Schule machen. Ab 2015 ist auch der RS durch die RettSanV bundeseinheitlich geregelt und schließt mit einer einheitlichen staatlichen Prüfung ab. Allerdings ist der RettSan auch weiterhin **kein echter Beruf******.

Der Rettung-Asssistent (RettAss) war (von 1989 - 2014) eine staatlich geregelte Berufsausbildung an einer Berufsfachschule für Rettungsassistenten. Die Ausbildung dauert(e) 2 Jahre und schloss mit einer staatlichen Prüfung ab.

Was Du vermutlich meinst, ist die 2014 eingeführte Berufsbezeichnung Notfall-Sanitäter (NotSan). Dieser Beruf umfasst eine 3-jährige Vollzeit-Ausbildung und ist nicht "nebenbei" zu machen.

Einzige Ausnahme: Examinierte Rettungsassistenten mit entsprechender Berufserfahrung (verschiedene Modelle mit 3-5 Jahren) können durch entsprechende Ergänzungslehrgänge zum Staatsexamen zugelassen werden.

Weitere Infos findest Du auf unserer Seite: http://www.rdsm.de

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Der Kurs "lebensrettende Sofortmaßnahmen" (8 Unterrichtsstunden) gilt bis zur nächsten Änderung des § 19, Fahrerlaubnisverordnung, unbegrenzt.

Ab April 2015 wird für alle Führerscheinklassen der neue Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtsstunden nötig.

Wenn Du also deinen Führerschein-Antrag bis Ende März einreichst, reicht deine alte Bescheinigung (vorausgesetzt, dass diese von einer amtl. anerkannten Stelle ausgestellt wurde).

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