Thrombose oder Muskelschmerzen?

Hallo, ich bin mittlerweile völlig verzweifelt. Innerhalb von 3,5 Monaten ist mir dies nun schon zum zweiten Mal passiert und ich hoffe, es kann mir jemand Tipps geben. Ich vermute eine Thrombose, meine Ärztin sieht das aber anders.

Vor 3,5 Monaten bin ich nachts aufgewacht, weil ich starke Schmerzen in der linken Wade hatte. Aktuell vor einigen Tagen bin ich nachts aufgewacht, da ich starke Schmerzen in der rechten Wade hatte. Ich bin beide Male lediglich aufgewacht und hatte eine Art Muskelkater in der Wade. Vor einigen Monaten war es das linke Bein, jetzt aktuell ist es das recht. Gleiches Spiel bei beiden Beinen, ich wache also in der Nacht mit leichtem Muskelkater in einem Bein auf. Habe kein Sport getrieben gehabt, mich auch nicht gestossen oder sonst irgendeine ungewohnte Bewegung gemacht. Den ersten Tag über bleib der leichte Muskelkater in beiden Fällen und gegen Abend wurde er deutlich stärker. In der zweiten Nacht dann war der Schmerz stark und ließ mich nicht durchschlafen. In beiden Fällen. Dann, am zweiten Tag konnte ich nicht mehr auftreten. Der Schmerz war wahnsinnig. Im ersten Fall bin ich in Panik und Angst vor einer Thrombose zum Arzt, da konnte aber nichts gefunden werden. Auch jetzt bin ich am zweiten Schmerztag zum Arzt, nein, das wäre eindeutig eine Muskelgeschichte. Ich hätte den Wadenkrampf wohl verschlafen. Es ist kein Ultraschall gemacht worden, es wurde einfach nur das Bein abgetastet und angeschaut. Problem sind aber die wahnsinnigen Schmerzen. Beim Auftreten wie ein schwerer schmerzhafter Muskelkater und meine Angst, es könnte einen Muskelfaserriss geben, weil einfach alles spannt, in Ruhestellung, wenn das Bein hochgelegt ist oder ich einfach nur ohne Belastung am Bein normal sitze, sind es Schmerzen, wie bei einem schweren Wadenkrampf. Es ist aber nicht auszuhalten. Heute ist mittlerweile der 5. Tag mit schlimmen Schmerzen. Ibuprofen nimmt vielleicht den halben Schmerz und macht mich etwas beweglicher, aber das kann doch nicht so weitergehen. Denn so langsam macht mich das Ibuprofen platt, werde jetzt auf Paracetamol umsteigen müssen. Wenn ich in die Muskulatur an der Wade drücke, egal wo in der Wade, schmerzt es wahnsinnig. Beim Arzt bekomme ich Bestrahlung, zuhause geht es dann mit einem TENS Gerät weiter. Ich schmiere Voltaren, Kytta, Traumeel, ja sogar Olbas Tropfen drauf – nichts. Ich bin verzweifelt. Weiß zwar, dass man nach Wadenkrämpfen noch Tage danach Schmerzen haben kann, aber wie gesagt, heute ist der 5. Tag und es ist fast noch schlimmer, als am Anfang. Bei meinem anderen Bein hat es fast 14 Tage gedauert und mich fast den Verstand gekostet, um es mal krass auszudrücken, bis der Schmerz langsam nachließ. Auch aktuell sind schon wieder Tränen geflossen. Kennt jemand so etwas? Könnte das von der Beschreibung her eine Thrombose sein oder ist das von der Schmerzempfindung wirklich eher an einer Muskelgeschichte dran? Ich wäre wirklich dankbar für Antworten. Ich kann doch noch alle paar Monate zig Ärzte

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Hallo zusammen!

Es ist immer sehr schwierig, mit diesen Daten auf eine gute Diagnose zu kommen. Wichtige Angaben wären z.B. auch Alter, sind Risikofaktoren für eine Thrombose vorhanden, vorangegangene Erkrankungen...

Eine Thrombose kann auch mal ganz unscheinbar ablaufen, ohne Rötung oder Schwellung! Aus diesem Grund würde ich unbedingt eine Messung der D-Dimere vorschlagen. Sind diese negativ, so kann eine Thrombose mit grosser Sicherheit ausgeschlossen werden. Falls positiv, ist eine Dupplexsonographie durchzuführen.

Wird nichts gefunden, ist der Gang zum Neurologen sicher nicht falsch! Ev. muss auch eine Achillodynie (Schmerzsyndrom der Achillessehne) in Betracht gezogen werden -ist allerdings etwas unwahrscheinlich wenn du wenig körperliche Belastung hattest.

Halte uns auf dem Laufenden, so können auch wir noch etwas daraus lernen! LG und alles Gute

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Hallo birdy Ich würde dir die Strümpfe zwar empfehlen, absolut notwendig sind sie allerdings nicht. Nach einer Kreuzbandplastik sollte man früh, nach Massgaben der Beschwerden bewegen, was zusammen mit der Antithrombosespritze ausreichen sollte. Ausserdem legst du wahrscheinlich 2-3x täglich dein Bein in eine Bewegungsschiene?!?

Die Strümpfe haben aber noch einen weiteren Nutzen: Das Bein kann weniger anschwellen. Und übrigens, ATS sollen eng sein, nur so wirken sie optimal.

Gute Besserung!

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Hallo Schokobiene

Hohe Absätze sind grundsätzlich thrombogen. Die Wadenmuskulatur befindet sich konstant in einem kontrahierten, also zusammengezogenen Zustand. Dies führt zu einer Abschwächung der Muskel-Wadenpumpe, welche mitverantwortlich für den Blutrückfluss aus den Beinen ist. Da du aber Blutverdünnt bist und Kompressionsstrümpfe trägst, ist das Risiko für eine erneute Thrombose relativ gering. Aus meiner Sicht kannst du deine schönen Schuhe mit Absatz ohne Bedenken von Zeit zu Zeit tragen! Schalte wenn möglich alle anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Pille, Bewegungsmangel, Übergewicht usw. aus! ich wünsche viel Spass im Ausgang und eine gute Gesundheit.

LG vom Strumpf

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Krampfadern am Hoden können doch einige Probleme verursachen! Gerade wenn sich eine Thrombose bildet, kann unter Umständen ein Absterben des Gewebes hervorgerufen werden. Ausserdem herrscht bei einer Varikozele eine erhöhte Temperatur, was die Spermien schädigt.

Meistens sind Krampfadern am Hoden jedoch wenig akut, und die Therapie kann gut geplant werden. Ich würde mir mal keine Sorgen machen, und bei nächster Gelgenheit alles mit dem Urologen besprechen. Früher oder später wird eine OP nötig werden.

LG

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Hallo zusammen. Ich bin hier nicht ganz einer Meinung. Eine Fussbodenheizung ist sicherlich kein Auslöser für Krampfadern, kann aber förderlich Wirken. Warum? Die Wärme von unten lässt die Venen erweitern, was zu einer Verlangsamung des Blutflusses führt und mitverantwortlich für die Klappeninsuffizienz ist. Der gleiche Effekt tritt z.B. in warmen Bäder oder in der Sauna auf, wesentlich stärker. Das ist jedoch kein Grund, auf eine Bodenheizung zu verzichten, denn es gibt gute Möglichkeiten, die Krankheit zu beherrschen (Kompressionsstrümpfe, Venenmittel, Übungen...)

LG

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Hallo zusammen!

Wie unten schon erwähnt wurde, ist Schwaches Bindegewebe einer der Risikofaktoren für die Entstehung von Krampfadern. Ich empfehle auf jeden Fall eine Abklärung durch den Spezialisten (Phlebologen), um andere Ursachen auszuräumen.

Die Basis der Krampfaderntherapie (und Prophylaxe) besteht aus der Kompressionstherapie, welche mit Bandagen oder Kompressionsstrümpfen durchgeführt werden kann. Bei regelmässiger Anwendung (eigentlich täglich!) der Strümpfe sowie bewusster Lebensweise kann die Erkrankung sehr gut kontrolliert werden, das hat jedenfalls meine jahrelange Erfahrung gezeigt.

Mein Vorschlag für das weitere Vorgehen (gilt nicht nur für deine Schwester, da du auch gefährdet bist):

  • Abklärung durch den Spezialisten, so hat man eine Ausgangslage
  • Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen KKL. 2
  • Viel Bewegung
  • Wenig Sitzen oder Stehen
  • Täglich die Beine kühl abduschen
  • Bettende um 2-3cm erhöhen (verbessert den Blutrückfluss)
  • Ev. Venenstärkende Mittel (z.B. Rosskastanie)
  • Rauchen und Übergewicht vermeiden

Gegen Krampfadern kann man sich Schützen! Einfach warten und hoffen es wird besser ist hier keine Option.

Alles gute und liebe Grüsse

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Hallo anonymus75

Hautkleber um die Strümpfe zu fixieren würde ich eher nicht verwenden. Durch den Zug wird die Haut gereizt und es können Blasen entstehen. Ausserdem  wird das Gewebe von Kompressionsstrümpfen beschädigt.

  • Versuche doch mal, das Haftband regelmässig mit Wasser anzufeuchten. Oft hält das die Strümpfe schon an Ort und Stelle.
  • Da wo das Haftband liegt, sollen keine fettenden Cremen, Lotionen oder Salben angewendet werden.
  • Es gibt Kompressionsstrümpfe mit Noppen oder mit einem kontinuierlichen Haftband, ev. mal ausprobieren.
  • Um zu wirken und halten müssen med. Kompressionsstrümpfe optimal passen. Messe die Beinumfänge nochmals nach (sofort nach dem Aufstehen) und kontrolliere die Strumpfgrösse.
  • Wie Juwel schon gesagt hat, können die Strümpfe ausgeleiert sein. Kompressionsstrümpfe halten bei regelmässigem Gebrauch ca. 6Monate. Qualitätsstrümpfe wie z.B. Venosan, Sigvaris, Medileg... sind Billigstrümpfen was die Formstabilität angeht deutlich überlegen.

LG und viel Erfolg mit den Strümpfen :)

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Ich kann mich hier nur anschliessen. Es ist notwendig.

Nicht nur durch die Immobilisation, sondern auch durch das Trauma steigt die Gefahr einer Thrombose. Wie Puma schon sagt, ist der Spuck meistens bald vorbei. Die Spritzen werden nur subkutan gemacht, was wirklich keine Sache ist...

 

 

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Die Antwort kommt etwas spät... hoffe du hast alles ohne Blutung und Thrombose überlebt. Eine Spritze auslassen kann bei bettlägerigen Patienten bereits zur Thrombose fürhen. Die doppelte Dosis macht hingegen so gut wie nichts. Ausserdem kann Fragmin antagonisiert werden (ein Gegenmittel gegeben).

 

LG

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Das kommt doch ganz auf die Diagnose an, aber die Indikation wird wohl gegeben sein. In Risikosituationen ist schon das einmalige Auslassen gefährlich. Aspirin hat eine komplett andere Wirkungsweise und ist wahrscheinlich hier fehl am Platz, ausserdem kann ein Eingriff falls nötig nur mit Erhöhtem Blutungsrisiko durchgeführt werden. Auch Stützstrümpfe haben hier nichts verloren, wenn schon ATS (Antithrombosestrümpfe) oder med. Kompressionsstrümpfe. Diese Wirken jedoch bei immobilen Fuss auch nicht optimal. Entweder du springst über deinen Schatten oder findest jemad der es macht. Wir haben es am WE auch in der NF Ambulanz gemacht...

Gute Besserung

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Hallo Maylea

Das Risiko für eine Thrombose steigt bei Lymphödemen leicht an, da der Gewebedruck erhöht ist und der venöse Abfluss damit verlangsamt. Ein Hausarzt kann in der Regel mit klinischen Untersuchungen eine akute Thrombose ziemlich sicher ausschliessen. Bei Lymphödemen bildet die Kompressionstherapie die Basis und ist eminent. Kein Wunder haben die Strümpfe nicht gepasst, Menschen mit Lymphödemen benötigen Massstrümpfe nachdem die Ödemreduktion mit Bandagen abgeschlossen ist.

 

Gute Besserung und schöne Ostern

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