Rückzahlung Hartz 4 - Widerspruch einlegen?

Ein liebes Hallo an alle "Rechtskundigen".

Ich möchte gern Bekannten von uns helfen, die momentan kopflos sind. Ich versuche es mal zusammenzufassen mit den Fakten, die mir bekannt sind.

Die zwei sind seit 1 Jahr verheiratet, vorher haben sie viele Jahre in Lebensgemeinschaft (im Sozialdeutsch Bedarfsgemeinschaft) zusammengelebt. Die Frau hatte vor vielen Jahren einen Arbeitsunfall. Daraufhin war sie einige Monate krankgeschrieben. Sie hatte (noch zu DDR-Zeiten) in eine Rentenversicherung eingezahlt, die dann durch den Arbeitsunfall zum tragen kam, so dass sie ab diesem Zeitpunkt eine monatliche Rente erhält (ich glaube 500,- €). Unter anderem hatte sie sich damals auch eine Waschmaschine gekauft, da sie mit ihrer verletzten Hand nicht selbst (d.h. mit Hand) die Wasche wäschen konnte.

Ihr Mann wurde arbeitslos und erhält Hartz IV. Beim Ausfüllen seiner Anträge hat er zwar den Verdienst seiner Frau angegeben, nicht jedoch diese monatliche Rente, weil er der Meinung war, dass sie zur Erlangung dieser Unfallrente ja vorher ihr eigenes Geld in diese Versicherung gezahlt hat.

Nun erhielten die beiden im vorigen Jahr einen Bescheid, dass er unrechtmäßig Geld erhalten hat und dieses zurückzahlen soll. Die Summe kenne ich nicht, muss aber wohl sehr hoch sein. Daraufhin haben die beiden dem Amt angeboten, nach Auszahlung ihres Bausparvertrages (2x 10.000 €) diesen würden verwenden, um die Rückzahlung vorzunehmen. Der Bausparvertrag ist noch nicht zuteilungsreif.

Daraufhin haben sie (mittlerweile seit Mai vorigen Jahres) nichts mehr vom Amt gehört. Gestern nun erhielten Sie erneut ein Schreiben, in welchem die Rückzahlung gefordert wird.

Nun meine Frage: Lohnt es sich, hier einen Widerspruch einzulegen?

Vielen Dank, dass ihr Euch Zeit genommen habt, um meine - doch ziemlich langen - Ausführungen durchzulesen und auch vielen Dank für Eure Antworten.

Recht, Hartz IV, Justiz, Rückzahlung, Sozialamt, Widerspruch
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