Ein Deutscher hat Reisefreiheit, ganz egal, wohin er will. Allerdings ist eine Reise in sein Heimatland, aus dem er geflohen ist, mit erheblichen Risiken verbunden. Wenn die Einbürgerung in Deutschland ohne Entlassung aus seinem Heimatstaat erfolgte, (weil dieser evtl. keine Entlassung bewilligte,) besitzt er noch dessen Staatsangehörigkeit und unterliegt dessen Gesetzen mit all seinen Konsequenzen!

...zur Antwort

Ich gehe davon aus, dass deine Eltern nie miteinander verheiratet waren und du bei der Geburt den Namen deiner Mutter (als die allein Sorgeberechtigte) erworben hast. Wenn nun deine Eltern beim Jugendamt für dich das gemeinsame Sorgerecht beantragen, können sie innerhalb einer Frist (von 3 Monaten?) deinen Familiennamen neu bestimmen, was dann der Name deines Vaters sein kann. Ob sich das aus persönlichen Gründen deiner Eltern tatsächlich verwirklichen lässt, möchte ich bezweifeln.

Eine andere Möglichkeit, den Namen deines Vaters zu erwerben, sehe ich nicht.

...zur Antwort

Diese Änderung ist nur möglich im Rahmen einer behördlichen Namensänderung. Dabei wird die Namensänderungsbehörde interessieren, wieso es überhaupt zu der Bildung des Doppelnamens gekommen ist, was ich mir ebenfalls nur durch eine behördliche Namensänderung erklären kann. Die neue Entscheidung wird wesentlich von der Begründung von damals abhängen.

...zur Antwort

Du brauchst nichts geheim halten, sondern ihr dürft bei der Heirat keinen Ehenamen bestimmen, dann behält jeder seinen bisherigen Namen, es ändert sich also nichts. Das heißt aber nicht, dass dies lebenslang so bleiben muss. Ihr könnt jederzeit einen Ehenamen bestimmen; einzige Voraussetzung: Ihr müsst noch verheiratet sein.

Die Möglichkeit zur Ehenamensbestimmung ist an keine Frist gebunden, also auch anlässlich der Goldenen oder Diamantenen Hochzeit!

...zur Antwort

Eine Namensänderung ist möglich, sobald im Geburtseintrag die Geschlechtsumwandlung eingetragen ist. Dies geschieht aufgrund interner Mittelungen zwischen den beteiligten Behörden.

...zur Antwort

Um nach einer Scheidung wieder zu heiraten, benötigt man beim Standesamt kein Scheidungsurteil! An diese Stelle tritt eine Heiratsurkunde mit dem Eintrag der Ehescheidung. Dies kann eine Abschrift vom Familienbuch der letzten Ehe sein, wenn die Heirat vor 2009 war, oder bei Heirat nach 2008 eine Abschrift aus dem Heiratsregister. Beides ist beim Standesamt der früheren Heirat erhältlich und wird normalerweise innerhalb weniger Minuten sofort ausgestellt.

...zur Antwort

Aus deiner Sicht ist es verständlich, dass du zu deinem Familienamen keine innere Beziehung hast, doch die Namensänderungsbehörde schert sich nicht daran, in deren Augen ist es kein wichtiger Grund, der eine Namensänderung rechtfertigt. Du allein hast absolut keine Chance.

Vielleicht hast du dennoch eine kleine Chance: Du hast eine Schwester; ist sie noch minderjährig? Dann kann deine Mutter ihren Geburtsnamen wieder annehmen, weil ihre Ehe aufgelöst ist. Diesen neuen Namen muss dann deine Schwester durch eine behördliche Namensänderung beantragen; sie hat den wichtigen Grund, namensmäßig in diese Familie integriert zu werden. Wenn sie das geschafft hat, hast du ebenfalls einen wichtigen Grund zur Namensänderung, wohl nicht zur namensmäßigen Integration in der Familie, weil du volljährig bist, sondern ergänzend mit dem Hinweis auf den schlechten Ruf deines Vaters (Schulden, Alkohol).

Dies alles muss bei der Namensänderungsbehörde durchgesprochen werden, schon bevor deine Mutter ihren Geburtsnamen annimmt, damit der Durcheinander in deiner Familie nicht noch größer wird.

...zur Antwort

Wenn ihr euch sicher seid, in absehbarer Zeit zu heiraten, empfehle ich euch, beim Jugendamt schon jetzt die gemeinsame Sorge für euer ungeborenes Kind zu beantragen. Dann seid ihr gegenüber dem Kind rechtlich in einer Stellung wie verheiratete Eltern und könnt beim Standesamt gemeinsam den Familiennamen eures Kindes (= Name des Vaters) bestimmen, was gleich so im Geburtsregister beurkundet wird. Bei eurer Heirat wird im Geburtsregister nur noch ein Hinweis nachgetragen, an der Geburtsurkunde ändert sich dann aber sonst nichts.

...zur Antwort

Wenn sie als Deutsche massive Probleme mit ihrem ausländischen Vornamen hat, ist das m. E. ein Grund für eine behördliche Namensänderung! Sie sollte einen in Deutschland gebräuchlichen Namen wählen, der vielleicht von der Schreibweise her oder nach seiner Bedeutung ihrem bisherigen Namen näher kommt, dann hat sie mit Sicherheit noch größere Chancen für eine entgegenkommende Bearbeitung ihres Antrags.

...zur Antwort

Zu einem Antrag auf Vornamensänderung, welcher beim örtlich zuständigen Ordnungsamt (oder Standesamt) zu stellen ist, müssen verschiedene Stellungnahmen von anderen Dienststellen und Behörden eingeholt werden. Eine Entscheidung darüber kann also 4 bis 8 Wochen dauern.

...zur Antwort

Wenn jeder unbescholtene, volljährige Deutsche seinen Vornamen ohne wichtigen oder zwingenden Grund ändern könnte, dann würde dies eine Flut von solchen Gesuchen auslösen! Auch über hohe Gebühren ließe sich diese Sitte nicht in den Griff bekommen, denn ich bin sicher, dass Gerichte für Geringverdiener einen Nachlass festsetzen.

Die Folgekosten einer Namensänderung wären für die Beteiligten überschaubar (neuer Perso, neue Kreditkarte, neuer Führerschein u. ä.), für die öffentliche Verwaltung aber nicht, denn wo überall muss eine Namensänderung registriert werden: Meldeamt, Standesamt, Strafregister, Verkehrssünderkartei, Testamentskartei, Finanzbehörden, Kriminalpolizei, um nur einige Punkte zu nennen.

Unsere Bundesregierung ist bemüht, die Identität jeder Person ein Leben lang unverändert beizubehalten, damit kein unkontrollierbarer Wirrwarr entsteht. In dieser Hinsicht ist Deutschland nicht mit einer "Bananenrepublik" vergleichbar.

...zur Antwort

Wenn "Müller" der Familienname ist, muss dies auch für den ältesten Thomas gelten. Daher eine Berichtigung der Namensführung beim Geburtsstandesamt beantragen, die kostenlos ist und keinen wichtigen Grund voraussetzt!

Allerdings: War bei der Beurkundung der Geburt von Thomas bezüglich seiner Namensführung ausländisches Recht zu beachten? Entsprach die damals festgelegte Namensführung diesem ausländischen Recht? In diesem Fall ist keine Berichtigung möglich, denn es wurde nichts falsch beurkundet. Vielleicht erfolgte vor der Geburt des 2. Kindes eine Einbürgerung der Eltern, was zu dem Familiennamen "Müller" führte.

...zur Antwort

Wurde bei der Heirat ein Ehename gewählt, bleibt es dabei bis zur Auflösung der Ehe (durch Tod oder Scheidung). Du hast jetzt nur noch die Möglichkeit, deinen Geburtsnamen dem Ehenamen voranzustellen oder anzufügen, also einen Doppelnamen zu bekommen. Allerdings erstreckt der sich dann nicht auf deinen Sohn, der bleibt bei dem Ehenamen. Wenn er bei eurer Heirat noch keine 5 Jahre alt war, hat er diesen Ehenamen kraft Gesetzes bekommen.

Für eine behördliche Namensänderung ist ein wichtiger Grund die erste Voraussetzung und dann könnte allenfalls der Ehename geändert werden. Dann müsste dein Ehemann ebenfalls deinen Geburtsnamen erhalten, notfalls ein Doppelname durch Anfügen oder Voranstellen seines Geburtsnamens (= noch jetzigen Ehenamens). Doch das ist alles theoretisch und wird nicht umzusetzen sein.

So makaber es auch klingen mag, die einzige Lösung ist: Scheidung und erneute Heirat, dann aber ohne Bestimmung eines Ehenamens. Dann dürfte es auch möglich sein, den Namen deines Sohnes neu zu bestimmen, allerdings beide Elternteile gemeinsam.

...zur Antwort

Deine Gründe für eine komplette Namensänderung sind ausschließlich persönlicher Natur und werden daher bei einem Antrag auf Namensänderung nicht berücksichtigt. Erst wenn du beweisen oder mindestens glaubhaft machen kannst, dass du wegen deines Namens in Lebensgefahr geraten bist und du deshalb aus Sicherheitsgründen eine neue Identität brauchst, hast du eine Chance zur Änderung von Vor- und Familiennamen. Das ist aus deiner Fragestellung nicht herauszulesen.

...zur Antwort

In Deutschland kann man auch heiraten, ohne deutsche Sprachkenntnisse! Das besorgt ein (vereidigter) Dolmetscher, den die Brautleute auf ihre Kosten zu stellen haben. Auch fragt kein Standesbeamter danach, ob der Lebensunterhalt gesichert ist oder ob jemand Sozialhilfe bezieht!

Ein Österreicher benötigt zur Heirat in Deutschland ein Ehefähigkeitszeugnis, welches von seiner Heimatgemeinde in Österreich auszustellen ist. Dazu muss die Mexikanerin eine Kopie ihres Reisepasses, ihre Geburtsurkunde und ihre von einer Heimatbehörde ausgestellte Ledigkeitsbescheinigung vorlegen. Alles wird in Österreich vorgelegt, darf aber nicht dort verbleiben, denn dies wird hinterher auch zur Eheanmeldung in Deutschland gebraucht. Die Mexikanerin benötigt hier noch eine Befreiung von der Vorlage eines Ehefähigkeitszeugnisses, welches vom deutschen Standesamt beim örtlich zuständigen Oberlandesgericht beantragt wird.

...zur Antwort

Was verstehst du unter "Familienbuch", meinst du damit ein "Stammbuch der Familie", welches auf Wunsch anlässlich der Eheschließung vom Standesamt ausgefertigt und dem Brautpaar übergeben wird, oder ein "Familienbuch", welches ab 1958 in den alten Bundesländern und ab 3.10.1990 in ganz Deutschland bis 31.12.2009 im Standesamt angelegt, dort verblieb und fortgeführt wurde?

Erst wenn diese Frage geklärt ist, ist es auch möglich, den Unterschied zu einer Heiratsurkunde zu erläutern.

...zur Antwort

Haben deine Eltern bei ihrer Heirat keinen Ehenamen bestimmt? Das können sie jetzt noch nachholen. Wenn sie dann den Namen deines Vaters wählen, hast du 3 Monate Zeit, dich für den Ehenamen deiner Eltern, also den Familiennamen deines Vaters zu entscheiden und das ist für eine geringe Gebühr, evtl. sogar kostenlos.

...zur Antwort

Wenn die dazu geforderten Unterlagen bei dem zuständigen Standesamt eingegangen sind, wird das Zeugnis sofort ausgestellt. Es gibt keine Wartezeit.

...zur Antwort

Wer hat den Namen für euer Kind bestimmt, du oder ihr gemeinsam? Habt ihr beim Jugendamt gemeinsame elterliche Sorge beantragt? Wenn nicht, könnt ihr das jetzt noch nachträglich tun und innerhalb von 3 Monaten den Namen eueres Kindes neu bestimmen.

...zur Antwort