Das Ruhepotenzial einer Nervenzelle ist die Spannung (Ionenverteilung, Ladungsdifferenz) einer Nervenzelle, die keine Erregungen weiterleitet. Also der Zustand, der automatisch vorliegt, wenn alles "in Ruhe" ist.

Die Membran der Nervenzelle ist sehr permeabel (durchlässig) für Kaliumionen, nicht sehr permeabel dagegen für Natriumionen. Außen liegen viel mehr Kaliumionen, wodurch die Kaliumionen von innen nach außen diffundieren. Dadurch wird es ja in der Nervenzelle negativer. (positiv raus = negativ drin). Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht (der Zeitpunkt des erreichten Ruhepotenzials), dass fast alle Kaliumionen rausdiffundiert sind. Da außen dadurch eine sehr hohe positive Spannung herrscht, stoßen sich weitere Kaliumionen, die raus diffundieren, wieder ab und "wandern" wieder in das Innere. Das nennt man dann Kalium-Gleichgewichtspotenzial. D.h. Kaliumionen diffundieren raus, werden dort wegen der hohen positiven Konzentration an Ionen abgestoßen und wandern wieder rein, usw. - Gleichgewicht.

Das Erreichen dieses Gleichgewichts nennt man das Ruhepotenzial.

Durch die geringe Natriumionenpermeabilität wird dieses Kalium-Gleichgewichtspotenzial immer wieder gestört. Ein geringer Natriumeinstrom bewirkt nämlich, dass es außen wieder negativer wird, wodurch auch wieder mehr Kaliumionen raus diffundieren können. Wenn jetzt kein Eingriff eingenommen werden würde, dann würde das RP zusammenbrechen, da es zu einem Natrium-Gleichgewichtspotenzial und zu einem Kalium-Gleichgewichtspotenzial kommen würde. Damit das Ruhepotenzial also aufrecht erhalten wird, gibt es die Natrium-Kalium-Pumpe, die ständig (unter ATP-Verbrauch, aktiver Transport) Kaliumionen in die Zelle reinbringt, und Natriumionen nach außen befördert. Die Ionen werden also entgegen ihrer Diffusionsrichtung befördert, wodurch die Ionenverteilung (aufgrund Diffusion und elektr. Abstoßung) immer in Bewegung bleibt.

So wird das RP aufrechterhalten.

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Wie kommst du darauf, dass die Zellmembran keine Membran hat? Das ist doch eine Membran. Die würde ich aber ohnehin nicht als Organell bezeichnen, ebenso die Zellwand.

Der Rest stimmt, bis auf die Vakuole. Da ist auch eine Membran. Was in der Liste noch fehlt wären Mitochondrien, Chloroplasten (bei Pflanzen), Peroxisomen, der Zellkern, Vesikel wie zum Beispiel Endosomen oder das Lysosom.

LG

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Stell deine Frage doch bitte nochmal in anderen/ eigenen Worten und erläutere kurz was du nicht verstehst und was du verstanden hast.

Sonst kann ich auch nur auf jeden x-beliebigen Lehrbucheintrag verweisen.

LG

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Hier geht's um die zelluläre Energiegewinnung durch Abbau von Nährstoffen (am Beispiel von Glukose).

Das teilt sich in verschiedene Abschnitte auf:

  1. Glykolyse
  2. Oxidative Decarboxylierung
  3. Citratzyklus
  4. Atmungskette (oder auch oxidative Phosphorylierung)

Wenn du diese Teilabschnitte bei Google Bilder suchst, solltest du eine solche Abbildung mit allen Informationen finden.

LG

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Puuh Chemie ist lange her... Deine Gleichung sollte aber nur die Endprodukte zeigen. Das Proton von HCl reagiert mit dem CO3-- zu HCO3. Das ist dein Säure-Base Paar. HCO3- ist nur nicht stabil und zerfällt in die Endprodukte.

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Also wichtig ist, dass die Glykolyse im Cytosol und der Citratzyklus in den Mitochondrien stattfindet. Beides dient dem Abbau von Nährstoffen (hauptsächlich Glucose, daher der Name) zu Energie.

Es gibt Unmengen an guten Quellen, in denen du alles sehr einfach erklärt nachlesen kannst.

Solltest du dann immer noch Fragen haben, kannst du gerne nochmal hier nachfragen, aber verschaff dir erstmal selbst einen Überblick.

LG

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Das spezifische Immunsystem ist wesentlich effizienter und vor allem zielgerichteter. Nachteil ist, dass es sich erst entwickeln muss. Der Vorteil ist dann aber, dass Infektionen schneller beseitigt werden können und aufgrund des Memory Effekts auch Zweitinfektionen.

Das unspezifische nennt man auch das angeborene. Hier steckt ja schon im Namen, dass es der erste Schutz ist, der nur bis zu einem bestimmten Punkt ausreicht.

LG

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Die Verknüpfung neuer Nucleotide ist nur unter Energieverbrauch möglich. Triphosphate bringen diese Energie mit, weshalb die Polymerase nur an ein freies 3'-OH Ende ein Triphosphat hängen kann und nicht an ein freies 5' Ende eine OH Gruppe.

LG

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Dass du bei der Anordnung von 4 Elementen, 4! (4 Fakultät = 24) Möglichkeiten hast, ergibt sich aus den Gesetzen der Kombinatorik, also ist rein mathematisch/ theoretisch.

In der Biologie ist das nicht uneingeschränkt anwendbar. Soll heißen: Wenn du ein so kleines Gen, bestehend aus 4 Exons, hast, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein funktionierendes Protein nur exprimierbar, wenn die Reihenfolge der Exons auch eingehalten wird. Splicen tritt also nicht immer auf und nicht jedes Protein hat Splicing-Varianten, im Gegenteil.

Hast du ein großes Gen aus ganz vielen Exons, und existieren auch splicing-Varianten, dann könnte man ein bisschen rechnen, wie viele Varianten es theoretisch gibt. Aber nur theoretisch.

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Im Licht selbst sind keine Elektronen. Es liegen nur Energie und Photonen vor. Chemisch nutzbar ist die Lichtenergie erst, wenn Elektronen vorliegen, die in darauffolgenden Reaktionen beteiligt sind. Das geschieht bei der Übertragung auf den primären Elektronenakzeptor. Die Elektronen stammen übrigens aus der Hydrolyse von Wasser.

Für die Pflanze selbst ist natürlich erst die Bildung von ATP und NADPH interessant,da sie damit weitere biochemische Prozesse steuern kann. Die Lichtreaktion ist Mittel zum Zweck quasi.

Ich find beide Antworten richtig. Sie sollten aber beide genannt werden.

LG

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Nimm doch zum Beispiel ne Rose als Organismus, die Blätter oder die Wurzel als Organ, ein Zellverbund (z. B. das Palidadenparenchym) als Gewebe und eine der Zellen als Zelle. Innerhalb der Zellen gäbe es dann zum Beispiel Chloroplasten mit Chlorophyll für die Photosynthese.

Ich finde bei Tieren ist diese Hierarchie einfacher. Versuche es vielleicht erstmal da.

LG

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Das sind alle Enzyme, die das Virus benötigt, um sich zu vermehren. Welche das sind, kommt auf die Art des Virus an. Bei Retroviren z.b. die reverse Transkriptase, eine Integrase und eine Polymerase. Da musst du aber nochmal genau nachschauen, ob das stimmt bzw. vollständig ist.

LG

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Oxidativer Stress entsteht, wenn sich oxidierende Substanzen in der Zelle anreichern (von außen oder durch den Stoffwechsel), oder antioxidative Substanzen fehlen, wobei das in der Summe auf das Gleiche hinaus kommt.

Zellen reagieren, indem sie Signal-Programme starten, die entweder der Beseitigung dieser Stress Faktoren dienen, oder - wenn der Stress zu hoch ist - zum Zelltod führen.

LG

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Woran hängts denn?

Da geht's um nichts anderes, als dass Energie von der Sonne schrittweise auf die anderen Lebewesen abgegeben wird. Am Anfang betreiben Pflanzen Photosynthese und dann geht's weiter nach unten. Da bei chemischen Reaktion auch immer Wärme entsteht, geht von Stufe zu Stufe immer ein Teil verloren, sodass der Energiefluss nicht unendlich lange sein kann.

LG

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Das liegt an der guten Leitfähigkeit von (hauptsächlich) Kaliumionen durch die Membran. Kaliumionen diffundieren nach dem elektrochemischen Gradienten aus der Zelle raus, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Durch andere Ladungen in und außerhalb der Zelle nimmt das Potential, wenn dieses Gleichgewicht vorliegt, einen Wert an, der auf einem Messgerät negativ angezeigt wird.

Es gibt das anschauliche Bild, dass intrazellulär viele negative Ladungen vorliegen, die aufgrund ihrer Größe gar nicht durch eine Membran diffundieren (können). So kann man es sich gut vorstellen, dass dadurch das Membranpotential negativ ist. Wobei man aber beachten muss, dass ein Strom nur durch bewegte Ladung gemessen werden kann (und die Ladung, die sich hauptsächlich bewegt, sind Kaliumionen).

Dadurch, dass die Leitfähigkeit von Kaliumionen so hoch ist, wird das Ruhepotential hauptsächlich von diesen bestimmt. Daher ist das Gleichgewichtpotential, dass ausschließlich von Kaliumionen bestimmt wird, mit -90 mV auch sehr Nahe dem Ruhepotential (-70 mV). Der Unterschied ergibt sich durch eine geringe Leitfähigkeit von Natriumionen in die entgegengesetzte Richtung.

LG

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Schau dir mal an, was man unter einer katalytischen Triade (oder auch Diade) versteht. Dann solltest du mehr mit der Aufgabe anfangen können.

Im Prinzip geht's bei der Aufgabe darum, dass Enzyme für Substrate sehr passgenaue Zentren aufweisen können. In diesen (katalytischen) Zentren können Substrate in eine Reaktion involviert werden. In deinem Fall geht's um die Spaltung eines Peptids an eine für Chymotrypsin charakteristischen Position.

LG

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NAD+ und NADP+ dienen als Elektronenübertrager, spielen also als Cofaktor eine wichtig Rolle bei Redoxreaktionen. Nehmen sie Elektronen auf, werden also reduziert, liegen sie als NADH und NADPH vor und können die Elektronen daraufhin auch wieder abgeben.

Der Unterschied zwischen dem NikotinAmid Dinucleotid (NAD) und NikotinAmid Dinucleotide Phosphat (NADP) ist, dass NAD hauptsächlich bei katabolischen und NADP hauptsächlich bei anabolischen Reaktionen mitwirken.

FAD und die reduzierte Form FADH2, macht genau das gleiche, nur dass das FAD nicht frei herumschwimmt, sondern fest in einem Enzymkomplex (siehe Atmungskette) gebunden ist.

LG

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Es ist schwierig diese Frage zu beantworten, da ich das Gefühl habe, dass du gerade keinen Durchblick hast. Ich würde dir empfehlen die Abbildung erstmal zu vergessen, deine Bücher zu nehmen und nochmal alles von vorne zu lesen und zu lernen.

Manchmal muss man sich zum Verstehen Zeit nehmen.

Generell sagt deine Abbildung, dass die Umwandlung von Stoffen genutzt werden kann, um Energie zu speichern (ATP) und um diese erneut zu nutzen, um eine andere Umwandlung, die sonst nicht stattfinden würde, durchführen zu können. Mehr sagt die Abbildung nicht aus. Dieses Grundprinzip findet man in vielen Stoffwechselwegen. Bei der Photosynthese wird Lichtenergie genutzt, um Zucker aufzubauen. Zucker würde sonst nicht so einfach aus dem Nichts entstehen.

LG

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