Der BGH hat (allerdings in einem Einzelfall) entschieden, dass ein Gutachten nicht falsch ist, wenn es 15 % von einem (später durch einen anderen Gutachter geschätzten) Wert abweicht.

Im Einzelfall (z.B. bei extrem seltenen und nicht vergleichbaren Immobilien wie z.B. einem Schloss oder einer Panzerwaschanlage) kann die Abweichung sicher auch höher sein, ohne dass man das dem Gutachter vorwerfen kann.

Bei einem einfachen Einfamilienwohnhaus ist eine Genauigkeit von 15 % sicherlich meist einzuhalten.

...zur Antwort

Rechnet es sich eine Eigentumswohnung zu kaufen, für Mieteinnahmen?

Moin moin,

habe mir gerade eine Rechnung zusammen gestellt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich eine Eigentumswohnung für Weitervermietung überhaupt nicht lohnt. Geld ist angespart und daher wird kein Kredit benötigt.

Beispiel: Rostock Südstadt (gute wohlhabende und beliebte Rentnergegend), 46m² und 2-Zimmer, Stellplatz, Baujahr 1996 und super top gepflegt, Eigentümergemeinschaft hat eine sehr Rücklage zusammen gespart, 35 Wohnungen mit über 95% ruhige Rentner. Die Immobilien werden da von Jahr zu Jahr teurer.

So, jetzt zu meiner Rechnung!!!

Kaufpreis 64.000 Euro

Renovierungskosten 5.000 Euro (Teppich raus und neu fliesen sowie neue Küche und Bad)

Maklerprovision 3870 Euro

Notarkosten usw. 3225 Euro

Das ergibt eine Summe von 76.595 Euro. Das sind wiederrum 1683€/m² von den Gesamtkosten. Die Kaltmiete beträgt 410 Euro.

So, nun zu den Ausgaben für den Vermieter. Hausgeld für Rücklagen der Wohngemeinschaft 100 Euro, Rücklagen für Wohnung 38 Euro und Hausverwaltungskosten 21 Euro. Alles natürlich monatlich versteht sich. Das wären zusammen 159 Euro.

Jetzt 410 Euro minus der Ausgaben von 159 Euro ergibt 251 Euro.

251 Euro!!!!!!!!!!!

Bei eine Investition von insgesamt 76.595 Euro :(

Um erstmal auf null zu kommen, benötige ich 25 Jahre. Und das auch nur, wenn durchgehend die Wohnung vermietet ist und regelmässig die Miete überwiesen wird, was in den 25 Jahren wohl kaum der Fall sein wird. Also muss ich eher mit 28 wenn nicht gar 30 Jahren rechnen. Und vorallem alles ohne Kredit!!!!!

Also entweder ich habe da ein Denkfehler oder ich sehe das irgendwie zu negativ. Da würde ich ja rein theoretisch monatlich mehr Geld bekommen, wenn ich das Geld auf ein Tagesgeldkonto mit 1% verzinzung einzahle. Wofür dann ne Immobilie kaufen???

MfG Sebastian

...zur Frage

die Wohnung ist schlicht zu teuer! Und 9 € Nettokaltmiete sind in Rostock schon recht heftig und eher am oberen Rand. Die Rücklagen sind exorbitant hoch, bewegen sich nach deinen Angaben auf 3 €/m², üblich dürfte etwa ein Drittel oder noch weniger sein, insbesondere bei einem Neubau.

...zur Antwort

Hier gibt es sehr viele unsinnige Antworten. Ein fiktives Einkommen wird nicht angerechnet, allerdings muss mindestens eine Miete von 75 % der ortsüblichen Miete erzielt werden, um die Kosten, die mit dem Haus in Verbindung stehen, als Werbungskosten voll ansetzen zu können. Bei geringerer Miete wird der Werbungskostenabzug nur anteilig, bei gar keiner Miete eben gar nicht angerechnet.

...zur Antwort

Du musst unterscheiden, ob du eine Begutachtung bezüglich möglicher Bauschäden willst oder eine Begutachtung bezüglich des Verkehrswertes (auch Marktwert genannt). Ersteres wird von Bauschadenssachverständigen angeboten (meist Architekten oder Bauingenieure) und i.d.R. nach Stundenaufwand bezahlt. Wertgutachten sind umfangreicher und auch wesentlich teurer. Ob dies benötigt wird hängt vom Einzelfall ab. Normalerweise ist bei Banken bis zu einer Kreditsumme von 400.000 € nicht einmal eine Begutachtung zwingend vorgeschrieben. Banken haben oft auch eigene Mitarbeiter. Im Einzelfall solltest du dich beraten lassen.

Mehr zu Wertgutachten unter www.ottoundkollegen.net

...zur Antwort

Nein! Du könntest höchstens mit dem Eigentümer verhandeln, dass er dir für die Löschung des Rechtes einen bestimmten Betrag anbietet, denn das wäre auch für ihn von Vorteil.

Alle anderen Meinungen hier sind leider Blödsinn. Natürlich wenn der Eigentümer zustimmt... (d.h. ein neues Recht bestellen lässt, warum sollte ein geistig gesunder Mensch so etwas tun??) ist schlicht Fiktion!

...zur Antwort

Dich vor allem gut beraten lassen. Zum einen zum Wert der Immobilie, zum anderen zu den rechtlichen Dingen.

Zum Wert in Berlin am besten hier: www.ottoundkollegen.net

...zur Antwort

Wenn kein Instandsetzungsbedarf besteht, musst du natürlich nichts tun. Die Gasleitungen stehen im Gemeinschaftseigentum, eine Sanierung kann natürlich von der Gemeinschaft beschlossen werden, dann ist der Wohnungseigentümer verpflichtet, die Sanierung zuzulassen.

Warum haben dich die Mieter denn aufgefordert, die Leitungen zu erneuern? Es muss ja zumindestens einen (vorgeschobenen) Grund geben, wenn die Prüfung der Dichtigkeit keine Beanstandungen ergab, kann es ja wohl keinen sachlichen Grund geben, oder?

...zur Antwort