Hallo  askgod4luv!

Zuerst einmal: Gott ist gerecht. Er weiß, was Er tut. Nach christlicher Lehre sind alle Menschen erlösungsbedürftig (Erbschuld und persönliche Sünden). Doch die Erlösung kommt nicht vom Menschen, weder von irgendeinem noch von einem selbst. Sie kommt von Gott, d.h. von Jesus, Seinem Sohn. Gott ist in Ihm Mensch geworden, um diese Erlösung zu vollbringen. Dabei will Er alle Menschen miteinbeziehen: Er hat sich auch und vor allem an die gewandt, die fern waren von Gott - die Sünder und die Heiden, d.h. die Menschen anderen Glaubens (vgl. Gleichnis vom barmherzigen Samariter).

Der Mensch hat also gesündigt und sich damit von Gott abgewandt, doch Gott, der wirklich die unendliche Liebe ist, gibt dem Menschen erneut die Chance, sich für Ihn zu entscheiden, d.h. sich zu bekehren und wieder zu Ihm zurückzukommen. Das ist allein durch Christus möglich, denn Er hat unsere Schuld gesühnt. Bedenke: Es war das Opfer eines Gottes, Sein Blut, Sein Leben! Das hat unendlichen Wert, da Gott der Unendliche ist.

Für dieses Opfer, das Er vollbracht hat, wäre es viel, wirklich viel zu wenig, wenn nur die gläubigen Juden, d.h. das sog. "auserwählte Volk" gerettet würde. Nein, Gott lädt alle zu sich ein - Er ist der Schöpfer und Vater aller, liebt alle und will alle bei sich haben (vgl. Gleichnis vom verlorenen Schaf bzw. Sohn).

Jetzt überlege, was Gott im AT gesagt hat: "Was ich dir heute gebiete, ist, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst und auf seinen Wegen wandelst und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte hältst, damit du lebst; und der Herr, dein Gott, wird dich segnen im Lande, in das du ziehst, um es einzunehmen." (5.Mose 30,16)

Das Land, von dem die Rede ist, ist im Geistigen kein anderes, als der Ort, für den der Mensch von Anfang an bestimmt war: der Himmel, die Vereinigung mit Gott. Zu diesem Land gelangen wir durch die Erlösung. Was müssen wir tun, um dorthin zu gelangen, also erlöst zu werden? Gottes Gebote halten. D.h. ganz einfach die 10 Gebote zu halten, die auch Jesus im NT bekräftigt (Mt 12,28-31).

Wenn es also irgendwo einen Menschen gibt, Moslem oder einer anderen Religion zugehörig, der die Lehre Jesu nicht kennt und sich damit auch nicht bewusst für Ihn entscheiden kann, um erlöst zu werden, kann ihn Gott dann abweisen, wenn er, ohne Seine Gebote zu kennen, trotzdem nach ihnen gelebt hat? Denn wenn du überlegst, wirst du feststellen, dass alle Gebote Gottes im Herzen eines jeden verankert sind. Sogar die Gottesliebe, denn man sieht schon bei all den Naturreligionen, dass alle Menschen aller Zeit, etwas Höheres gesucht haben, und der Mensch als einziges Geschöpf nach Sinn und Leben fragt.

Das Traurige ist, dass nur heute, wirklich nur heute, die Menschen der Meinung sind, sie bräuchten keine Religion... Das ist ein großer Irrtum, ein sehr großer! Wenn man genau hinsieht, wird man feststellen, dass auch sie ein jeder eine Religion hat - und sei es das Auto, das Geld, Fußball oder sonst irgendwas. Die heutige Gesellschaft - besonders die der reichen Länder - meint, sie sei frei und unabhängig, sogar von Gott unabhängig, als bräuchte sie Ihn nicht. Doch sie wird sich vom Gegenteil überzeugen lassen müssen, wenn auch auf andere Art.. Aber gut, anderes Kapitel..

Kehren wir also zurück zur eigentlichen Frage: Wenn dort ein Mensch, der Gott nicht kennt, nach bestem Gewissen lebt, und das tut, was ihm Verstand und Herz zu tun eingeben, dann erfüllt er die Gebote Gottes - ohne es zu wissen. Und Gott wird ihn führen, denn Er ist bei allen Menschen, auch den schlechten. Aber besonders ist Er bei denen, die Ihn lieben - bewusst oder unbewusst. Entweder Er führt sie aufgrund ihrer ehrlichen Suche nach der Wahrheit zu genau dieser ersehnten Wahrheit - die Er selber ist - oder Er lehrt sie all die wunderbaren Dinge Seine barmherzigen Liebe im anderen Leben. Er wird ihm also gnädig sein und nicht zulassen, dass er verloren geht.

Gott hat Seinen Sohn für alle gesandt, darum wird Er alle erlösen, die den Willen dazu haben - dabei ist die eben erwähnte Suche nach Wahrheit Ausdruck genau diesen Willens.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo RandomDuuude457!

Interessanter Gedanke. Wissenschaftlich betrachtet haben die Pflanzen einen Vorteil davon, solche Stoffe zu produzieren. Vielleicht Schutz vor Fressfeinden, vielleicht einen anderen. Aber es gibt viele Beispiele in der Natur, dass Lebewesen - seien es Pflanzen oder Tiere - die gleiche Abwehr, die gleiche Körperfunktion, usw. zusammengefasst eine ähnliche Überlebensstrategie entwickelt haben, auch wenn sie nicht zur gleichen biologischen Familie gehören. Die Arten haben sich - auch wenn sie in total unterschiedlichen Gegenden leben - die gleiche ökologische Nische gesucht und sich dementsprechend angepasst.

Viele nennen diese Entwicklung Evolution, Zufall oder anderes. Ich, als überzeugte Christin, nenne es die vollkommene Schöpfung des Vaters. Dass alles so ist, wie es ist, dass alles so perfekt ineinander greift - nimm dir nur mal den menschlichen Körper - und so perfekt aufeinander abgestimmt ist, die Tatsache, dass es Dinge gibt, die jeweils voneinander abhängig sind, die also beide von Anfang an da gewesen ein mussten und das eine nicht aus dem anderen hätte entstanden sein können, und alles, was sich an Wunderbarem in der Natur finden lässt, sehe ich als ein Zeichen der Allmacht Gottes, als Seine Spuren, als das Werk Seiner Hände, um uns an Ihn zu erinnern, um unsere Welt schön und wunderbar zu gestalten.

Gott will uns durch diese Dinge Seine Liebe zeigen, Seine Existenz und Gegenwart. Heute wird zu vieles herunter geredet, wissenschaftlich begründet ohne den Ursprung dieser Dinge zu kennen. Viele betrachten all das auch gar nicht mehr, halten es für selbstverständlich und alltäglich. Aber das Wunder des Lebens, das vor uns alle Generationen - welches Volk es auch immer sein mag - bestaunt haben und nach dessen Ursprung sie gefragt haben, ist tatsächlich ein Wunder, auch wenn wir heute vieles durch die Wissenschaft erklären können - das das nimmt dem Ganzen nicht den geheimnisvollen Ursprung, der ganz allein in Gott zu finden ist.

Soviel zumindest zu meiner Meinung... :)

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo KatharinaIna01!

Ich glaube an die christliche Lehre: Gott, der Schöpfer, der seinen kindern die freie Wahl zwischen Leben und Tod, Himmel oder Hölle lässt.

Das Fegefeuer gehört praktisch zum Himmel dazu. Stell dir vor, der Himmel sei ein Haus, das irgendwann abgesperrt wird. Wer nicht drin ist, kommt auch nicht mehr raus. Das Fegefeuer spielt dabei die Rolle der Diele, oder der Vorhalle: Teil des Hauses, aber nicht eigentlicher Wohnraum. Bevor man in den bewohnten Teil des Hauses geht, macht man sich sauber, klopft sich den Dreck ab, usw. Das ist die Reinigung des Fegefeuers. Die Seelen, die darin sind, müssen sich noch vollends von allem reinigen, was sie im laufe ihres Lebens an dreck aufgesammelt haben. Doch nach dieser zeitlich begrenzten Reinigung, kommt der Himmel: das Leben in Gott.

Die Hölle ist der Ort für diejenigen, die sich bewusst von Gott getrennt haben. Er lässt uns die freie Wahl: Leben oder Tod, Himmel oder Hölle. Doch, wenn du Gott und das Leben wählen willst, dann brauchst du dich nicht zu fürchten. Denke zum Beispiel mal über das nach, was Jesus lehrt: die Lehre der Liebe. Denke an die Gebote, die Gott den Menschen sagt! Gott ist die Liebe, und wer sich für Ihn entscheidet mit dem guten Willen, sich an Seine Gebote zu halten, das heißt, die Liebe zu leben - vielleicht mal mehr, mal weniger erfolgreich - der darf sich in Seinen!Vaterhänden geborgen fühlen und braucht keine Angst zu haben.

Der Sensenmann hingegen ist Quatsch. Gott allein bestimmt über Leben und Tod.

Soviel zumindest zu meiner Meinung und meinem Glauben. :) Ich kann nur aus Erfahrung sagen: Das Leben im Glauben ist wunderschön!

Liebe Grüße

Lila14

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Man kommt in himmel oder hölle

Hallo Ichbineinmuffin!

Als überzeugte Christin glaube ich an Gott, den Schöpfer, und an Jesus, Seinen Sohn. Ich glaube, dass Gott aus unendlicher Liebe alle Menschen bei sich haben will - das heißt bei Ihm, im Himmel.

Da sich der Mensch aber gegen Gott entschieden hat (Sünde: Trennung von Gott und Seinen Geboten), muss er aufgrund der Willensfreiheit die Folgen seines Handelns tragen. Da Gott das Leben ist, ist der Mensch von Ihm getrennt, tot - d.h. bei Satan, dem Feind Gottes. Da Gott die Gerechtigkeit ist, muss die Sünde wiedergutgemacht, d.h. gesühnt werden. Da der Mensch aber tot ist, kann er nicht selbst sühnen. Da Gott auch die Liebe ist - und zwar die unendliche! - sühnt Er selbst für den Menschen, damit der Mensch wieder vor die Wahl gestellt werden kann: Gott, das Leben, oder Satan, den Tod. Diese Sühne leistet Jesus in Seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Seine Auferstehung bedeutet das Leben derer, die an Ihn glauben.

Nur durch Jesus Christus kann der Mensch zu Gott zurückkehren. Wer durch Ihn erlöst wird, der kann zu Gott gelangen: mit Ihm, bei Ihm, in Seinem Himmel. Wer Ihn aber ablehnt, der hat sich wieder bewusst für den Tod entschieden: also in der Hölle.

Dies entspricht genau der Lehre der Kirche und lässt sich alles in der Bibel nachlesen. Die Seele, von Gott erschaffen nach Seinem Bild und Gleichnis, ist dafür bestimmt, Gott zu lieben und bei Ihm zu leben. Warum sollte es dann eine Wiedergeburt geben? Gott ist gerecht, Er lässt dem Menschen die Willensfreiheit, sodass der Mensch das erhält, was er gewollt hat: Liebe oder Hass, Leben oder Tod.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo ABColle!

Ich würde sagen, beides. Geschichtlich durften Priester früher heiraten, doch dann kam es dazu, dass die Priester das kirchliche Eigentum an ihre Nachkommen vererbt haben und das geht natürlich nicht. Daraufhin wurde dann das Zölibat eingeführt: Geweihte Männer und Frauen (auch Ordensleute) mussten das Gelübde der Keuschheit abgeben. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund.

Wenn man in der Bibel nachliest, so waren einige der Jünger und Apostel Jesu verheiratet und hatten Kinder. Das ist für viele das ausschlaggebende Argument gegen das Zölibat: Petrus war auch verheiratet. Aber wenn man genau liest, versteht man, dass Petrus und die anderen Jünger Jesu zwar verheiratet waren, aber dann alles für Ihn verlassen haben, um Ihm nachzufolgen. Das heißt, sie haben ihr "altes" Leben komplett zurückgelassen, um Jesus voll und ganz nachfolgen zu können.

Der praktische Sinn dahinter - ich würde es eher den geistigen Sinn nennen - ist dieser: Wenn ein Mann (wenn wir uns jetzt von allen Geweihten nur auf die Priester beschränken, aber das Gleiche gilt auch für Ordensschwestern und -brüder) wenn also ein Mann sein Leben ganz in den Dienst Gottes stellen will - das heißt, nicht als einfacher Gläubiger - dann erhält er von Gott selbst die Ehre, Ihn auf erden zu vertreten. Stell dir vor: Gott, den Allmächtigen, vertreten! Das ist eine sehr große und auch schwierige Aufgabe. Denn wenn Jesus sagt: "Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist" (Mt 5,48), so gilt das ganz besonders für die Priester!

Das Amt des Priesters bedarf also der ganzen Energie und den vollen Einsatz des Priesters. Die Nachfolge Christi bedarf seiner ganzen Kraft. Eine Frau, eine Familie lenkt ihn ab, macht ihn vielleicht auch ungerecht seinen Schafen gegenüber, die ihm, als Stellvertreter Christi, anvertraut sind - das heißt seiner Gemeinde. Er ist bestimmt, geistiger Vater derer zu sein, die ihm als Hirten anvertraut sind. Da ist kein Platz für irdische Belange, für die Alltagssorgen und -schwierigkeiten die in jeder Familie auftauchen.

Das Priestertum ist eine so hohe Berufung, dass der, der ihr folgt, von keiner irdischen oder weltlichen Seite abgelenkt werden darf. Christus verlangt das Absolute, da Er der Sohn des Absoluten ist. Daher ist eine totale Hingabe erforderlich. Immerhin soll der Priester ein Spiegelbild Christi, ein Bild Gottes sein!

Darum bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass das Zölibat sehr wichtig ist, und nicht abgeschafft werden darf - trotz aller vernünftigen Gründe, die die moderne Welt dagegen ausspricht. Gerade weil es für die Kirche in dieser Zeit sehr schwierig ist, braucht sie die Unabhängigkeit der Priester, die sich so ganz den Schafen Christi und in Seinem Auftrafg widmen können.

Ich könnte jetzt noch gaaanz lang weiter schreiben, aber ich glaube, inhaltlich habe ich gesagt, was ich denke.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo  isabellexmather!

Im Großen und Ganzen beschreibt die Geschichte das Wirken Gottes in der Welt. Dies bezüglich kann man verschiedenste Schlussfolgerungen daraus ziehen. Ich will versuchen zu erklären, was mir dazu einfällt:

Jona wird als Prophet Gottes genannt. Das heißt, dass Gott durch ihn zu den Menschen spricht. Gott bedient sich seiner, um der Stadt Ninive Seinen Plan zu verkünden - denn Gott kündigt immer an, was Er tut: Aufgrund ihrer Sünden gegen alles, was gut ist - sei es einfach die Moral, oder konkret Gottes Gesetze - will Gott die Stadt vernichten. Gott ist gerecht. Er sieht die guten Taten, sieht aber auch die schlechten. Wenn das Maß voll ist und Er in der Herzen der Menschen keine Spur der Umkehr sieht - trotz Seiner Warnung - bereitet Er dem wütenden Treiben ein Ende. Dies siehst du beispielsweise in der Vernichtung von Sodom und Gomorrha.

Hier könnte man auch einen Vergleich zu unserer Zeit ziehen. Es gibt viele Indizien dafür - "Zeichen der Zeit" wie es in der Bibel heißt - dass das Ende der Welt nicht mehr weit fern ist. Unter "Ende der Welt" verstehe ich den endgültigen Sieg Gottes über das Böse, d.h. Satan, seine Anhänger und die Sünde. Gott ruft, wie die Niniviten, alle Menschen zur Umkehr auf, bevor es zu spät ist. Auch heute gibt es "Stimmen" in der Welt, die den Menschen Gottes Worte übermitteln - so wie Jona.

Aber so ist es immer: Bevor Gottes Gerechtigkeit kommt und die Bösen in die Schranken weißt, kommt Seine Barmherzigkeit, da Er alle Seelen retten will: Der Aufruf zur Umkehr! Wenn die Menschen diesem Aufruf nachkommen - wie es die Niniviten getan haben - vergibt Er die Sünde, schenkt Erbarmen und führt das angedrohte Unheil nicht aus, da sich die Menschen eines Besseren besonnen haben. Denn Gott freut sich, wenn wir zu Ihm, unserem Vater, zurückkehren und bereuen, dann schenkt Er uns in Seiner Liebe Seine Vergebung.

Ein weiterer Punkt ist die Reaktion Jonas. Gott vertraut ihm Seinen Willen an: Er soll nach Ninive gehen und in Seinem Namen die Vernichtung der Stadt ankündigen, da ihre Sünde zu groß geworden ist. Jona aber wehrt sich: Er geht in die entgegengesetzte Richtung, will den Worten des Herrn keinen Gehorsam leisten, sondern machen was er will. Oft handeln wir ähnlich: Jeder folgt seiner eigenen Schnauze, man tut sich schwer, sich selbst mal zurückzunehmen, weder für andere noch für Gott. Gerade Gott gegenüber verhält man sich abweisend und gleichgültig. Was aber tut Gott? Er zeigt, dass Er allein der Herr ist, dass Er weiß, was Er tut und keinen Ungehorsam duldet. Auf der anderen Seite gibt Er ihm Bedenkzeit, um umzukehren und, wenn auch verspätet, Seinem Ruf zu folgen.

Wie oft handelt Gott so einer Seele gegenüber, die Ihm davonlaufen will! Wenn in unserem Alltag alles rund läuft, wenn die Tage so dahinplätschern, dann vergessen wir all zu oft, dass Gott, unser Vater, da ist, dass Er uns liebt, dass Er will, dass wir nach Seinen Geboten - das heißt in Liebe - leben. Stumpf schauen und leben wir vor uns hin, ohne zu verstehen oder zu begreifen, was wirklich wichtig ist: nicht das Irdische, nicht das Materielle, sondern das Himmlische, das Geistige! Dann muss manchmal etwas Schlimmes geschehen: der Tod eines Verwandten, Arbeitslosigkeit, der Verlust eines Freundes, scheiternde Beziehungen, usw. Alles Sorgen, die uns aufzurütteln versuchen, damit wir uns neu über unser Leben, unsere Grundsätze und Prioritäten Gedanken machen - im Bezug auf oben: Dies ist Gottes Ruf an unsere Seele.

Jona wird ins Meer geworfen, er weiß nicht wo oben und unten ist, was als nächstes passieren wird, ob er das Abenteuer überleben wird... Wir fühlen uns genauso in jenen schwierigen, schlimmen und für uns unverständlichen Situationen. Aber Jona weiß genau, warum der Sturm aufkommt und das Unglück geschieht: seinem Ungehorsam dem Willen Gottes gegenüber. Gott gibt ihm daher die Gelegenheit im Bauch des Wales über alles nachzudenken, zu betrachten, sich neu zu ordnen und zu bereuen. Wie mit ihm, so handelt Gott auch oft uns gegenüber. Jona spricht in seinem Gebet zu Gott, wendet sich Ihm wieder zu, sucht seine Zuflucht bei Ihm, vertraut sich Seiner Güte an. Gott hört auf das Rufen seiner Seele, Er ist barmherzig mit dem Notleidenden. Jona wird befreit und landet sich an Land. Das will uns lehren: Wende dich Gott zu, Er vermag alles! Durch Ihn allein erfährst du Heil und Rettung. Er lässt dich nicht im Stich, sondern ist dir nah und hilft dir, wenn du auf Ihn vertraust!

Wieder zurückgekehrt zu Gott geht Jona nach Ninive, dem Willen Gottes gehorsam. Er predigt den Niniviten den Untergang ihrer Stadt nach dem Willen des Herrn, der sie in Seiner Gerechtigkeit für ihre Sünden bestrafen will. Doch was machen die Menschen? Wie vorher dem Jona, so gibt Gott auch ihnen Zeit, um sich zu bekehren. Und wie Jona zuvor kehren sie zu Gott zurück, bereuen und versprechen, in Zukunft Seine Gebote halten zu wollen. Hier zeigt sich wieder Gottes große Güte: Seine Vergebung. Ja, ihre Sünde war groß, ja, sie hätten den Untergang verdient, doch wie Gott seinem schmollenden Jona sagt, liebt Er die Menschen, die Er geschaffen hat und die, zu Ihm, ihrem Schöpfer und Vater zurückgekehrt sind.

So geschieht es auch uns: Wenn wir uns abwenden von all dem, was uns von Gott und Seiner Liebe abbringt, uns Ihm zuwenden, bereuen und Ihn um Verzeihung bitten, ist Gott uns barmherzig, schenkt uns Verzeihung und Leben. Er hält das Unheil von dem fern, der auf Ihn hofft, denn Gott ist nichts unmöglich!

Und wenn einer in seinem Stolz den Untergang der anderen wünscht, weil sie schlecht waren - vergleiche das Verhalten der Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus gegenüber, der die Sünder bekehrt und sie im Namen Gottes aufnimmt - dann antwortet ihm Gott, wie Jona: Du sorgst dich um weltliche Dinge (sei es der Dornbusch oder der Egoismus), aber ich stehe über diesen Dingen. Ich sehe ins Herz. Ich bin ihr Vater und freue mich immer darüber, wenn meine geliebten, verloren gegangenen Kinder zu mir zurückkehren. Meine Tränen verwandeln sich in Freude, wenn ich sehe, dass sich ein Kind mir zuwendet, denn ich liebe es und möchte es retten. Komm auch du zu mir, vereint in der Liebe zu deinem Vater und deinen Geschwistern und freue dich über die Bekehrung deiner Brüder und Schwestern.

Um meine Interpretation abzuschließen: Gottes Verhalten einem sündigen Menschen gegenüber beschreibt Jesus im Neuen Testament im Gleichnis des Verlorenen Sohnes und des Verlorenen Schafes. Wenn du willst, kannst du diese beiden Gleichnisse auch einmal betrachten, denn dort zeigt sich ebenfalls sehr gut, wie Gott jeder Seele - besonders der, die fern von Ihm ist - nachgeht, wie Er sie ruft und retten will, da Er sie liebt. Seine Liebe und Barmherzigkeit heilt die Wunden dessen, der bei Ihm Schutz sucht.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo GerdLon!

Jesus nennt uns das höchste Gebot: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen und mit deinem ganzen Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!» (Lk 10,27)

An erster Stelle steht Gott, an zweiter die Mitmenschen. Wenn Jesus also sagt: "Wer sein Leben retten will, wird es verlieren", dann heißt das, das diejenigen, die das irdische Wohl, also das des Leibes, über das der Seele stellen, und sich mehr um die Bedürfnisse des Körpers sorgen, als um die der Seele, dann werden sie das ewige Leben verlieren, denn die Seele ist viel mehr wert als der Leib, da sie unsterblich ist, während der Körper vergänglich ist. Das Heil der Seele ist im Worte Jesu und schon im Gebot Gottes im Alten Testament zu lesen: Liebe deinen Gott mit deiner ganzen Kraft!

Umgekehrt wird der, der nach Jesu Worten "sein Leben um meinetwillen verliert, es retten". Nimm den Härtefall: Ein gläubiger Christ wird dazu gezwungen, fremde Götter anzunehmen, da er sonst umgebracht wird. Wenn er also nach Worten Jesu handelt, stellt er sein seelisches Wohl über das des leiblichen. Das seelische Wohl ist nur bei Gott zu finden - er bleibt Ihm also treu, auch wenn er sein leibliches Leben verliert.

Es ist also das richtige Maß anzuwenden: Gib dem Leib, das, was er zum Leben braucht, aber gib ihm nicht den Vorzug, wenn es um deine Seele geht.

Ich hoffe, ich konnte es dir verständlicher machen... :)

Liebe Grüße und Gottes Segen

Lila14

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Hallo Leondi00009!

Das ist eine gute Frage. Ich versuche dir meinen Standpunkt so gut als möglich zu erklären.

Gott ist als Schöpfer der Ursprung allen Lebens. Er ist der Allmächtige, der alles vermag. Doch warum hat er alles geschaffen, wozu und warum? Er ist das vollkommenste, reinste Wesen, geistig und einfach "das Alles". Die Schöpfung kann Gott nicht reicher, größer oder vollkommener machen - denn Er ist der Unendliche und besitzt dies alles seit Ewigkeit her. Aber alle Eigenschaften Gottes - sei es die Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit, die Weisheit, usw. - lässt sich in dem einen Wort "Liebe" zusammenfassen. So steht es auch in der Bibel: "Gott ist Liebe" (1 Joh 4,8)

Und dies ist auch das Einzige, was wir arme Menschen dem vollkommenen Gott geben können: Liebe. Wir sind für die Liebe erschaffen! Der Mensch, den Gott nach Seinem Ebenbild ( vgl. 1. Mose 1,26) erschuf, ist die Krone der Schöpfung und hat von Gott den freien Willen erhalten - daher ist er der einzige, der Gott bewusst lieben kann und soll.

Um dies tun zu können, stand im Garten Eden der "Baum der Erkenntnis", wie die Bibel sagt. Das Gebot Gottes: "Du sollst von allen Bäumen des Gartens essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!" (1. Mose 2,16-17) war die Prüfung: Gott und Seinem Gebot treu bleiben oder Satan wählen, den Feind Gottes, und das Gebot brechen. Wäre der Mensch treu geblieben - und das hätte er können, denn er war erschaffen worden nach Gottes Bild und Gleichnis - wäre er "am leben" geblieben. Der Tod von dem Gott spricht, ist der Tod des Geistes: die Trennung von Gott, der das Leben ist (vgl. Joh 1,14).

Der Mensch ist nicht treu geblieben. Er hat Gott verleugnet und wurde aus dem irdischen Paradies vertrieben, denn da er den freien Willen hat, trägt er auch die Verantwortung für sein Handeln. Damit wäre der Mensch für immer tot gewesen: getrennt von Gott als Folge seines Handelns, das wir "Sünde" nennen.

Aber wie ich schon gesagt habe, ist Gott die Liebe. Und weil diese Liebe unendlich ist, will Gott dem Menschen die Verzeihung schenken, will Er ihn zurückholen, zurückführen zu seiner ursprünglichen Berufung: Kind Gottes, Kind Seiner Liebe - denn als Ebenbild Gottes mit der Bestimmung zu lieben, wie Gott liebt (vgl. Mt 5,48), hat er eine sehr hohe Würde: gottähnlich. Diese Beziehung wie der Mensch sie zu Gott haben soll, kennen wir als Vater-Kind-Beziehung, damit sich der Mensch in seiner Begrenztheit vorstellen kann, wofür er berufen ist.

Doch ich will meine Beschreibung zu Ende führen:

Durch das bewusste Entscheiden der ersten Menschen gegen Gott - wir nennen das "Sündenfall" - ist der Mensch der Gnade, als Gottes Kind zu leben, unwürdig geworden. Ich habe vorher gesagt, dass der Mensch von da an für immer tot gewesen wäre - das heißt ohne jegliche Möglichkeit zu Gott zurückzukehren. Warum das?

Gott ist in Seiner Liebe auch sehr gerecht. Der Mensch hat die Fähigkeit zu wählen, dann muss er auch die Folgen tragen. Der Mensch hat sich gegen Gott entschieden, hat gesündigt, dann ist er fern von Gott.

Gottes Gerechtigkeit wegen muss jede Sünde wiedergutgemacht werden - das ist die Sühne. Doch der Mensch kann nicht sühnen, kann für "die Sünde" nicht sühnen - er ist ja selbst tot! Also tut Gott selbst es. Er kann es, Er kann alles! Und Er tut es auch, denn da Gott den Menschen geliebt hat, liebt und immer lieben wird, will er ihn erneut die Frage stellen: Gott oder Satan, Leben oder Tod? Diese Entscheidung muss jeder selbst fällen. Je nach seinem Willen wird er dann Gott und das Leben oder weiterhin Satan und den Tod wählen.

Um den Menschen dorthin zu bringen, wo er sich erneut entscheiden kann, ist die Sühne erforderlich. Gott wird also selbst Mensch, bringt uns Sein Licht, Sein Wort und Seine Liebe, um unter uns zu sein, um uns bei sich zu haben, wie es seit Erschaffung der Welt gedacht war. Die Sühne leistet Er Sein ganzes Leben lang. Sie erreicht ihren Höhepunkt in der Passion Christi: Sein Leiden und Sterben am Kreuz bedeutet für uns die Erlösung, die Rettung aus dem Tod, wenn wir Glauben haben - also wenn wir wollen: Wer Jesus annimmt, wer nach Seinem Wort handelt, für den bedeutet Sein Tod das Leben: das ewige Leben bei Gott, unserem Vater, der uns über alle Maßen liebt.

Durch Jesus erhält der Mensch erneut die Kindschaft Gottes. Gottes Liebe ist die Vaterliebe. Seine Liebe ist vergleichbar mit der eines Vaters: Er hat den Menschen erschaffen, er ist aus Ihm geboren worden, als Sein Ebenbild! Darum dürfen wir Ihn durch Christus "Vater" nennen! Weißt du, was das für ein großes, unvorstellbares Geschenk ist? Weißt du, wie süß diese Liebe Gottes zu Seinen Kindern ist, wie zärtlich, wie barmherzig?

Zum Schluss mein persönliches Zeugnis: Mein Gott ist mir alles, Seine Liebe unendlich, Seine Barmherzigkeit ohne Grenzen! Er will jeden einzelnen - auch dich - bei sich haben, Er will alle retten, denn Er hat alles für dich, für mich, für jeden Menschen getan! Er hat den größten Weg zurückgelegt, um zu uns zu kommen! Wenn Gott und den Menschen 1000 Schritte trennt, dann muss der Mensch einen einzigen Schritt machen - denn Gott hat die anderen 999 Schritte schon gemacht! Er will der Vater aller sein!

Tut mir leid, dass es so lange geworden ist, aber ich hoffe, du verstehst, was ich sagen will. Liebe Grüße und Gottes Segen

Lila14

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Katholisch

Hallo Ragnarokxx!

Ich bin katholisch getauft und auch überzeugte Christin. Demnach glaube ich an Gott Vater, an Jesus, Seinen Sohn und an den Heiligen Geist, der Gott ist wieder Vater und Gott wie der Sohn. Und doch bilden sie eine Einheit. Es ist das, was die Kirche den "Dreieinen Gott" nennt.

Die Bibel als Glaubensbuch der Christen spielt auch für mich eine zentrale Rolle. Ich glaube daran, dass Jesus als Sohn Gottes auf die Erde kam, um den Menschen das Heil zu bringen. Gott bereitet die Ankunft seines Sohnes im Alten Testament vor. Wenn man genau hinsieht, stellt man fest, wie viele Parallelen es zwischen dem AT und dem NT gibt. Jesus selbst ist die vollkommene Offenbarung Gottes, da man in Ihm Gott selbst sehen kann (vgl. Joh 14,9).

Gott ist im Christentum der unendlich liebende Gott, der Vater, der mit offenen Armen auf Seine Kinder wartet, der ihnen entgegengeht, ihnen alles verzeiht in Seiner Barmherzigkeit, weil Er nichts anderes will, als sie bei sich zu haben. Schau: Ihm war nichts zu viel, alles hat Er dafür gegeben, sich selbst, Sein eigenes Leben, Sein Leib und Sein Blut. Größtes Leid hat der für uns ertragen, der alles geschaffen hat! Freiwillig ist Er gekommen, um dies alles zu erleiden, weil Er uns liebt und uns erlösen will von unserer Schuld, die wir arme Kinder uns selbst aufgeladen haben.

Das Christentum ist die Religion der Liebe. Mich treibt diese Liebe Gottes zu uns Menschen immer wieder an, auf Seinem Weg zu gehen, Ihm entgegen, auf Ihn zu vertrauen und Ihn zu lieben.

Ich kenne keine andere Religion, die so von Liebe erfüllt ist wie diese. Kein Odin und kein Wotan können dir das geben, was der Schöpfer alles Seins dir geben kann und vor allem auch will.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo hfksnhw212!

Um dir deine Frage zu beantworten, fange ich zunächst bei den Grundsätzen des christlichen und auch jüdischen Glaubens an.

Warum ist Jesus gekommen?

Die Bibel berichtet, dass die ersten Menschen, Adam und Eva, im irdischen Paradies alles besaßen, was sie brauchten (vgl. Gen 2). Nicht nur materiell, sondern auch und besonders im geistigen Sinne: sie hatten Gottes Gnade, d.h. sie waren dazu bestimmt das Reich Gottes, Seinen Himmel, zu bevölkern. Dafür wurden sie gemacht.

Doch da Gott Vollkommenheit ist, darf in dieses Reich nichts Unvollkommenes eingehen. Durch den Ungehorsam der Menschen im Sündenfall verloren sie so dieses Geschenk, das Gott ihnen gegeben hatte: die Gnade. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, über dieses Geschenk zu wachen und der Versuchung zu widerstehen, da Gott ihnen den Verstand und den Willen dazu gegeben hat. Der Mensch ist also für sein Handeln verantwortlich und muss darum auch die Folgen der Sünde tragen: die Trennung von Gott, der das Leben ist.

Auch wenn die Seele nicht sterben kann, da sie weiter existiert, nennt man "Tod", wenn ihr der Eingang zum Leben, das Gott ist, verwehrt ist. Die Trennung von Gott durch die Sünde bedeutet also Tod.

Da der Mensch aber gefallen ist und vor Gott schuldig geworden ist, kann er nicht wieder aufstehen. Du wirst verstehen, dass auf die Sünde Sühne, d.h. Wiedergutmachung folgen muss, da Gott die Gerechtigkeit ist. Der schuldige Mensch jedoch ist nicht fähig wiedergutzumachen. Soll er darum auf ewig von Gott getrennt werden?

Nein, denn Gott ist der Stärkere. Das Leben ist stärker als der Tod und so gibt es ein Mittel, das dem Menschen die verlorene Gnade wiedergibt: Gott selbst, denn Er allein ist fähig, uns zu retten. Deswegen kannst du im Alten Testament lesen, wie Gott den Menschen durch den Mund Seiner Propheten die Ankunft des Messias verkündet:

  •  Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird. (Jes 7,14)
  •  Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht auseinandersetzen. (Jes 43,3)
  • Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten seiner nicht. (Jes 53,3)
  • Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an das Panier; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden biß und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben. (4.Mose 21,9)
  • Ein Stern tritt aus Jakob hervor, und ein Zepter kommt aus Israel. (4.Mose 24,17)
  • Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar klein, um unter den Hauptorten Judas zu sein; aber aus dir soll mir hervorgehen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Ursprung von Anfang, von Ewigkeit her gewesen ist. (Micha 5,2)
  • und viele weitere

Wer also ist Jesus?

Jesus wird als Sohn Gottes bezeichnet, wie es im Neuen Testament heißt: Und eine Wolke kam und überschattete sie, und eine Stimme kam aus der Wolke: Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören! (Mk 9,7) Als Sohn Gottes ist er mit dem Vater und dem Geist Gott: Ich und der Vater sind eins. (Joh 10,30) Diese Dreieinigkeit, die von vielen geleugnet wird, bestätigt die Bibel: Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes! (Mt 28,19) und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! (Joh 20,28)

Was war also die Aufgabe Jesu?

Johannes sagt ausdrücklich, dass Gott in Jesus Mensch wurde: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1,14)

Durch Jesus erlangt der Mensch wieder seine Würde als Kind Gottes, d.h. die Gnade zurück. Durch das Wort, das Er verkündet, vervollkommnet Er den Weg, der zu Gott führt, und den Gott in den 10 Geboten gewiesen hat. Auf diesem gelangt der Mensch wieder zu Gott. Jesus vergibt Sünden, heilt Kranke und befreit die Seelen von den Dämonen. Durch Sein Wirken wird die Liebe Gottes zu den den Menschen offenbar, denn nur Seine unendliche Liebe hat dazu geführt, dass Er Seine Unendlichkeit in Fleisch hüllt, Mensch wird und sich sogar unter den Menschen stellt. Durch Seine Werke und Worte bekehrt Jesus die Menschen zu Gott und weist ihnen den Weg zu Ihm.

Doch kommen wir zur eigentlichen Frage: Warum ist Jesus gestorben?

Da die Sünde Tod bedeutet, hat Jesus durch diesen für uns gesühnt. Er war gekommen, um zu sterben. Die Vollendung Seiner Aufgabe war es, der Erlöser aller zu sein, die zu Gott zurückkehren wollen. Er hat den unüberwindbaren Abgrund der Sünde überwunden und eine Brücke gebaut, damit der Mensch zu Gott gelangen kann: in Sein Reich, denn dafür wurde er geschaffen.

Das Leid war die Sühne, der Tod der Sieg über Satan, dessen Ziel es war, den Menschen von Gott zu entfernen, um Ihm in Seinen Geschöpfen zu schaden. Doch Gott ist stärker. Jetzt liegt es am Menschen, diese göttliche Einladung zum Leben anzunehmen, um gerettet zu werden.

Wie Jesus also gesagt hat, war der Tod notwendig für die Erlösung. Mit dem unvorstellbaren Schmerz trägt Jesus die Last der Schuld und öffnet das Tor des Himmels: Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir noch jetzt mehr als zwölf Legionen Engel schicken? Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so kommen muss? (Mt 26,53-54)

Ja, Gott hätte Ihn davor bewahren können. Ja, Jesus hätte vom Kreuz steigen können. Ja, Er hätte sich retten können. Aber dann wären wir nie fähig gewesen, zu Gott zu gelangen, zu Ihm, der vollkommenen Liebe.

Aus Liebe zu den Menschen, aus Liebe und Gehorsam gegenüber Gottes Willen ist Jesus in den Tod gegangen: freiwillig und bewusst in den Tod. Denke nicht, Er habe dabei nicht gelitten! Unvorstellbarer Schmerz! Aber Seine große Liebe zu uns hat Ihn ihn ertragen lassen, ja sogar herbeiwünschen lassen: denn Er war die seit Jahrhunderten vorbereitete Opfergabe, das wahre Osterlamm (siehe dessen Bedeutung an Passah).

Diese unendliche Liebe Gottes zu uns, Seinen Geschöpfen müsste uns durchdringen und müsste uns zu Ihm erheben. Aber zu wenig betrachten und begreifen wir, die Werke unseres Herrn. Glaube nur: alles, was Er tut, ist Liebe! Das Christentum ist die Religion der Liebe. Glaube nur an diese Liebe, denn Seine Freude ist es, uns bei sich zu haben.

Ich hoffe, du verstehst, was ich meine...

Liebe Grüße

Lila14

PS: Tut mir leid, dass es so lang geworden ist... bei Fragen gerne melden ;)

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Hallo Oussama2012!

Ich würde das auf die Frage begründen: warum raucht jemand?

Wenn einer damit anfängt, um "cool" zu sein, um sich abzugrenzen in seiner Pupertät, um als etwas zu gelten, dann ja. Er schadet sich selbst, bringt sich selbst in Gefahr - wo doch das Leben ein Geschenk Gottes ist - nur um menschliches Ansehen zu erlangen. Das ist Sünde.

Fängt einer damit an, weil er gezwungen wird aus irgendeinem Grund, ohne es jedoch selbst zu wollen, dann sündigt nicht der Raucher, sondern der, der ihn dazu gezwungen hat. Der Raucher ist nur sein Opfer - wie ein Opfer eines Mörders nicht Mörder ist, weil ihm das Leben von einem anderen genommen wurde und er so nicht mitschuldig ist.

Es kommt immer auf die Absicht einer Handlung an, um zu beurteilen, ob es Sünde - oder (etwas abgeschwächt) eine Unvollkommenheit oder Unschuld ist.

Rauchen an sich ist nicht gut, denn, wie schon erwähnt, gefährdet es das Geschenk Gottes: das Leben, das Er uns gegeben hat und dass darum nur Er allein wieder nehmen darf. Darum müssen wir gut zu uns selbst sein, und so das Geschenk Gottes achten und Ihm danken, der es uns gegeben hat. (vgl. 3.Mose 19,18 und Mt 19,19)

Liebe Grüße

Lila14

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Mit Jerusalem ist das Himmlische Jerusalem gemeint (vgl. Hebräer 12,22).

Das Himmlische Jerusalem ist die Stadt Gottes, sowie das Volk Israel, dessen Gott Jahwe ist, in der Neuen Zeit (seit Jesus) "alle die von Gott Erretteten" bedeutet, auch das Volk Gottes ist. Sein geistiges Reich wird begründet in den Herzen, bis es einst am letzten Tag, dem Tag Gottes, vollendet wird mit allen seinen Bewohnern: denen, die gerettet werden durch Gottes Barmherzigkeit und ihren guten Willen durch Jesus Christus, Seinen Sohn.

In dieser Stadt ist Gott, denn das Reich Gottes bedeutet die Vereinigung aller erlösten Geschöpfe mit ihrem Schöpfer, also mit Gott.

Liebe Grüße

Lila14

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Ich finde er tut gutes

Hallo kolle707!

Ich finde, wir hätten nach Papst Benedikt keinen besseren Nachfolger kriegen können. Er ist wirklich Nachfolger Petri und Oberhaupt der Kirche ihrem Ursprung nach. Er lebt und übermittelt neu und in einer frischen Art die Haltung unseres Jesu. Er will die Kirche gerade in dieser schweren Zeit und gerade weil es auf die Endzeit zugeht zu ihren Grundsätzen zurückbringen und Zweifelnde von der Notwendigkeit des Glaubens überzeugen.

Beten wir, dass Gott ihn uns noch lange erhält, denn so einen wie ihn brauchen wir.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo AlterHalunke!

Ich würde schon sagen, dass wir in Richtung Endzeit gehen. Aber das muss uns nicht Angst machen. Wer nicht fallen will, wird auch nicht fallen. Du musst nur fest genug nicht wollen. Weil der Mensch aber sehr schwach ist und sich schwer tut beim Nicht-Wollen, gibt Gott ihm Seinen Beistand und Seine Kraft. Der Mensch muss den Kampf, der das (irdische) Leben ist, nicht austragen, er braucht sich nur an Gott zu wenden und Er wird für ihn kämpfen und siegen. Das Gebet in der Versuchung ist die stärkste und mächtigste Waffe. Jesus hat auch in der Wüste und im Garten Gethsemane gebetet - und Er war der Sohn Gottes! Um wie viel mehr müssen dann wir beten!

Was die Endzeit anbetrifft, sagt Jesus in Matthäus 24,6: "Sehet zu, erschrecket nicht; denn es muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende." Keine Angst, sondern einfach Vertrauen auf Gott, den Vater, dass Er dich schon führen wird, Er dich stärken wird und Er an deiner Seite sein wird, denn es heißt auch: "Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Zeit! " (Mt 28,20) Er ist bei uns und wird uns nicht alleine lassen. Darauf dürfen und müssen wir vertrauen! Das gibt neue Kraft.

Und wenn du die Zeichen siehst, zu denen ganz sicher auch der schleichende Atheismus, die Geld- und Machtgier zählt, dann bete für diese Seelen, dass Gott sie erleuchte, und bete für die Welt, dass sie gegen den Sturm Satans gestärkt ist, dass sie gewappnet ist und Gott zur Seite hat, wenn die Zeit anbricht.

Ich denke, dass das, was wir sehen und uns so schlimm erscheint, erst der Anfang ist. Dass noch viel größere Steine auf den Weg des Gläubigen geworfen werden, die es zu überwinden gilt. Aber Gott ist Vater, Er hilft uns. Wir müssen nur treu sein und beharrlich wieder aufstehen, auch wenn wir gefallen sind. Bete für die Seelen und sei versichert: es ist nicht umsonst! Das Gebet ist wie eine Münze, die Gott in Gnaden für die Welt umwandeln kann, in Stärke und Kraft, in Bekehrungen und Liebe in der Welt.

Hab Vertrauen! Gott ist stärker. Der Friede Gottes sei mit dir!

Lila14

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Hallo nala2408!

Maria war 15 Jahre alt, als der Heilige Geist auf sie herabstieg. Joseph war zu der Zeit 30 Jahre alt. Das war aber nicht unnormal oder zumindest nicht sonderbar. Jesus begann sein öffentliches Leben mit 30 Jahren und starb 3 Jahre später. Maria blieb noch länger auf der Erde, um die noch junge Kirche zu führen.

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo andresko!

Es sind nicht die Christen, die Mose beschuldigt. Es sind die ungläubigen Juden, die die Stimmen der Propheten gehört, aber dann nicht auf sie gehört haben, da diese Jesus als Sohn Gottes angekündigt und die Zeichen vorausgesagt haben, die sich in Jesus erfüllen. Er klagt die Ungläubigen an, nur dem Worte nach die ihm von Gott gegebenen und die von ihm dem Volk weitergegebenen Gesetze gekannt zu haben. Er klagt also an, die Gesetze Gottes zwar dem Buchstaben nach zu kennen, aber nicht dem Inhalt nach - also ohne Werke des Guten diesen Worten folgen zu lassen.

ich hoffe, du verstehst, was ich meine..

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo anonym300300300!

Der Fall Luzifers hat seinen Ursprung im Hochmut - wie alles, was Sünde ist. Hochmut, d.h. Stolz. Das ist die sogenannte "Selbstliebe". Luzifer wollte größer sein als Gott selbst - und ist tiefer gesunken denn je. Denn um wirklich groß zu sein, braucht es die Demut: die Zufriedenheit mit dem, was man ist. Ohne isch dabei selbst zu überschätzen. Das gilt auch für uns Menschen.

Die Engel sind keine Sklaven, d.h. auch sie haben einen freien Willen - und können fallen, wie und mit Luzifer. Sie sind sozusagen die höchste Stufe, die auch ein Mensch erreichen kann. Aber sie haben eine andere Aufgabe als der Mensch. Dieser Unterschied, der trotzdem gerecht ist - wie alles, was Gott tut - ist etwas schwer zu erklären und zu verstehen.

Jedenfalls ist der Fall Luzifers auf den Hochmut zurückzuführen - wie auch bei Adam und Eva. Wie schon gesagt,ist der Hochmut daher der Ursprung der Sünde. Deswegen heißt es ja auch in Matthäus 11,29: "Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen".

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen!

Liebe Grüße

Lila14

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Hallo freufrei!

Ich kann dir nur sagen: habe keine Angst und vertraue auf Gott! In Lukas heißt es: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die guten Willens sind!" (Lk 2,14) Also Friede denen, die guten Willens sind. Dieser Friede aber - der wahre, tiefe Friede -ist Gott selbst und Jesus sagt: "Der Friede sei mit dir!" (vgl. 3.Joh 1,15)

Wer den Willen hat gerettet zu werden, der wird gerettet werden, denn Gott weiß auch um die Schwäche des Menschen: "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach."(Mk 14,38). Daher hilft Er Seinem Kind auf, wenn es gefallen ist. Selbst ein irdischer Vater tut das, und da sollte Gott, der vollkommene Vater, es nicht tun?

Habe Vertrauen in Seine Liebe, behalte deinen guten Willen und steh auf, wenn du gefallen bist!

Alles Gute und Gottes Segen!

Lila14

PS: Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne privat anschreiben. :)

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Der Friede sei mit dir, Youzos!

Maria war Jungfrau. Sie war und ist nie etwas anderes! Eine künstlich befruchtete Schwangerschaft ist auszuschließen, da dann der Titel "Sohn Gottes" Betrug wäre. Gott ist nicht mit Betrügern, Lügnern, Dieben und Mördern.

Aber Gott war mit Jesus. Daher die Wunder an Leib und Seele, daher die Auferstehung Lazarus' und vieler anderer, die tot waren und dann wieder ins Leben gerufen wurden. Gott ist der alleinige Herr über alles. Aber besonders deutlich wird dies bei Leben und Tod. Was tot ist, kann nur durch Ihn, den Ursprung allen Lebens, wieder lebendig werden.

Jesus ist der Unschuldige, d.h. der Sündenlose. Warum? Auch Maria ist sündenlos. Warum das?

Maria war es durch die besondere Gnade des Herrn. "Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade" heißt es im Rosenkranz. Maria sollte die neue Bundeslade Gottes sein: Diejenige, die Ihn selbst trägt. Aber nicht nur die neun Monate der Schwangerschaft hat sie Ihn getragen, sondern ihr ganzes Leben lang!

Aber wie kann Gott in diese Bundeslade einziehen und sich niederlassen, wenn der Schlamm der Sünde im Haus niestet? Niemand hat Gott so, wie Maria. Eben weil sie die Gottesträgerin ist! Gott hat also durch einen besondern Eingriff Seines Willens die Erbsünde, die an jedem haftet, von ihr ferngehalten. Maria ist also "die Unbefleckte".

In ihrer Reinheit und Liebe glich sie Eva vor dem Sündenfall. Rein und gut wollte sie niemanden außer Gott. Das heißt keine eigene Familie, keinen Mann, keine Kinder: nur Ihn, den einen Gott! Sie ist "die Jungfrau".

Gott aber hat sie für Höheres bestimmt, für etwas, was wir uns hier auf Erden nie vorstellen können! Er hat sie zur Mutter Seines Gesalbten gemacht.

Warum war Maria dann mit Joseph verlobt?

Eine unverheiratete Frau, die ohne Witwe oder geschieden zu sein, Kinder hat? Joseph wurde von Gott erwählt, irdischer Vater Seines Sohnes zu sein. Als Schutzmantel über das süße Geheimnis der reinen Jungfrau Gottes.

Gott ließ Seinen Geist auf ihr nieder und sie wurde schwanger und blieb dennoch Jungfrau.

Den Menschen zur Mutter, Gott als Vater, war und ist Jesus "der Gottmensch". Ganz Gott als göttliches Wort, aber diesen göttlichen Geist in das Fleisch des Menschen gehüllt.

Das ist die kleine Ahnung, die wir haben können, von der geheimnisvollen Menschwerdung Gottes! Geheimnisvoll, weil für uns unfassbar, unbegreifbar - und doch wahr.

Maria, als Mutter, Braut und Tochter Gottes, als Jungfrau und Magd des Herrn, stellt ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes. Meint ihr, es sei leicht für sie gewesen? Oh nein, ganz gewiss nicht! Denn sie war auch Miterlöserin! Man erlöst aber durch Leid, wie Jesus erlöst hat und ja, immer noch erlöst.

Maria ist die Königin des Himmels, die göttliche Freude in ihrer Liebe und die Bittende für die Seelen, da sie auch Mutter des Menschen ist, Mutter aller.

Obwohl du sagst, dass du nicht gläubig bist, habe ich geantwortet, als wärst du es. Aber du willst Antwort auf eine Frage, die genau das wissen will. Deswegen hoffe ich, verstehst du die Absicht und den Inhalt meiner Erklärung. :)

Liebe Grüße

Lila14

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