Hallo,

ich kann dir da nur Mut zusprechen. Ich bin selbst diesen Weg gegangen, nur dass ich meine Berufsausbildung im wirtschaftlichen Bereich gemacht habe, und deshalb auf dem Wirtschaftszweig an der BOS mein Abi nachgeholt habe. Wirklich gelegen hat mir Abi und BWR auch nie. Aber mit einem Ziel vor Augen ist es machbar einen verhältnismäßig guten Schnitt hinzubekommen. Bei mir hat es damals glücklicherweise gerade so gereicht, direkt einen Studienplatz zu bekommen. Wenn ich noch 5 Jahre + hätte warten müssen, weiß ich nicht ob ich diesen Weg eingeschlagen hätte. Wg des Alters musst du dir keine Sorgen machen. Nicht jeder ist 18/19 Jahre alt zu Beginn des Studiums, gerade wg der (aktuell noch) teilweise nicht unerheblichen Wartezeiten sind einige schon Mitte 20 oder älter im ersten Semester. Ich denke auch, dass der Arztberuf einiges bietet, und dass man sich nicht vom eigenen, über dem Durchschnitt liegenden Alter davon abhalten sollte, ihn zu ergreifen, wenn man die Neigung dazu hat. Mit deiner Berufsausbildung bringst du ja auch schon etwas an Einblick und Erfahrung mit.

Viel Erfolg dabei!

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Ich würde die Radiologie eher in die beiden Säulen diagnostische und interventionelle Radiologie unterteilen. Zur Diagnostik gehören sämtliche Techniken der Bildgebung und radiologischen Diagnostik, so Sonografie, Röntgen mit Durchleuchtung, CT, MRT, Angiographie, etc.

In der interventionellen Radiologie arbeitet man minimal-invasiv in therapeutischer Absicht, z.B. in Form endovaskulärer Eingriffe (gefäßeröffnend, gefäßverschließend), Drainagenanlagen, Punktionen etc, wobei man sich ebenfalls bildgebenden Verfahren bedient (Durchleuchtung, also Röntgen, CT, Ultraschall, etc.).

Für weitere Informationen siehe z.B. hier

https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionelle_Radiologie

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Grundsätzlich sind die Fächer des technischen Zweigs sicher nicht verkehrt als Vorbereitung für das Medizinstudium. Jedoch würde ich in erster Linie den Fokus auf die Fächer legen, in denen deiner Schwester am ehesten sehr gute Noten möglich sind, da aktuell letztlich der Notendurchschnitt das ausschlaggebende Kriterium für die Studienzulassung ist. Ich persönlich hatte an der BOS den Wirtschaftszweig (keine Wahlmöglichkeit) und war dementsprechend in den ersten Semestern etwas hintendran, was die naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer anbelangt, jedoch konnte man alles gut nachholen, es geht also auch ohne derartige Vorkenntnisse.

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Medizin oder Lehramt studieren? Persönliche Erfahrung?

Hallo zusammen,

ich weiß ..die Frage wurde schon sehr oft gestellt, trotzdem möchte ich eure Erfahrungen hier hören. Ich hatte bereits einen Studienplatz für Medizin, habe ihn jedoch abgelehnt, hauptsächlich weil ich dachte der Beruf lässt sich schwer mit einer Familie vereinbaren. Zur Zeit studiere ich Lehramt (Deutsch und Kunst) und obwohl ich noch am Anfang des Studiums bin, suche ich schon nach Alternativen und sehe mich selbst nicht ganz als Lehrerin. Ehrlich gesagt habe ich Lehramt wegen der Bedingungen gewählt und weniger wegen der Kinder/ den Jugendlichen. Ich liebe Deutsch und Kunst als Fach, eines oder beides davon ohne Lehramt zu studieren ist mir jedoch, bezogen auf zukünftige Jobaussichten, nicht sicher genug. Ich finde Medizin einfach absolut faszinierend. Zumal mich das Wissen der Mediziner und die Herausforderung am meisten reizt.

Medizin und Kunst ist so entgegengesetzt.. bei beiden hab ich das Gefühl das andere zu verpassen..wisst ihr was ich meine?

Ich muss mich endlich endgültig entscheiden. Ich habe durch meinen Abiturschnitt alle Möglichkeiten offen und interessiere mich für so viele Bereiche. Die Qual der Wahl eben. Aber ich denke mir: Kunst läuft mir nicht weg..Ich kann in meiner Freizeit so viele Bilder malen und Gedichte schreiben, wie ich will..oder?

Wenn ich Medizin tatsächlich studieren möchte, muss ich wahrscheinlich die Stadt wechseln. Es wäre Schade, aber hier geht es um Wichtigeres..

Also was sagt ihr? Ich suche nach persönlichen Meinungen/ Ratschlägen/ Erfahrungen. Gerne von Medizinstudenten oder fertigen Medizinern.

Danke, im Voraus! Sorry für den langen Text..

Ganz liebe Grüße

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Mit dem Medizinstudium hast du eine deutlich größere Anzahl an Optionen was deinen späteren Beruf anbelangt, dieser ist bei Lehramt ja schon sehr stark determiniert. In der Medizin gibt es vielfältigste Tätigkeitsfelder, mit und ohne Patientenkontakt. Natürlich gibt es Fachbereiche, und das trifft nun mal den Großteil der praktisch tätigen Ärzte, in denen man zumindest was die Weiterbildung anbelangt eher familienunfreundliche Arbeitszeiten hat. Es kommt aber eben auch stark auf das Haus und die Disziplin an, darüber hinaus tut sich auch in der Medizin immer mehr, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbelangt - eine naheliegende Konsequenz der zunehmenden "Verweiblichung" der Medizin. Ich persönlich würde immer wieder Medizin studieren.

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Eieiei, das ist aber eine sehr überzogene Darstellung von partiell sicherlich vorhandenen Missständen, mich würde ja zu sehr interessieren auf welcher Quelle solche Informationen bezogen wurden. Generell hat sich das (auch nicht erstrebenswerte) Bild des Mediziners als "Halbgott in Weiß" in ein immer schlimmer werdendes Ärztebashing umgewandelt, was ebenfalls nicht angebracht ist. Ja, auch in der Medizin herrscht ein kritikwürdiger wirtschaftlicher Druck, ohne welchen sicherlich einiges besser wäre. Aber es ist mitnichten so, dass ständig Patienten ohne klare Indikation unters Messer kommen, nur um gewissen Zahlen gerecht zu werden. Sowas passiert sicher und schwarze Schafe gibt es überall. Aber diese Pauschalkeulen sind weder konstruktiv noch realitätsnah. Also nein, der Medizinerberuf geht nicht zwangsläufig damit einher Leute zu verarschen. Man kann im Übrigen (selbst als Assistenzarzt) durchaus selbst miteinfließen lassen, welche Art von Arzt man sein möchte, und ob einen der Mensch der da vor einem sitzt, wirklich interessiert, oder eben nicht.

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Aktuell und sofern sich in Zukunft an der Relevanz des Notendurchschnitts nichts ändert, ist es am sinnvollsten sich auf das Erzielen möglichst guter Noten zu konzentrieren. Andere Aktivitäten (z.B. Tätigkeit im Rettungsdienst etc.) finden momentan kaum Berücksichtigung.

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Sofern du an einer Uni studierst, an der die Prüfungen nicht in den Semesterferien stattfinden, lässt sich ein Nebenjob am besten in der vorlesungsfreien Zeit unterbringen. Je nach Semesterphase geht es auch mit einem Nebenjob unterm Semester, so dramatisch wie oft dargestellt ist es also wirklich nicht. Aber es gibt eben auch Phasen, da kommt man aufgrund von Praktika, Prüfungsvorbereitung etc zu wenig anderem, ein flexibler Nebenjob ist da gut. Ich hab praktisch immer in den Semesterferien gearbeitet, teilweise sogar in zwei Jobs, und hatte noch ein gutes Maß an Freizeit.

Viel Erfolg.

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  1. https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=9
  2. Bleibt abzuwarten.
  3. Ne ganze Menge: https://www.praktischarzt.de/arzt/facharztrichtungen-medizinische-fachgebiete/
  4. In einer chirurgischen Fachrichtung klar. Es gibt aber auch viele nicht operierende Fächer (siehe oben).
  5. Kommt auf den Beschäftigungsort und die Klinik an, bei der man angestellt ist. Kleiner Überblick: https://www.praktischarzt.de/arzt/gehalt-arzt/
  6. Pauschal nicht zu beantworten. Kommt auf die Fachrichtung an (manche binden einen praktisch an die Tätigkeit in einer Klinik) und die persönlichen Vorlieben, Lebenspläne etc.
  7. Ebenfalls super individuell. Das Gute ist ja, das man mit dem Medizinstudium unzählige Möglichkeiten der beruflichen Tätigkeit hat, sogar fern vom Arztberuf, aber auch dieser bietet verschiedenste Möglichkeiten. Es ist relativ sinnlos hier jetzt exemplarisch etwas darzulegen. Kommt auch auf die persönlichen Präferenzen an, eher wissenschaftlich zu arbeiten oder ausschließlich als praktischer Arzt, etc. pp.
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Das Medizinstudium ist bei Weitem nicht so anspruchsvoll, wie sein Ruf erahnen lässt. Klar gibt es Phasen die sehr lernintensiv sind und auch eine Menge Sitzfleisch erfordern, aber das ist nicht dauerhaft so und mit nem guten Zeitmanagement gut zu meistern. Ich persönlich hab in den Semesterferien immer in mind. einem Nebenjob gearbeitert (teilweise auch während des Semesters) und hatte trotzdem noch ne ordentliche Freizeit mit Studentenpartys ;-)

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Im Humanmedizinstudium lernt man alle Fachbereiche kennen, eine Spezialisierung (z.B. Dermatologie) findet erst nach dem Studium im Rahmen der Facharztweiterbildung statt.

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Ich denke das Problem ist, dass es in den seltensten Fällen ohne einschlägige Praktika möglich ist, vor Aufnahme eines Studiums ein realistisches Bild von einem Beruf zu bekommen. Der Beruf des Mediziners selbst ist derart heterogen, dass es keinen Sinn macht, ein pauschales Bild der täglichen Arbeit zu schaffen. Aber ja, um eine Weiterbildungszeit im Krankenhaus kommt man (nach nicht zu vernachlässigen langer Studienzeit) meist nicht herum (manche Fachgebiete bieten auch die Möglichkeit einer Weiterbildungszeit in einer Praxis). Und ja, wenn einem das Gehalt an der Spitze der Tabelle wichtig ist, ist Medizin vielleicht ebenfalls nicht das Richtige. Ich muss jedoch sagen, dass das Gehalt auch nicht derart schlecht und unverhältnismäßig ist, wie man das ganz gerne darstellt, ich bin jedenfalls ganz zufrieden damit. Ist halt immer die Frage, mit welchen perversen Managergehältern man Vergleiche zieht. Familienplanung ist klar so ne Sache, aber irgendwie überall machbar. Und allein vor dem Hintergrund der zunehmenden Verweiblichung der Medizin (die man jetzt beurteilen kann wie man will), wird man in Zukunft nicht darum kommen, immer mehr Möglichkeiten für eine ausgeglichene Work-Life-Balance und zu schaffen und seinen AN die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu ermöglichen.

Und klar bietet die Medizin mannifaltige Möglichkeiten, anderen Tätigkeiten nachzugehen, als der unmittelbaren Patientenversorgung. Das ist ebenfalls ein Faktor, der das Studium m.M.n. so attraktiv macht, im Gegensatz z.B. zu Lehramt o.ä. Sei es in die Wirtschaft oder den Journalismus, es gibt diverse Möglichkeiten nach dem Medizinstudium zu arbeiten, ohne ärztlich tätig zu sein. Ich persönlich fände das zwar im höchsten Maße unbefriedigend, aber das ist ja eine ganz individuelle Angelegenheit.

Was deine Alternativstudiengänge anbelangt, sollten sich Leute äußern, die aus diesem Bereich kommen. Jura war vor langer Zeit auch mein Plan, wäre mir aber letztlich viel zu trocken und unbefriedigend gewesen, mal davon abgesehen (da Geld ja eine Rolle zu spielen scheint) dass du als durchschnittlicher Jurist, die es wie Sand am Meer gibt, echt auch nicht prickelnd verdienst.

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Würzburg ist toll <3

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Nein, MRT ist zur Darstellung von knöchernen Strukturen nicht die richtige Wahl. Man würde eher ein CT machen. Ist aber wg der Strahlenbelastung fraglich, wenn der Röntgenbefund unauffällig war. 

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Arroganz gibt es in allen Gruppierungen, unter Juristen wie Medizinern, unter Lehrern oder Unstudierten. Man wird nicht durch ein Studium arrogant, das ist eine in der Persönlichkeit verankerte Eigenschaft, die natürlich durch ein Hochschulstudium noch mehr getriggert werden kann. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Mediziner sind (wie alle Gruppierungen) eine sehr heterogene Masse von Leuten. Ich habe unzählige herzensgute und unabgehobene Menschen während meines Studiums kennen gelernt. Aber natürlich auch den klassischen "Mein-Dad-ist-Chefarzt-daundda" Schnösel. Pauschalisieren ist nie vernünftig. 

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Ich muss mich dem Großteil der hier vertretenen Meinungen anschließen. Das Medizinstudium erfordert sicherlich Fleiß, insbesondere in den Prüfungs- und Examinaphasen. Und gerade, wenn man neben dem Studium noch Jobben muss, um über die Runden zu kommen, benötigt man ein gutes Zeitmanagement. Aber man muss sicherlich kein Hochbegabter sein, um dieses Studium erfolgreich zu absolvieren. Der NC ist einfach nur ein Ausdruck mangelnder Alternativen, eine geringe Anzahl an Plätzen auf sehr viele Bewerber zu verteilen, zumindest Alternativen die bezahlbar und bezüglich des Aufwands machbar wären. Dass die Abiturnote mit dem Grad an Geeignetsein für den Medizinerberuf korreliert, halte ich nämlich auch für ein Gerücht. Gerade vor dem Hintergrund, dass manche mit LK´s wie Kunst oder Sport ins Rennen ziehen, hinzukommend die Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. Ein gutes Abitur ist allenfalls ebenfalls ein Ausdruck von Fleiß, so war das damals auch bei mir. Ich hatte in der Berufoberschule irgendwann das Medizinstudium als Ziel vor Augen - mit dem Bewusstsein, dass ich mit einem durchschnittlichen Abitur eine Wartezeit vor mir hätte, die ich vermutlich allein aus finanziellen und Lebensplanungsgründen nicht hätte meistern können. Deshalb hab ich in den entscheidenden Monaten einfach alles auf die Schule fokussiert, mit Erfolg. Und ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht zu irgendeiner Gruppe von Hochbegabten gehöre ;-) Trotzdem habe ich das darauf folgende Studium, allein schon aus Interesse, gut gemeistert. Deine aufgestellte These muss ich also in Frage stellen. 

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Wenn man auf das Assistieren bei Operationen nicht so scharf ist, gibt es im gewissen Rahmen Möglichkeiten, diese Zeit möglichst gering zu halten. Ganz drum herum wird man aber nicht kommen, da es im PJ ein chirurgisches Tertial gibt, und man da sind gewisse Präsenzzeiten im OP kaum zu vermeiden. Macht aber m. E. n. auch Sinn, selbst wenn für einen ein nicht operatives Fach bereits fest steht. 

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