Ist es wirklich normal, dass man dann und wann völlig neben sich zu stehen scheint?

Das ist keine Spassfrage, sie muss nicht gemeldet werden.

In letzter Zeit habe ich manchmal das Gefühl, völlig neben mir zu stehen.

Es ist so, dass ich im Alltag oft Dinge tue, ohne darüber nachzudenken. Ich laufe rein psychisch neben mir her, merke nur gedämpft, was ich gerade so mache, als wenn ich eine Maschine wäre, ein Roboter.

Wenn ich lerne geht es mir so, wenn ich in der Mensa esse geht es mir so, selbst wenn ich ins Schwimmbad gehe geht es mir so.

Ich weiß, dass es schwer nachzuvollziehen ist und der Gedanke kommen könnte, ich hätte illegale Substanzen konsumiert. Das ist aber sicher nicht so.

Heute früh war ich zu Nachbehandlung und Besprechung bei meinem Neurologen. Da er auch Psychiater ist, habe ich ihn gefragt. Er meinte, alles normal, wir hätten alle mal nervliche Überlastungen.

Also er meint, es wäre nichts, wo er denkt: "Oh, der Herr F. braucht aber jetzt grössere psychiatrische Hilfe.

Da es mich abends nicht zur Ruhe kommen lässt, hat er mir jetzt ein Päckchen Opipram verschrieben, die ich mal bis zum nächsten Termin im Oktober zum Einschlafen nehmen sollte.n

Aber hat er da recht?

Ich finde es beängstigend.

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Gibt es eine Möglichkeit, einen Bauchspeicheldrüsenkrebs als Außenstehender zu erkennen (bzw. die Auswirkungen)?

Ich war jetzt drei Jahre für meine Großtante (95 geworden) als gesetzlicher Betreuer eingesetzt.

Davon hat sie das letzte Jahr im Altenheim verbracht, nachdem sie in ihrem Haus zuletzt immer niedergeschlagener war und die Demenz sich zunehmend verschlimmert hatte, ist sie im Alteneheim in den ersten Monaten noch einmal richtig aufgeblüht, hat sich über jeden Besuch gefreut und auch an allen möglichen Aktivitäten teilgenommen (die ihr zugesagt haben). Auch der Appetit war auf einmal wieder da. Allgemein hat sie sich nie über irgendetwas beschwert auch die Pfleger haben sie immer als pflegeleicht und freundlich beschrieben.

Alles hat sich in den letzten Wochen gewandelt. Mitte August hatte ich Geburtstag und habe da mit ihr, meinem Vater, Onkel und Tante meinen Geburtstag gefeiert. Aufgefallen ist uns, dass ihr gleich danach fürchterlich übel wurde und sich heftig erbrochen hat. Als sich das in den Tagen darauf wiederholt hat, hat das Heim ihren Hausarzt geholt, der sie dann sicherheitshalber ins Krankenhaus überwiesen hat. Dort wurde dann ein Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium festgestellt, der aber laut behandelnendem Arzt schwer zu erkennen ist. Jedenfalls hat er dann ehrlich gesagt, dass wir in dem Zustand keine Therapie mehr beginnen sollten, da sie ja auch ein hohes Alter hatte. Es wären für sie nur unnötige Qualen. In Absprache mit meinem Vater und meinem Onkel haben wir uns dann gegen eine Therapie entschlossen, also lediglich für eine palliativmedizinische Betreuung im Heim.

In den letzten Lebenswochen bzw. -tagen hat sie dann natürlich zunehmend geistig und körperlich abgenommen. Man hat aber immer wieder einen Lebenswillen gemerkt - es war so ein Spagat mit Aussagen wie "Ich kann nicht mehr." und "Ich will nicht sterben.".

Mir hat das Ganze mehr zugesetzt als ich dachte. Da ich letzte Woche eine schwierige Klausur in der Uni geschrieben hätte und ich in der Woche unter heftiger Übelkeit litt, hat sich mein Hausarzt nach Auslösern erkundigt. Als ich ihm davon erzählt habe, meinte er, ein Laie könnte einen Bauchspeicheldrüsenkrebs auch ganz schwer bis gar nicht erkennen und ich sollte mir bloss keine Vorwürfe machen.

Jedenfalls meinte er, im Nachinein wäre die unmittelbare Übelkeit nach dem Essen ein ganz klassiches Symptom, aber Übelkeit könnte halt vieles bedeutenund dass ich da nicht auf auf Krebs getippt hätte, wäre ganz normal.

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