Andere Antwort

Verlieren ärgert mich mittlerweile nur noch wenig. Ich habe am Wochenende eine wilde Partie gegen einen taktisch guten Gegner verloren. Ich hatte mit Absicht eine schlechte Eröffnung gewählt, die ich sonst nur blitze und er hat gut, aber nicht perfekt gegengespielt. Im 41. habe ich schnell den Sicherheitszug gemacht und das Remis weggeworfen. Leicht ärgerlich, aber mehr auch nicht. Hinterher haben wir die Stellungen ausgiebig zusammen analysiert.
Gegen Programme spiele ich nicht. Nicht aus Prinzip nicht, sondern weil mir das derbe Hauen und Stechen gegen Menschen besser gefällt. Gegen einen Comp, der im Bruchteil von Sekunden 7 oder noch mehr Züge rechnet, macht das Spielen keinen Sinn, wenn man dann nicht versteht, warum man verloren hat.
Früher habe ich aber Stellungen, bei denen ich die Einsicht von Fritz nicht teilte, zu Ende gespielt und das hat was gebracht.

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Mein Bullet schwankt zwischen 1950 und 2000. Beim Blitz bin ich über 2300.
Ich bekomme beim Bullet immer wieder stärkere Gegner, beim Blitz sind meisten schwächer, da es so viele über 2300 nicht gibt.
Bei der langen Distanz gibt es häufig leicht schwächere, aber 10 Minuten spiele ich noch nicht so lange.

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Am liebsten würde ich mich auflösen, meinetwegen chemisch. Ich fürchte nur, wenn es so weit kommt, dass ich das wirklich will, werde ich schon zu schwach sein, um es zu tun.

Nichts soll von mir übrig bleiben.
Das Schlimmste wäre, lebendig begraben zu werden.

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Taktisch

Beim Blitzen oder Bullet kloppe ich drauf, was das Zeugs hält.
in der Turnierpartie bereite ich - wenn der Gegner es zulässt - einen Druck auf, der stetig zunimmt.
Am Größten ist das Gefühl, wenn ich merke, dass ich entscheidenden Königsangriff habe und die Stellung opferreif wird.
Ich kann aber auch ganz Lavieren und Endspiele.
Bittere Erfahrung hat gezeigt, dass das Vermeiden dieser Positionen zugunsten halbseidener Angriffe schief geht.

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Du erzählst uns, was du machst, aber nicht, wie du es machst.

Ich kann nicht ersehen, welche Erkentnisse du aus dem Nachspielen von Partien ziehst.
Untersuchst du Stellungen auch auf alternative Fortsetzungen und wie es weitergeht?
Taktikaufgaben sind was Gutes. Aber ebenso wichtig, ist das Erkennen, ob taktische Lösungen sich in Stellungen aus der Praxi anbieten.
Da gibt es kein Lehrbuch, das dir sagt: "Weiß zieht und gewinnt."

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Partien von guten Spielern nachspielen. Sich insbesondere die Ideen angucken, die naheliegend erscheinen, die sie aber verworfen haben.

Ich war am stärksten, wenn ich alles gesehen habe, nicht unbedingt, wenn ich besonders tief gerechnet habe. Das Kennen von Endspielen führt insbesondere dazu, dass man sich auf diese Endspiele einlassen kann. Ein Großmeister Ralf Lau war z.B. nicht in der Lage, mit Läufer und Springer den König mattzusetzen.
Peinlich, wenn der Gegner es sich zeigen lässt und man es nicht kann.

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Was soll diese Frage? Dies ist kein Endspiel und taktische Verwicklungen herrschen.

Schwarz steht vor der Frage, ob nach Lh7 L:g4 den Bauern sofort abgibt oder lieber später nach g:h3 S:f5 e:f5 g:h3 bald den Bauern f5.

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Capablanca war dafür berühmt, bei seinen Turnieren eine bestimmte Eröffnung mitzubringen.
Du hast ja leider nicht mitgeteilt, was für eine Turnier das ist. Eine Bezirksmeisterschaft, ein Open?
Kennst du die Spieler und ihre Spielweise?

Wenn ja, würde ich gegen diese Spieler was vorbereiten.

Wenn nein, würde ich Taktikaufgaben lösen oder Endspiele gegen den Computer spielen.
Beides stärkt die Vorstellungskraft, die nach Einstein wichtiger ist als Logik.

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Läufer

Das Läuferpaar in einer offenen Stellung ist eine Macht. Ich habe zwei Endspiele mit dem Läuferpaar gegen Läufer und Springer bei Bauern a-c und g-h auf beiden Seiten gewonnen. War sehr instruktiv, wie der gegnerische König aus dem Zentrum vertrieben wurde.
Dann gibt es noch die wunderschöne Partie Rotlewi-Rubinstein, in welcher das Läuferpaar wütet.

Der Springer hat auch seine Meriten, insbesondere wenn er sich auf ein unvertreibbares Zentralfeld setzt, während der gegnerische Läufer durch seine Bauern eingeschränkt ist.

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Hauptsache, sie verlieren nicht. MIttlerweile ist der Abbruch in der Verluststellung - anstelle der Aufgabe - eher selten. Vielleicht liegt das auch an der Spielstärke. :).

Die Leutchen nehmen das Spiel ernster, für einige Schwächere ist das nur eine Art Chat.

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Spiel einfach. Immer wieder neue Partien. Die große Nervosität wird sich durch schlichte Übung legen. Das passiert, nachdem man bestimmte Erfahrungen mehrfach gemacht hat und sie allmählich emotional verarbeitet.

Für das erste Mal weiß ich keinen sinnvollen Rat.
Da muss man eben durch! :)

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Im echten Schach, also im "echten", funktioniert die "pawn promotion", also wir reden jetzt nicht über die profane Bauernumwandlung, so, dass der Bauer, nein, eigentlich müsste er "pawn" heißen, nach dem berühmten Indianerstamm der Pawnees, sich von der siebten Reihe - wir reden immer noch über das echte Schach, nicht über sein Surrogat, du weißt schon, auf die achte Reihe umwandelt, nein falsch, sich "promotet", indem er zu einer weiteren Figur, also einem Springer, Läufer, Turm oder Dame umwandelt. Eine Umwandlung in einen zweiten König habe ich noch nicht probiert, wäre ganz lustig, ein Doppelschach kennen wir alle, aber gibt es auch ein Doppelmatt?
Materiell also plastisch funktioniert es, indem man sich flott an einen anderen Figurensatz heranschleicht und von dort die fehlenden Figuren stibitzt.

Aber lass dich nicht erwischen!

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Ich kann kaum was erkennen. Außerdem benutzt du einen etwas schrulligen Figurensatz. Ist das eine Dame auf B1 oder ein Läufer?
Die Figuren sind außerdem nicht auf den richtigen Koordinaten aufgebaut, also nicht Weiß auf A1-H1 und Schwarz auf A8 bis H8, was für das Spielen völlig egal ist, fürs Nachspielen und für Zuschauer wie uns das Identifizieren nochmal erschwert.
Der Weiße scheint eine kurze Rochade auf seiner langen Seite ausgeführt zu haben oder er hat lang rochiert und dann Kc1-b1 und Td1-c1 gespielt zu haben. Die Dame steht auf dem Ausgangsfeld des Königs, was möglich ist, etwa Dd1-d2 und dann De1. Wahrscheinlich ist eher, dass ihr die Grundstellung falsch aufgebaut habt.

Das ist alles sehr irritierend, so dass bei einer Einschätzung von mir grober Unsinn möglich ist, weil ich etwas nicht oder falsch sehe.

Ganz allgemein gesprochen:
Spiel die Partei alleine und schmück dich nicht mit fremden Federn.

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Ich glaube nicht, dass du knapp verloren hast, denn als Anfängerin kannst du das kaum beurteilen. Du fühlst dich besseren Spielern überlegen, weil du glaubst, was gesehen zu haben, was sie nicht sahen. Du weißt ja nicht mal, ob diese Spieler nicht viel weiter gerechnet haben. Was wohl auch der Fall sein wird. Ich vermute, genau dieser deiner Hochmut hat deinen Freund zu seiner Aussage veranlasst.

Er wollte dich im wahrsten Sinn des Wortes auf deinen Platz setzen.
So übermäßig beleidigend finde ich seine Aussage nicht, schon weil sie wahr ist. Ich vermute, dass er es schon mehrfach mit sachteren Mitteln bei dir versucht hat. Am Ende blieb nur der Wink mit dem Zaunpfahl.
Es ist natürlich nicht übermäßig schön, gesagt zu bekommen, dass man bestimmte Bereiche nicht kann. Aber jeder hat diese Bereiche.
Du auch, wenn du einsichtsfähig wärest.

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Net peinlich

Was soll daran peinlich sein?

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Komplizierter wird es, wenn jemand schlafwandelt, dabei ein rumliegendes Handy mitnimmt. Wach, will er sich nicht bloßstellen, das Handy aber auch nicht wegwerfen, sondern er verkauft es.
Hat der Käufer es gutgläubig erworben?

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Du hast keinen Schreibplan. Du schreibst nicht auf etwas zu, sondern drauflos.

Es ist so schwierig, aber es geht kein Weg daran vorbei:
Wie heißt die grundlegende Auseinandersetzung?
Wie ist zumindest dein Pro drauf, welche Stimmung schleppt er durch die Geschichte.
Lass ihn bloß nicht gefühlneutral an die Sache rangehen.
Was kommt bei der Auseinandersetzung raus?
Wie ist die Stimmung der Beteiligten?
Welche grundsätzlichen Fragen schweben in der Geschichte und werden erst später aufgelöst?
Welche Erwartungen haben Figuren und Leser?

Mir ging das wie dir, die Geschichte plätscherte belanglos in der Gegenwart, mir fiel nie was ein. Das Problem für uns beide ist, sich aus alten Mustern zu lösen.

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