Haftet ein Eigentümer, durch den sich eine Sanierung verzögert, der WEG gegenüber für u.U. gestiegene Kosten?

In unserer aus 9 Parteien bestehenden WEG gab es Ende 2020 einen Beschluss zu einer größeren Sanierung (Fassadendämmung, neue Fenster, Stand-Balkone statt gemauerten Wärmebrücken). Der Beschluss wurde nicht angefochten, ist also gültig.

Zum vereinbarten Stichtag verweigerte nun 1 Eigentümer die Zahlung der Sonderumlage. Die Hausverwaltung will die Arbeiten jedoch erst beauftragen, wenn alle Zahlungen eingegangen sind - da man bezüglich einem nun erst klagen muss, verzögert sich die Sache weiter.

Die div. Unternehmen haben - völlig zurecht - bereits mitgeteilt, dass die seit über 2 Jahren bestehenden Angebote nicht mehr gültig sind, wenn nicht diesen Sommer Baustart ist. Außerdem sind später keine Termine mehr frei. Hinzu kommen ohnehin gestiegene Preise und man wird sich u.U. andere Firmen suchen müssen, die dann noch Zeit und Lust haben, ein bezahlbares Angebot für diese WEG zu erstellen und auch noch Kapazitäten zur Ausführung haben. 2 weitere Eigentümer hätten die Maßnahme finanziell grade noch so mittragen können - wird es enorm teurer, dann nicht mehr :-(

Dass der Eigentümer zur Zahlung der Sonderumlage verpflichtet ist, sei lt. Rechtsanwalt der HV klar. Die Frage ist nur, ob der dann auch die "dank Verzögerung" höheren Kosten der Gesamtmaßnahme zahlen müsste, die ja noch nicht beziffert sind.

Ich vermute, er muss nur die Sonderumlage zahlen, weil man ja die Arbeiten hätte beauftragen können und dann nur "seinen Anteil" hätte einklagen müssen- liege ich mit dieser Vermutung richtig und es wäre sinnvoll, auch ohne seine Zahlung die Bauarbeiten zu starten?

Hatte jemand schon einen ähnlichen Fall und könnte mir sagen, wie das ausging?

Recht, Sanierung, Eigentümergemeinschaft
Wie kann eine Apotheke bei Ausstellung des digitalen Impfzertifikates feststellen, ob ein Impfpass echt oder gefälscht ist?

Der digitale Impfpass sollte ja den Sinn der Fälschungssicherheit haben.

Wenn dies nun die Arztpraxis oder das Impfzentrum ausstellt, kann ganz einfach festgestellt werden, ob und wann die Person tatsächlich geimpft wurde. Das wäre also durchaus als fälschungssicher zu betrachten.

Wie soll das aber eine Apotheke prüfen können ? Die gelben Hefte sind blanko im Internet bestellbar. Ein Fälscher könnte also seinen Namen vorne und die "gut" gescannten Impfbestätigungen innen eintragen und so zusammen mit seinem Ausweis die beiden QR-Codes für das digitale Zertifikat erhalten - oder nicht ?

Offenbar ist das Rechenzentrum des RKI eingebunden - aber wie genau ?
Besteht die Fälschungssicherheit dann evtl. darin, dass dorthin gemeldet wird, wer wann ein solches Zertifikat erhalten hat und es auffallen würde, wenn die gleiche Person nochmal eines anfordert?

Das würde aber den Meldungen widersprechen, dass es keinerlei zentrale Speicherung gibt. Gäbe es die, bräuchte man doch die Einzelnachweise gar nicht - dann könnte doch mit Ausweisvorlage direkt bei der dortigen Datenbank abgefragt werden, ob jemand nun vollständig geimpft ist oder nicht ?
Wie soll also das RKI im Gegenzug bestätigen können, dass Person X tatsächlich am Tag 1+2 geimpft wurde, die Daten bzw. der Impfpass also echt ist ?

Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird die Frage der Fälschungssicherheit wie folgt bzw. genau genommen gar nicht beantwortet:

Wie wird dabei sichergestellt, dass die Informationen aus dem gelben Impfheft echt und nicht gefälscht sind?

Bei der Prüfung der analogen Impfpässe ist besondere Aufmerksamkeit geboten ist. Das gilt sowohl dann, wenn der analoge Impfpass genutzt wird, um z. B. Geschäfte zu betreten. Und es gilt auch dann, wenn die Informationen von dem analogen in einen digitalen Impfpass übertragen werden. Die Fälschung von Impfpässen ist strafbewehrt. Das gilt für analoge wie für digitale Impfdokumente.

Quelle:https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html

Recht, Fälschung, Apotheke
Haftet eine Hausverwaltung für Kosten, die vermeidbar gewesen wären?

Ich bin im Verwaltungsbeirat einer 9-Eigentümergemeinschaft und hätte gerne einen Rat, was in folgendem Fall zu tun ist/sinnvoll wäre:

Muss eine Eigentümergemeinschaft für folgende (Mehr-)Kosten aufkommen ?

1.) HV bemerkte vor Abstimmung nicht, dass das Handwerkerangebot nur Schätzpreise enthielt.

Zudem handelte es sich bei der genannten, von den Eigentümern bestätigten mündlich genannten Angebotssumme um einen Nettobetrag.
Im Protokoll ist genau dieser Betrag genannt, ohne den Zusatz netto oder circa, weswegen für private Verbraucher anzunehmen war, dass es sich um einen Festpreis inkl. MwSt handelt.
=> hätte in diesem Fall nun die HV die Mehrkosten zu tragen?

2.) HV beauftragt trotz Garantiefall eine andere Firma, wodurch Kosten entstanden.

Besagte Heizanlage ging knapp 6 Monate nach Inbetriebnahme auf Störung.
Da die einbauende Firma div. unterjubeln wollte (erst auf Nachhaken wurde zugegeben Gasströmungswächter "vergessen", falsche Zählerdimension montiert, Luft-u. Schlammabscheider berechnet aber nicht montiert, Abrechnung von Positionen für die es keine Auftragsunterschrift gab u.ä.) wollte die HV diese Firma nicht mehr im Haus haben zumal diese vor 1/2 Jahr gesagt habe, nicht mehr in diesem Objekt arbeiten zu wollen.

Die HV beauftragte daher, ohne wenigstens eine Anfrage an den Betrieb zu stellen, eine andere Firma, gegen die jedoch bezüglich der Anlage keine Garantie/Gewährleistungsansprüche bestehen. Wäre die eigentlich "zuständige" Firma angefragt worden und hätte abgelehnt diese Prüf/Instandsetzungs-Arbeiten auszuführen, hätte man vermutlich die Zahlung der Rechnung des Fremdbetriebes einfordern können. So jedoch wohl nicht, oder doch ?
Die HV hat also u.U. bewusst auf die Garantieansprüche der Gemeinschaft verzichtet - muss die Gemeinschaft nun trotzdem die Rechnung zahlen --- oder die Hausverwaltung ?
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Die HV hat für die Klärung, wer die Mehrkosten Angebot <-> Rechnung zu tragen habe, inzwischen einen RA eingeschaltet - der jedoch angeblich gerade keine Zeit habe, sich um die Sache zu kümmern.

Es kann aber ja auch nicht Sinn der Sache sein, dass ich z.B. auf meine Kosten selbst einen RA beauftrage (denn bei den anderen Eigentümern ist es enorm schwer, auf einen Nenner und zu Unterschriften zu kommen, schon gar nicht, wenn sie zusätzliche RA Kosten tragen müssten). Außerdem ist ja noch überhaupt nicht klar, um welche Summen es nun konkret geht, also welche zusätzlichen Ansprüche der Handwerksbetrieb gegen die WEG oder eben die HV geltend machen darf. Meiner Meinung nach nur basierend auf dem Beschlussangebot - dem Betrieb liegt keine Unterschrift für zusätzliches vor, auch in den Akten der HV sei nicht dazu notiert.

Ich würde mich daher auf einen hilfreichen Tipp freuen, wie Ihr in so einer verfahrenen Situation nun reagieren würdet :-)

Recht, Hausverwaltung, Beschluss, Gewährleistungsanspruch, Wirtschaft und Finanzen