Job oder Freundschaft?

Hallo allerseits,

vor einigen Wochen habe ich eine Initiativbewerbung an ein Unternehmen geschrieben. Dann ruft er mich eines Tages (vor kurzem) der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens an und bietet mir einen kleinen, aber (deutlich) ausbaufähigen Job in seinem Unternehmen an.

Irgendwie ist unser "Job-Telefonat" immer mehr in die private Richtung gerutscht. Ich meine, er ist auch nur ein Mensch (auch, wenn er sehr viel Geld hat - und ich pleite bin). Ich wusste während unseres Telefonats nicht wirklich, wer er ist. Ich hatte nur "Geschäftsführer" verstanden. Nun, er ist Unternehmer. Er ist eine Person des öffentlichen Lebens.... Ich nicht.

Wir hatten uns dann über Politik unterhalten, über Religion usw. Es war ein sehr schönes Gespräch. Das hat er mir auch schon gesagt, dass es für ihn genauso war.

Jedenfalls hat er mich dann zwei Tage später zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, welches umgehend stattfinden sollte. Das Gespräch fand auch statt. Wir sind sogar ein bisschen spazieren gegangen (Als Teil des Vorstellungsgesprächs?).

Ich würde gerne mit ihm weiterhin private Gespräche führen, aber das Jobangebot war schon gut. Was soll ich denn jetzt machen?

Wie gesagt wusste ich während unseres Telefonats gar nicht, wer er ist. Seine Familie ist wirklich reich.

Gerade ist er in den USA. Normalerweise schreibt man seinem Chef ja auf gar keinen Fall, wenn er Urlaub macht. Das ist ja selbstverständlich.

Ich Dussel habe ihm trotzdem geemailt. Er hat mir auch schon geantwortet. Ich weiß, dass ich so den Job bei ihm riskiere. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass man mit ihm reden kann und er echt nett ist.

Alles nicht so einfach.

Was würdet ihr in einer solchen Situation machen?

Arbeit, Freundschaft, Job, Freunde, Liebe und Beziehung, Ausbildung und Studium
Vorstellungsgespräch bei Unternehmer (CDU)?

Guten Morgen,

morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmer hier in der Region. Er ist auch CDU-Mitglied und engagiert sich aktiv bei seiner Partei.

Er sucht Unterstützung für sein persönliches Sekretariat / Assistenz.

Ich habe bereits ein langes Telefonat mit ihm geführt. Diesem Herrn scheint wichtig zu sein, dass man sich mit dem Unternehmen, in dem man arbeitet, identifiziert. Das finde ich an sich gut.

Nun ist es so, dass wir natürlich auch über meine letzten Arbeitsstellen gesprochen haben. Ich habe als letztes bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gearbeitet. Wenn ich überlege, in welcher Hinsicht ich mich mit der AWO identifiziert habe, fällt mir (z. B.) die Arbeiterbewegung ein, aus der die AWO entstanden ist.

Nun bin ich unsicher, ob es diesem CDUler gegenüber sinnvoll ist, die Arbeiterbewegung als letzte Identifikation zu nennen?

Ich will mir natürlich kein Eigentor schießen.

Persönlich wähle ich eher Grüne/SPD. Den Job bei ihm hätte ich trotzdem gerne.

Dieser CDUler setzt sich auch für den Klimaschutz ein und er fährt Fahrrad. Das heißt, er wirkt auf mich nicht so konservativ.

Mit der Arbeiterbewegung verbinde ich eben den Kampf / Einsatz für Mindestlöhne, Bildung und eine soziale Absicherung im Alter, bei Krankheit etc. Dies sind ja alles Punkte, die für uns Arbeitnehmer in Deutschland Gott sei Dank selbstverständlich (geworden) sind.

Was meint ihr? Soll ich die Erwähnung der Arbeiterbewegung lieber lassen?

Viele Grüße

Arbeit, Beruf, Wirtschaft, Politik, CDU, Soziales, SPD, Unternehmen, Vorstellungsgespräch, Ausbildung und Studium, Grünen bündnis 90, Soziales und Gesellschaft
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