Das muß auch versteuert werden.

1%Regel (immer für einen vollen Monat)

Für die Fahrten zur Arbeit (da man hier unter 15 Tagen im Monat liegt)

0,002% * km * Arbeitstage, mit denen man mit dem Wagen zur ersten Tätigkeitstäte fährt

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Gesetzlich ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Zeit des abgegoltenen Urlaubs, wenn der Arbeitslose wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsabgeltung erhalten oder zu beanspruchen hat (§ 157 Abs. 2 des Sozialgesetzbuches Drittes Buch - SGB III).

Der Ruhenszeitraum beginnt mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses.

Damit ist Folgendes gemeint:

Solange der Anspruch auf das Arbeitslosengeld ruht, wird dieses nicht gezahlt.

Der Zeitraum wird wie folgt berechnet:

Es wird ermittelt, bis wann das Arbeitsverhältnis hypothetisch gedauert hätte, wenn der Arbeitnehmer Urlaub unmittelbar nach dem Tag, an dem der Arbeitsvertrag sein Ende gefunden hat, in Anspruch genommen hätte.

Die Anspruchstage auf ALG-1 gehen aber nicht verloren - sie beginnen nur später zu laufen.

Daher sollte der Urlaub noch vor dem tatsächlichen Ende des Arbeitsverhältnisses genommen werden. Das sollte mit dem ArbG so vereinbart werden - er muß dann eben das Gehalt für die Tage zahlen - ansonsten müsste er ja auch das Urlaubsentgelt auszahlen.

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Hier handelt es sich um eine Ausgleichsklausel.

So, wie sie hier formuliert ist, verzichtest Du auf jegliche noch zustehende (Gehalts-)Zahlung.

Vermutlich ist die Klausel aber unwirksam (unangemessene Benachteiligung) - aber sicherheitshalber solltest Du das so nicht unterschreiben.

Man kann z. B. eine solche Klausel verwenden, wenn man sich auf eine pauschale Abschlußzahlung oder auf eine Abfindung einigt:

"Mit der Zahlung von x € sind alle Gehaltsansprüche aus dem Arbeitsverhältnis (inkl. Urlaubsabgeltung- oder Überstundenentgelte) abgegolten."

Wenn das Gehalt aber noch bezahlt werden soll (ggf. inkl. Urlaubs- und Überstundenabgeltung), dann müsste das dann auch so entsprechend formuliert werden.

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Man muß unterscheiden:

Abrechnungsfrist = 12 Monate

Verjährungsfrist = 3 Jahre

Wenn damals nicht bis 31.12.2016 abgerechnet wurde, dann können keine Forderungen mehr gestellt werden.

Sollte die NK-Abrechnung aber fristgemäß abgerechnet worden sein, dann kann die Zahlung bis zum 31.12.2018 noch eingefordert werden - daher ist das jetzt noch fristgerecht erfolgt.

Du schreibst, daß Du keine Nebenkostenabrechnung bekommen hast - den Zugang muß der Vermieter beweisen - das kann er nicht immer...

Ggf. hatte er aber Deine neue Adresse nicht und konnte die Abrechnung erst jetzt zustellen; einen Zettel in der alten Wohung hinterlegen, dürfte hier nicht ausreichen - wenn Du ihm aber schriftlich oder per Mail/FAX die neue Adresse mitgeteilt hast, dann kannst Du das ja ggf. glaubhaft nachweisen...

Du kannst ja erst einmal der Forderung schriftlich widersprechen indem Du auf die verspätete Abrechungsfrist hinweist und abwarten, wie der Vermieter reagiert.

In diesem Fall würde ich den Brief aus Sicherheits- und Beweisgründen per Gerichtsvollzieher zustellen lassen (Kosten ca. 10 € - 15 €)

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siehe "siola55".

Noch Ergänzung:

Und macht das überhaupt ein Arbeitgeber mit? Ich mein... die bleiben ja nicht ohne Grund unter der Grenze. So müssten sie trotzdem bezahlen.

Grundsätzlich: Ja

denn die Sozialabgaben des ArbG bei voller Sozialversicherungspflicht betragen ca. 20% und bei Minijobs ca. 30%.

Minijobs sind für den ArbG teuerer als sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.

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Bus- und Lkw-Fahrer haben i. d. R. keine erste Tätigkeitsstätte. Sollen sie jedoch auf Weisung des Arbeitgebers arbeitstäglich einen vom ihm festgelegten Ort aufsuchen, um dort ihre Fahrzeuge zu übernehmen, werden die Fahrten dorthin hinsichtlich der Fahrtkosten genauso behandelt wie bei Arbeitnehmern mit erster Tätigkeitsstätte:

Fahrten zum Sammelpunkt/Treffpunkt

"Hat ein Arbeitnehmer keine erste Tätigkeitsstätte (§ 9 Abs. 4 EStG) und hat er nach dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie Absprachen bzw. Weisungen zur Aufnahme seiner beruflichen Tätigkeit dauerhaft denselben Ort typischerweise arbeitstäglich aufzusuchen oder sich dort einzufinden, werden die Fahrten dahin wie Fahrten zu einer ersten Tätigkeitsstätte behandelt; für diese Fahrten gilt nur die Entfernungspauschale (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 3 EStG)."

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Das ist in den Ländern unterschiedlich - in den USA wird darüber gesprochen...

In Deutschland betrachtet man u. a. Gehälter als vertrauliche Dienst- bzw. Vertragsangelegenheiten - Unternehmen möchten i. d. R. nicht, daß die Gehälter publik werden (die Konkurrenz könnte dann ggf. Rückschlüsse auf die Preiskalkulation gewinnen) - man möchte auch keine Unruhe in den Firmen haben.

Und im Privaten sind die Deutschen allgemein in finanziellen Angelegenheiten eher verschwiegener als z. B. die Amerikaner - man zeigt seinen Verdienststatus mehr indirekt durch Kleidung, Auto, Reisen, Wohnungseinrichtung etc.

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Du solltest die Abrechnung erst einmal überprüfen (z. B. was sich im Vergleich zum Vorjahr geändert hat) oder überprüfen lassen. Du kannst Dir auch Rechnungen vorlegen lassen.

Häufige Ursachen für hohe Nachzahlungen:

Sind auch die tatsächlich gezahlten Vorauszahlungen abgezogen worden?

Sind nicht vermietete Wohungen im Haus? (diese Kosten dürfen nicht auf die anderen Mieter umgelegt werden - oft an der qm-zahl festzustellen)

Sind neue Betriebskosten hinzugekommen?

Sind Reparaturen/Verwaltungskosten abgerechnet worden?

Ggf. kannst Du die Abrechnung hochladen (am besten mit der Abrechnung vom Vorjahr) - dann kann man das in Augenschein nehmen.

Man darf nicht vergessen, daß der Winter 2017/2018 ziemlich lange sehr kalt war - daher können die Heizkosten gestiegen sein.

Das Jobcenter übernimmt die Nachzahlung, sofern sie angemessen ist; wenn zusätzliche Positionen abgerechnet wurden, die vorher nicht da waren, aber zulässig wären, Preise gestiegen sind und auch die Heizkosten/Wasser nicht durch Verschwendung in die Höhe gegangen sind, dann dürfte das angemessen sein.

Es kann auch daran liegen, daß die Vorauszahlungen viel zu niedrig festgelegt wurden (z. B. nach einem Einzug).

Das Jobcenter wird die NK-Abrechnung auch noch genau prüfen.

Mit der Zahlung kann man sich bis zu 4 Wochen Zeit lassen, damit man die Abrechnung überprüfen kann.

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"2 Jahre" Bearbeitungszeit ist absurd - es sind nun 5 Monate vergangen - Du solltest erneut (höflich) auf unverzügliche Bearbeitung drängen - ggf. solltest Du Dich auch an den Dienststellenleiter wenden - nach Ablauf von 3 Monaten (die sind weit überschritten) könntest Du auch eine offizielle Untätigkeitsbeschwerde einreichen.

Nach Ablauf von 6 Monaten könntest Du auch Untätigkeitsklage einreichen.

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Es handelt sich hier um ein Rechtsgeschäft zwischen 2 Kaufleuten - beide Unternehmen sind Kaufmann per Rechtsform und/oder aufgrund des Betreibens eines Handelsgewerbes.

Hier ist Schweigen als Zustimmung zu werten, denn es handelt sich um ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben.

Das gilt auch, wenn ein Mitarbeiter (hier:Azubi) für den Kaufmann nach außen auftritt.

Selbst wenn der Azubi nicht bevollmächtigt wäre, das zu bestellen, würde der Vertrag zustande kommen.

Schweigen ist auch unter Nichtkaufleuten unter gewissen Umständen als Zustimmung zu werten. Insbesonders zwischen Unternehmen, wenn das der allgemeinen Verkehrssitte entspricht.

Nur zwischen Unternehmen und Verbraucher kann die Erklärung nicht durch Schweigen erfolgen - hier würde eine geänderte Bestätigung einer Kaufanfrage als neues Angebot gelten, das der ausdrücklichen Zustimmung des Verbauchers bedarf.

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Wenn es keinen Vertrag gibt, dann brauchst Du auch nicht zahlen - das läßt sich ja mit dem Anbieter klären...

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Rückzahlungsklauseln müssen vertraglich vereinbart sein - ansonsten kann nichts zurückgefordert werden. Bei den Rückzahlungsklauseln müssen aber gewisse Einschränkungen beachtet werden.

Hier allgemeine Infos:

https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2012/11/14/ruckzahlung-von-ausbildungskosten-und-fortbildungskosten-beim-abbruch-der-ausbildung-bzw-bei-kundigung/

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Lohnfortzahlung im Krankheitsfall muß geleitet werden, auch wenn an dem Tag Schule gewesen wäre; Grundsätzlich hättest Du eine Arbeitspflicht, von der Du aber zum Besuch der Schule freigestellt wirst - daher muß auch die Schulzeit vergütet werden und es greift die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, weil die Schulzeit Arbeitszeit ist - Voraussetzung ist, das eine AU vorlag oder man 3 Arbeitstage ohne AU abwesend sein kann. (§§ 3 und 5 EntgFG - Entgeltfortzahlungsgesetz).

Die Ausbildungsvergütung wird ja nicht nach Stunden berechnet, sodaß sie in gleicher Höhe für den Monat gezahlt werden muß, als wenn Du nicht krank gewesen wärst.

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Das, was in 2017 an Kirchensteuer 2016 erstattet wurde, mindert den Sonderausgabenabzug 2017.

Ansonsten sind Deine Angaben unklar - 1.500 € letztes Jahr zurückbekommen (ESt 2016???) - 20 € nachzahlen (ESt 2017???) - oder alles KiSt ???

Am besten komplette Bescheide 2016 + 2017 anonymisiert hochladen...

Beispiel:

KiSt-Erstattung für 2016 in 2017 = 500 €

KiSt gezahlt in 2017 = 400 €

= 100 € mehr zu versteuern

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Handelsrechtliche, ertragssteuerrechtliche und umsatzsteuerrechtliche Folgen einer Umwandlung in eine GmbH sind nicht identisch.

Umsatzsteuer

Die übernehmende GmbH tritt auf Grund der (partiellen) Gesamtrechtsnachfolge in die Rechtsstellung des übertragenden Einzelunternehmens.

Umsatzsteuerrechtlich entsteht daher kein neues Unternehmen.

Die Umsatzsteuervoranmeldungen sind weiter wie bisher abzugeben. Die Sondervorauszahlung ist im Dezember zu berücksichtigen.

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Jemand, der nicht an den Gott der Religion X glaubt, ist vom Standpunkt der Religion X grundsätzlich immer "ungläubig".

Damit drückt man aus, daß ein Anderer an den Gott X nicht glaubt, aber man läßt offen, daß der Andere auch an einen anderen Gott glauben kann --> der Begriff drückt Toleranz für andere Religionen aus

"Andersgläubig" könnte dem ersten Anschein nach ein euphemistischer Begriff für ungläubig sein (man drückt das heutzutage eben "politisch korrekt" aus) - so wird er vielleicht auch von einigen Unbedarften, Romantikern oder Naivlingen verwendet.

Aber wenn Religionen (oder religiöse Vertreter) einen solchen Begriff verwenden, steckt meist mehr dahinter:

Man verwendet den Begriff "andersgläubig" gezielt, um klar zu stellen, daß es nur DEN EINEN Gott gibt, an dem man bei der Religion X glaubt, aber die anderen an den selben Gott glauben, nur eben mit anderen Ritualen und Vorschriften (...nur, daß das die anderen Religionen noch nicht wissen oder nicht einsehen wollen) --> der Begriff ist intolerant gegenüber anderen Religionen.

Mit dem Begriff "andersgläubig" untermauert man im Grunde das Alleinstellungsmerkmal des Gottes der Religion X und bezieht andere Religionen einfach mit ein, ohne die Betroffenen zu fragen und spricht ihnen die Existenz eines eigenen Gottes ab.

"Andersgläubig" ist also ein Begriff mit "Hintersinn" und "Sprengwirkung".

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Staatliche Organe hören Telefonate ab, das Internet wird überwacht und Mails werden gelesen - das alles natürlich nicht von Menschen sondern von Maschinen...

Warum sollten nicht auch Briefe kontrolliert werden? - das macht man schon Jahrhunderte...

Alter Grundsatz: "Was machbar ist, wird auch gemacht."

Z. B. wird jeder Kontakt eines Smartphones/Handys mit einem Sendemast (also permanent) durch eine entsprechende Software mit einer Datenbank beim BKA abgeglichen, ob es dort registriert ist - das BVerfG hat das als zulässig angesehen - hier lassen sich ggf. Bewegungsprofile jedes Geräteinhabers erstellen - auch wenn es eigentlich gesetzlich nicht erlaubt ist - aber läßt man sich durch [altmodische] Gesetze denn ernsthaft davon abhalten?

Die Erfahrung zeigt, daß dem deutschen Staat leider nicht mehr zu trauen ist, daß er sich an die Gesetze hält...

Kontrolle zu haben und Informationen zu bekommen, ist die wichtigste Aufgabe des Staates der Zukunft - da läßt sich der Staat auch nicht durch Gesetze daran hindern - ggf. paßt er die Gesetze an (möglichst unauffällig - Stichwort: Terrorismusabwehr)...

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Auch ein Minderjähriger haftet grundsätzlich für verursachte Schäden selbst (Ausnahme kann z. B. sein, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde).

"Eltern haften für ihre Kinder" ist weitgehender Unsinn.

Es ist nur so, daß die Eltern oft freiwillig die Schäden zahlen, die ihr Kind verursacht, damit es nicht ggf. schon mit Schulden in das Erwerbsleben einsteigt.

Da das Kind aber zur Zeit kein Einkommen hat, wird man warten, bis es Geld verdient und dann wird ggf. gepfändet, wenn man keine einvernehmliche Regelung zur Bezahlung der Schäden erzielt.

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Geldwerter Vorteil:

302,66 * 12 = 3.632 € werden zunächst versteuert

Entfernungspauschale Einkommensteuererklärung (Annahme 5-Tage-Woche)

230 AT * 53 * 0,3 = 3.657 €

Hiermit wird die Besteuerung praktisch neutralisiert.

Das ist natürlich günstiger, da Du ja ansonsten alleine schon den Sprit für das eigene Fahrzeug zahlen müsstest...

Du gehst praktisch steuerlich +/- Null raus...

Der ArbG könnte die Entfernungspauschale auch bis zur Höhe des geldwerten Vorteils in den einzelnen Monaten bei der 0,03%-Regel abziehen - dann wäre erst gar nichts zu versteuern.

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